Shakti freut sich auf einen Toshiba/Aurex SR-510c Plattenspieler

  • Hallo Jürgen,


    gibt es denn irgendeinen vernünftigen Grund, die Buchsen unbedingt nutzen zu wollen - da könnte doch höchstens eine Abdeckhaube im Wege sein. Ansonsten Kabel vom Arm nach hinten raus und in die Vorstufe - fertig.


    Grüße,


    betamax

  • Hallo Andreas,


    da ich quasi mit dem Kram angefangen habe und Deine Einstellung zum Erhalt historischer Gerätschaften sehr gut nachvollziehen kann möchte ich nur darauf hinweisen , das eine Modifikation auch - mit ein wenig Nachdenken- reversibel durchgeführt werden kann.

    Ich mag sehr gerne Laufwerke mit Tonarmen zu kombinieren, für mich muß es halt optisch passen. Und leider finde ich die Toshiba - Kombi sehr - sagen wir mal - unglücklich. Der Arm erscheint, im Vergleich zum Laufwerk, etwas billig . Was mich jetzt stark interessieren würde : wurde das Laufwerk damals auch einzeln, also ohne Zarge und Arm veräußert ?


    Grüße,


    betamax

  • Das würde mich auch interessieren.


    Weil das DD Laufwerk sieht optisch schon mal sehr schlicht und zeitlos aus. Für mein Empfinden sehr schön. Und klanglich könnte es auch der Bringer sein.Gute DD Laufwerke wussten die Japaner damals schon bauen.

    Freundschaftliche Grüsse

    MO

  • Hallo Betamax,


    soweit mir bekannt ist, wurde der SR-510 nur komplett mit Arm, Zarge und Vorverstärker verkauft. Das Laufwerk sieht zwar Studio mäßig und professionell aus, ähnlich Laufwerken von Sony oder Technics, das war aber bei dem Toshi imho nur reines Marketing (was seine Qualitäten bestimmt nicht schmälern soll). Den original verbauten Tonarm halte ich für gar nicht mal so billig bzw. schlecht. Der ist bestimmt besser, als er aussieht.


    Gruß


    Andreas

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  • Meines Wissens (versuche dieses gerade zu vertiefen)
    war in D der Lieferumfang wie folgt:

    - Antrieb, Zarge, Tonarm und Kondensator TA mit passendem Pre

    Incl einem Antrieb mit mehreren möglichen Voltzahlen


    In Japan gab es das Gerät unter dem Markennamen "Aurex" in folgender Ausstattung:

    - Antrieb, Zarge, Tonarm , nur als 100v


    Beide Geräte kamen wohl 1976 auf den Markt.


    Die Japan Version hat entsprechend auch nicht 4 Cinchbuchsen als Ausgang, sondern derer 2.


    Da auf einigen Bildern der Dreher mit eine anderen Tellermatte abgebildet ist, habe ich recherchiert, dass es wohl noch den


    Toshiba/Aurex SR410 gibt

    Welcher 1972 rauskam, somit der unmittelbare Vorgänger war. Dieser hatte dann zB eine andere Gummimatte.


    Als SR410 steht der Dreher zumindest bei einem Freund von mir
    (in der 100v Japan Version)



    Die eigentlich Antriebseinheit hat es wohl in Japan auch einzeln zu kaufen gegeben, weiterhin scheint Toshiba diese Antriebseinheit auch als OEM angeboten zu haben, so gibt es zB die folgende Variante:


    Audio Technica AT-505




    Gruss


    Juergen


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  • Hallo MO,


    ich denke man - auch ich :-) - ist da zu sehr von der bildschönen und qualitativ hochwertigen Umsetzung mancher älterer HiFi Geräte fasziniert, als das man sich eingesteht dass manche Werte eher nostalisch sind.

    Ein S/N von 60dB dürften die highfidelen Ansprüche trüben.


    Sicher kann man damit auch gut Musik hören; aber vielleicht nicht was zumindest ich anstrebe (mit begrenzten Mitteln).


    Gruss Wolfgang

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    The post was edited 2 times, last by wolfgang.rissler ().

  • Gestern regnete es in Koeln, entsprechend ist es mal wieder etwas kühler, also genau das richtige Wetter zum weiter am Toshiba arbeiten.

