Übersetzungsverhältnis Übertrager

  • ja, meinte auch den Hashimoto HM 3. Der HM 7 kostet mit über 700,- pro Kapsel ja gleich ein Vermögen.

    Wichtig wäre es, imho, dass der Übertrager ans System angepasst werden kann. Besser gesagt, dass es schaltbare Widerstände gibt, die das System an den Rest besser anpassen...

    Mit einem Solo-ÜT wird's ein Ratespiel - zumindest recht unübersichtlich und artet sehr in trial and error aus.


    Cheers,

    Tzascha

  • Hallo Tzascha,

    Wichtig wäre es, imho, dass der Übertrager ans System angepasst werden kann. Besser gesagt, dass es schaltbare Widerstände gibt, die das System an den Rest besser anpassen...

    Mit einem Solo-ÜT wird's ein Ratespiel - zumindest recht unübersichtlich und artet sehr in trial and error aus.

    Einen Übertrager kann man nur über andere Wicklungsanzapfungen anpassen. Aber auch dann ist es ein Glücksspiel ob es zum System paßt.


    Die beste Lösung ist ein Übertrager speziell für das System, oder zumindestens für einen gewissen Bereich. Da paßt es dann schon mal mit Induktivität und Impedanz.


    Das mit den Widerständen ist ein anderes Thema und hat eigentlich nichts mit dem Übertrager zu tun. Dieser stellt nur eine definierte Last für den Abnehmer dar und soll ihn im Hochton bedämpfen.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Wenn Geld keine Rolle spielt (...obwohl Geld doch irgendwie immer eine Rolle spielt..;)), kann man sich auch in Deutschland einen Übertrager anfertigen lassen. Ich habe eine Rückgabeoption von 6 Wochen eingeräumt bekommen. Denke aber nicht, dass ich diese Option überhaupt in Anspruch nehmen werde... :)


    PS: Es gibt auch breitbandige Übertrager z.B. 1:10 / 100 Ohm die problemlos eine DL103 (39 Ohm), Benz LP (38 Ohm) und eine DL103R (14 Ohm) abdecken. Ob es auch noch bis zu einem DVxx2MK2 (5 Ohm) funktioniert werde ich in den nächsten Wochen probieren.


    Gruß

    Horst

  • Es gibt auch breitbandige Übertrager z.B. 1:10 / 100 Ohm die problemlos

    Klärt mich mal bitte auf, was bedeutet hier 1:10 /100 Ohm. Ein normaler 1:10 Übertrager generiert ja an 47 kOhm 470 Ohm, wieso hier 100 oder wofür steht die 100 in diesem Fall?


    Gruß Micha

  • Übertrager werden in unterschiedlichen Übersetzungen 1:10 , 1:20 , 1:30,

    und unterschiedlichen Impedanzen z.B. 100 Ohm/ 25 Ohm/10 Ohm angeboten.

    Zusätzlich gibt es noch "Exoten" für sehr niederohmige Tonabnehmer z.B. SPU

    und relativ laute, hochohmige Systeme z.B. EMT. z.B. 1:5 / 1: 8


    Du liegst schon richtig mit deiner Rechnung...


    Gruss

    Horst

  • Klar, aber wie komme ich jetzt mit einem 1:10 Übertrager auf 100 Ohm?

    Werden da sekundärseitig noch Widerstände parallel geschaltet ?


    Gruß Micha

    In dem ich mir die 100 Ohm Variante vom MC Pro bestellt habe. Da ist nichts parallel geschaltet...


    Micha,

    schau dir auf dieser Hopmpage auch mal Grundlagen MC- Übertrager an.

    Dort ist das offensichtlich verständlicher formuliert ...als meine laienhaften Versuche...

    http://silvercore.de/de/mc/silvercore-mc-pro-3/


    Gruß

    Horst

  • Kenne ich bereits.

    So wie ich das lese bedeutet die Angabe "100 Ohm" lediglich, dass dieser aufgrund der verwendeten Materialien lediglich einen Gleichstromwiderstand von 100 Ohm aufweist, was aber keinen Einfluss auf die transformierte Impedanz hat?

    Das würde bedeuten, auch der SC 1:10 / 100 Ohm transformiert von 47kOhm auf 470 Ohm.

    Sehe ich das richtig, sorry, stehe diesbezüglich immer noch ein wenig auf dem Schlauch,


    Gruß Micha

  • Sorry, aber das mit dem 100 Ohm verstehe ich auch und immer noch nicht. Ich sehe es ähnlich wie mäckel-Micha.


    Und wenn wir schon dabei sind: was ist bei Silvercore der Unterschied zwischen den 25 Ohm / 1:20 Übertragern und den speziell für SPU gemachten mit ebenfalls 1:20?

    Also gibt es doch eine andere Anpassung als das Übersetzungsverhältnis? Wie wird der Übertrager kapazitiv angepasst hergestellt???

    Schöne Grüße
    Balázs

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  • hier wird sicher ein Widerstand parallel geschaltet um von den 470 ohm herunter zu kommen. Niedrige Übersetzungen von 1:10 sind ja von Vorteil da weniger Verfälschungen bzw Verfärbungen . So passen eben die meisten normal lauten MC um die 0,5mV welche eben um die 100ohm sehen möchten und dies ermöglichen ja normalerweise Übertrager mit doppelter Übersetzung. 1:20 und höher

  • hier wird sicher ein Widerstand parallel geschaltet um von den 470 ohm herunter zu kommen

    Hatte ich auch zunächst vermutet, allerdings empfiehlt Herr Kraus für seinen MC Pro 1:10 / 100 Ohm ja Tonabnehmer mit einem Innen-Widerstand bis max. 40 Ohm, das wäre nach meinem Verständnis und reiner Lehre ja suboptimal.


