Hilfe, der Nachbar beschwert sich...

  • Wenn alles mit Holz verkleidet ist, ist das ein super Resonanzkörper, da wird alles schön übers Holz übertragen.


    Ich würds mit dem Entkoppeln mal versuchen.

    N' Freund hat Ziegelsteine auf dem Boden übereinander gestellt, oben eine dicke Schaumstoffmatte, dadrauf die Boxen. Das klingt richtig gut. Und Sieht top aus.


    Die Holzfaserdämmung müßte so sein, das ein Luftspalt zu den Holzbalken von ca. 5 mm bleibt, dafür gibt es spezielles Schaumstoffe von der Rolle. Die Lehmverputzung dürfte auch keinen Kontakt mit den Balken haben.


    Du kannst auch die Halzfaserdämmplatten mit Teppischklebeband probeweise an die Holzwände verkleben.

    Ansonsten helfen auch Eierpaletten die an die Wand geklebt werden. Die bekommst beim Bauern, bei Großabnehmern, Gastronomie.

    Die Eierpappen kanste weiß streichen. Damit werden sehr gern Proberäume gedämmt. Die Pappen kannste auch mit Teppischklebenamd an die Wände kleben.


    Doch erstmal das einfachste, Entkoppeln.


    Nachbarn zu nem Bier, Wein mit schöner Musike oder / Grill zur Besänftigung einladen.


    Sonnigst Nadja

  • ...weil das nur zur klanglichen Anpassung des Raumes an sich dient und nicht zur Dämmung nach außen.

    Du müsstest um das zu erreichen so viel davon anbringen, dass das deinem Hörraum akustisch alles andere als hilft.

    Die Schalldämmung nach außen muss auch am besten an der Außenwand oder in einer Zwischenwand über ne "Raum in Raum"-Konstruktion erfolgen-sowas geht auch mit einer Wand, dann ist`s halt nicht mehr ganz Raum in Raum.

    Wir haben so mal Proberäume in nem alten Eiskeller gebaut. Da gingen lauter Schächte nach oben und der Lärm ungebremst durch-also ne komplette Raumkonstruktion auf Balken mit komplett gedämmter Zwischenwand-da haste oben nix mehr gehört wenn unten Heavy Metal geprobt wurde...


    Aber ohne Stress: ich denke, dass es evtl. reicht die resonierende Frequenz mit ner Bassfalle zu schlucken...und das in seinem Wohnzimmer-bei dir dröhnt sie ja nicht!

    Vielleich wird er danach erst merken, dass auch andere Schallquellen von außen (zB. Autos...) teilweise dieses Dröhnen verursacht hatten und jetzt endlich Dröhnfreiheit herrscht...

    Musikmaschinen:Thorens TD 124/2,SME 3012/2,Ortofon Rondo Bronze,Aikido MC Preamp,Musical Fidelity M5si,Visaton AtlantisMKII/Weichen von "Kalle Mk II"+viel/ lautes Gitarrenzeugs,Studiogerümpel (ua):QuintAudio HAVOFAST-Dauertinnitus wegen Rock`n Roll^^

  • Hallo Nadja,

    Eierkartons helfen in dem Kontext nichts.


    Tschau,

    Frank

    Danke Frank,

    war nur preiswerte Idee ...


    Natürlich müßten auch die Balken verkleidet werden, etc. ...

    20 mm Holzfaser-Laibungsplatten wäre erstmal n preiswerter Versuch.


    Holzfaserplatte 20 mm ...

    Udi Dämmsysteme - Chemnitz


    Beim Hersteller anrufen & nach Händlern in der Nähe fragen.

    Diese Platten sind atmungsaktiv. Mit Lehm als Putz drauf wirds noch ein bissel mehr gedämmt.

    Ich habe diese Platten schon verarbeitet. Diese können stumpf auf Stoß verlegt werden. In meinem Fall habe ich die Platten mit ner mineralischen Dampfsperre an die Außenwand geklebt.

    Meine Platten habe ich anschließend mit 100 %igen Kalkputz verputzt. Die Raumakustik & das Raumklima sind top.


    Ne Möglichkeit, die hier bereits erwähnt wurde, eine neue Wand hinter den Boxen hochziehen. Dies geht mit nem Holzständerwerk & verklebten Holzfaserplatten. Die Platten dürfen nicht verschraubt werden, da sonst Schall übertragen wird.


    Gruß Nadja

  • Frag mal den Nachbarn auf der anderen Seite, was bei dem ankommt.

    Ich stelle mir die Dachschrägen (also die, an der die Boxen stehen und die gegenüber) grade wie ein Riesen Horn vor, das dann genau auf Nachbars "Glasrand" bläst und das ganze Haus erschüttert. Wenn das so ist, wird wohl ein wenig Dämmung hie und da nichts nutzen. Da müsste dann, wenn Umstellen nix bringt, wohl ein DSP zur Raumkorrektur helfen ;(

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Hi,

    Raumakustik und Dämpfung haben mit dem Hören in einem Raum zu tun. Das ist was anderes als Schallisolation und Dämmung, wo es um die Nachbarn oder Familienmitglieder geht.


    mbakustik kümmert sich m.W. um erstere Kategorie, Raumakustik und Schalldämpfung.


