EZ80 (mit Sockeladapter) an Stelle der EZ90 ok?

  • hallo experten,


    die EZ80 von RFT soll klanglich nicht zu verachten sein. ich würde diese via sockeladapter (ebay, china) in meinem eastern electric minimax gerne mal an stelle der dort vorgesehenen EZ90 testen. die EZ80 liefert sogar bis 90 mA gegenüber 70 mA der EZ90.


    hätte von euch jemand bedenken?


    danke!


    horst

  • Hallo Horst,


    ich habe mir mal das Datenblatt der EZ80 angesehen. Für die EZ90 habe ich auf die schnelle nur eine einfache Grafik gefunden. Eigentlich liegen fast alle Parameter der EZ80 über denen der EZ90.


    Nur der Rtmin ist unterschiedlich angegeben. Die EZ80 benötigt höhere Werte. Für einen Test ist ein Tausch sicherlich möglich. Für eine Beurteilung der Langzeithaltbarkeit müßte man die Gegengenheiten wissen.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo Horst,


    Bei der EZ80 bezieht sich Rtmin auf einen Eingangskondensator von 40muF, Iap = max 270mA,

    bei der EZ90 bzw 6X4 bezieht sich Rtmin bei Eingangskondensator von 10muF, Iap = max 245mA.


    ich hätte da keine Bedenken


    Gruß Herbert

  • Hallo Herbert,

    Viele haben ein Problem damit den griechischen Buchstaben auf der Tastatur zu finden.

    Man darf aber korrekt mF / @ mikro Farad schreiben.

    Gruß,

    Fernseheumel

    Scotty beam me up, there is no more AM radio and 4/3-ratio-television in Germany! ;(

  • Hallo Herbert,


    stimmt, im Datenblatt von GE für die 6X4 stehen max. 10µF Ladekondensator. In der Grafik die sich für die EZ90 finden läßt allerdings 40µF.


    Auch ist in der Grafik nicht genau angegeben ob 2x 150R oder die ganze Wicklung 150R haben soll.


    Im Raytheon Datenblatt der 6X4W stehen z.B. nur 4µF und 150R je Anode als typische Betriebsart. Bei Mazda 6X4WS 8µF und 755R. Bei der Brimar 6X4 sind es 8µF und 150R je Anode. Bei RCA 6X4 10µF und 520R je Anode. Hier mit der Anmerkung, das höhere Kapazitäten möglich sind, wenn man den Widerstand erhöht.


    So einfach ist es immer nicht. Idealerweise kennt man die Betriebsbedingungen und schaut im zweifel in der Kurve nach.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo Horst,

    Es gibt so wenig Risiko wie es Sinn macht, zwischen verschiedenen

    EZ90 /EZ35 gibt es klanglich keine ernsthaften Unterschiede !

    Die EZ80 hat andere technische Daten und wird eine höhere

    Spannung liefern, dadurch wird sie auch etwas anders klingen.

    Wenn Du schon mit Adapter arbeiten willst, beschaff Dir einen von

    EZ35/6X5 auf EZ90/6X4. Von der 6X5 gibt es G-Versionen, sind

    aus alter Ferigung sehen gut aus und meist auch richtig teuer.

    Also Alles was das Herz begehrt !

    Natürlich werden jetzt die Messer geschärft von den Profis.

    Vor einigen Jahren habe ich mit einem hifi Freund einen Test

    gemacht, er hatte eine Shindo Aurieges mit 6X4 im Netzteil.

    Wir haben etwa 10 verschiedene Fabrikate im Gerät

    getestet und Unterschiede gehört.

    Die Beste war natürlich die Original-Röhre von Herrn Shindo selbst

    verbaut, auch ich habe Unterschiede gehört.

    Dann habe ich einen kleinen Adapter gebaut mit dem war es möglich

    zwischen zwei Röhren ohne Unterbrechung Umzuschalten.

    Jetzt habe ich keine Unterschiede mehr gehört, mein Freund als

    Shindo-Anhänger noch immer. Dann haben wir Blindtests gemacht,

    daraufhin hat er einige Wochen nicht mehr mit mir gesprochen.

    Selbst zwischen den EZ35 konnte man keinen Unterschied hören.

    Wir etwa 30 Röhren getestet.

    Wenn Du Dir geld sparen willst, halt die Füße still.


    Gruß

    heinrich

  • Hallo Heinrich,


    ob sinvoll oder nicht, manchmal kann man gegen den Spieltrieb nichts machen. Noch schlimmer ist es wenn man selbst baut. Da gibts dann noch mehr zum spielen ;)


    Viele Grüße,

    Martin

  • Dann einigen wir uns auf das große M!:)

    Üblich sind jedoch Angaben wie pico-, mikro-, nanno- oder früher centi-mikro-

    (cm) für piko- (Umrechnung!), milli-F ist mir noch nicht begegnet.


    Gruß,

    Fenseheumel

    Scotty beam me up, there is no more AM radio and 4/3-ratio-television in Germany! ;(

  • danke leute - aber ich probier´s doch mal aus. lasse mir den adapter nun nicht nutzlos schicken...


    h.


    ps. warum die EZ80 eine höhere spannung abliefern sollte, erschließt sich mir nicht.


    The post was edited 1 time, last by hoersen ().

  • Um das zu überprüfen, wurde das Spannungs-Messgerät erfunden.

    Auch bei der EZ90 oder EZ35 gibt es kleine Unterschiede, zwischen

    den Fabrikaten.

    Hängt aber auch vom Strom ab, wenn Du nur wenige mA brauchst

    wird es kaum Unterschiede geben.

    Aber dennoch viel Erfolg beim stöpseln.

    ( Blindtest nicht vergessen)

    Gruß

    heinrich

  • Hallo


    ich hatte mir vor einiger Zeit eine Testschaltung zum Prüfen von Gleichrichterröhren gebaut.

    Trafo Ausgang(gemessen) 280-0-280, 120/120Ohm, Schutzwiderstand 68Ohm, Eingangs C 40µF,

    Siebung 330Ohm-200µF, Belastung 10k Ohm.


    Ich hab dann mal die Gleichspannung am EingansC gemessen:

    GZ 34 JJ 349V

    Sovtec 5AR4 349V

    EZ81 JJ 341V

    EZ81 Telefunken 345V

    EZ81 Valvo 348V

    EZ80 EI 334V
    EZ80 Tesla 334V

    EZ90/6x4 Sylvania 336V, 334V

    EZ90 Siemens 332V, 332V

    Oktal

    6x5GT RCA 327V, 327V

    6U5C 340V, 338V, 339V


    Gruß Herbert

  • Hallo Herbert,

    Du hast etwas über 30mA als Strom, da sind die Unterschiede

    gering.

    Bei meiner 300B Stereo sieht das schon ganz anders aus.

    5R4GA 399 Volt

    5R4WGA 407 Volt

    5U4G 419 Volt

    5AR4 449 Volt

    Der Anodenstrom der 300B liegt zwischen 64mA und 72mA

    Bei kleinen Strömen macht sich der Innenwiderstand nicht

    so bemerkbar.

    Gruß

    Heinrich

  • Hallo ,

    hier hat mal jemand eine Tabelle über die verschiedenen Gleichrichterröhren erstellt :


    http://diyaudioprojects.com/Technical/Tube-Power-Supplies/


    MfG , Alexander .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz