RME ADI-2 (pro) DAC

  • Hallo,


    wie an anderer Stelle beschrieben, stelle ich gerade (m)eine neue Anlage zusammen.

    Eigentlich mit der Vorgabe "rein analog".

    Dabei habe ich den Fokus auf der Quelle - sprich: nur Vinyl!

    Beim Händler bin ich über den RME ADI-2 gestolpert und habe mich eingelesen. Ein wirklich interessantes Gerät!

    In der PRO-Version noch vielseitiger.


    Nur wäre die Kette nach Einbau des Geräts nicht mehr rein analog. Der RME würde A/D wandeln und dann wieder D/A.

    Sicher bietet das Gerät ein super P/L-Verhältnis, Klang und Raumanpassung lassen sich pimpen.


    Ich werfe mal keck eine Frage in die Community:


    Analog-Ketzerei oder nützlich?


    Ich bitte ausdrücklich um Meinungen, Eindrücke (sofern gehört) und Begründungen!


    LG


    David

  • Ich habe kein ADI 2 gehört, aber selbst mein Behringer DEQ 2496 ist nach etwas Gepimpe der Eingangsstufe nicht zu hören wenn er neutral mit AD/DA Wandlung eingeschleift ist. Ist ganz einfach zu prüfen mit ein- und auschalten des Gerätes. Mein Setup hat durchaus das Potenzial und Auflösung um das zu hören. Die Möglichkeit den Bassbereich anpassen zu können möchte ich nicht missen. Ich wechsle je nach Aufnahme öfter zwischen auf den Hörplatz eingemessenen Bassbereich und ohne Entzerrung bei Aufnahmen die eher ausgedünnt klingen.


    Das sollte der ADI 2 somit sicher genauso gut können.


    Und auf einem der ersten Frickelfeste hatte auch niemand ein Problem damit mit diesem Setup trotz AD/DA Wandlung ein Phonopre Shootout zu machen. Die Unterschiede der Phonostufen konnten deutlich erhört werden.


    Grüße Chris

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  • Dazu würde ich auch tentieren.


    Setze selbst auch noch einen 18Bit DAT Wandler über meinen Röhren KV ein, obwohl eigentlich überzeugter reiner Analoghörer.

    Mit eigenen Aufnahmen oder als Monitorfunktion eingesetzt gibts klanglich überhaupt keinen Abfall gegenüber dem direkten Anschluss meiner Phonovorstufen, CD´s klingen damit allerdings genauso sch.... wie ohne (ich übertreibe:huh::))


    Meine DAT Aufnahmen klingen damit also quasi genauso gut (oder schlecht:S) wie über meine Masterbandmaschine, natürlich mit geringen einbußen vom musikalischen her, da macht der Digitale beau meiner Bandmaschine nichts vor.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



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  • Analog-Ketzerei oder nützlich?

    Ich kenne den RME nicht persönlich, habe aber sowohl digitale wie analoge Equalizer zur Hand bzw in der eigenen Anlage implementiert. Etwa der parametrischen Equalizer in der digitalen Frequenzweiche, mit welchem sich die Lautsprecher linearisieren lassen.

    Für Aufnahmeunterschiede hingegen ziehe ich aber den analogen (parametrischen) EQ vor; eine seiner Vorzüge ist der komfortable direkte Zugriff auf die Parameter, ohne sich durch einen Menue-Dschungel kämpfen zu müssen, ein anderer die Performance und Klangqualität. Ich finde schon, dass analog und digital unterschiedlich klingt, darin zum Beispiel, dass am analogen EQ für das selbe (subjektive) Klang-Resultat weniger aufgedreht werden muss als bei digital. Beim Digitalgerät lassen sich dafür vorgenommene Einstellungen abspeichern ...


    Der Wandler ist auf alle Fälle sinnvoll. Hab ich auch einen.


    Was den Kopfhörerverstärker anbelangt, da bin ich noch immer auf der Suche nach einem vernünftigen Teil, das sich auch anhören lässt; mein jetziger KHV gefällt mir vom Klang her überhaupt nicht, ist irgend so ein modernes komisches Ding (von einer deutschen Firma von Leuten vom Bodensee), das nach Plastik klingt - mit zwar enorm viel Punch und gehöriger Transparenz und mit vielen tollen Funktionen und auch solider Verarbeitung, aber eben ... klingt nicht.


    Zusammengefasst will ich sagen, dass die Anlage umso flexibler und versatiler gestaltet werden kann, wenn jeweilige Tools wie im RME vereint (also Wandler, EQ und Kopfhörerverstärker) in jeweils separaten Geräten untergebracht werden können. Und, dass der Analog-Ketzerei entfliehen kann, wer dort, wo analog im Vorteil ist, vielleicht nochmals hinhören mag.


    Gruss Urs


  • Seit Jahreswechsel ist ein Nachfolger des Ur-ADI-2, der ADI-2 FS angekündigt, der im (Früh-)Sommer kommen soll.
    Hat nicht die Ausstattung des ADI-2 Pro (bez. Kopfhörer, Eq. usw.), aber ebenfalls einen höchstwertigen AD- und DA-Wandler, "normalen" Kopfhörerausgang und es lässt sich von Analog in > Analog out, bzw. Digital in > Digital out, routen.
    Ist also quasi auch ein "reiner" Vorverstärker, mit einem Analog- und zwei Digitaleingänge (1 x Coax, 1 x Optisch).
    Für eine Verbindung zum PC muss allerdings zusätzlich ein Digitalinterface (S/P-DIF <> USB) bemüht werden, der ADI-2 FS hat keinen USB-Anschluss.
    Beim Preis von ca. 700,-€ aber zu verschmerzen, für seine Brüder werden 1K€ (ADI- 2 DAC, nur DA-Wandler), bzw. 1,5 K€ (ADI-2 pro, AD/DA-Wandler) abgerufen.
    Das Digitalinterface kann dann, je nach Qualitätsanforderung, sowohl ein einfaches Audiointerface mit Digitaleingang für lau, oder gleich ein Interface mit Reclocker (z. B. MUTEC 1.2, 3 USB) sein.


    Gruß, Roland

    "...nur eigenes Unrecht, eigene Schuld können mich so grämen, daß es für ein graues Haar reicht."
    Reinhard Mey

  • wenn man mit der der reinkarnation des ADI-2 in den rechner möchte, wäre eine interne PCIe karte mit AES/EBU meines erachtens deutlich unkomplizierter.