    Bei Schalldämmung hilft üblicherweise viel Masse. Noch besser, noch mehr Masse. Denn Bassdämmung ist hier das Problem. Die Möglichkeit einer Resonanz wurde ja bereits angesprochen.


    Tschau,

    Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Frank,


    das o.a. Forum beinhaltet Raumakustik und Dämmung. Im Studio soll ja auch kein Schall von Innen nach Außen und umgekehrt dringen.

    mbakustik beschäftigt sich auch mit Tonstudios.


    Viel Masse nützt garnichts, wenn sich irgendwo in der schweren Wand eine Öffnung befindet. Das kann eine tatsächliche Öffnung sein, oder eine akustische Öffnung wie ein Dachfenster.


    Gruß,

    Uli


    Achja, ohne Kenntnisse der Art der Dachkonstruktion dieses Hauses von 1950 kann ich nur dringend davon abraten, zusätzliche Lasten in Form von schweren Wandelementen an die Sparren zu schrauben.

    Zum Thema: DIN 4109 Schallschutz im Hochbau

  • Erstens würde ich erstmal per Aufstellung probieren, die Raumresonanz zu verringern. Zweitens sind Holzbauten sehr hellhörig, auch ohne ausgeprägte Raumresonanzen hören die Nachbarn eher als in Massivbauten mit.

    Bassfallen gibt es, sind aber nicht einfach herzustellen. Bei parallelen Wänden bekommt man die entsprechenden stehenden Wellen nur in geringem Maße weg.

  • ich würde die LS so weit wie möglich von der Wand wegrücken und solche Dämmmatten für Waschmaschinen unter die Gestelle legen. Entkoppeln ist schon das wichtigste.


    Und falls hinter den LS eine fette Raummode entsteht , könnte man genau da auch einen gegenphasig gepolten kleinen Subwoofer aufstellen welcher in diesem Bereich für eine Auslösung sorgt. Diesen ruhig richtig tief trennen

  • Grundsätzlich ist Schallschutz eine komplexe Sache. Bei alten Doppelhaushälften, mit durchgängiger Bodenplatte und einschaliger Trennwand mit verhältnismäßigem Aufwand kaum in den Griff zu bekommen - daher die Frage nach dem Haustyp.


    Bei freistehenden Häusern kann bekommt man es hin - nur ist eine Ferndiagnose kaum möglich. Zuerst die Lautsprecher vom Boden entkoppeln und nicht mit Spikes ankoppeln. Dazu gibt es diverse Antispikes usw. In solchen Fällen sind wirkungsgradstarke LS mit Gewebesicke - wie z.Bsp eine Klipsch Heresy oder ähnlich oft eine gute Wahl.


    Um den Schallschutz baulich zu verbessern, würde ich einen Fachmann hinzuziehen, weil es teuer sein kann und oftmals keine Verbesserung bietet, wenn es nicht richtig gemacht wird.

    LS: Klipsch Heresy III, Vorstufe: Crimson 610B, Endstufe: Crimson 620B, Vollverstärker: AMC XIA, CD: Creek CD42, Blu-Ray: Panasonic DMP-UB900EGK, Plattespieler: Reson RS1 m. Ortofon 2M Blue, Phonostufe: Albs RAM IV

  • Frag mal den Nachbarn auf der anderen Seite, was bei dem ankommt.

    Ich war jetzt heute nochmal drüben und habe nachgefragt und der Beschreibung nach, scheint es keine stehende Welle zu sein, die sich in einem engen Frequenzband aufschaukelt, sondern eher einfach ein zu lauter Bass. Sie hören es auch nicht, wenn sie schlafen aber dann wenn sie aus irgendeinen Grund geweckt werden. Sie hören es auch nicht im Erdgeschoss, sonder nur im ersten Stock (in dem auch meine Anlage steht). Ich habe mit ihr jetzt ausgemacht, dass wir Abends, wenn sich draußen mal alles beruhigt hat, einfach einen Test machen, damit ich mal ein Gefühl dafür bekomme, wie laut, dann zu laut ist. Dann höre ich mir das auch mal an, vielleicht scheppert ja noch irgendwas mit.


    Die Beschreibung des Problems klingt auf alle Fälle nach Entkoppeln der Lautsprecher. Das wird jetzt mal die erste Maßnahme sein.


    Thx & Bye Tom

  • Können dein Nachbar und Du sich in die Fenster schauen?

    Wie alt sind die Fenster/ die Verglasung?

    Strahlen die LS direkt in Richtung Fenster oder auch die erste Reflektion?