    Meine Fidelity Research Tonarme sehen zwar prima aus, diese passen aber leider nicht vom Bohrabstand. Die Bohrlochkreise vom ehm Toshiba Arm 9' und den ca 9,5' der FR Arme würden sich schneiden, bzw knapp daneben liegen
    (jeh nach Arm)

    Ein echter 10' Arm würde zwar vom Lochkreis abstandsmäßig zur alten Bohrung passen, läge dann aber über einer innenliegenden Zargenverstärkung, die mag man dann auch nicht anbohren.

    Ein 12' Abstand wird dann auch kniffelig, da man dann in den Bereich von 2 weiteren Zargenbefestigungen kommt.


    So könnte ich zwar ein Loch für meinen 12' Jelco bohren, würde dann aber das Spannfutter nicht vernünftig eingesetzt bekommen, da es dann halb über anderen bereits vorhandenen Bohrungen liegen würde.

    So habe ich dann noch mal meine erste Wahl, den Thorens TP 92 12' angehalten und angezeichnet. Es sieht tatsächlich so aus, dass die kleine 20mm Bohrung sowie die kleine Basis des Thorens passend zu bohren ist. Ich muss den Arm zwar ein paar mm weiter nach vorne setzen, als ich das eigentlich aus optischen Gründen machen mag, aber funktional ist es so prima, da ich das Loch setzen kann, ohne mit einer der inneren Verstrebungen ein Problem zu bekommen, auch bin ich mit der Basis weit genug weg von allen anderen bereits vorhandenen Bohrungen.

    Das TP92 Tonarmrohr passt zufällig auch in die original Tonarmruhehalterung, so dass ich diese weiterhin benutzen kann. Ist der Tonarm in dieser arretiert, und somit leicht schrägt gestellt in Ruhestellung geht auch problemlos die Haube drauf. Steht der Tonarm gerade , könnte es, jeh nach verwendetem Tonabnehmer, etwas eng werden.

    Aber diese leicht schräge Ruhestellung kenne ich ja bereits von meinem Thorens TD 520 und dem montierten SME 3012R, bei dem sich sonst auch die Haube nicht schliessen liesse.

    Mit dieser zusätzlichen 20mm Bohrung zur Befestigung des Thorens TP 92 Tonarmes lässt sich die originale schwarze Basis immer wieder montieren, so dass der Originalzustand der Zarge schnell wieder herzustellen ist, so ich dies mal vorhaben sollte.


    Nun muss ich mich dem Anschluss (anlöten) des Tonarmes beschäftigen. Bin mir noch nicht sicher, ob ich direkt an die CinchBuchsen gehen soll oder einfach an die vorhandenen Lötfahnen des Altanschlusses. Dann wäre auch der Umschalter MM/Condensator wieder aktiv.

    Vielleicht fange ich so mal an, dies käme dem schaltungstechnischen Originalzustand am nähesten.

    Gruss

    Juergen

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  • @ Wolfgang: Naja, über solche Aussagen kann man sich schon ärgern. Besonders, wenn ein Gewerblicher die äußert. In Wahrheit fing die High Fidelity am Ende der 50er Jahre an und brachte ab Mitte der 60er Jahre mit Einführung der Stereophonie schon hochwertige Geräte hervor, die auch heute noch mit modernen Geräten mithalten können.


    Gerade deshalb verwenden viele sog. HighEnder auch heute noch Geräte wie den Garrard 301/401, den Thorens TD-124 kombiniert mit zeitgenössischen Tonarmen und Systemen von Ortofon etc. bzw. Röhrenverstärker von Leak, Quad, McIntosh, um nur einige zu nennen. Und hochwertige Klassiker aus den 70ern und 80ern sind auch heute noch tw. State of the Art, wie z.B. ein Technics SP10 oder ein Sony PS-8750, um hier nur mal zwei Plattenspieler nennen.


    Nicht ohne Grund werden highfidele Vintage Schätze heute gesammelt, verehrt, geliebt, teuer bezahlt und zum genussvollen Hören benutzt


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Die Zeiten haben sich geändert, Digital - egal ob DAC oder CD - weist einen höheren Ausgangspegel auf, welcher auch näher an der Studio-Norm dran ist. Und immer mehr Hersteller beziehen heute auf die Studio-Norm. Zum Vergleich:

    alte Heimgeräte-Norm: -10 dBv = 0,3162 Volt

    Studio-Norm: +4 dBu = 1,228 Volt


    Das sind satte 11,78 dB Unterschied. Dazu kommt, das gerade manch namhafte Hersteller sich gar nicht die Mühe gemacht haben den Wert genau zu ermitteln. Die Schallplatte weist ein Eigenrumpeln von -55 dB auf, und da lagen die Laufwerke ab den 70ern allesamt weit drunter. Die meisten haben einfach einen Wert von knapp über 60 dB angegeben, um mit den Angaben auf der sicheren Seite zu sein.


