1ter Mai - Tag der Arbeit - oder der Tag mit der 100€ Erfahrung

  • Hallo Anton,


    ich habe mir das Datenblatt der QQE03/20 angeschaut und befürchte, daß das Klirrverhalten

    im Vergleich zur QQE04/20 schlechter werden dürfte. Die 03/20 hat den typischen Tetroden-Knick

    in der Kennlinienschaar (ähnlich wie bei der 06/40) - dieser Knick ist bei der 04/20 nicht vorhanden...


    Gruß Björn

  • Hallo Björn,

    Danke für den Hinweis. Meinen Schallwänden mit 15“ Coaxen waren die RS 1009 viel zu brachial und jetzt nach ca 20 Stunden Betrieb mit den RS 1019 gefällt mir das Ganze halt viel besser.


    Es ist allerdings auch so dass in meinem Verstärker noch zusätzliche PIO‘s verbaut wurden die den Frquenzgang in einen etwas anderen Bereich gedrückt hatten. Technisch kann ich das jetzt nicht erklären gemacht hatte es der Tubeprofi, ein Röhrenhändler in Wien der viele Jahre Erfahrung mit der Materie hat.


    Grüße Anton

  • Hallo Anton,

    genau denselben Verstärker mit der FU32 habe ich mir auch mal zugelegt. Nur aus Interesse und weil ich das grün/graue Design ganz nett fand. Bei meinem wird nur der Netztrafo schon recht warm. Nach 2 Stunden kann man den eigentlich nicht mehr anfassen. Wird der wenn man da noch grössere Röhren reinsteckt nicht zu heiss? Oder war das bei deinem Gerät kein Problem?

    (Ölis anstatt den MKTs, die drin sind, wollte ich auch mal einsetzen. Original spielt er etwas rau. Die Treiberröhre habe ich gegen eine russische 6N2P ersetzt. Den Arbeitspunkt habe ich aber noch nicht kontrolliert. Und ich habe das Gehäuse erstmal geerdet.)

    Viele Grüsse

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    wenn man die FU32 mit der 1019 gleich setzt, dann hat die RS-1009 einen hören Heizstrom. Unabhänging von der Heizspannung (kann mit 12,6 oder 6,3 Volt betrieben werden). Somit muss der Trafo auch noch heisser werden.


    Das sind die Werte von der RS-1009

    IMG_5012.PNG



    Das sind die Werte für die RS-1019


    IMG_5013.PNG


    Ich hoffe das hift dir.

    VG Thorsten





    stst motus / EAR 834P Deluxe / RV mit MIG-Röhren / GW Box

    Mitglied der AAA

  • @Björn,

    könntest Du uns mal diesen Knick zeigen? Eventuell mit einer kopierten Grafik aus der Kennlinienschar. Bzgl. Kennlinien bin ich nicht so firn bzw. ich kann das nicht 100%tig deuten was Du meinst. Das wäre klasse.

    VG Thorsten





    stst motus / EAR 834P Deluxe / RV mit MIG-Röhren / GW Box

    Mitglied der AAA

  • Hallo Thorsten,

    Danke erstmal. Ca. 40% mehr Heizleistung würde ich dem Trafo in meinem Verstärker nicht zumuten wollen. Evtl. wurden in anderen Versionen ja grössere Trafos verbaut. Ich habe auch mal einen umgebauten Verstärker mit der GU32 gehört und das war sehr gut. Deshalb wollte die auch nicht unbedingt tauschen. Aber ich werde da mal die MKTs ersetzen. Das könnte schon was bringen.

    Hier mal ein Bild davon:

    Viele Grüsse

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    wie gesagt ich hatte den Tubeprofi ja vor dem Umbau befragt und er hatte dem Gerät absolute Betriebstauglichkeit und sauberen Aufbau bescheinigt. Das mit dem extrem heißen Trafo konnte ich nicht beobachten, gut warm jedoch schon.


    Grüße Anton

  • HI Thorsten,


    wenn Du Dir das Kennlinienfeld bei Ug2=250V von jedem der drei Kandidaten anschaust,

    wird Dir sofort auffallen, daß bei zwei Röhren die Kennlinien so um 100V/50mA einen Schlenker

    nach unten machen. Das ist der typische Tetroden-Knick, welchen man bei der Dimensionierung

    der Schaltung meiden sollte (z.B durch höhere Betriebsspannung, oder niedrigere Ug2). Bei dieser Schaltnetzteil-Schaltung liegen die Spannungen fest - da müsste man erstmal rausfinden, wie sich

    da die Ub ändern lässt. Speziell bei der QQE06/40 könnte man den G2-Anschluß von der Ub abtrennen und mit Hilfe von Zusatzbauteilen eine 200V-Hilfsspannung erzeugen - dann ist der Knick

    auch komplett verschwunden. 8)


    Gruß Björn

  • Guten Morgen Björn,

    das schaue ich mir mal an. Prima und danke für die wertvollen Info`s. Große klasse :thumbup:.

    Ich bin übrigens auch wieder bei der Valvo 04/20 gelandet. Hört sich irgendwie stimmiger an. Aber mit deinen Info`s werde ich nochmals ran gehen.

    VG Thorsten





    stst motus / EAR 834P Deluxe / RV mit MIG-Röhren / GW Box

    Mitglied der AAA

  • Moin Leute,

    nachdem ich gestern den ganzenTag nicht auf die AAA-Seite zugreifen konnte (andere Internetseiten

    waren kein Problem), schreibe ich jetzt ein paar Neuigkeiten von meinen Wochenend-Experimenten.


