Shure M65 - Heizspannung zu niedrig. Wer weiß was...

  • Hallo liebes Forum,


    ich habe ein Problem.


    Ich habe zwei Shure M65 aufgebaut (siehe Fotos). Da ich ganz gerne 808er oder auch mal 6n2 einsetzten will,

    habe ich die Heizung auf parallel 6,3V umgelötet und Trafo und Siebung anderst dimensioniert.


    Das Problem Shure #1, der im Gehäuse: Zum Heizen gibt es 7,4V Sekundär mit 15VA. Das sollte dicke langen für zwei 12ax7. Im Lerrlauf liegen an pin 4&5 gegen pin 9 auch 8,8V an. Soweit so gut. Unter Last fällt die Spannung knapp unter 5V, also suboptimal. Da diese Schaltung aber auch für 6n2 Röhren funktioniert sollte das eigentlich passen, da fließt auch der höhere Strom...


    Das Problem bei Shure #2, der auf dem Holzbrett, ist quasi identisch: Sekundär ist mit 6,5V (2A) etwas dünn,

    da kommt noch die Gleichrichtung und ein LM317 für die Stabilisierung. Die Siebung habe ich deshalb von 6800µf auf 10000µf hochgelegt. Leerlaufspannung lässt sich einstellen und steht bei 6,4V. Unter Last werden

    daraus 4,4V...Autsch. Ich werde es heute mal mit 9V probieren, trotzdem sollte auch bei 6,5V noch genug da sein...


    Irgendwo ist der Wurm drin. Beide Pres klingen gut, der im Gehäuse sogar ganz hervorragend. Aber ich vermute die Lebensdauer der Röhren wird so nicht die längste werden....


    Daher die Frage...warum brechen die Schaltungen so stark ein?


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    Gruss

    Lucas

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  • Hallo Lucas ,

    ein LM 317 braucht echte 3 Volt Überhang ( Datenblatt lesen :) ) , man könnte es noch mit einem Low Drop Regler ( Lt irgendwas ) versuchen , meine Erfahrungen damit sind nicht so prall . Bei Einbruch der Spannung hast du einen sauberen Sägezahn ( Oszilloskop ) .

    MfG , Alexander .


    P.S.: Ein LM317 sollte unter Last so aussehen :


    http://www.ak-tubes.de/dies_und_das/lm317ol.jpg

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Danke, ja das mit dem LM317 wurde mir dann auch klar...

    Daher hab ich mal einen Trafo mit 9V geordert, das sollte langen.


    Wechselspannug am M65 #1 wie geschrieben 7,4V (15VA)

    Auf der PCB sind zum Anschluss 6,3V angegeben. Das sollte eignetlich gehen.


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  • Moin Lucas,


    im Grunde genommen schließe ich mich meinen Vorrednern an.

    Ich gehe aber jetzt noch mal mehr auf Details ein.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Ausgangsspannung des Trafos die Leerlaufspanung (ohne Last) ist.

    Unter Nennlast solten sich ca. 6,3V ergeben.


    Jetzt fangen wir mal an zu rechnen.

    Die Netzspannung darf um 10% schwanken. Also kann die Ausgangsspannung auf 5,67'V absacken.

    Jetzt wird die 5,67V gleichgerichtet, also mal Wurzel aus 2, macht 8,02V (gerundet 8V).

    Jetzt fällt über jede Diode eine Spannung ab. Bei der 1N4001 (als Beispiel) fallen knapp 0,9V bei 0,75A (2 * 6N2P) ab. Bei normalen Gleichrichtern können es bis zu 1V (Uf) pro Diode sein.

    Da bei einem Brückengleichrichter die Spannung durch 2 Dioden geht, fällt also schon mal viel zu viel Spannung daran ab.

    Jetzt habe ich mal bei Reichelt nach Einzeldioden gesucht. Da gibt es die STPS 1L30A. An der fallen bei 0,75A ca. 0,375V (Uf) ab (bei 25°C). Je wärmer, umso geringer fällt Uf aus, z.B. 0,325V bei 100°C. Also nicht kühlen, eher heizen (dicht an die Röhre)

    Rechnen wir mal mit 0,375V weiter. Am Gleichrichter fallen also 2 * 0,375V ab, macht 0,75V.

    Von den 8V bleiben also 7,25V über.

    Jetzt hat man noch 0,95V zu den gewünschten 6,3V über. Also auf die Suche nach einem Dreibeinregler, der bei 0,75A mit 0,95V Spannungsabfall auskommt.

