Hörbericht MM System " A&R Cambridge P77" mit SAS 1 Nadel - und sie passt doch-

  • Zu erwähnen ist noch, dass es auch die Rubin Version des SAS1- Einschubes gibt. Und inzwischen wieder komplette MM-Systeme von Jico. Also ein Jico MM System komplett mit SAS 1 Nadel. Angeblich wieder limitiert wie bei der ersten Auflage auch.

    Grüße

    Knut



    "In der CD isch ka Lebe drin."

  • Ein AT-ML150/OCC läuft sich gerade warm - das Teil

    habe ich gestern bekommen - die Verpackung war noch "echt original" versiegelt!!!

    Ach Du hast das gekauft. Hätte ich gewusst, dass es noch versiegelt ist..... Wie klingts denn? Ich würde es übrigens in einem eher leichten Arm bis max. 11 Gr. mit der empfohlenen AK v, 1,25 Gr. fahren. Schönes System.

  • Hallo Kollegen, hallo Knut,


    Vergangenes Jahr, Dezember, war ich mal wieder neugierig und unzufrieden (auf hohem Niveau 8)) mit meinen Systemen (da muss doch noch mehr gehen!!) und rutschte in einen Thread rein, in dem Knut mir in aller Deutlichkeit das A&R P77 mit der SAS-Nadel nahelegte. Ich noch ungläubig, noch in dem Glauben, dass im MM-Bereich meine Philips GP 422 schon ziemlich weit oben in der Nähe des Endes der Fahnenstange liegen, probierte es dann doch, kaufte mir das P77 für 'n guten Kurs, kaufte mir noch die SAS-Nadel (es gab damals gerade noch exakt 2 Stck. in Deutschland, nachdem sie jetzt nach einer Pause wieder überall erhältlich sind) und probierte. Zuerst kam das P77, ich habs nach bestandener Mikroskop-Prüfung gleich untergeschnallt und war erstmal verblüfft: schon mit der normalen Nadel musste ich dem P77 mehr Durchzeichnung und greifbare Räumlichkeit im Vergleich zum Philips GP 422 attestieren. Dann kam die SAS-Nadel und zeitgleich muckte mein Ortofon-Arm rum, er wird in der Bewegung irgendwie behindert und die Nadel springt manchmal und klingt teilweise leicht verzerrt. Nach Kontrolle ist die Nadel aber Tipp Topp, es muss am Arm liegen. Durch die vielen Projekte bei mir ist also die "Entjungferung" der SAS-Nadel noch nach hinten geschoben, bis der Dreher wieder läuft. Aber das Ergebnis mit der normalen P77-Nadem war schon so überzeugend, dass das Ergebnis mit der SAS-Nadel nur noch besser werden kann, ich bin schon sehr gespannt, bald geht's nämlich los!


    Und wo ich hier in diesem Thread die ganzen Freaks und Liebhaber dieses A&R 77-er Systems versammelt habe, gleich die Frage in die Runde: Hat noch jemand so ein System/Systemkörper übrig, den er mir verkaufen würde (ich weiß, das gehört eigentlich in die Suchanzeige, aber wo wir hier schon mal gerade versammelt sind,.... Asche auf mein Haupt....)


    Ich danke euch für's Lesen,


    Gruß, Uli

  • Dann kam die SAS-Nadel und zeitgleich muckte mein Ortofon-Arm rum, er wird in der Bewegung irgendwie behindert und die Nadel springt manchmal und klingt teilweise leicht verzerrt.

    Was ist da los. Sitzt der Einschub fest? Bist du sicher, dass es der Arm ist? Was ist das für ein Ortofonarm? Ich werde die Tage jetzt auch den Einschub mit einem Mini Klecks Knete fixieren. Evt. fliegt der Nadelschutz noch runter. Alles was vibrieren könnte wird festgemacht.

    Grüße

    Knut



    "In der CD isch ka Lebe drin."

  • Meine Meinung dazu ist:


    Die SAS Nadeln verschaffen jedem System, auf das sie passen, annähernd den gleichen Charakter. Es ist der typische "ML"-Klang. Bei mir wurden bisher alle MM Systeme mit den SAS etwas leiser, aber immer ist der gleiche "Quantensprung" drin, der je nach dem, was original bzw. vorher drin war, mal größer, mal kleiner ausfällt. Bisher hatte ich Shure V15III & M97Xe sowie Technics EPC205II & 270CII und unter Beibehaltung des Grundcharakters der Systeme stiegen die Detailzeichnung und die Dynamik enorm.

    Im Blindtest kann ich zwar das M97Xe heraushören (weil das System selber so viele Unzulänglichkeiten hat = schlechte Kanaltrennung und rechts etwas lauter), aber sonst könnte ich kaum sagen, ob da ein OC9MLII oder das EPC205 spielt. Das OC9MLII macht sich nur in leisen Passagen bemerkbar, wenns ums Knistern geht (beim MC werden auch Störungen stärker verstärkt).

    Jico hat mit den SAS Einschüben meiner Meinung(!) nach stark an der Daseinsberechtigung von MCs gerüttelt. Durch die leichten und steifen Nadelträger mit dem extrem feinen Schliff in Verbindung mit wohl etwas schwächeren Magneten (insgesamt wohl sehr viel weniger bewegte Masse als bei Alu mit dicken Ellipsen^^) lassen sich da tollste Ergebnisse erziehlen. Im Vergleich mit anderen ML Systemen hatte ich nie den Eindruck, dass die SAS "dünn" oder analytisch klingen (wie z.B. das AT 440Mla).


