Übersetzungsverhältnis Übertrager

  • Nein Christian,

    oben lege ich nichts mehr drauf. Ich habe aber festgestellt, dass unterschiedliche Materialien sich unterschiedlich auf das Klangbild auswirken können. Man könnte unter dem Übertrager noch verschiedenen Absorbern probieren (anstelle der Gummifüße am Gerät). Die Basis Panzerholzplatte auf Sylomer hört sich schon mMn nach schon recht gut an.:thumbup:


    Schönen Sonntag.


    Horst


    PS: Ich hatte bei einem Freund einen schweren Absorber auf eine kleine Phonovorstufe gestellt.

    Die Basswiedergabe wurde eindeutig sauberer und dynamischer. Die Phonovorstufe stand auf einer 43mm Buchenleimholzplatte. Die gleiche Phono mit dem gleichen Absorber auf einer ca. 18mm dicken MDF Platte brachte keine hörbare Verbesserung.

  • Hallo zusammen,


    heute habe ich noch einmal ein anderes Stück digitalisiert und im Blindvergleich gehört: Snake In The Grass vom Album Infection In The Sentence von Sarah Tandy. Tandy gehört zur "jungen" Londoner Jazzszene, das Album ist ihr Debut aus diesem Jahr. Das Stück ist mein Favorit vom Album, rhythmisch ein Reggae, mit schönen Bläsersätzen zum vom Tandy virtuos gespielten Keyboard. Das gesamte Album ist rein instrumental. Aufnahme und Pressung sind gut.


    Aufnahme 1 erfolgte mit einem Abschluss von 250 Ohm, Aufnahme 2 hochohmig ohne Abschlussstecker (Widerstand der 1. ECC83 maßgeblich).


    Und ja, ich meine einen Unterschied zu hören: Aufnahme 2 klingt etwas voller und lebendiger, das gefällt mir besser. Insgesamt ist der Unterschied aber nur schwer zu erhören. Im Blindversuch über Foobar2000 unter Pegelangleichung komme ich auf 9 richtige Zuordnungen in 12 Versuchen, drei Mal habe ich also daneben gelegen. Bei der Rate 9/12 ist es allerdings unwahrscheinlich, dass ich bloß geraten habe.


    (Einen neuen Abschlussstecker in 470 Ohm habe ich noch nicht, in der Frage also noch nichts neues.)


    Soweit, noch einen schönen Abend

    Christian

    ... und wo zum Teufel bin ich hier überhaupt?

  • Transformation der Kapazität durch einen Übertrager


    In Beitrag #18 wird davon ausgegangen, dass die Kapazität, die der TA "sieht", im Quadrat herabgesetzt wird (siehe das Schema). Anderswo lese ich, dass sie im Quadrat hinaufgesetzt wird. Was ist richtig?


    Ich frage, um den Kondensator für einen Abschlussstecker für meine Phonovorstufe richtig zu dimensionieren. Davor hängt ein Übertrager 1:20. Impedanz soll 200 kOhm sein, die dann in 500 Ohm für den TA resultiert. Welche Kapazität wäre unkritisch?


    Nachtrag: Für den TA Denon DL 304 finde ich übrigens in einem Forumsbeitrag noch die Angabe 50 µH für die Induktanz, falls das weiterhilft.


    Danke und Gruß

    Christian

    ... und wo zum Teufel bin ich hier überhaupt?

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  • Hallo Jürgen,


    wenn sekundär eine kapazitive Last von 100pF anliegt, ist sie primar 40nF, bei ü=20.


    Mal als Gedankenstütze, der imaginäre Widerstand der Kondensators ist 1/j2pifC. Kannst genau so mit imaginären Widerständen (statt mit ohmschen) die Trafo-Gleichung aufstellen, zubeachten ist, daß die Kapazitäten im Nenner stehen.


    Cp = ü**2 Cs;


    Grüße,

    Holger

  • Danke Euch beiden für die Klärung!


    Dann sollte die Kapazität in dem Fall also möglichst klein ausfallen, denke ich, z.B. 4,7 pF.


    Gruß

    Christian

    ... und wo zum Teufel bin ich hier überhaupt?

  • sollte die Kapazität in dem Fall

    Warum willst du zusätzliche Kapazitäten einführen? Dein Kabel bringt ca. 50-100pF und deine Eingangsstufe vom Verstärker gibt auch seinen Teil.


    Und bedenke, manche MC-Hersteller bauen schon zur Bedämpfung von Resonanzen (auch außerhalb des Hörbereiches) Kapazitäten ein.


    Ich sehe keine Ursache für Zusatz-Kapazitäten!

  • Hallo Christian,

    Ich frage, um den Kondensator für einen Abschlussstecker für meine Phonovorstufe richtig zu dimensionieren. Davor hängt ein Übertrager 1:20. Impedanz soll 200 kOhm sein, die dann in 500 Ohm für den TA resultiert. Welche Kapazität wäre unkritisch?