    Natürlich hat es in der Zwischenzeit große Fortschritte gegeben, neben anderen Materialien auch bezogen auf die Bearbeitung. Heute ist es ohne großen Aufwand möglich die alten Werte um ein mehrfaches zu toppen, selbst mit preiswerten Laufwerken. Ich denke aber, das die alten Laufwerke - soweit sie bereits damals in eine gewissen Güteregion unterwegs waren - sich heute keinesfalls verstecken brauchen. Die Praxis unterstreicht das.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • da stimme ich Dir gerne zu,

    mancher historischer PhonoPre ist diesbezüglich nicht ideal.
    Aber da man den eingebauten PhonoPre des Toshiba Plattenspielers bei MC oder MM Systemen nicht einsetzt, entsprechen die technischen Daten durchaus aktuellen Messwerten. Der Direkttriebler von Toshiba/Aurex an sich dürfte auch heutzutage noch zu den messtechnisch guten Laufwerken gehören. Und Dank eines neues Tonarms gibt es auch keine Probleme mit einer überalterten Tonarminnenverkabelung.

    Gruss
    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Hallo Andreas,


    ich habe nie mit Plattenspieler gehandelt und selbst habe ich einen Yamaha2000;

    Lass mich die Frage anders stellen: Ab wann waren Plattenspieler so gut dass sie mit heutigen Plattenspieler noch konkurrieren können. Oder welche Messwerte könnten da eine Orientierung geben?


    Ich glaube in den wenigen Jahren (1975-1985) wurde viel gelernt von den Schallplattenspieler Herstellern. Mein Yamaha2000 dürfte schon gut sein und es mit heutigen Plattenspielern aufnehmen können; der Yamaha2000 ist aber schlechter wie ein Denon DP100 (Vermutung) oder ein Pioneer Exclusive P3 (Vermutung) oder ein Kennwood L-07D (Vermutung). Aber all die haben noch bessere Werte wir mein Yamaha2000. Vorallem der S/N :-). Dazu eine bessere Steuerung möglicherweise und besseren Tonarm. Der Yamaha2000 ist aber BESSER als der Denon DP80 (Wissen). Und der hat schlechtere Werte als der Yamaha2000. Zufall? Klar die Werte wurden oft herstellerseitig gemessen und die Werte spielen auch nicht alleine die Rolle.


    Aber bestimmte Werte konnten alle Hersteller nach und nach entscheidend verbessern. Ein S/N von 60dB gehört nicht dazu.

    Ich behaupte einfach da gab es (leicht unterschiedlich von den jeweiligen Herstellen) eine Grenze wo man das Tor zu heutigen HighEnd schon aufgemacht hatte und wo es noh verschlossen war.



    Gruss Wolfgang

    Gewerblicher Teilnehmer - Vertrieb Hifi-Geräte

  • Hallo Wolfgang,


    ich glaube, die Frage ist oben schon tw. beantwortet. Die Schallplatte selbst ist imho der limitierende Faktor. Sie ist an sich als Medium in Bezug auf Rumpeln, Rillengeräusche und Knistern/Knacken schon so Fehler behaftet, dass ab einer gewissen Laufwerks-, Tonarm- und Tonabnehmerqualität ihr Potential voll ausgereizt ist.


    Auch gravierende Verbesserungen in den reinen Messdaten des Spielers werden da ob des Grundrumpelns- und -rauschens der wiedergegebenen Schallplatte kaum eine Rolle spielen. Das Schallplatten ob ihrer technischen Mängel dennoch so ausserordentlich gut klingen können, grenzt manchmal schon an ein Wunder. und ist imho absolut bemerkenswert. Man vermisst ja als alter Haudegen schon manchmal das Rauschen und Knacken, wenn man eine klinisch reine digitale Aufnahme hört.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Hallo Andreas,


    gestern konnte ich mal wieder staunen: meine Stockfisch CD hat eine Klarheit die beeindruckend ist;

    meine gestern gehörte Rockplatte hat mich aber mehr beeindruckt: man hört ohne an das Medium zu denken. (o.k. Ariola Schallplatten gehören nicht dazu).


