Tonabnehmer für Thorens TP 90, MM oder MC?

  • Moin aus Hamburg,

    ich besitze einen Thorens TD166 mit TP90 und z.Z. ist ein Goldring MM 2500 montiert. Als Phono Pre fungiert ein Graham See GramAmp 2 SE. Meine Frage; Welches höhenwertige MM System würdet ihr mir empfehlen? Oder ein High Output MC? Oder ein Wechsel auf MC, damit verbunden ist dann natürlich auch ein anderer Phono Pre...

    Preisbereich so von 500-700€. Ich bevorzuge eher dynamische, "anspringende" Systeme, auf Live "getrimmt"... :)


    VG Mayk

  • Hm,


    was für eine Frage:


    Ich bin eher ein MC Fan. Deinen PhonoPre kenne ich nicht. Kann der bezüglich Verstärkung und Impedanz angepasst werden? An meinem TP 90 habe ich letztens ein AT33PTG/II montiert. An dem Vanguard funktioniert das alles zusammen sehr gut.


    Um den DL103 habe ich einmal mehr einen Bogen gemacht. Da es einmal mehr Gerüchte gab, dass AT Tonabnehmer mit dem ML-Schliff einstellen wollen würde, hatte ich das System dann ergattert und ich bin jedes Mal über die Stille des Nadelgeräuschs in der Einlaufrille begeistert.


    Warum MC, nun da bin ich mir eben deutlich sicher, dass ich ohne viel Anpassungen deutlich näher an der CD bin als bei MM, denn dort ist es eher Zufall, dass alles passt, oder man muss eben messen - das passende Instrumentarium steht mir eben nicht zur Verfügung.


    Außerdem freue ich mich immer darauf, nach vier Jahren auf einem Dreher einen neuen Tonabnehmer aussuchen zu können, da ich mit MC Tonabnehmern nicht in die Verlegenheit kommen kann, nur den Nadelträger austauschen zu können.

  • Hallo Mayk,

    Das Goldring MM ist auf jedem Fall ein sehr hochwertiges MM!

    Ich denke auf die Klangsignatur muss man stehen.. die Kombination mit dem Graham Slee 2 SE lief bei mir auch mal. Klanglich wars mir unterm Strich oftmals zu hell aufspielend.

    Das genannte Dynavector würde ich auch empfehlen, als High Output Variante direkt an den bestehenden Graham Slee!


    Gruß

    Peter

    `Im Jazzrock steckt die Chance zur Versöhnung von Körper und Geist.` - DIE ZEIT, 27/2003, S. 37.

  • Wenn es etwas Gebrauchtes und MC sein darf dann kann ich das Ortofon Nr. 2 und besonders das Denon DL-207 empfehlen. Letzteres läuft bei mir seit einigen Jahren am TP90. Ich habe am 2001/TP90 viel ausprobiert. Völlig überzeugt hat mich bislang nur das DL-207. Allerdings sind 10x5 und das Nr. 2 nur knapp dahinter. Das Denon DL-110 ist auch noch ok, wenn das Budget etwas stärker limitiert ist.


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    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Guten Morgen,


    ein gebrauchtes Grace läuft hervorragend mit dem TP90.

    Dynavector 10x5 als HOMC klingt auch sehr gut, ein DL110 halte ich nicht für besonders hochwertig.

    Der TP90 ist relativ schwer, schon die nackte Headshell schlägt mit 14g zu Buche.

    Die Nadelnachgiebigkeit sollte daher nicht deutlich über 20 liegen, härtere Aufhängung paßt besser.


    Wenn jemand aber so nah wie möglich an die CD ran will, würde ich die Anschaffung einer solchen mit einem dazugehörigen Player ins Auge fassen.


    Gruß

    Frank

  • Graham See GramAmp 2 SE

    und

    ch bevorzuge eher dynamische, "anspringende" Systeme, auf Live "getrimmt"..

    beides zusammen ist schon ein Widerspruch...


    meiner Erfahrung nach ist der Grahamn eher ein ruhiger, fast muffiger Vetreter.....wenns trotzdem ein neuer TA sein soll, der anspringender sein soll, rate ich zu AT,,z.b. ein AT150 MLX oder 760 SLC....auch ein 540 ML spielt so sehr gut und dynamisch anspringend.....

