Exzessiver Einsatz von High End Bauteilen in Passivweichen,sinnvoll oder kontraproduktiv?

  • Ich möchte noch zu bedenken geben, daß der DC-Widerstand der Spule(n) vor dem Tieftöner in die Gehäuseabstimmung einfließt (verändert das Qes und damit auch das Qts). Tauscht man diese, sollte möglichst der gleiche DC-Widerstand wiederhergestellt werden, notfalls, indem man einen ausreichend belastbaren Widerstand in Reihe zur Spule schaltet.


    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.


    Ein Freund ist jemand, der Dich mag, obwohl er Dich kennt.

  • Hallo,

    meine Erfahrungen zu dem Thema:


    - einfache Lautsprecherchassis erfordern in der Regel aufwändige Weichen hoher Steilheit, weil neben der Frequenzfilterwirkung ggf. auch Fehler der Chassis kompensiert werden müssen (Sperrkreis, Saugkreis usw., das kostet alles immens Dynamik).

    - Es macht wenig Sinn vor einen 20,- € Hochtöner, 200,- € Edelweichenbauteile zu verbauen.

    - Gleiches gilt natürlich auch für die anderen Zweige

    - ....zusammengefasst, die Weiche sollte von Aufbau und Qualität schon auch die verwendeten Chassis berücksichtigen und da vermute ich ein grobes Mißverhältnis bei den gezeigten Bildern. Darf ich Fragen von welchem Hersteller die Box/die Chassis sind?

    - Harbeth-Lautsprecher (und die meisten Engländer) sind mir bisher als sehr ausgeglichen und langzeithörtauglich aufgefallen, eher weniger durch Dynamik und Auflösung. Bauteilwechsel haben aber i. d. R. aber genau das zum Ziel.

    - Als Vergleich/Maßstab würde ich eher Bowers & Wilkins, z. B. die 805 ansehen. Die hat, weil hervorragende Chassis, nur insgesamt 2 Bauteile (neben den Widerständen zur Pegelanpassung) in der Weiche und diese von sehr hoher Qualität.

    - Ich habe noch nie eine nur "mit Bauteile verbesserte Box" ( also 1:1 Austausch) gehört, die (in der Summe der Eigenschaften) besser war als das Orginal. Wenn man allerdings die Möglichkeit einen Neuanpassung hat, läßt sich durch eine "bessere" Weiche eine bestehende Box durchaus verbessern.

    Gruß, Roland

    "...nur eigenes Unrecht, eigene Schuld können mich so grämen, daß es für ein graues Haar reicht."
    Reinhard Mey

  • Die Lautsprecher sind TDL Monitor Compact,siehe Foto. Die Chassis sind von der englischen Firma Elac,Bezeichnung siehe Weichenplan.

    Kannst du(oder jemand anders)denn eine sinnvolle Verschaltung in der von mir abfotografierten Weiche erkennen?

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    Gruß Rüdiger

    Einmal editiert, zuletzt von fr.jazbec ()

  • [...] zusammengefasst, die Weiche sollte von Aufbau und Qualität schon auch die verwendeten Chassis berücksichtigen und da vermute ich ein grobes Mißverhältnis bei den gezeigten Bildern. Darf ich Fragen von welchem Hersteller die Box/die Chassis sind?[...]


    Der Punkt trifft hier wohl nicht zu, allerdings dürfte IMHO die Bauteilequalität der ersten verbesserten Weiche bereits den Chassis entsprechen und SOLEN oder Mundorf dürfte Geschmackssache sein.



    A.O.S., Axel Oberhage schreibt zu den Boxen (von dem kommen die wohl...)

    Auszug, Quelle HP von A.O.S.:


    [...]Ein paar Jahre später, IMF war schon vom Markt verschwunden, hat sich John Wright, als Gründer der Marke TDL Electronics, bei uns gemeldet und gefragt, ob wir den Vertrieb wieder übernehmen wollten. Das Ergebnis: zehn Jahre lang hatten wir den TDL-Vertrieb in Deutschland. Zum großen Bedauern vieler TL-Fans auf der ganzen Welt, ist John Wright am 1.Juni 1999 verstorben.´Wir waren lange Jahre freundschaftlich miteinander verbunden. Ich konnte viele
    seiner Erfahrungen übernehmen und habe eine Menge von ihm gelernt. John's Ideen habe ich bis heute weitergeführtund werde wohl auch in Zukunft die Transmission-Line Technik hegen und pflegen.

