Welches ist das beste MM Tonabnehmer System

  • Es gibt kein bestes MM

    Warum sollte es das nicht geben? Ein Tonabnehmer ist ein mechanischer Wandler, dessen Eigenschaften objektiv durch Messungen geprüft werden können. Das beste MM ist das mit dem linearsten Frequenzgang, der besten Kanaltrennung und den geringsten Verzerrungen, optimalen Abschluss und idealen Tonarm vorausgesetzt.


    Grüße, Brent

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Denn Messwerte alleine entscheiden nach wie vor nicht über den Klang

    Dich erkläre ich jetzt einfach 'mal für befangen. :)


    Ich hatte in den letzten 20 Jahren einige Hundert verschiedene Tonabnehmer zuhause und habe fleißig Testberichte und Frequenzgangschriebe gelesen. Was sich gut misst, klingt auch gut.


    Zudem war ja nach dem besten MM-Tonabnehmer gefragt worden, nicht nach dem wohlklingendsten.


    Grüße, Brent

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Alles ist relativ... Betrachtet man die reinen Messwerte, hat sicher Brent Recht in der Definition des besten MMs. Betrachtet man sich selbst mit den eigenen Hördellen, -spitzen, -vorlieben, -launen und - stimmungen, so hat Chris Recht. Beim objektiven Standpunkt liegt Brent richtig, beim subjektiven Chris. Und irgendwie haben vielleicht auch beide Recht oder die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.


    Der eine ist Christ, der andere Moslem, der dritte Buddist und der vierte Atheist. So einfach, widersprüchlich oder kompliziert gestaltetet sich das menschliche Miteinander. Jeder hat von seinem Standpunkt aus irgendwie Recht.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Volkmar, lohnt sich gar nicht drüber nachzudenken.

    Typischer hohler Stil aus "Fratzenbuch & Co."


    Gruss, Udo

    ich geh mal davon aus das ich damit gemeint bin, weil meine Aussage dir nicht gefällt ( gibt kein bestes MM )


    Was veranlasst jemanden nur, so zu reagieren ( Zitat )

    Oder ist es nur ein gebrauchter Tag, oder eher ein nicht tolerieren anderer Meinung, oder angekratztes eigenes Weltbild


    Aber ich schau drüber weg und wünsche Dir persönlich ein schönes Wochenende mit hoffentlich steigender besserer Laune


    Lg

    AM

  • Ich werfe mal die Kombination aus Linn Adikt mit der Lejonklou Slipsik 7.0 Vorstufe in den Ring. Damit könnte ich sehr gut leben, falls ich mir keinen guten MC mehr leisten könnte.

    Linn LP12/Keel/Radikal/Urika/Ekos 2/Akiva/Linn Akurate DSM Katalyst/QNAP 219P II/Cisco WS-C2960-8-TC-L/Linn Akurate Tuner/1 x Majik 6100 & 1 x Majik 4100/Linn Akubarik (aktiv), Grado PS500e

  • Das Audio Technica AT150mlx ist ein hervorragendes System, was aber eine exakte Jusatge und passende Anschlusswerte benötigt. Dann und nur dann kann es zu Höchstform auflaufen. Ich hatte es an einem Technics SL1300 direkt an den Phono Eingang des Marantz PM8003 betrieben und war maßlos enttäuscht. Hab dann einen Phono Pre mit 47 pF Kapazität dazwischen gehabt und war immer noch enttäuscht ( im Vergleich zu meinen AT140LC total saftlos). Erst am Technics SL1200GR und dessen scheinbar etwas leichterer Tonarm ließ das AT150mlx die Sonne aufgehen (nachdem ich den Body mithilfe von Nylon Schrauben und Tesa komplett vom Headshell isoliert hatte und ein massives Brummproblem damit in den Griff bekam). Heute höre ich nur noch damit und auch mein MC kommt da nicht ran. Unglaublich präziser und straffer Bass und super Hochtonauflösung. Hab in meiner Kette noch kein besseres MM System gehört aber wie erwähnt war es ein langer und steiniger Weg, denn es ist eine echte Diva und wird in vielen Ketten (zunächst) kaum Freude machen oder evtl sogar nie...

    Alles hat seine Zeit, was heute nicht gefällt, gefällt vielleicht morgen oder in 10 Jahren.

  • der

    Dietmar du liegst völlig falsch!!!

    Das Sumiko ist ein High Output MC, wobei es eine Low Output Variante gibt!!!

    MI wäre nämlich moving iron !!! Und wenn du mal genau hinschaust, dann kannst du das Spulenkreuz hinter dem Magnetjoch erkennen!!


    Ahoi

    Jürgen


    P.S. Nix für ungut!!!!

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Abtastsysteme zu bewerten ist schwierig weil sie nur ein Glied von vielen in der Abtastung ist. Alles muß optimal zusammenpassen oder sich ergänzen.

