TD124...die alte Zicke!

  • Zitat:

    Zu der Zeit als der TD124 entwickelt wurde, hatten die meisten wenn überhaupt nur Schellacks


    Da würde ich mich mal - freundlich ausgedrückt - mit der Geschichte des Spielers beschäftigen, bevor ich solch eine Info in die Welt setze.

    Manchmal frage ich mich, ob man gewisse Beiträge noch ernst nehmen soll.

    In der Schule würde dann Nachsitzen und Nachhilfe empfohlen,......

  • Zitat:

    Zu der Zeit als der TD124 entwickelt wurde, hatten die meisten wenn überhaupt nur Schellacks


    Da würde ich mich mal - freundlich ausgedrückt - mit der Geschichte des Spielers beschäftigen, bevor ich solch eine Info in die Welt setze.

    Manchmal frage ich mich, ob man gewisse Beiträge noch ernst nehmen soll.

    In der Schule würde dann Nachsitzen und Nachhilfe empfohlen,......


    Ich halte die Aussage für durchaus richtig! Ende der 50er, Anfang der 60er dürften die allermeisten Durchschnittshaushalte tatsächlich noch überwiegend mit Schellack gehört haben, war quasi "Standard". Die massenhafte Verbreitung der LP hat erst später eingesetzt.

    Ein wenig freundlicher und ohne Daumen täte es auch...

  • Da ich selber ein paar TD124/224 besitze und auch ein paar davon überholt habe, glaube ich schon zu wissen wovon ich rede. Mit den meisten älteren Menschen, mit denen ich mich über Musikwiedergabe zu dieser Zeit unterhalte, kommen fast immer die selben Aussagen. Soferne man nicht vermögend war, hatte man andere Bedürfnisse die gestillt werden wollten nach den langen Jahren der Entbehrung. Musikwiedergabe auf höherem Niveau war da sicher ganz weit hinten. Darum auch meine Aussage Schellack betreffend.

  • Musikwiedergabe auf höherem Niveau war da sicher ganz weit hinten.

    Na - der TD124 war aber doch damals ein Spitzengerät und wurde sicherlich kaum von Menschen gekauft, für die Musikwiedergabe auf höherem Niveau erst ganz weit hinten kam.

    Jedenfalls bekommt man die Dinger schon sehr leise und natürlich bleibt immer ein Rest an hörbaren Einflüssen. Unterm Streich reicht es aber wohl dafür, daß ich einige der subjektiv best-spielenden Phonoketten mit antiken Reibradlern in Verbindung bringe...

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • ....ich glaube schon, dass die Musikliebhaber die damals einen 124er kauften dann recht schnell auch so einige (damals neuartige) Vinyl-LPs hatten und sich den zulegten um eben auf diese neue Technik umzuschwenken, die zum ersten Mal versprach quasi 1zu1 Kopien der Masterbänder herstellen zu können. Dennoch war die 78" Stufe sicherlich n Feature ohne das es der 124er schwer gehabt hätte...

    Die Abhörsituationen waren sicherlich anders. Das von mir noch zu bekämpfende leise Geräusch spielt sich im Subbereich unter 50Hz ab-das sind Frequenzen die damals nicht so sehr interessant waren...und hätte ich Monitore oder kleinere Standboxen wäre es nicht ausschlaggebend.

    Ich bin aber Musiker und liebe tiefe Bässe, bzw. die Möglichkeit diese via Anlage kontrolliert zu reproduzieren...und deswegen ist das halt noch ne Baustelle.

    Es ist ja da unten auch noch musikalisches Geschehen da-auf vielen Platten höre ich da noch sehr viel...nur eben auch dieses Restrumpeln...

    Musikmaschinen:Thorens TD 124/2,SME 3012/2,Ortofon Rondo Bronze,Aikido MC Preamp,Musical Fidelity M5si,Visaton AtlantisMKII/Weichen von "Kalle Mk II"+viel/ lautes Gitarrenzeugs,Studiogerümpel (ua):QuintAudio HAVOFAST-Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • Schallplatten auf einem TD-124 zu hören ist wie Dampflok fahren. Klar hat die Computergesteuerte E-Lok die besseren Messwerte, aber mitfahren wollen dann alle im zischenden Ungetüm.

    Markus

  • ....das wär n schöner Vergleich...wenn er denn so stimmen würde!