    Ich habe versucht mit anderen AÜ´s bessere Ergebnisse, als mit den Originalen zu erreichen.

    Mein Fazit:

    -wenn man gute-teure AÜ´s nimmt, lohnt es sich/sollte man eine andere/bessere Schaltung zu nehmen - sprich ein komplett neues Projekt...

    -wenn man andere günstige AÜ´s nimmt (z.B. alte Radio-Übertrager, oder billige Neuprodukte),

    ist das Ergebnis schlechter, als mit den kleinen EI48-Originalteilen.


    Die Original-Übertrager sind übrigens aufwändiger gebaut, als ich zuertst dachte. Nach dem Auslöten habe ich mit die Teile etwas genauer angeschaut. Die Primärwicklung besteht aus vier Teilwickungen, welche je zwei Sekundärwicklungsteile umgeben. Der einzige Wermutstropfen ist die Kerngröße - so ist die untere Grenzfrequenz halt auf 50Hz bei 1W begrenzt...

    Also habe ich die Original-AÜ´s wieder eingelötet und lasse das Teil, wie es ist. Ich werde bei

    Gelegenheit des Schaltplan hier reinstellen und die Modifikationen, welche ich gemacht habe, vermerken.


    Gruß Björn

  • Kannst du zum klang was sagen?

    LG Marco


    Es ist 6 Uhr morgens, und mein Kaffee dreht sich mit 33 U/min.

  • Hallo Marco,

    das mit der Klangqualität ist im Moment so ein bisschen zweigeteilt. Einerseits gefällt er mir ganz gut, weil das Klangbild einem guten Röhrenverstärker schon recht nahe kommt. Er spielt klar und offen und recht direkt und man ist sehr schnell mitten im Musikgeschehen ohne das man den Eindruck hat, da fehlt etwas oder etwas würde irgendwie 'falsch' klingen. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, da blitzt etwas von der Souveränität durch, den einige Röhrenverstärker haben, die Senderöhren benutzen.

    Auf der anderen Seite hat er eine gewisse Rauigkeit, die sich über das Klangbild legt. Die Ursache könnten die kleinen MKT-Kondensatoren sein, aber evtl. auch ein ungünstiger Arbeitspunkt der Treiberröhre oder auch die Ausgangsübertrager. Nächstes Jahr (wo ich dann ganz viel Zeit habe) wollte ich mal die MKTs austauschen. Dann weiss ich schonmal mehr.

    Viele Grüsse

    Jürgen

  • @ Jürgen,

    ich würde mehr auf die Arbeitspunkte tippen. Zumindest war es bei dem / meinem Kleinen so.

    VG Thorsten





    stst motus / EAR 834P Deluxe / RV mit MIG-Röhren / GW Box

    Mitglied der AAA

  • Ja, die Arbeitspunkte werde ich mir auch mal ansehen und das Ganze mal einen Frequenzgenerator und einen Oskar hängen. Mit einem Rechtecksignal von 2 oder 5kHz sollte man auch abschätzen können, welche Qualität die Übertrager haben.

    VG

    Jürgen

  • Schönen Sonntag,


    habe inzwischen auch wieder die Siemens QQE03/20 zurückgebaut und finde den Klang damit doch besser, genauso, wie Björn geschrieben hat, danke dafür.


    Um es nochmal zu betonen, die kleine Kiste macht für das Geld doch einen mehr als guten Klang. Natürlich muß man Abstriche machen, aber für mich als bekennendes 'Holzohr' ist das wirklich nicht dramatisch. Auf jeden Fall 'klingt' er besser als alle Class D Amps oder auch Tripaths, Meßwerte hin oder her.

  • Hallo Chris,

    ich habe ja auch bewusst den T-Amp mal gekauft um auch hier einen direkten Vergleich zu ziehen. Der T-Amp Chip TA-2024 klingt schon richtig bzw. sehr gut an wirkungsstarken Lsp.Chassis sofern keinen Weiche verbaut ist. ABER ... die "Kleine Chinazwetsche" hat doch die Nase etwas weiter vorn. Wobei beide sehr dicht beisammen spielen. Das gilt aber nur für den Chip TA-2024!

    VG Thorsten





    stst motus / EAR 834P Deluxe / RV mit MIG-Röhren / GW Box

    Mitglied der AAA

  • Hallo Chris,

    ich habe ja auch bewusst den T-Amp mal gekauft um auch hier einen direkten Vergleich zu ziehen. Der T-Amp Chip TA-2024 klingt schon richtig bzw. sehr gut an wirkungsstarken Lsp.Chassis sofern keinen Weiche verbaut ist. ABER ... die "Kleine Chinazwetsche" hat doch die Nase etwas weiter vorn. Wobei beide sehr dicht beisammen spielen. Das gilt aber nur für den Chip TA-2024!

    Hallo Thorsten,


    richtig, der TA-2024 klingt schon sehr gut, vor allem an meinen 94dB Cabasse, trotz Weiche.

    Vielleicht liegt es ja auch an dem Musikmaterial, daß ich höre. Egal ob von Vinyl, Bandmaschine oder auch digital.


    Besonders an der Digitalkette hab ich lange gefeilt. Mit einer 20 Jahre alten Creative Audigy I und modifizierten Treibern usw. Das klingt jetzt richtig schön analog das Digitale...;)...^^


    Wie gesagt, bin ich halt ein wohl leicht zufriedenstellendes Holzohr und das ist gut so...und billiger :/