    Da finde ich den LT1086CT mit (laut Datenblatt) knapp 1V Spannungsabfall bei 0,75A und 25°C.

    Bei dem LT1086CT fällt bei höherer Temperatur eine geringere Spannung ab.

    Dazu ist er noch Pin-kompatibel zum LM317.


    Mit dieser Kombination aus 4 * STPS 1L30A und LT1086CT würde Dein Trafo selbst im schlechtesten Fall ausreichen die 6,3V Gleichspannung bereit zu stellen.


    Gruß,

    Frank

  • Hallo Frank,


    ja, nach Datenblatt. Die blöden Low Drop Dinger neigen erfahrungsgemäß aber leider auch dazu mist zu produzieren. 1,5V sollten es sicherheitshalber sein.


    Ich würde einfach passiv sieben. Das reicht völlig. Ein Regler ist unnötig


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo Martin,


    in dem Fall würde es passen.

    Es gibt aber auch Röhren, die verlangen maximal 5% Schwankung der Heizspannung (um die Datenblattangaben einzuhalten).

    Und da ist mit den erlauben 10% Schwankung der Netzspannung schon Schicht im Schacht.


    Zur Not gibt es noch Buck-Boost-Konverter. Das sind Schaltregler, die z.B. mit 5 - 12V Eingangsspannung konstant 6,3V ausgeben. Also entweder hoch- oder runtertransformieren, je nach Ausgangslage.


    Gruß,

    Frank


    P.S.: Ich entwickel gerade einen RIAA-Preamp, wo die ECC88 mit Abwärtsschaltwandler betrieben werden.

    Da werde ich mal messen wie groß die Störungen sind.

  • Danke Leute.


    Vergesst den kleinen Shure mit Spannungsregler. Ist falsch dimensioniert. Es ist mein drittes Kit vom Zero Zone, da langten 14v sekundär locker aus für stabile 12,6v Spannung, und das mit Glechrichtung und LM. Daher war ich da entspannt,

    das sollte langen...


    Der große Shure sollte die Leistung bringen (siehe Fotos). Die Schaltung ist dafür vom Hersteller ausgelegt, das ist mein Problem. 8,8V in Leerlauf sind ja in Ordnung. Möglicherweise soll der mit 5v heizen?! 6n2 hatte ich auch schon drin, selbe Spannung. Kathodenspannung ist mit 100v auch sehr low (gehört so) Ich leg die zwei 6,3v wichlungen in Reihe und heize in Serie...mal schaun....14,8 sollten dicke langen, ist ja eine recht große Siebung.

    Netzspannung 229v


    Grüsse

    Lucas

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  • Festspannungsregler in der Standardbeschaltung ist eigentlich der grösste Mist hinsichtlich Röhrenlebensdauer, mit einigermassen sanft hochfahren ist da nix, das Gegenteil, der Regler versucht den kalten Heizfaden der einen kleineren Widerstand hat als der heiße, mit maximalen Strom in Bruchteil einer Sekunde die eingestellte Spannung zu schicken, die beste Lösung ist eine Gleichrichtung mit Schottkydioden, keine abartigen Ladekapazitäten und anschliessend eine CRC Siebung, zu dem können die low drop anfangen zu schwingen.

    Eine Symetrierung zu masse bzw höherlegen eleminiert so gut wie alle Störungen.

  • Bitte mal den letzten Post lesen....

    8,8 im Leerlauf werden zu 5,0 V

    unter Last. In dem Fall alles richtig

    dimensioniert. Eine Einschätzung dazu ware toll...


    Vergesst bitte den Spannungsregler.

    Es geht um etwas anderes (steht oben...)


    Trotzdem danke.

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  • Hat sich erledigt. Danke nochmal.

    Anfängerfehler bei shure #2...sekundär jetzt auf 9V, alles in Butter.

    Mysterium bei shure #2, da brechen einfach 4,4 Volt weg. Ferndiagnose höchst unwahrscheinlich.

    Wird zurückgebaut auf 12,6 dann wird das passen.


    Ohren steif halten.

    Grüsse!


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  • Sie besitzen leider nicht die notwendigen Zugriffsrechte...(zum bearbeiten)


    Warum eigentlich nicht ? Dann muss ich das wohl so unverständlich stehen lassen....

    Shure #1 wird zurückgebaut, der im Gehäuse.

