Übersetzungsverhältnis Übertrager

  • Hallo Andreas,


    das wollte ich Dir auch nicht unterstellen :) sorry.


    Ja insbesondere bei zu geringer Primärinduktivität fällt die Sache gleich durch bassschwäche auf.

    Aber nehmen wir mal einen Lundahl Eingangsübertrager LL1676 . Es ist ein 1:2 Übertrager. Seine nominale Abschlussimpedanz liegt bei 10k und da wird er sicher gut funktionieren.

    Belaste ich ihn aber mit 200 ohm wird schon die meisste Spannung am Gleichstromwiderstand der Sekundärwicklung (605 Ohm) abfallen und es ist aus mit 1:2 :)


    gruss

    juergen

  • ich würde einfach etwas weiter aufdrehen und gut ist. Digitale Quellen waren und sind nunmal schon immer lauter


    bei manchen Vorstufen kann man auch einfach die Eingänge einzeln abgleichen und sowas ist auf alle Fälle besser wie so ein verlustbehafteter Übertrager

    Edited once, last by Carsten R. ().

  • Hallo Zusammen,

    ... wie so ein verlustbehafteter Übertrager

    Immer das gleiche. Kannst du nicht akzeptieren, das der ein oder andere Übertrager, trotz ihrer unglaublichen Nachteile, bevorzugen? ;)


    In diesem Fall ist es einfach schwierig. Es gibt keinen MC Übertrager mit dieser geringen Übersetzung. Alle anderen vorgeschlagenen Übertrager wären Kompromisse, die funtionieren können, aber nicht müssen. Ohne die Möglichkeit zu messen würde ich die Finger davon lassen.


    Die niedrigste mir bekannte Übersetzung hatte der S&B TX103 mit 1:5.


    Viele Grüße

    Martin

  • haha,


    das ist doch der pfeffer in der suppe hier, dass laien entwaffnend tolle vorstellungen machen und andere dürfen dann technisches zeugs liefern, zur richtigstellung.


    nun klar, wenn der vogel ohmsch so hochohmig ist, darf die last nicht zu niederohmig sein. auch sollte der innenwiderstand der treibenden quelle möglichst niederohmig sein.


    Alex hat richtig gemessen!

  • Alex hat richtig gemessen!

    Sehe ich nicht so. Die Quelle hat niederohmig zu sein und der Abschluss hochohmig. Ansonsten kommt es zum Einfluss der DC Widerstände des Übertragers. Das bezeichnet man als typischen Messfehler bzw. Nichtbeachten der Randbedingungen. ;)

    Toni

  • Hallo Zusammen,

    Die Quelle hat niederohmig zu sein und der Abschluss hochohmig.

    Wenn du die Sekundärseite hochohmig misst, wird so ein Übertrager funktionieren.


    Das entspricht aber nicht den Bedingungen eines MC Systems. Wenn es seine 100R sehen möchte, brauchst du bei 1:2 400R. Nur dann kommen halt keine 1:2 mehr raus.


    Genau das Verhalten hat Alex gemessen. Alles Ok.


    Viele Grüße

    Matrtin

  • Hi,

    der Übertrager wird mit einem Lastwiderstand betrieben, für den er nicht gebaut wurde.

    Da liegt doch eher das Problem.


    Alex hat genau diese Situation gemessen um zu sehen, ob es Probleme gibt.

    Und er hat festgestellt, dass es Probleme gibt.


    Ich sehe da keine Falschmessung. Aber das ist je eine Frage der Bewertung und die kann durchaus subjektiv ausfallen. Insofern ist alles geklärt, oder?

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Da liegt doch eher das Problem.

    Frank, wenn ich die maximale Geschwindigkeit eines Autos mit angezogener Handbremse messe, dann darf ich mich nicht wundern, wenn ich die Daten des Herstellers nicht erreiche. So etwas wird wohl dann jeder als Falschmessung bezeichnen. Das ist bei der Übertrager Messung halt auch passiert.

    Toni

  • Hallo,


    Frank hat es genau richtig gesehen. Es geht ja hier nunmal darum das man keinen Übertrager 1:2 für MC Systeme von der Stange bekommt , sondern man sie sich anfertigen lassen muss.

    Alex hat nur richtig aufgezeigt das man nicht einfach einen beliebigen 1:2 Übertrager nehmen kann.


    gruss

    juergen

  • Hallo,

    Aus messtechnischer Sicht ist das nun mal eine Falschmessung. Zeigt ja auch das Ergebnis.