    Die Fenster können der große Schwachpunkt sein, kenne ich aus eigener Erfahrung, auch über 20m bis 30m Distanz.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Servus,

    Können dein Nachbar und Du sich in die Fenster schauen?

    Wie alt sind die Fenster/ die Verglasung?

    Strahlen die LS direkt in Richtung Fenster oder auch die erste Reflektion?

    Ja, in die Fenster scheuen können wir uns zumindest im ersten Stock auf jeden Fall und das betroffene Zimmer ist auch das mit der Dachgaube die zu mir rüber schaut.


    Wie alt die Verglasung auf seiner Seite ist, weiß ich nicht, meine auf jeden Fall mindestens 20 Jahre, da bin ich eingezogen und da wurden die Fenster neu gemacht.


    Nein, die Lautsprecher stehen zu meinem Fenster im 90° Winkel aber das könnte das könnte da schon auch von der gegenüberliegenden Dachschräge hin abgelenkt werden. Ich glaube aber tatsächlich eher das es das ganze Dach ist, welches einfach auch schlecht isoliert ist.


    Thx & Bye Tom

  • Servus,

    Zuerst die Lautsprecher vom Boden entkoppeln und nicht mit Spikes ankoppeln. Dazu gibt es diverse Antispikes usw. In solchen Fällen sind wirkungsgradstarke LS mit Gewebesicke - wie z.Bsp eine Klipsch Heresy oder ähnlich oft eine gute Wahl.

    Was machen Antispikes anders als Spikes?


    Am Lautsprecher will ich jetzt nicht mehr rummachen. Ich hatte zuvor ein paar Tannoy Glennair 15 und da hatte der Nachbar noch keine Einwände und deren Basschassis waren mal amtlich ein paar Kaventsmänner. Ich habe sie aber nicht zum Laufen bekommen, mehrere Verstärker probiert aber jeder ist gescheitert.


    Dann kam ein Spetzl mit der Yamaha NS-1000 ums Eck und meinte, die sollen so gut an einer starken Röhre klingen (auch wenn es die technischen Daten nicht vermuten lassen) und ich habe ihm meine Röhre (25W Triode) geliehen. Das Resultat war beeindruckend, ich habe noch nie eine so gute Verstärker Lautsprecher Kombi gehört wie diese. Wenn du da noch was draufsetzen möchtest, musst du richtig viel Geld ausgeben. Eine wuchtige (und jetzt leider auch problematische) Dynamik in Verbindung mit einer hochauflösenden Detailwiedergabe und du sitzt mitten drin. Das ist in dieser Kombination ganz selten, entweder du hast Dynamik oder du hast Feingeister, beides zusammen wird idR richtig teuer. Dynamik hatte die Tannoy, ein paar Feingeister hatte ich mit einem Hans Deutsch Hornsystem auch schon mal aber jetzt habe ich beides und das gebe ich nicht mehr her ... auch wenn sie wirklich schei**e ausschauen.

    Thx & Bye Tom

  • Spikes koppeln mit ihrer Spitze auf den Boden an - Antispikes nicht. Man kann auch im Baumarkt nach Rändelschrauben mit Plastikkopf ausschau halten. Grundsätzlich würde ich zuerst die LS vernünftig ausstellen - damit kann so ein Problem durchaus lösen. Bei Liedke Matalldesing kann man sich hervorragende LS-Ständer anfertigen lassen. Der hat auch entsprechende Füße zur Entkoppelung im Programm. Damit hast Du den LS auf richtiger Höhe und eine saubere Aufstellung wird klanglich ein Gewinn sein.


    Die Größe des Basschassis ist nicht auschlaggebend. Wundert mich nicht, dass Du mit der Glennair diese Probleme nicht hattest - dies bestätigt nur meine vorherige Aussage. Dass sie Dir klanglich nicht gefallen haben, steht auf einem anderen Blatt.

    LS: Klipsch Heresy III, Vorstufe: Crimson 610B, Endstufe: Crimson 620B, Vollverstärker: AMC XIA, CD: Creek CD42, Blu-Ray: Panasonic DMP-UB900EGK, Plattespieler: Reson RS1 m. Ortofon 2M Blue, Phonostufe: Albs RAM IV

  • Ich würde in diesem Fall immer methodisch vorgehen, d. h. jede Veränderung auf die Wirkung prüfen (Nachbarn fragen). Es wurden eigentlich viele gute Vorschläge gemacht.

    Eines würde ich mal zusätzlich ausprobieren: Wenn tatsächlich das Dach (die Innenverschalung oder etwas anderes) mitschwingt, dann würde ich ein Kantholz von innen gegen das Dach provisorisch verspannen und die Wirkung prüfen. Das sollte eine Veränderung der Membran und damit der Schwingung bringen. Wenn es hilft, kann man sich Gedanken über eine endgültige konstruktive Lösung machen.