Mein Monotagebuch

  • Wie bereits hier beschrieben, wollte ich den zweiten Tonarm auf meinem Laufwerk für ein Monosetup nutzen, da ich als Jazz Hörer natürlich auch einige Monoscheiben im Regal stehen habe.


    Da die meisten mit dem Thema nicht so viel anfangen können, war es gar nicht soooo einfach an Informationen zu gelangen. OK, musst du halt selber ran. Der passende Arm war mit dem AT 1501 MK IV ja bereits vorhanden. Eigentlich dachte ich ja zunächst an ein Mono SPU, da ich aber noch nicht genug Geld für eine passende Phonostufe hatte, sollte das Mono System erst mal eine Zeit an der vorhanden Einstein TTC spielen. Das schien mir mit den beiden Mono SPUs aber nicht sinnvoll. Das MPU Mono CG 25 Di MKII hat eine Ausgangsspannung von 1.5 mV und ist damit für die Einstein schon zu laut das Ortofon SPU Mono GM mk II hätte ich ja mit einer MM Phono, die ich bestimmt aus dem Freundeskreis für eine Zeit lang hätte abstauben, betreiben können. Hier im Forum wurde sie aber als nicht so sauber und mit noch schlechterer Auflösung beschrieben. Das SPU ansich gilt ja schon nicht gerade als Auflösungswunder. Vielen Dank hier an Michael skeptiker . Im Audiomarkt tauchte gerade ein gebrauchtes Ortofon Cadenza Mono auf, dessen Vorbesitzer ich ebenfalls kenne. Das hatte für mich folgende Vorteile: Eher neutrale Wiedergabe, auch im Hochton, mit 0,5 mV problemlos mit der Einstein kombinierbar (dachte ich zumindest).


    Da der Preis sehr verlockend war, habe ich dann auch zugeschlagen. Am Dienstag kam das Päckchen dann an:


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    Und wurde mit der Hilfe von Steve am gleichen Nachmittag noch montiert. (Habe meine Schablone leider verkauft, ist für den Phantom ja nicht nötig.


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    Das ging auch alles gut, aber dann….


    Das System brummt auf beiden Kanälen. L Ziehe ich einen ab, ist Ruhe. Wir haben die Verkabelung geprüft, die Headshell Kabel sogar ausgewechselt, es half alles nichts. M;chele stand hier mit Rat und Tat zur Seite. Anscheinend hat die Einstein wohl Probleme mit Mono Systemen. Sieh dazu auch hier: "Korrekter" Mono-Anschluss ?


    Da meine Vorstufe einen Monoschalter hat, habe ich einfach einen Kanal angeschlossen und die Monotaste am Pream gedrückt. Das funktioniert problemlos und sehr gut!


    Stephan kann mit der Monowiedergabe an sich allerdings weniger anfangen. Ich habe dagegen von Dienstagabend bis heute Mittag ausschließlich Mono gehört. Zwei Puccini Opern mit der Callas (die mir bisher nicht so zugänglich waren), habe ich mit Gänsehaut hintereinander gehört. Dazu Ella und Luis Porgy and Bess, einige Impulse Scheiben und vieles mehr. Insgesamt ist die Wiedergabe sauberer, schneller und mehr auf Attacke als zuvor. Zu letzterem trägt sicherlich auch die Handschrift des AT 1501 bei, ebenfalls zu der stracken, trockenen, den warmweichen Art der Wiedergabe. So habe ich meine Monoplatten noch nicht erlebt. Zu Stereo vermisse ich nichts, sind die Aufnahmen aus dieser Zeit ohnehin oft im Stereo Ping Pong verfahren entstanden. Adderleys Somethin Else hat jedenfalls in der Mono Version die Nase vorn für mich.


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    Der nächste Schritt wird nun eine richtige Monophonostufe werden, die sich dann auch auf die entsprechenden Kennlinien einstellen lässt und natürlich mit dem Ortofon Cadenza Mono zurecht kommt. Ich werde berichten. Jetzt müsste eigentlich mal Wolle mit nem Sack voll Monoplatten antreten. Die Coltrane Atlantic Monobox ist aber auch schon bestellt.


    LG


    Mario

  • Hallo Mario


    Schöner Bericht, alte Jazz Mono Pressungen haben schon was sehr fesselndes.

    Ich nutze das SPU Mono GM MKII und das spielt sehr ausgewogen und sauber da fehlt nichts.

    Oder meintest du die Phonostufe?


    Weiter so und immer schön im Nachbarfaden posten ;)


    Beste Grüße

    Oliver

  • Hallo Oliver,


    vielen dank!


    Das Problem ist ja, dass man nicht alles ausprobieren kann.... ;(


    Aber an ein SPU möchte ich wirklich noch ran, zumal der AT denke ich auch eine etwas musikalischere Gangart gut verträgt. Zum Glück ist das ja dank Wechselheadshell kein Problem.


    Mich würde ja auch mal ein EMT interssieren...:* Ach es gibt so viel....


    LG


    Mario

  • Klingt vielleicht blöd, aber mein Miyajima Mono hat am Schick auch gut gebrummt, bis ich mal das Phonokabel verdrillt habe. Seitdem ist Ruhe.


    Gruß

    Marc

    where is the string that Theseus laid, find me out this labyrinth place

  • Hallo Mario,


    Ich liebe meinen Monozweig auch sehr (At 33 mono).

    Mir geht es wie dir, der Ping Pong Effekt bei einigen Stereoaufnahmen wirkt für mich oft unnatürlich.

    Schellack macht übrigens genau so viel Spaß.

    Hast du schon eine Idee, welche mono Phono es werden soll ?


    Ach ja. Dein neuer Dreher, ist der Hammer. :thumbup:


    Gruß Michael

  • Da meine Vorstufe einen Monoschalter hat, habe ich einfach einen Kanal angeschlossen und die Monotaste am Pream gedrückt. Das funktioniert problemlos und sehr gut!

    Hallo Mario, da hast Du doch eine prima Lösung gefunden. Mein Vollverstärker hat keine Monotaste, daher habe ich, wie in meinem Post beschrieben, nur einen Kanal an die Phonovorstufe angeschlossen, den unbenutzten anderen per Cinchstecker kurzgeschlossen. Ausgangsseitig habe ich an der signalführenden Buchse einen Y-Stecker angebracht. Von dort dann klassisch mit zwei Kabeln in den Verstärker.


    Ich schätze, dass unsere Lösungen letztlich das gleiche Ergebnis erzielen.


    Ich betreibe ein MPU Mono GM MKII (MC High Output) am Rega 250 mit einem Michell Gegengewicht (105 g). Als Zuspieler für meinen Einstein Absolute Tune Limited habe ich nun einen GOLDNOTE PH-10 erworben. Er erzeugt mit einer Verstärkung von 45 dB bei MM eine optimale Laustärke für das MPU (3 mV)

    und verfügt über insgesamt sechs Entzerrungskurven.


    Die reinen (und kostspieligeren) MonoPres verfügen laut im www zu findenden Abbildungen auch nur über EINEN Eingang und zwei Ausgängen. Darüber hinaus haben sie fast unzählige Einstellungsmöglichkeiten für die Entzerrung.


    Ich bin aber mit meiner Variante schon sehr glücklich.


    Audiophile Grüße. Gerd