  • anderer Phono Pre...

    Du solltest eben für dich klären ob du einen neuen Phono Pre wirklich anschaffen willst. Notwendig wäre er nicht, du kannst am TP 90 problemlos ein MC-HO betreiben.

    Warum MC, nun da bin ich mir eben deutlich sicher, dass ich ohne viel Anpassungen deutlich näher an der CD bin als bei MM, denn dort ist es eher Zufall, dass alles passt, oder man muss eben messen - das passende Instrumentarium steht mir eben nicht zur Verfügung.

    Die Anschaffung eines CD Players würde ich da auch empfehlen. ;) Die Notwendigkeit eines Messgerätes zum Betrieb eines MM Tonabnehmers erschließt sich mir nicht ganz. Bei einem MC muss ich die Impedanz anpassen, beim MM die Kapazität. Beides geht problemlos mit den Ohren.

    vriendelijke groeten aan de fatbike rijder :)

  • .. zum Graham Slee 2SE gibt es dann offenbar.. wie wohl zu allem.. unterschiedliche Ohrenauffassungen.

    Für mich gehört er zu den wirklich guten in seine Klasse!

    Hier sehe ich keine Notwendigkeit ihn auszutauschen, insofern es um MMs und auch die High Output MC Varianten geht.


    Gruß

    Peter

    `Im Jazzrock steckt die Chance zur Versöhnung von Körper und Geist.` - DIE ZEIT, 27/2003, S. 37.

  • In dem Preisrahmen bis 600 Euro würde ich ganz klar das AT33PTG/II nehmen.

    Das passt erstklassig auf den TP90

    Wenn es ein MM werden soll/muss,würde ich zum Vinylmaster Silver greifen,was auch sehr schön laufen kann,wenn man einen guten MMPre hat. z.B.Albs RAM4

    Im Ganzen ist der Arm jedoch eher für MCs bestimmt


    LG

    Rolf


    TD 2001/ TP90 RDC *ART9* AT33 PTG II * Aqvox MKII * SAC Gamma

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  • In dem Preisrahmen bis 600 Euro würde ich ganz klar das AT33PTG/II nehmen.

    Das passt erstklassig auf den TP90

    Wenn es ein MM werden soll/muss,würde ich zum Vinylmaster Silver greifen,was auch sehr schön laufen kann,wenn man einen guten MMPre hat. z.B.Albs RAM4

    Im Ganzen ist der Arm jedoch eher für MCs bestimmt

    Sicherlich eine gute Wahl. Allerdings müsste dann noch eine MC-taugliche Phonovorstufe oder ein Übertrager angeschafft werden.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

  • Moin,


    ich habe in meinem 2001 RDC/ TP90 ein Dynavector DV 20xH (High-Output MC) und das geht richtig gut.

    Wenn das vorgeschlagene (#4) DV 10x5 Mk II (H!) einen ähnlichen Charakter hat (und davon gehe ich jetzt mal aus) dann solltest du es unbedingt in Erwägung ziehen...


    Schönes Wochenende

    Klaus

    AAA-Mitglied, hört mit: Thorens Centennial + MCH 63 - (Thorens TD 2001 RDC + Dynavector DV 20X (II) - Reson rg1 + Reson Reca) Dynavector P 75 - Accuphase E-308 (+ AD 9) - Accuhase DP-57 - Harbeth C 7ES-3 + Skylan-stands - Reson- und Dusch- Kabel

  • Nur kurz zur Erklärung:


    bei MM würde ich (!) nur einer Messung mit entsprechenden Geräten tatsächlich trauen. Bei MC genügt es den Innenwiderstand zu kennen oder zu messen, den Eingangswiderstand muss man dann ca. um den Faktor 10 darüber wählen und dann stimmt alles und man/ ich kann dann einfach mit dem Abspielen der Platten loslegen.


    Bei MM fängt es ja schon damit an, alle relevanten Kapazitäten zu kennen und dann kommt dazu, was verträgt der MM Tonabnehmer. Da wird mehr geraten als tatsächlich gewußt, was man denn da wie optimal einstellen sollte. Ob das Ergebnis am Ende mit den Ohren tatsächlich erlauschbar ist, steht auf einem anderen Blatt, aber ich gebe doch weder 40 noch 400 oder mehr € für einen Tonabnehmer aus, um zu raten, wie das System elektrisch optimal angeschlossen ist. Das ist elektronische Steinzeit!


    Mein persönlicher Eindruck ist tatsächlich, dass gerade ob der wie auch immer herbeigeführten (Fehl-)Abstimmungen bei MM sich ein typischer analoger Klang in den Beschreibungen einschleicht.


    Bei MC hatte ich immer den - auch persönlichen - Eindruck, dass die von mir eingesetzten Systeme vom Stand weg sehr nahe an der CD funktioniert haben.


    Zurück zum Problem, ich würde einen gerauchten PhonoPre erwerben, der MM und MC „kann“ und eben auch in weiten Bereichen anpassbar ist.


    Den Restbetrag würde ich - nach dem Verkauf des Graham - in einen MC Tonabnehmer stecken, zusammen mit der Summe vom Verkauf des Graham.

  • Moin allerseits,

    erst Mal vielen Dank für die vielen Tipps, Anregungen, Hinweise und links!

    Das Dynavector DV 20xH und DV 10x5 Mk II konnte ich im letzten Jahr im Hifi Studio Bramfeld in HH hören. Ja, es gibt Unterschiede, nur waren die für mich den Aufpreis (noch) nicht wert. Außerdem fand ich die rote Farbe des DV 10x5 einfach geil... Ups.

    Ortofon und AT33PTG/II habe ich noch nicht gehört. Ist eventuell auch eine Alternative.


    Was den Graham See angeht, so werde ich mir den Trigon Vanguard mal näher anschauen und ggf. vergleichen. Sonst noch einer einen Tipp bezüglich Phono Pre?


    Ich denke mal, ich werde über kurz oder lang auf MC umschwenken.


    CD Player habe ich nicht mehr. Die Musik liegt auf einem NAS und wird von dort abgespielt. Nur habe ich festgestellt, daß ich (!) mich nicht mehr so richtig auf die Musik einlassen und genießen kann, Stichwort: skip. Bei einer LP würd ich einen Teufel tun und nur einen / zwei Titel hören und dann die nächste Platte auflegen...


    Ein schönes WE an alle.

    VG Mayk

  • Warum MC, nun da bin ich mir eben deutlich sicher, dass ich ohne viel Anpassungen deutlich näher an der CD bin als bei MM

    ..es sei denn man hat noch ein AT-ML180:)
    Aprobos CD, dieses zeug mit Analogen Abtastern zu vergleichen ist schon..ziemlich mutig.

    gruß

    volkmar



    ps..aber ok, die meist überschäumende Dynamik und (nebenbei) völlig blutleere sterile klarheit welche einem Perfekte Sauberkeit und Auflösung im Klangbild vorgaukelt könnte man denke ich noch zum vergleichen heranziehen.

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Hm,


    ich treibe - so meine ich - einigen Aufwand, um sowohl meine alten Platten, als auch Cassetten-Aufnahmen noch passend angespielt zu bekommen.


    Aber, da beißt die Maus keinen Faden ab, CD und alle digitalen nicht weiter komprimierten Formate sind besser. Eas meint nun besser:


    Egal wieviel Aufwand man in die vorhandenen analogen Medien steckt, gerade die Schallplatte ist eben an allen Ecken und Enden limitiert. Das beginnt mit den Zeitkonstanten der Vorverzerrung und der Entzerrung meistens nach RIAA. Der Höhenantastfähigkeit, der Tonabnehmer-Tonarm Resonanz, der - ich komme darauf zurück - mehr als problematischen Anpassung im Bereich von MM Tonabnehmern. Um als Resultat eben doch als erstes das Geräusch der Nadel in der Einlaufrille zu hören zu bekommen. Das ist ja dann auch gleich das Auffälligste: der Dynamikumfang von einer Schallplatte ist eben so limitierend, dass in dieser Hinsicht anspruchsvolle Tondokumente deutlich wahrnehmbar limitiert werden.