    Auf Testberichte kann man da auch nicht immer viel geben weil keiner weis in welcher Umgebung getestet wurde und wie gut justiert wurde. Meßwerte sagen viel aus, aber nicht wie es nachher spielt.


    VG Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Finde immer wieder beeindruckend wie eine einfache Frage auseinander genommen wird. Es ging dem Themenstarter sicher nicht um die besten Messwerte. Wenn nach dem „besten“ MM gefragt wird ist sicher der Klang gemeint. Wenn dann ein Ortofon 2M genannt wird sind wir glaube ich am Thema vorbei... Ein bestes System, rein klanglich wird auch immer eher etwas hochpreisiger sein. Ich habe selber versucht mich der Thematik anzunähern, habe höherpreisige MC‘s und wollte mit MM auch in diese Nähe kommen. Hatte Rega, Gold Note und jetzt ein MI Grado Reference 2 The Reference (1600,-) gekauft. Mit dem bin ich sehr zufrieden. Ist auch zumindest bei den Systemen mit hoher Ausgangsspannung das Ende bei Grado. Die „besseren“ Systeme haben 1mV und kosten bis 12000 Euro. Gehe davon aus, dass diese nochmal deutlich besser sind als meins. Hören oder kaufen werde ich die wohl nie. Grundsätzlich hört man über die guten MM Systeme nicht so oft, weil es einfach im Vergleich zu MC deutlich weniger im Highend Bereich gibt. IMHO.


    10,000 years from now, when they're diggin' the shit out of our lost civilization and they find a CD, they're going to say: What the fuck is that?
    But if they find a record, they're gonna be able to play it back with a damn pine needle.


  • Volkmar, lohnt sich gar nicht drüber nachzudenken.

    Typischer hohler Stil aus "Fratzenbuch & Co."


    Gruss, Udo

    ich geh mal davon aus das ich damit gemeint bin, weil meine Aussage dir nicht gefällt ( gibt kein bestes MM )
    Was veranlasst jemanden nur, so zu reagieren ( Zitat )

    Oder ist es nur ein gebrauchter Tag, oder eher ein nicht tolerieren anderer Meinung, oder angekratztes eigenes Weltbild
    Aber ich schau drüber weg und wünsche Dir persönlich ein schönes Wochenende mit hoffentlich steigender besserer Laune
    Lg

    AM


    Hallo AM,


    Respekt das du so reagierst, der Udo hat es ganz sicher nicht so gemeint, die aussage war halt schon etwas provozierend von dir geschrieben, wurde aber ja nun auch besprochen.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufe -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • der Ausdruck "bestes System" ist ja nun kein einheitlich zu verstehender Begriff....der eine siehst es aus Sicht der Messwerte, der andere am höchsten preis und wieder andere an den vermittelten Emotionen und wieder andere am Preis/Leistungsverhältnis...alles legimtime Ansichten...versteh garnicht wie man da streiten kann


    Ich erinner nochmal an den Eingangspost


    Da es soviele bekannte und gelobte MC Tonabnehmer gibt , würde mich interessieren welches MM System ihr für das „beste“ haltet, und warum

    Es ging ihm wohl genau darum unterschiedliche Meinungen und Ansichten zu bekommen...und man beachte auch die " " bei "beste"

  • Mein bestes TA System ist aktuell das Nagaoka MP-500.Hab ich heute aus der Versenkung geholt und am SME 309 montiert da es schon sicher 2 Jahre hier rumliegt. Echt spitze wie das MI auflöst und die Wollmäuse holt es auch perfekt aus den Rillen.
    Spok würde sagen "faszinierend"


    IMG_3189.jpg


    Grüße Werner

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  • Hi,


    Quote

    #41:

    Warum sollte es das nicht geben? Ein Tonabnehmer ist ein mechanischer Wandler, dessen Eigenschaften objektiv durch Messungen geprüft werden können. Das beste MM ist das mit dem linearsten Frequenzgang, der besten Kanaltrennung und den geringsten Verzerrungen, optimalen Abschluss und idealen Tonarm vorausgesetzt

    Die Argumentation erscheint auf den ersten Blick zwingend, ist sie aber m.A.n. in diesem Fall nicht und ein kleiner Teil der Gegenargumentation deutet sich schon in den letzten sechs Worten an.

    Messung bedeutet nichts anderes als ein Vergleich mit einer Referenz, oder einem Normal. Das kann im ersten Schritt eine Referenzspannung, -Widerstand, -Temperatur oder ein anderer Parameter in unserem Meßgerät sein. Unser Meßgerät weist Toleranzen und systemische Fehler auf und muß daher kalibriert und gegebenenfalls auch justiert werden. Dafür gibt es akkreditierte Kalibrierlabore, deren Geräte wiederum regelmäßig kalibriert werden müssen. Am Ende der Kette steht ein nationales oder/und internationales Normal, z.B. in der PTB (Phsyikalisch Technische Bundesanstalt).

