Reinigung der Platten und der Nadel

  • Hallo,

    Bin relativ neu in dem ganzen Schallplattenbereich.



    Ich habe mir vor 2-3 Tagen einen Plattenspieler (Audio Technica AT-LP120xUSB) gekauft und dazu Altivlautsprecher. Habe alles eingestellt und habe dann die erste Schallplatte aufgesetzt. Das Problem ist, dass alle Schallplatten, obwohl die neu waren, dreckig waren. Man hat auch relativ lautes Knistern gehört. Ich habe leider keine Carbonfaserbürste da gehabt, um Dreck von der Schallplatte wegzumachen und musste mich bis zum nächsten Tag gedulden. Am nächsten Tag habe ich mir eine Carbonfaserbürste gekauft und gleich ausprobiert. Das Problem war, dass die Bürste viele Haare beim ersten Mal auf die Schallplatte tuen, verloren hat und jetzt sind die ganzen Fasern auf der Schallplatte, Dreck ist aber nicht weggeganen. Vorallem ich habe echt Angst, die Schallplatten zu zerkratzern. Dazu habe ich noch gesehen, dass die Nadel irgendwelche Fusel aufweist. Jetzt meine Frage.

    Welche Mittel könnt ihr mir empfehlen, um die Schallplatten zu putzen und zu „entladen“ und sie dabei nicht zu zekratzen? (außer Schallplattenwaschmaschine)

    Und welche Nadelreinigungsbürste könnt ihr mir empfehlen?

  • Hallo Namenloser,

    im Grunde sind Deine Fragen hier im Forum schon sehr oft behandelt worden...

    Mein Tip: Knosti und für die Nadel einen Schmutzradierer/ Zauberschwamm...

    Viele Grüße Tobias.

    Dies ist alles nur mein Senf, ohne Anspruch auf universelle Richtigkeit...

  • Moin,


    die Knosti ist für den Einstieg ein guter Tipp.

    Ansonsten empfehle ich dir so ein Set: https://www.dienadel.de/dienad…tup-set-clean/a-353636228

    Das Tuc, welches dabei ist, kann man benutzen, muss man aber nicht. Wenn die Carbonbürste Fasern verliert, würde ich diese gegen eine höherwertige austauschen. Die in dem verlinkten Set ist das Minimum. Wenn du hier nach Bürsten suchst, wirst du eine Menge Tipps finden.


    Viele Grüße

    Rainer

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

  • Zur Nadelreinigung:

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem ST-50 von DS Audio gemacht. Im Prinzip ein kleines Gel-Pad, auf das man die Nadel einfach absenkt und wieder anhebt. Das 3x hintereinander und man kann schön sehen, welche Flusen es von der Nadel gelöst hat. Das Gel-Pad kann man einfach unter fließendem Wasser abspülen und wieder verwenden. So relativiert sich früher oder später auch der recht hohe Kaufpreis.


    IMG_20190322_155217.jpg


    Gruß

    Peter

  • Rundkopfbürste von Analogis für die Nadelreinigung. Zusätzlich Nadelreiniger von Nagaoka, damit kann man auch die Bürste bestreichen und dann die Nadel reinigen.

    Für die Platten eine Knosti, aber die größere Version mit Kurbel und gutem Labelschutz. Wenn die Platten neu und an sich gepflegt sind einen Reiniger ohne Alkohol, z.B. von Hannl. Die Knosti Reinigungsfüssigkeit ist gut bei gebrauchten und alten Platten.

    Neue Innenhüllen nicht vergessen!


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Also ich wasche ausschliesslich in einem geeígneten bottich mit Baumwolltuch und einem tropfen spüli, ein paar mal vorsichtig auf beiden seiten richtung Rillen waschen und danach unter dem lauwarmen Wasserhahn, reicht:) seit Jahren erziele ich damit beste Ergebnisse.

    Aber ok, eine gute PW ist natürlich der Königsweg.


    Und meine Diamantnadeln brauchen so gut wie überhaupt keine reinigung da alle meine Platten blitzblank sauber sind.

    Meine neuen Platten knistern übrigens so gut wie gar nicht, die gebrauchten Japanpressungen trotz mint zustand und noch ungewaschen schon eher, dannach ist aber auch da ruhe.


    gruß

    volkmar



    ps...Reinigungsbürste:?:

    Ab damit in den Müll wo sie hingehört, damit drückst du den Staub doch erst recht noch tiefer in die Rillen, ein profanes Antistatiktuch reicht vollkommen, ab und zu ausschütteln, fertig.

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Hallo,


    Eine nahezu kostenlose Methode die Platten richtig sauber zu bekommen:

    http://www.vinyl-lebt.de/html/die_waschseiten.html


    Man braucht: Plattenspieler als Drehmaschine, Auftragsbürste, selbstgemischte Isoprop-Lösung (70%, Aqua dest, 30% Ispropanlalkohl) und Küchentücher zum aufsaugen der Washlösung.


    Vor Anschaffung meiner Plattenwaschmaschine habe ich ca 500 Platten mit der Methode gewaschen. Aus meiner Sicht kein großer Untershied in der Reinigungsleistung feststellbar. Genauer wird die Methode auf der glinkten Webseite beschrieben. Mit der Suchfunktion wirst Du viele Seiten dazu hier im Forum finden. Vorteil einer Nassreinigung ist auch, dass Platten danach antistatischer sind und weniger Staub anziehen.


    Zur Nadelreinigung nutze ich auch den Schmutzradierer. Auch der ist konkurenzlos preiswert. Kostet beim ersten Nutzen etwas Überwindung, reinigt aber grandios. Nach über 1.000 Betriebsstunden beim Roksan Shariz keine Nutzungsschäden erkennbar, aber immer eine saubere Nadel (Anwendung nur nach Bedarf ca. nach 10-20 Platten).

  • Zur Nadelreinigung verwende ich eine Flüssigkeit von Pfeifer, die haben früher Nadeln für alle möglichen TAs hergestellt, bzw vertrieben. Die Fa gibt es nicht mehr, aber ähnliche Flüssigkeiten werden zur Nadelreinigung angeboten. Im Deckel ist dan ein Pinsel, wie beim Nagellack. Funktioniert gut.

    Den Knosti benutze ich seit Jahren, bin sehr zufrieden damit und er kostet nicht viel.

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.

  • Tja, einmal hier eingeloggt, frage gestellt...und wech isser, der hat wahrscheinlich beim surfen zufällig unser Forum entdeckt und gleich wieder vergessen.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Hi,


    Nach meiner Meinung genügt es die Platten mit einer guten, nicht fusselnden Carbonbürste zu reinigen. Dabei mit der anderen Hand geerdet sein, sonst gibt es elektrostatische Ladungstrennung.


    Die Nadel ab und an mache ich die mit der Nadelbürste von AT sauber, ein kleiner, feiern Haarpinsel funktioniert aber auch.


    Zum Plattenwaschen bin ich nie gekommen, habe da mit einer LP vor über 40 Jahren und dem Drang etwas Unbedingt einmal nass Abspielen zu wollen einen Totalschaden bei einer Opus LP erzeugt.


    Nie wieder gehe ich mit einer Flüssigkeit an eine LP - aber da gibt es hier gegenteilige Meinungen, denen man bestimmt folgen kann....

  • Kann dir aus Erfahrung sagen, dass eine Carbonbürste nicht reicht!;)

    Für die Nadeln habe ich jahrzehntelang Last genutzt.

    Seit Kurzem moongel aus dem Schlagzeugzubehör.

    Einfach, günstig und saugut!


    Liebe Grüße Achim

    Rega p3-2016 SE, Benz Glider SL, Heed Quasar, Audio Research LS7, McCormack DNA125, Dynaudio Contour II, Sennheiser HD600, Isoda, hms, QED, Hannl


    Washburn Dreadnought


    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen

  • Möchte nochmal auf das moongel zurückkommen.

    Macht genau das gleiche wie das in #4 vorgestellte ST-50.

    ST-50 kostet etwa 80,00 Euro.

    Eine Dose mit SECHS waschbaren moongels etwa ACHT Euro.


    Liebe Grüße Achim

    20190713_214919.jpg

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  • Hi,

    Quote

    Nie wieder gehe ich mit einer Flüssigkeit an eine LP

    eine LP nass abspielen hat absolut nichts mit einer Plattenwäsche zu tun. Nach der Wäsche ist die LP sauber und trocken. Nach den nass Abspielen verbleibt der Staub/Dreck in den Rillen. Macht man das öfter hintereinander, wird die Dreckschickt immer dicker. Deshalb muss man danach immer weiter nass abspielen ... oder man holt den Dreck per Plattenwäsche wieder raus. Das ist in solchen Fällen zwar etwas mühsam, weil es mehrerer Waschgänge bedarf, danach ist die LP aber wieder wie neu.


    Gruß

    Rainer

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

  • Nach den nass Abspielen verbleibt der Staub/Dreck in den Rillen. Macht man das öfter hintereinander, wird die Dreckschickt immer dicker

    Hallo Rainer,


    Staub und Dreck, was habt Ihr eigentlich für Platten :saint:

    Deshalb muss man danach immer weiter nass abspielen ...

    Auch durch ständiges wiederholen wird das nicht Richtiger 8o


    Carnegie Hall 45 rpm AAA.JPG


    Ich spiele alle meine Platten seit 45 Jahren nass ab und kann keinen der Angeführten Mängel bestätigen ;)


    Mit freundlichem Gruß aus der friesischen Karibik


    Jürgen

    "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen"


    Theresia von Avila

  • Hallo und die Runde,


    Das kann man alles so machen und es funktioniert auch wohl zumindest so für Euch.


    Aber, wenn die Platten nicht auf Grund falscher Nutzung total verdreckt sind, gibt es doch erst einmal ein Ziel, vor dem Abspielen die „groben“ Dreckkrümel von der Platte zu entfernen und dabe keine elektrostatische Ladung zu erzeugen.


    Das macht in meinen Augen eben eine Carbonbürste, denn mit den dünnen Fasern man kann die Rille bis auf die Eindringtiefe der Tonabnehmernadel reinigen.


    Die elektrische Leitfähigkeit der Carbon-Fasern und eine Ankoppelung an ein leitfähiges Handstück, unterdrücken die Elektrostatik, sofern eine passende Erdung erfolgt.


    Wenn die Platte also keine andren Verunreinigungen außer trockenen Staub gesehen hat, dann werden diese, nach meine bisherigen Erfahrungen, auch so weit entfernt, dass eine gute Wiedergabe erfolgen kann.

  • Wenn die Platte also keine andren Verunreinigungen außer trockenen Staub gesehen hat, dann werden diese, nach meine bisherigen Erfahrungen, auch so weit entfernt, dass eine gute Wiedergabe erfolgen kann.

    Grüezi

    Dachte ich auch mal...


    Dann hast Du deine Platten noch nie unter dem richtigen Licht betrachtet. :)

    Mach das mal vor und nach dem reinigen mit einer PWM.


    Gruss

    Tobi