    Es ist viel eher so, dass der 124er nach wirklich allen Maßstäben richtig gut klingt.

    Die Auflösung, Grob- und Feindynamik sowie Tonalität sind nach allem was ich daran gemacht habe superb, die Darstellung sämtlicher Bereiche von der Gewalt im Tiefbass bis zu feinsten Hochtonverästelungen schlicht unglaublich.

    Das liegt sicher auch am Rondo Bronze und an dem SME-aber schon allein die Tatsache, dass dem dieses "Dinosaurierlaufwerk" nicht im Wege steht sprich dafür welches enorme Potenzial der 124er auch aus heutiger Sicht noch hat.

    Umso weniger passt da diese Einschränkung ins Bild.


    Das mit dem "Dampflok Fahren" würde ich eher auf nen alten Dual Reibradler beziehen-oder auf meinen Braun 450er-doch der läuft "nur" an ner kleinen Anlage im Esszimmer und wird nie so hochgerüstet werden-er hätte ja auch nicht das Potenzial dazu...

    Musikmaschinen:Thorens TD 124/2,SME 3012/2,Ortofon Rondo Bronze,Aikido MC Preamp,Musical Fidelity M5si,Visaton AtlantisMKII/Weichen von "Kalle Mk II"+viel/ lautes Gitarrenzeugs,Studiogerümpel (ua):QuintAudio HAVOFAST-Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • ...soooo,

    neue Lage!

    Hab neulich mit Henner(Defektzero) telefoniert und er hat mir nochmal erklärt, was er damit meinte, dass die Achsen untereinander richtig ausgerichtet sein müssen...

    Nun, es geht darum, dass zB. die Reibradachse genau wie die anderen Achsen und somit auch die Reibradlauffläche im Teller genau parallel sein müssen und das Reibrad immer auf genau gleicher Höhe auf den Flächen laufen muss, weil sonst logischerweise eine "Radierbewegung" auf der Lauffläche von Teller und Stufenrad besteht, die natürlich Rumpeln verursacht. Als er das so erklärte wurde mir schlagartig diese Logik klar, genauso wie die Erkenntnis, dass die besten Lager und der ruhigste Motor nix nützen wenn das Rumpeln so entsteht.


    Weniger begeistert war ich allerdings von der Methode das zu verbessern: (vorsichtiges!) Biegen=O oh nein...soviel Feinmechanik und so viel feinmotorisches Tuning und dann das: BIEGEN!


    Nun denn, ich hab`s gewagt-nachdem ich glaubte auch schon optisch eine leichte Neigung des Reibrades nach Vorne zu sehen hab ich mein altes Reibrad aufgesetzt und das Ganze vorsichtig etwas nach Hinten neigend gebogen...:rolleyes:?(.

    Mit der Angst nun alles geschrottet zu haben hab ich das Schopper Reibrad und den Teller wieder montiert und ihn für`s Probehören angeworfen.....

    Und....es ist weg, ES IST WEG!:):):thumbup::love:….

    Nur noch das leise tiefe Hauchen und das ganz leise rlrlrl sind da, die "Technodisko" neben dem Tonstudio ist weg!

    Danke Henner, dein Tipp war Hammer, du hast nen Klassiker vor dem Verkauf und "Liebesentzug" gerettet.

    So ruhig wie er jetzt läuft macht die Musik nochn Stückle mehr Raum auf, es klingt unglaublich!


    Gruss an alle Interessierte,

    vielleicht konnte der zigtausendste 124er Thread doch nochmal jemand helfen-mir jedenfalls!


    Bernie

    Musikmaschinen:Thorens TD 124/2,SME 3012/2,Ortofon Rondo Bronze,Aikido MC Preamp,Musical Fidelity M5si,Visaton AtlantisMKII/Weichen von "Kalle Mk II"+viel/ lautes Gitarrenzeugs,Studiogerümpel (ua):QuintAudio HAVOFAST-Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • Biegen oh nein

    Ich sehe es ein - das Wort ist grausam ^^

    Nennen wir es ab jetzt "Justage durch plastische Verformung" ;)

    ... mit Sicherheit ist dieser eine Dejustage (ebenfalls durch plastische Verformung) vorausgegangen.


    Freut mich, wenn ich dir helfen konnte...

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • Justage durch plastische Verformung rules!

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