    Man kann da nun viel an was auch immer an „analogem“ Klang beschreiben, mein Ziel ist und bleibt eben so nahe es geht an das zu gelangen, was die Intention bei der Produktion einer Aufnahme war bzw. ist - bevor es in die Vorproduktion für die Weiterverarbeitung geht. Die CD ist da eben bei Stereo einfach schon sehr nah dran und ich habe genug zu „tun“, um dem „Ideal“ bei einer Schallplattenwiedergabe nahe zu kommen. Denn bis auf wenige Ausnahmen, ist das „analoge“ Zischeln, Knacksen und Rauschen eben nicht das Ziel einer Aufnahme, sondern einfach nur dem suboptimalen Medium - hier der Schallplatte - selber geschuldet.


    Das wird mir nun nicht den Spaß verderben, mich um meine Platten zu kümmern. Aber eine rosarote Brille, oh wie schön und besser, direkter, authentischer ist analog - die habe ich nicht auf. Eines sollte klar sein, eine CD Aufnahme gaukelt nichts vor, was eben auch hier nicht vorhanden ist wird nicht wiedergegeben. Wenn da etwas sein, soll, was das Medium selber reproduzieren kann, muss „das“ eben in die Aufnahme hineingesteckt werden - das funktioniert, kann, darf und wird ja auch gemacht. Im Zweifel ist eben die Produktion selber blutleer - wenn es dann eines analogen Widergabezweiges bedarf, das fehlende „Blut“ dazu zu mischen, was ist dann bei passendem Ausgangsmaterial, gibt es dann „dickes“ Blut? Es geht doch erst einmal um eine Reproduktion. Natürlich darf ich dann immer Dinge nach meinen eigenen Gutdünken verändern: Bass dazu, Höhen weg - keine Frage, aber dann muss ich doch auch zumindest so offen sein, das dann auch hier zu schreiben. Ich mache das zumindest in der Hinsicht, dass ich meine Referenz klar benennen kann - eben CD.


    Analog lasse ich mich eher überraschen, was trotz (!) der Limitierung machbar - eben aus den Rillen heraus kratzbar ist.


    Und ja, der - so vermute ich - ML Schliff des PTG/II ist in der Einlaufrille schon sehr, sehr leise. Das habe ich schon oft geschrieben. Aber und nun schließt sich der Kreis - Stille ist anders.

  • Nur kurz zur Erklärung:


    bei MM würde ich (!) nur einer Messung mit entsprechenden Geräten tatsächlich trauen. Bei MC genügt es den Innenwiderstand zu kennen oder zu messen, den Eingangswiderstand muss man dann ca. um den Faktor 10 darüber wählen und dann stimmt alles und man/ ich kann dann einfach mit dem Abspielen der Platten loslegen.


    Bei MM fängt es ja schon damit an, alle relevanten Kapazitäten zu kennen und dann kommt dazu, was verträgt der MM Tonabnehmer. Da wird mehr geraten als tatsächlich gewußt, was man denn da wie optimal einstellen sollte.

    Verstehe wirklich das Problem nicht. Im Zweifelsfall hört man doch einer Fehlangepassung deutlichst an ob's nach oben oder unten gehen soll mit der Kapazität. Was interessieren da letztendlich Messwerte, es muss doch gefallen. Mal davon abgesehen, ich kenne bei meinen beiden Vorstufen die Eingangskapazität und die Kapazität des Kabels. Beides niedriger als ich brauch, also passe ich bei der einen per Mäuseklavier und bei der anderen noch besser per Parallel Stecker an und zack fertig ist die Laube.

    vriendelijke groeten aan de fatbike rijder :)