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  • Hallo Frank,

    Es gibt aber auch Röhren, die verlangen maximal 5% Schwankung der Heizspannung (um die Datenblattangaben einzuhalten).

    Und da ist mit den erlauben 10% Schwankung der Netzspannung schon Schicht im Schacht.

    Ich sehe das mit den Heizspannungen entspannter. Ich verwende nur noch passiv

    ... wo die ECC88 mit Abwärtsschaltwandler betrieben werden. Da werde ich mal messen wie groß die Störungen sind.

    Igitt ;)


    So was kommt mir nicht ins Haus. Bei mir bleibts klassisch. Ich verwende ja sogar einen Röhrengleichrichter für die Heizung. Na gut, nur in der Vorstufe. Der Aufwand ist doch recht groß.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo Martin,


    es kommt auch immer auf die Ausgangslage an.

    Ich versuche z.B. Projekte mit auf dem "Massenmarkt" erhältlichen Bauteilen (in dem Fall Trafos) zu realisieren oder was ich gerade rumliegen habe.

    Aktuell stehe ich vor dem Problem, ich habe einen Trafo mit 9V und 3A (ca. 12,5V/2,1A Gleichspannung), mit dem will ich 6 ECC88 heizen (eine ECC88 braucht ca. 365mA).

    Die 0,365A mal 6 sind 2,19A. Damit bin ich also schon ein bisschen über der Stromlieferfähig der Heizspannung (die dabei abzuführenden Verluste lasse ich mal außer acht).

    Ich könnte auf PCC88 umrüsten (wären 7V/1,8A), die müsste ich aber wiederum kaufen, ECC88 habe ich (und wird als Neuware noch produziert).

    Mein Hauptaugenmerk liegt dabei, was ist der geringste finazielle Aufwand um an das Ziel zu kommen.

    Na, und zusätzlich kann ich dabei "erforschen" (messen), wie sich so ein Schaltwandler bemerkbar macht, also auch weiteres Wissen erwerben.


    Gruß,

    Frank

  • Einzeltrafos bei Reichelt kosten doch nix...

    2 x AC, Mittellpunkt zwei weg Gleichrichtung mit Schottky, fertig


    aber wenn der Spieltrieb befriedigt werden muss zählen andere Dinge


    Röhrengleichrichter, schont die Röhre beim einschalten ..

  • So, auch erledigt. Sehr praktisch das ich den Tafo mit 2x 6,3v gekauft hatte....6,3 für den gleichrichter und in Reihe 12,6 zum heizen. Bläst jetzt bissl viel spannung raus, aber mit 14v lebe ich jetzt., zumindest vorest ;-) Wo auch immer der Flaschenhals war.!? Das ding läuft und kling sehr fein (5755 Raytheons grad drin).


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    Grüße

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  • Hallo Frank,

    ... ich habe einen Trafo mit 9V und 3A (ca. 12,5V/2,1A Gleichspannung), mit dem will ich 6 ECC88 heizen (eine ECC88 braucht ca. 365mA).

    Die 0,365A mal 6 sind 2,19A. Damit bin ich also schon ein bisschen über der Stromlieferfähig der Heizspannung (die dabei abzuführenden Verluste lasse ich mal außer acht).

    L-Eingang.


    Aber da müßtest du auch wieder kaufen und es wäre teurer als ein neuer Trafo. Es sei denn du hättest eine ;)


    Viele Grüße,

    Martin

  • ch habe einen Trafo mit 9V und 3A (ca. 12,5V/2,1A Gleichspannung), mit dem will ich 6 ECC88 heizen (eine ECC88 braucht ca. 365mA).

    Die 0,365A mal 6 sind 2,19A. Damit bin ich also schon ein bisschen über der Stromlieferfähig der Heizspannung (die dabei abzuführenden Verluste lasse ich mal außer acht).

    Hallo Knuffi,

    denke das wird eng. 9V~ mit 1,41 noch Gleichrichtung 12,73V aber du verlierst mindestes 1V über dem Gleichrichter, also <11,73V, wahrscheinlich mehr und keine Reserve für eine CRC Siebung. Besser in der Wechselspannung ein Tick mehr geben.


    Grüße,

    Holger

  • Hallo Holger,


    die Spannung ist doch gar nicht das Problem.


    Der Strom ist knapp. Wobei, bei der leichten Überlastung sollte es noch funktionieren. Zumindestens mit einem vernünftigen Trafo.


    Viele Grüße,

    Martin