Rundnadel TA´s im Vergleich

  • Welche Rundnadel TA´s verwendet Ihr?

    Was schätzt Ihr daran?

    Gibt es Parallelen, oder klingen die alle anders?

    Ihr könnt gerne die Mono TA´s mit einbeziehen!

    Kann mann (Mann) so ein Vergleich überhaupt machen?

    Also Los gehts! 8o

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Hallo Herbert,


    aktuell befinden sich folgende "Rundnadel-Tonabnehmer" in meinem Besitz.


    - Denon DL103

    - Denon DL103 (LignoLab)

    - Ortofon OM "Pro S"

    - Ortofon SPU Classic (GM)

    - Nagaoka NM-11A

    - Shure M75-S6


    Davon spielen aktuell regelmäßig das SPU und das Lignolab-103er.

    Hinzu kommen Erfahrungen mit diversen Rundnadel-MI wie Nagaoka MP10/MP100 und historischen MM wie Shure M3D oder Empire 108. Gern einmal hören (im eigenen Umfeld) würde ich ein Decca und ein EMT.


    Sämtliche der genannten Tonabnehmer haben ihre klanglichen Eigenheiten und benötigen natürlich, wie andere Tonabnehmer auch, ein passendes Umfeld um ihre Qualitäten zu zeigen. Ich schätze an sphärischen Schliffen die bruchlose Homogenität in der Wiedergabe in Kombination mit reichaltigen Klangfarben und der häufig wunderbaren Stimmwiedergabe. Hinzu kommt eine sehr angenehme Störgeräuscharmut. Klangliche Schärfen und Lästigkeiten sind den meisten fremd, es kann also i.d.R. absolute Langzeittauglichkeit attestiert werden. Auch mehrstündiges Hören ermüdet strengt mich nicht an oder wird lästig.

    Entgegen häufig zu lesenden Aussagen empfinde ich spärische Schliffe gerade für klassische Musik und Jazz als Mittel der Wahl.


    Prinzipiell tendiere ich zu Tonabnehmern mit geringer Compliance, so daß eine gewisse "Robustheit" im Umgang hinzukommt. Um z.B. ein in der Tondose verbautes SPU zu zerstören, gehört schon einiges an Begabung... ;)


    Schönen Sonntag,

    Marc

  • Hallo Marc,

    der Workshop bei Jürgen hat mich auch schon über ein SPU Classic GM nachdenken lassen.

    Da der AS 212 auch kein Lift hat und der Lenco L 75 kein Arm überlege ich diese Kombi.

    Leider ist mir noch kein Classic GM untergekommen, du weißt von meinem Royal GM kann ich mich auch nicht so schnell trennen. Na ja vielleicht wird es je bei zeiten ein #1S.

    DL 103 hatte ich auch mal, bin aber nie zufrieden gewesen. Es klingt zwar für den Preis ganz ordentlich, aber außer der Mittenwiedergabe halt überall anderswo sehr unpräzise.

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Hallo,

    ich kann mich der Meinung von Marc anschließen. Ich habe seit kurzem ein altes Shure M44-7 in weiß mit einer orig.Nadel was voll und ganz auf Marc seine Beschreibungen passt. Weiterhin habe ich auch ein altes ADC Q30 was auch mit einer orig. Nadel bestückt ist. Das spielt wie ein SPU mit runder Nadel. Kraft, musikalisch und auch genügend Auflösung. Dazu habe ich mir noch eine ellipt. orig.Nadel besorgt. Auch damit kann man sehr gut Musik geniessen. Natürlich immer vorausgesetzt man hat eine Phonostufe die das auch gut rüber bringt und auch ein paar Einstellmöglichkeiten besitzt.

    VG Thorsten


    DIY - Röhren mit Klangfilm KL-307 und L75 / AS-212


    Mitglied der AAA

  • Weiterhin habe ich auch ein altes ADC Q30 was auch mit einer orig. Nadel bestückt ist. Das spielt wie ein SPU mit runder Nadel. Kraft, musikalisch und auch genügend Auflösung.

    Hallo, das kann ich bestätigen. Das 30er ADC mit originaler Rundnadel läuft bei mir auch sehr gut. Gerade bei kritischen Platten, wo es schon den einen oder anderen "Eintrag" gibt sehr ruhig und trotzdem fein auflösend mit Drive und Durchzug!. Betreibe ich mit 3,5g am AT1501MKIV.


    LG


    Michael

    Gewerblich!

  • Hallo,

    bei den meisten hier erwähnten Systemen ist ja die Auflagekraft sehr hoch - bis zu 5 Gramm.

    Jetzt mal Hand auf´s Herz: Würde jemand hier seine Pink Ployd-DSOTM-MFSL tatsächlich unter z.B. ein ADC-Q30 oder ein SHURE M3D legen ?

    Ich hätte da jedenfalls Angst vor Beschädigungen meiner Platten.

    Sicher, die Rundfunkanstalten hatten ja auch so was wie die Denons oder gleich die EMT im Studio laufen, meines Wissens wurden da aber auch alle Nase lang Platten nachgekauft oder gleich auf´s Band gezogen.

    Grüße an Alle - Jürgen

  • Jetzt mal Hand auf´s Herz: Würde jemand hier seine Pink Ployd-DSOTM-MFSL tatsächlich unter z.B. ein ADC-Q30 oder ein SHURE M3D legen ?

    tatsächlich ;)

    ich spiele die mit SPU ca. 4 g Auflagekraft ab .

    davon habe ich weitere.


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    meine Schallplattensammlung umfaßt ca. 3000 Stck.

    darunter sehr rare Exemplare von ClassicRecords ,DCC etc. etc.

    Die werden von mir seit 2006 auch mit 4g Auflagekraft abgespielt.

    Das die Platten in den Rundfunkanstalten ausgetauscht wurden hat meiner Meinung nach weniger mit Abspielen der Platten zu tun. Eher mit der Handhabung in der Praxis. ( Kratzer etc. etc. )

    Ein Verschleiß kann ich bei mir nicht feststellen. Auch nicht wenn ein Linn Krystal die Platte mit 1,75g Auflagekraft fräßt.

    Ich glaube das Märchen des Plattenverschleißes hört nie auf.
    Für ängstliche empfehle ich streamen, daß ist dann Verschleißfrei, zumindest mal im Vordergrund ;)

  • Wenn ein TA wie zB. ein SPU dafür gemacht ist, mit hoher AK abzuspielen, warum soll das Vinyl dadurch Schäden erlangen( vorausgesetzt alles ist richtig justiert)?

    Monohörer

  • Wenn ein TA wie zB. ein SPU dafür gemacht ist, mit hoher AK abzuspielen, warum soll das Vinyl dadurch Schäden erlangen( vorausgesetzt alles ist richtig justiert)?

    das ist die richtige Aussage.


    Die ganze Mär stammt doch aus der Vergangenheit als OttO Plattenspieler hatte. Es war doch Glücksache ob da alles richtig justiert war. Oder rund lief. Ganz im Gegenteil zu heute . Ich gehe heute von einem richtig justierten Plattenspieler einfach aus.

    Ich erinnere mich an meine Anfangszeit , ich konnte keinen Tonabnehmer wechseln.

  • Ich habe ein SHURE SC35C an meiner 18Gramm Headshell laufen.

    Es drückt mit 4,5 Gramm in die Rille ohne Antiscating.

    Sellten so einen schönen Klang gehabt.

    Das Zitat unten beschreibt es ganz wunderbar:

    Ich schätze an sphärischen Schliffen die bruchlose Homogenität in der Wiedergabe in Kombination mit reichaltigen Klangfarben und der häufig wunderbaren Stimmwiedergabe. Hinzu kommt eine sehr angenehme Störgeräuscharmut. Klangliche Schärfen und Lästigkeiten sind den meisten fremd, es kann also i.d.R. absolute Langzeittauglichkeit attestiert werden. Auch mehrstündiges Hören ermüdet strengt mich nicht an oder wird lästig.