    Ich bleibe der Meinung trotz schlechter Rumple Werte usw. am Ende es entscheidend das Hörerlebnis profitiert, wenn es uns gelingt eine Abtastnadel möglichst ungestört durch die Rillen gleiten zu lassen; dazu braucht es hervorragende Messwerte.



    Gruss Wolfgang

    Gewerblicher Teilnehmer - Vertrieb Hifi-Geräte

  • Die S/N-Werte wurden mit den Jahren besser, weil die Testplatten besser wurden. Das hat also nicht viel Bedeutung.


    Mein Vorschlag, wenn es schon schwierig wird, einen Tonarm passend zu montieren, ob da nicht ein Nachbau der Zarge die bessere Lösung wäre und man das Original beiseite legt. So paßt dann der Wunschtonarm und später, will man das Laufwerk wieder weiter veräußern setzt man es in seine Originalzarge zurück und alles ist wieder "gut".

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
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  • Hallo Andre,


    das mag sein dass das einen Einfluss hatte; wenn man aber sieht welche neuen Themen man sich in den "neueren" Vintageplattenspieler angenommen hat und sicher auch ein stückweit umsetzen konnte, kann ich nicht glauben dass diese Testplatten entscheidend waren:


    According to the instruction manual, The L-07D was designed giving priority to the following:

    1. High rigidity and good anti-vibration properties.

    2. The three supporting points in the pickup loop are extremely accurate.

    3. High transient load characteristics.

    4. High fidelity electrical signal transmission.

    The L-07D engineering team used the concept of extreme rigidity to attack the problem of undesirable vibrational movement affecting the point of contact between the cantilevered stylus and the record groove. This was accomplished by laminating different materials to cancel out inherent resonant frequencies, and designing the entire signal conversion system into an ultra-rigid closed loop. A vibration proof laminate platter was used to eliminate platter resonances.



    Sicher viel Marketing BlaBla - aber glaube mir so ein Lastenheft hatte sicher kein älterer Vintage Plattenspieler. Das hier beim Kenwood erinnert eher an Rega heute ....


    Aber zumindest wie auch immer der Wert gemessen wurde:
    S/N ratio : 94dB (DIN-B)


    Vergleich ein Rega RP10:

    Rumble(silent groove, DIN B wtd) –69.9dB

    Rumble(through bearing, DIN B wtd) –73.7dB

    Hum & Noise(unwtd, rel. to 5cm/sec) –63.3dB


    Leider war mir der Kenwood etwas zu rar und teuer.



    Gruss Wolfgang

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    The post was edited 1 time, last by wolfgang.rissler ().

  • Hallo Wollfgang,


    natürlich ist so ein L-07D schon ein absolut begehrenswerter Plattenspieler und es wurde viel Hirnschmalz und Ingenieurs Knowhow in die Entwicklung gesteckt, um ein Statement zu schaffen nach dem Motto: "Seht her, wir können das... auch".


    Man muss das im Kontext der 80er Jahre sehen, als Firmen wie Micro Seiki (RX-Serie), Sony (PS-X9), Kyocera (PL-901, eigentlich ein Micro Seiki) und Technics (SP-10 MK...), um nur einige zu nennen Top of the Line Geräte herausbrachten, die das Non Plus Ultra der jeweiligen Marke sein sollten. Das passt irgendwie zu den Receiver Wars in den 70ern, wo jede Menge überdimensionierter Schlachtschiffe auf den Markt kamen, die mit ihrer Leistung ganze Fussballstadien beschallen konnten. Und genau die will heute jeder Sammler haben, auch bei mir tummeln sich einige dieser Geräte.


    Dass solche Leistungen für ein Wohnzimmer völlig übertrieben waren, spielte damals und heute keine Rolle. Man kann nichtsdestotrotz auch mit soliden 2 x 10 Watt an nicht allzu leistungshungrigen Boxen schon recht zufrieden und glücklich auf hohem Level Musik hören.


    Ich glaube, dass der von Jürgen erworbene Toshiba auch mit dem originalen Tonarm auf so hohem Level Musik machen kann, dass man nichts vermisst.


    Gruß


    Andreas

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