    Das macht Sinn, also keinen Kondensator! Danke!

    Ich würde ehr sagen, kommt drauf an. Transistor oder Röhre. Und bei Röhre, Triode oder Pentode.


    Ich habe meiner Phono mit Pentodeneingang eine zusätzliche Kapazität spendiert. Nicht nur zur Hochtonbedämpfung, auch klanglich fand ich es besser. Die Kapazität liegt übrigens im Bereich der Eingangskapazität einer Triode.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo Martin,


    danke für den ergänzenden Hinweis! Bei mir ist es ja eine Triode, ECC83. Dann könnte es also ohne zusätzliche Kapazität passen, wenn ich Dich recht verstehe.


    Mir ist übrigens kürzlich eingefallen, dass ich den Frequenzgang meines DL 304 ja genau kenne - durch den beiliegenden Messschrieb. Demnach (und im deutlichen Unterschied zu einem anderen, mehr linearen Exemplar, das mal hatte) läuft es bis ca. 14 kHz linear. Dann beginnt die Kurve sanft zu steigen, bei 20 kHz knapp +2 dB, im Maximum bei 35 kHz etwas über +2 dB, dann sinkt die Kurve wieder leicht ab, bei 50 kHz endet der Messschrieb. Gemessen bei einer Last von 1 kOhm, leider keine Angabe zu Kapazität. Bei dieser leichten Höhenbetonung sollte ein Abschluss mit 500 Ohm im Sinne größerer Linearität ganz gut passen, denke ich. Dann werde ich noch mal mit dem hochohmigen Abschluss (Widerstand der Triode) vergleichen (der mir im Vergleich zu den bisherigen 200 Ohm besser gefällt).


    Beste Grüße

    Christian

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  • Hallo Christian,

    danke für den ergänzenden Hinweis! Bei mir ist es ja eine Triode, ECC83. Dann könnte es also ohne zusätzliche Kapazität passen, wenn ich Dich recht verstehe.

    Dann hast du ca. 150pF. Je nach Beschaltung der Eingangsstufe ein bißchen mehr oder weniger.

    ... läuft es bis ca. 14 kHz linear.

    Das reicht doch eigentlich. Ich laß meine Phono bei dieser Frequenz auslaufen. -3dB bei 12KHz. Reicht ;)


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo Martin,


    150 pF sekundär? Dann werden aus den 150 pF (durch den Übertrager in 1:20) *20*20=60.000 pF = 60 nF primär. Bei niedrigeren Übersetzungsverhältnissen läge der Wert natürlich niedriger.


    Im (viel) höheren kapazitiven Abschluss eines MC liegt dann zwar kein grundsätzlicher, aber ein doch gewissermaßen immer vorhandener praktischer Unterschied gegenüber sonst gleicher (Gain, Impedanz) reinen MC-Transistorverstärkung vor. Wenn von "Übertragerklang" gesprochen wird, sollte das berücksichtigt werden.


    Wäre mal interessant, (ob) wie sich der Klang bei einer reinen MC-Transistorverstärkung bei entsprechenden Kapazitäten ändert.

    Das reicht doch eigentlich. Ich laß meine Phono bei dieser Frequenz auslaufen. -3dB bei 12KHz. Reicht

    Wenn ich bedenke, dass ich von 14 kHz aufwärts ohnehin nicht mehr viel höre ... :/


    Beste Grüße

    Christian

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  • Hat schon jemand von euch etwas vom Ortofon ST-90 gehört und kann etwas dazu sagen?


    Er soll der Nachfolger des ST-80 sein, ist mit balanced In- Output (XLR) und RCA In- Output ausgestattet.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    Pioneer MU-70 - Schick 12"/Ortofon SPU Royal N - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14
    Kenwood KD-750 - Ortofon 2M Black - Trigon Vanguard II & Volcano III

  • Hallo Christian,

    150 pF sekundär? Dann werden aus den 150 pF (durch den Übertrager in 1:20) *20*20=60.000 pF = 60 nF primär. Bei niedrigeren Übersetzungsverhältnissen läge der Wert natürlich niedriger.

    Eingangskapazität der Röhre. Die ist abhängig von der Verstärkung der ersten Stufe. Dazu kommt noch die Verkabelung zum Übertrager. Wenn extern, kommen da noch einige pF Sekundär dazu.


    Viele Grüße,

    Martin

  • Hallo Martin,


    vermutlich mal wieder eine doofe Frage, aber ich verstehe es nicht: Die 1. Röhre mit ihrer Eingangskapazität liegt doch hinter dem Übertrager, ist also sekundär, dann müsste doch primär die Kapazität für den TA entsprechend dem Übersetzungsverhältnis mal 20² vorliegen, oder nicht?


    Danke und Gruß

    Christian

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