    Warum beharrst du so auf der Falschmessung? Welchen Nutzen hat denn eigentlich eine Messung, die nicht den geplanten Betriebsbedingungen entspricht?


    Alex hat hochohmig mit 50K gemessen und da kommt raus was rauskommen soll. Der Fragesteller kauft sich daraufhin den Übertrager und stellt fest, ätsch geht doch nicht. Hauptsache deiner Meinung nach richtig gemessen ;)


    Viele Grüße

    Martin

  • Warum beharrst du so auf der Falschmessung?

    Messe ich einen unbekannten Übertrager, dann muss ich sicherstellen, dass das Messergebnis nicht durch mehrere unbekannte Grössen des Übertragers bestimmt wird. Weil nämlich dann das Messergebnis sinnlos ist. Genau das ist hier passiert. Der Messwert wurde durch das Übersetzungsverhältnis, den DC Gleichstromwiderstand der Primärwicklung und den Gleichstromwiderstand der Sekundärwicklung gleichzeitig bestimmt. Das Ergebnis zeigt es auch. Frage: Was sagt mir das Ergebnis?

    Wenn ich also das Übersetzungsverhältnis des Übertragers messen will, dann muss ich niederohmig einspeisen und hochohmig messen. Das ergibt dann auch den richtigen Wert der Spannung entsprechend dem Übersetzungsverhältnis.

    Wie du aber richtig erkannt hast reicht das für eine Beurteilung nicht aus. Zusätzlich sind die DC Widerstände zu messen. Und dann gibt es noch viele weitere Daten die zu messen sind, um zu entscheiden, ob ein Übertrager geeignet ist.

    Toni

  • Danke zunächst mal für die rege Aufnahme und Diskussion meiner Idee/Frage. Bei Euren messtechnischen Gedankenaustauschen steige ich aus, aber was ich als Resümee aus Eurem Gesagten ziehe:

    - keine simple Angelegenheit

    - es gibt nichts von der Stange, nur Selbstbau wäre ggfls. eine Lösung mit sehr ungewissem Ausgang und Aufwand

    - da es anscheinend mein "Problem" auch bei anderen gibt (s. verlinkte Diskussion hier aus dem Forum), aber kein Hersteller eine Plug and Play Lösung bietet, scheint auch dort eher Zurückhaltung zu herrschen, obwohl vielleicht sogar Bedarf bestünde, was meine ersten zwei Gedanken unterstreicht

    - Anschaffung eines "lauteren" MCs wäre ein Möglichkeit

    - einen externen Phono-Pre an AUX möchte ich eigentlich nicht, weil der Phonozweig des VV eigentlich sehr gut ist; in den Datenblättern derselben sehe ich übrigens, daß der wie bei meinem internen empfohlene Bereich von 0,25 - 0,5 mV recht üblich ist, also würde ich da auch nichts gewinnen

    - die Pegeldifferenz zwischen des Ausgängen würde mich nicht mal stören, die kann ich glaube ich, sogar differenziert auf den Eingang abspeichern; mich stört vielmehr das leichte, beschriebene Rauschen, was ich durch den höheren Pegel zwangsläufig bekomme

  • am Ende ist es doch auch völlig Wurst ob man an der Vorstufe bzw Vollverstärker eben ein wenig weiter aufdrehen muss. Wegen der paar Grad bzw Millimeter sowie Geld und Aufwand zu betreiben halte ich für Sinnfrei, vorallem wenn die aktuelle Kombi Einen ansonsten zufrieden stellt

    Oder hat dein Gerät keine Fernbedienung ?

  • Evtl. wäre ja auch ein Dämpfungsglied an den Hochpegeleingängen eine Idee.

    Keine gute Idee, da verliert man sofort an Signal-Rauschabstand.

    Einen 1:2 Übertrager einzusetzen, ich weiß nicht, ob das so eine tolle Idee ist. Den Lastwiderstand sekundärseitig muss man dann vervierfachen.

    Gute Idee. Man muß den Lastwiderstand ja nicht unbedingt komplett hinter den Übertrager legen. Sinnvoller ist eine Aufteilung. Also ein Teil des Lastwiderstandes vor dem Übertrager und wegen der unvermeidlichen Streuinduktivitäten und Wickelkapazitäten ein Teil des Widerstandes nach dem Übertrager.

    Toni