    Entgegen häufig zu lesenden Aussagen empfinde ich spärische Schliffe gerade für klassische Musik und Jazz als Mittel der Wahl.

    Wer profitiert ?:/

  • 'n Abend,


    STS.jpg


    ausser bei Diesen (Bild) hab ich nur eine Rundnadel am AT-33Mono.

    (Das "Rote" hat allerdings auch eine Elipse)

    Viele Grüße, Tony

    ______________________________________________________

    Dit is een lied over een plant, een groene plant, een mooie plant ...

  • Moin zusammen,


    vor etlichen Jahren gab es einen Artikel in der „analog“ über eine Forschung zum Plattenverschleiß aus den 80er Jahren aus der damaligen DDR. Das Fazit war: nach etwa 100maligem Abspielen erhöhen sich verschleißbedingte Nebengeräusche. Die Rille wird beim Abspielvorgang durch die Reibung thermisch verformt, jedoch bildet sich diese nach wenigen Augenblicken zurück.

    Also ... je mehr Platten man hat, desto weniger wird jede einzelne LP abgespielt. ;) :thumbup:


    Gruß

    Rainer

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

  • Ein Teil des hohe-Auflagekräfte-beschädigen-unweigerlich-die-Platte-Mythos dürfte auch bei den Kristall-Tonabnehmern liegen, die mit billigen Saphiren bestückt auch heute noch unkontrolliert die Platten fräsen.

    Und dann gab es ja noch - als Grammophon-Nachfolger - die ganz alten elektrischen Tonabnehmer, die mit einigen hundert Pond Auflagekraft fuhren.

    Stereo: MR-611, DA-305, DL-103, AU-300, NAD PP2; SABA HiFi-Stereo I; HK CC82

    Mono: wird momentan überarbeitet

    Schellack: Dual 1019, Shure M78S; SABA Villingen 9

  • Hallo Rainer,

    wäre Interessant zu wissen welcher TA Damals durch´s Vinyl fräste.


    In der Fidelity gab´s mal ein Test zum TA & Vinyl Verschleiß. Inclusive Messungen. Veränderungen beim Vinyl wurde aber erst nach rund 900x Abspielen wahrgenommen.


    Gruß

    Max

  • Hallo Herbert,


    bei mir läuft ein Ortofon SPU Wood A mit sphärischer Nadel und 4,0g Auflagekraft.


    20210411_153020 kl (3).jpg


    Vorher lief ein SPU #1 E


    Das A hat, trotz ähnlicher technischer Daten, klanglich die Nase weit vor dem #1 E.

    Wahrscheinlich wurden die Bauteile des A weiter selektiert und beim Aufbau des Systems mehr Wert auf Genauigkeit gelegt.


    Das A zeigt einfach einfach eine bessere tonale Geschlossenheit verbunden mit exzellenter Wiedergabe bei Stimmen, sattem Grundton und sehr sauberem, tiefen Bass sowie sehr guter Störgeräuscharmut.

    Ohne Frage ein System gemacht zum stundenlangen entspannten Musikhören ohne auch nur im Geringsten nervend oder lästig zu werden.


    Ein, imhO, großartiges System. Mehr brauch ich nicht.




    Gruß

    Volker

    Qui habet aures audiendi audiat

  • Hallo.


    Bei mir dreht ein Empire 108 seine Runden neben einem SPU art40, das Empire ist der Rocker aber trotzdem mit erstaunlichem Frequenzumfang. Das 108 hat eine Comp von 8 und läuft bei mir an einem Audio Technica ATP 16t, da es zudem mit 8 mV ziemlich laut geht ist das irgendwie wie Triumph Spitfire fahren, macht einfach Spaß.

    Empire108


    Bei vielen alten MM Systemen ist eine gut einstellbare Phono erforderlich da die oftmals nicht mit den gängigen 47kOhm bedient werden möchten. Die guten Verstärker aus dieser Zeit hatten alle diverse Einstellmöglichkeiten für die Phonoeingänge zb Sansui AU 999.

    Gruß,

    Uwe