    Anfang der 90er Jahre haben wir begonnen Lautsprecher auch selbst zu entwickeln und haben auch die TDL Fertigboxen mit John Wright aktualisiert und immer wieder verbessert. Beispiel: die MC (MONITOR COMPACT), die Selbstbau-Version
    der TDL MONITOR).

    Die TDL MONITOR und TDL RSTL haben in der internationalen HiFi-Presse tolle Kritiken eingefahren. Auch in Deutschland bei der Audio und der Stereoplay. Die MC hat bei Bausatztests in der Stereoplay, Klang und Ton, Elektor die tollsten
    Beurteilungen bekommen. Wir lagen Punktemäßig vor T+A und Dynaudio. Es wurden weit über tausend Paar MC verkauft.

    Und sogar heute gibt es Kunden, die immer noch davon begeistert sind.

    Trotzdem haben wir beharrlich weiter optimiert. Ab 1992/93 folgte ein radikaler Neuanfang mit Verbesserungen im Mitten-

    bereich. Mit neuen, härteren Materialien hatte die weichzeichnende Polypropylene-Phase ein Ende. Präzision, statt

    sanft-weichem Klangbild war angesagt. Es folgte die ASCOT. In 1996 gelang es uns mit SCAN SPEAK einen weiteren "Quantensprung" mit Papier-Karbon-Membranen. Der für A.O.S. entwickelte 18W16545K hatte eine steife, resonanzfreie

    Membran, gross genug für einen ausgewogenen Grundtonbereich, leicht genug für ein perfektes Impulsverhalten.

    Im Jahr 2004 haben wir uns vom letzten Überbleibsel von TDL getrennt: der Ovalbass wurde durch einen 10" Bass von

    ATC ersetzt und im Hochtonbereich finden sich der Ringradiator R 2904/7000 oder der Beryllium-Hochtöner D 3004/6640.

    Einen Riesenschritt vorwärts hat die MK II Version mit einer 6dB-Weiche im Mitten-, Hochtonbereich gebracht. Mehr geht

    wohl nicht.

    Geht schon: Aber dieses Modell heißt dann MONITOR 50 TL BE und hat im Mittenbereich die weltberühmte Kalotte aus

    dem Hause ATC (siehe ATC SCM 40, 50, 100 u.v.m.). Einzelheiten dazu finden Sie auf unserer Homepage ...
    [...]

    "...nur eigenes Unrecht, eigene Schuld können mich so grämen, daß es für ein graues Haar reicht."
    Reinhard Mey

    2 Mal editiert, zuletzt von Ony ()

  • Ich weiß nicht weshalb überhaupt diese frage nach besseren Bauteilen bei passiven Weichen, es ist wie bei allen anderen Baustellen ganz klar von vorteil, das meiste an gehörtem ist dabei natürlich wie immer nicht messbar.

    Nicht nur meine Elkos, Luftspulen und Betonwiederstände hab ich zbs.mit anderen gegengehört und ausgetauscht, mit positivem Ergebniss, Freiverdrahtung statt Platine sind Pflicht, auch gute Kabel und einhaltung der optimalen Laufrichtung ist bei mir schon lange Standart.
    Wer übrigens schwerpunktmässig nur mit Messwerten argumentiert und praktische Hörvergleiche aussen vor lässt wird nie wirklich glücklich werden, meine meinung.


     

    - Direktverdrahtung oder Platine

    > ist egal, ich nehme keinen Unterschied wahr

    - Spulentausch, nicht immer nötig.
    - Innenverdrahtung 1,5 q genügen
    - nicht jeder Lauti ist optimierbar
    > hatte mal Quadral Lautis, da wollte sich nichts machen lassen, nur über die Dämmung war noch was raus zu kitzeln.

    Speziell diese argumente kann ich nicht nachvollziehen, anderes von dir geschriebene kann ich dagegen uneingeschränkt unterschreiben.

    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufen -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • Hi,


    Produkthinweis ´Meinung´ für Allergiker.

    Vorsicht! Das Produkt kann Spuren von Fakti oder Ratio aufweisen


    .... muß aber nicht :D


    jauu

    Calvin

    ..... it builds character!


    gewerblicher Teilnehmer

  • Verständlich, sieht nicht immer professionell aus, erfüllt aber (aus welchen gründen auch immer) besser den zweck.

    Der betonung liegt auf "besser", man kann natürlich auch mit sauber verlegten Platinen sehr guten Klang erwarten

    (Natürlich sind das wie immer meine ganz Persöhnlichen Erfahrungen ohne Anspruch auf Absolute Richtigkeit, aber egal messen kann man da sowiso nichts)


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


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