    Geht man nun die ganze Phono-MM 'Meßkette' durch, dann fällt auf, daß es schon ganz zu Anfang es an den eigentlich nötigen Normalen mangelt und daß entlang der Kette derart viele Toleranz- und mit Nichtlinearitäten behaftete Einflussgrößen ins Spiel kommen, daß eine verlässliche Messung praktisch unmöglich erscheint.

    Die üblichen Meßverfahren arbeiten mit 'Meßschallplatten'. Hier spielt die Exaktheit der Schneidemaschine und der Vorverzerrung eine Rolle (Alterung, Temperatur, Toleranzfeld, Nichtlinearitäten der Mechanik und Elektronik, etc.), sowie selbst die Qualität des Vinyl Rohmaterials. Ich wüßte nicht, daß die Hersteller/Anbieter von Meßschallplatten wichtige Toleranz-Parameter überhaupt angaben.

    Kurz ... es fehlt an einer verlässlichen, stabilen Referenzquelle.

    Beim Abtastvorgang kommen zusätzliche Parameter ins Spiel, z.B die oben genannten Abschluß und Tonarm.

    Zum Thema Abschluß-Impedanzen habe ich in anderen Threads Simulationen eingestellt, welche zeigen wie stark sich der Amplitudengang durch verschiedene Abschlüsse ändert.

    Nach den Ergebnissen wären MMs mit niederinduktiven/niederimpedanten Generatoren die klaren Gewinner, z.B. viele ATs, während die zumeist hochinduktiven/hochimpedanten Ortofon und noch stärker die Shure die klaren Verlierer wären.

    Zum Thema Tonarm, bzw. dem Parameter Compliance des TA sei nur angemerkt, daß man nicht nur zwischen statischer und dynamischer Compliance unterscheiden müsste, sondern auch zwischen horizontaler und vertikaler Komponente der Compliance. Die für die Dämpfergummis verwendeten Polymere weisen weder lineare Frequenzgänge der Dämpfung, noch lineare Federkonstanten, noch Temperatur-und Alterungsabhängigkeit auf.

    Es müßte weiter unterschieden und abgeschätzt werden, ob die einzelnen Fehler korrellieren und sich damit aufsummieren, oder nicht korrellieren und ausmitteln um eine Vorstellung über die grundlegende Meßunsicherheit machen zu können. Ich schätze mal, daß diese Unsicherheit bei dem Aufwand, den z.B Zeitschriften bis in die 80er Jahre noch investierten bei gut und gerne +-5dB für den Ampltudenschrieb lag.

    Die Beurteilung allein nach meßtechnischen Kriterien halte ich bei so großen Fehlerbudgets daher für nicht aussagekräftig.


    jauu

    Calvin


    ps. nach meinen Bewertungskriterien gehört das AT95E in die Top5. Hat man ein gutes Exemplar erwischt und stimmt die Kette drumherum, dann spielt es derart lebendig und spielfreudig auf, daß man ohne direkten Vergleich eigentlich nichts vermißt und einfach nur eine Menge Spaß daran hat.

  • Die Beurteilung allein nach meßtechnischen Kriterien halte ich bei so großen Fehlerbudgets daher für nicht aussagekräftig.

    Meine ich auch, allerdings mündeten die besseren Technische Daten bei all meine AT´s in der vergangenheit auffällig auch in richtung besserem Klang.

    Nach zig AT Tonabnehmern über die Jahre bin ich letztlich bei den letzten aus der alten 100er Serie hängengeblieben. Neben unfassbar ausgewogenen Klangeigenschaften zeichnet die vor allem ihre satten Dynamischen fähigkeiten bis in die Frequenzbandenden aus, dazu kommt eine nahezu perfekte Auflösung und Audiophile Basswiedergabe die jedes noch so feine detail hörbar machen.

    Zum vergleich mal die Technische Daten der besten

    (die TA´s hatte ich übrigens alle)


    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/126916/

    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/126917/


    Nur die mit den besten Technische Daten kristalisierten sich letztlich (zufällig?) auch als die klanglich allerbesten heraus, deswegen betreibe ich nach wie vor mit leidenschaft zwei dieser olties, ein AT-ML180 sowie ein ebenso hervorragendes AT-160ML:)


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufe -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • Vor langer Zeit hörte ich den Spruch von jemanden, der sich mit dem Dünnbrett-Fach "Technische Akustik" abquälte, "die Erzeugung und Wiedergabe der Schallplatte mit der bekannten Technologie ist so fehlerbehaftet, daß es an ein Wunder grenzt, damit Musik zu erfahren". Vielleicht ist das einem begrenzten humaniden Hörvermögen geschuldet, daß das so prima klingt kann.


    Meine beiden: AT-180 und Elac 796 HsP sind gut, kommen aber nur ran, wenn das im Arm krank ist. Neugier auf andere sind begrenzt.