    Gruß Micha

  • Zitat Silvercore HP zum MC Pro:


    "Die hohe Resonanzfrequenz und die frequenzlineare Abbildung erlauben es, auf interne Anpasswiderstände gänzlich zu verzichten, sodass das Musiksignal nur den Übertrager durchläuft. Dies hat den Vorteil, dass es nicht abgeschwächt wird und daher lauter als bei herkömmlichen Übertragern gleicher Übersetzung am Vorverstärker anliegt."


    Gruß Micha

  • Dies hat den Vorteil, dass es nicht abgeschwächt wird und daher lauter als bei herkömmlichen Übertragern gleicher Übersetzung am Vorverstärker anliegt

    Danke Micha! Das würde erklären, warum ich meinen 1:10 MC PRO an der Ampearl als recht laut empfinde.


    Viele Grüße

    Christian

    »Danke, ich bleibe bei der analogen Tonwiedergabe«, hatte er einmal zu mir gesagt. »Die digitale Aufzeichnung entstellt das Gefüge der diatonischen Tonleiter. Den meisten Menschen fällt es nicht auf, aber mein Gehör ist hypersensibel. Ich erkenne diese minimalen intradigitalen Auslassungen. Das ist eine meiner Anlagen.«

  • Hallo,

    ich denke mit 100 Ohm ist die ungefähre Primärimpedanz des ÜT gemeint. Die sollte ja laut Silvercore mindestens 2 mal so groß wie die Eigenimpedanz des TA sein. Und ÜT mit niedrigerer Primärimpedanz eignen sich eben für TA mit geringer Eigenimpedanz. Beim SPU sollte diese bei 5 bis 10 Ohm und bei TA bis 10 bei ca. 25 Ohm sein.


    Gruß Jan

  • Hallo (Thema paßt zwar nicht zum Amperl-Kapitel),


    wie das von Silvercore kommuniziert wird, ist das glasklar, denn ein 1/10 Übertrager liefert bei einer Load-Impedanz von 47KOhm nun mal ein Last für den MC von 470Ohm und so betreiben ihn die Nutzer auch und das mag für viele MCs durchaus praxisgerecht sein, aber nicht immer optimal.


    Die 100Ohm in der Silvercore-Beschreibung ist eine Hausnummer, besagt hier sollen hochohmige MC angeklemmt werden.


    Ein EMT halte ich bei 1/8 allerdings für fehl-angepasst mit einer primären Loadimpedanz von ca. 734Ohm ohne zusätzliche Widerstands-Maßnahmen.


    Grüße,

    Holger

  • Hallo,

    ich denke mit 100 Ohm ist die ungefähre Primärimpedanz des ÜT gemeint. Die sollte ja laut Silvercore mindestens 2 mal so groß wie die Eigenimpedanz des TA sein

    Das kann ich mir durchaus vorstellen, die Primärimpedanz würde jedoch nichts an der transformierten Impedanz eines "normalen" 1:10 Übertragers ändern, welche weiterhin 470 Ohm betragen würde?

    Somit wäre die Primärimpedanz ein weiterer zu beachtender Parameter bei der Auswahl eines passenden Überträgers?


    Gruß Micha

  • Ein EMT halte ich bei 1/8 allerdings für fehl-angepasst mit einer primären Loadimpedanz von ca. 734Ohm ohne zusätzliche Widerstands-Maßnahmen.

    Ja, so will zB. das TSD15 etwa 200 Ohm sehen. Das wird durch einen zusätzlichen Widerstand auf der Sekundärseite des Übertragers entsprechend eingestellt.


    Die Beschaltung hatte ich hier schon mal aufgemalt.




    Allerdings weiß ich nicht den richtigen Wert für die neueren EMT-Systeme wie JSD...

    Die 200 Ohm sind aber definitiv richtig für die alten Tondosen TSD... bzw. XSD...


    Gruß

    Michael

  • Hi,

    es ist kompliziert genug, das mit dem Widerstandsübertragungsfaktor hier an die breite Masse zu bringen. Das mit dem ohmschen Wicklungswiderstand sollten wir glaube ich erst mal außer acht lassen. Da weiß ich auch nicht, welchen Einfluss es hat. Dazu bräuchte man ein vollständiges Ersatzschaltbild eines Übertragers bzw. eine Simulationsmöglichkeit. Und nicht zuletzt den notwendigen Sachverstand bzw. die Erfahrung, von einem Simulationsergebnis dann auch Rückschlüsse auf den Klang ziehen zu können.


    Ich würde dafür plädieren, dass wir erst mal das Bild von Michael oben betrachten und als erstes die Widerstände betrachten. Meine Meinung ist, dass man die Lastimepdanz für Tonabnehmer einstellen soll, durch Parallelwiderstände und nicht die üblichen 47k einer MM-Phonostufe als gottgegeben sehen soll. Die sind ja auch bei MMs nicht immer das Nonplusultra. Ich erinnere mich an die Empfehlung eines Bekannten für ein günstiges Goldring 1006 100k zu nehmen.


    Ob immer der zehnfache Systeminnenwiderstand das klangliche Optimum ist, wie beim Beispiel von Michael, kann man ja durchaus in Frage stellen und Experimente anstellen. EMT hat hochwertige Radioplattenspieler hergestellt. Die waren nicht hinter dem Klangoptimum um jeden Preis her. Das wären Perlen vor die Säue gewesen. Ein guter Startpunkt stellt der Wert bestimmt dar.


    Nur so ein paar Gedanken zum Thema.


    Tschau,

    Frank

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