    Meine Shibatas klingen allesamt weniger lebendig, ruhiger, weniger "quirlig" (etwas träger in der Dynamik), sind aber alle auf Alu (Ortofon Vivo retip, Hana SL, AT12S), was wohl den Unterschied ausmacht. Die exotischen Schliffe (FG, VdH) sind da schon auf Alu näher dran, aber überziehen es mit der Hochtonwidergabe doch immer ein wenig.


    Kurzum: Ich kann die Begeisterung für die SAS Nadel voll und ganz nachvollziehen.

    Die "Stylus 1" dürfte wohl noch auf einige weitere Systeme der Machart passen (AT, Philips, Shure, Sumiko, Excel, Acutex, Rega,...). Bei einigen Systemen wird es sich kaum auszahlen (wie bei mir beim M97), bei anderen durchaus.

    Vielleicht lege ich mir auch eine Stylus 1 zu und warte auf ein tolles, passendes System.

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Hallo,


    Ich glaube ich habe einen arbeitslosen A&R 77 Systemkörper liegen.


    Ich shaue mal und melde mich ob ich den finden können.



    Grüsse aus Schweden // Ingemar

  • Hallo Knut,


    ja, ich bin sicher, dass es der Arm ist, da das Phänomen bei verschiedenen Headshells/Systemen gleichermaßen auftritt.


    Aber das Problem lässt sich leicht lösen, ich kenn jede Schraube des Dreher persönlich!


    Gruß, Uli

  • Ich hatte auch mal ein P77 mit Magnesium Body und neuer Nadel. Hab es auch mit einer SAS Nadel ausgerüstet, was ein gutes Upgrade zu der Paroc Nadel war, vor allem im Hochtonbereich. Wichtig war bei der Originalversion die Erhöhung der Kapazität und des Widerstandes in der Phono Stufe auf glaub ich 80kohm, das hat die ganze Sache sehr gestrafft, ich fand es etwas lahm vorher und zu bassbetont.

    Noch besser war in meinen Ohren das Philips GP422 MK2, vor allem mit der SAS, die auch daran passt.

    Vielleicht hat es auch besser zu meiner Anlage gepasst, auch hier waren 60kohm besser als die normalen 47k.

    Aber das bisher beste MM ist eindeutig das AT150mlx, auch hier ist der Abschluss entscheidend. Ich hab mich auf 33kohm bei niedrigstmöglicher Kapazität festgelegt, da klingt es sehr ausgewogen und ohne Härten, die bei zu hoher Kapazität entstehen können.

    Der Unterschied zum Philips oder oder P77 ist allerdings nicht riesig mit der SAS.


    Für mich ist ein MM sehr lohnend, aber nur, wenn man optimale Bedingungen schafft. Einfach so an einen Standardabschluss geklemmt, ist meistens suboptimal.

    Und ja, ein MC braucht man dann nicht mehr unbedingt...

    LG Jürgen

    Ich habe nichts gegen Verzweiflung, damit kann ich leben. Es ist diese ständige Hoffnung, die einen fertig macht.

  • So - die Nadel ist da und eingebaut - hören werde ich aber erst später...meine Liebste schaut noch

    "Guido" ;) - da will ich nicht stören...

    Ich berichte heute Abend 8)

    Björn

  • Ja...was soll ich schreiben...das Teil ist echt toll. ^^:D8)

    Aus dem Stand saubere 90µ abgetastet bei etwa 8-9Hz Resonanzfrequenz.

    Klaviermusik kommt super sauber - ohne jeglichen Anflug von Schärfe.

    Der Raumeindruck (bei entspr. Aufnahmen) ist phänomenal - super Tipp - Danke Knut. :)


    Gruß Björn

  • Ist die SAS nur im P77 so gut, oder auch in anderen MM-Bodies? Denn die Nadelträgereinheit samt Gummi ist m. E. immer die Gleiche, nur in unterschiedlichen Einschüben verbaut.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
    (Reparaturen, Service, Modifikationen)
    Keine Emails mehr, nur PN. Emailfunktion ist deaktiviert.


  • Hallo André,

    ich müsste es mal ausprobieren. Das bedeutet aber jeweils eine Neu-Justage des Überhangs,

    da der Nadel-Aufsetzpunkt (zumindest beim P77) weiter hinten sitzt als bei der Original-Nadel.

    Somit musste ich den Body im Headshell um ca. 2mm nach vorne schieben.

    Nebenbei - man kann unter dem Mikroskop sehr gut den schmalen Steg des SAS-Schliffs erkennen.

    Das scheint der Klang-Zaubertrick zu sein...zumindest vergrößert sich laut Jico die Auflage-Fläche

    um über 25% im Vergleich zum Shibata-Schliff. 8|


    Gruß Björn

  • manche behaupten das Sumiko klinge besser, manche wiederum sagen, das GP422 wäre anders. Wenn der Body und Generator gleich sind, kann das eigentlich nicht zum anderen Ergebnis führen.

    Grüße

    Knut



    "In der CD isch ka Lebe drin."