Wharfedale Linton Heritage 85 Anniversary

  • Ein Verstärker ohne Klangregler ist doch sowieso eine Fehlkonstruktion

    Mist - hab ich gar nicht gewußt! Muß ich meinen getz entsorgen, obwohl mein Geraffel ganz anständig aufspielt? Ich hab nen Balanceregler - zählt der nicht auch schon? (steht aber immer in der Mitte)


    Grüssle Henner

    Mitglied der AAA


    DON`T PANIC

  • Mist - hab ich gar nicht gewußt! Muß ich meinen getz entsorgen, obwohl mein Geraffel ganz anständig aufspielt? Ich hab nen Balanceregler - zählt der nicht auch schon? (steht aber immer in der Mitte)


    Grüssle Henner

    ..steht in der Mitte?? ob das so richtig ist.

    :);)

    Bei mir tendieren alle Lautsprecher und Verstärker mehr nach links und ich kann tauschen wie ich will es änder sich nichts.

    Es ist wahrscheinlich bedingt durch den Raum.



    Gruß

    Henry

  • Bei mir tendieren alle Lautsprecher und Verstärker mehr nach links

    Werd' jetzt mal nicht politisch :)

    Gruß
    Rainer
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    Konkurrenz ist das Gesetz des Dschungels!
    Kooperation ist das Gesetz der Zivilisation!

  • Werd' jetzt mal nicht politisch

    Ne, in England hängt das mit dem Linksverkehr zusammen. In Sachsen insbesondere nicht, aber da ist es dann auch anders begründet. :rolleyes::D


    Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?

    LP12 - KK/2 - 2200 - SHL5+/40.

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  • Hallo


    Eine Kombi gebrauchte Valvet Soulshine, Physical lab Mono Endstufen mit der Wharfedale könnte ich mir gut vorstellen.

    Erstklassige Röhrenvorstufe, symmetrisch verbunden mit den Endstufen, die garantiert genug Leistung und Kontrolle für die Wharfedale haben.

    Knut Cornils hat immer mal wieder Rücknahmen von Vorstufen aufgrund von Upgrading auf Lager, die er dann zu wirklich fairen Preisen anbietet.

    So hätte man für 4000- 4500€ eine tolle Kette zum Antrieb der Wharfedale, zumindest würde ich das so ähnlich angehen. Wäre eine schöne moderne Kette.

    Den von Rüdiger gewünschten Vintageverstärker könnte man auch nehmen. Wenn man seine Digitalgeräte sieht, so dürfte er einiges von Vintage verstehen.


    Gruß von eugen

  • So eine Linton überlege ich mir derzeit auch für meine Exposure Kette, könnte eigentlich ganz gut passen. Obwohl aktuell spielt sich eine Celestion SL600 warm, die ich jetzt schon sehr sehr gut finde.

    Schöne Grüße
    Balázs

  • So eine Linton überlege ich mir derzeit auch für meine Exposure Kette, könnte eigentlich ganz gut passen. Obwohl aktuell spielt sich eine Celestion SL600 warm, die ich jetzt schon sehr sehr gut finde.

    Als Besitzer einer SL 600 braucht man nicht über eine Linton nachzudenken. Ohne die Linton abzuwerten ist die SL 600 ohne wenn und aber der bessere Lautsprecher.

  • Hallo zusammen,


    habe gestern zugeschlagen und für meine Tochter eine schöne Kombi gekauft:

    Wharfedale Linton 85 in Wallnuss mit dem Cyrus One.

    Klingt echt klasse.

    Bin ein absoluter Fan der Lintons.

    LG Joachim

  • Habe mir den ganzen Thread durchgelesen. Bin seit April im Besitz der Linton (Mahagoni) und ausschlaggebend war die Optik. Ich liebe diesen Retro-Stil. So müssen Lautsprecher für mich aussehen.


    Ich teile bis heute leider nicht die Euphorie vieler, aber PLV ist dennoch ausgezeichnet. Allein schon wegen der wirklich erstklassigen Verarbeitung.

    Insbesondere im Vergleich mit einer Phonar Veritas m4 next und Dynaudio Evoke 10 hört man, dass die Lintons nicht so sauber, klar, rein und fein in den Höhen und Mitten klingen. Die Lintons klingen etwas grobkörniger. Im Bass hat die Linton natürlich Vorteile, geht sauber und sehr tief runter, und dieser ist insbesondere mit verschlossenen Reflexrohen gefühlt schnell, präzise und auf den Punkt spielend und ist nur zu spüren, wenn die Aufnahme Bassanteile besitzt.

    Da der Mitteltöner der Linton eine eigene geschlossene Kammer, kann man die Reflexrohe auch ruhigen Gewissens verstopfen, ohne Nachteile befürchten zu müssen.

    Insgesamt spielt die Linton eher dunkel hinter einem Schleier bis hin zu neutral und teilweise viel zu unbeteiligt. Das Klanggeschehen baut sich hinter den Lautsprechern auf, geht in die Tiefe. Teilweise zu tief für meinen Geschmack, da gefühlt alles weit weg wirkt.

    Ansonsten bauen sie eine große und auch breite Klangbühne auf und alle Instrumente wirken von der Größe her lebensecht.

    Aufgestellt habe ich sie nach Herstellerempfehlung: Wharfedale-Logos auf den Abdeckungen nach innen zeigend, sodass die Hochtöner nach außen zeigen. Die Lautsprecher sind auch so beschriftet mit Aufklebern für Rechts und Links geliefert worden.


    Nutze sie nur noch für Rock und Metal und behalten tue ich sie hauptsächlich der Optik wegen. Ich liebe Retrokisten einfach und andere Engländer wie Harbeth, Spendor und Co sind mir preislich leider zu abgehoben. Wohl auch bedingt durch die kleinen Stückzahlen und weil die deutschen Vertriebe preislich ordentlich einen draufpacken. Ich achte bei Lautsprechern meist auf ein gutes PLV und das haben andere Engländer oft nicht zu bieten. Spartanisch aufgebaut aber preislich als würden da Hightech-Zutaten vom Mars verbaut.

    Problem ist aber auch, dass es etliche Kunden gibt, die diese abgehobenen Preise für Lautsprecher bezahlen. Ein wunderschöner Klang rechtfertigt für mich keine Mondpreise. Gilt "teilweise" auch für Dynaudio, obwohl keine Engländerinnen.

    Das beste PLV gibt es so oder meist nur im Pro Bereich, bei Studiomonitoren. Eine Neumann KH 120, die ich mal hatte, waren über jeden Zweifel erhaben und waren das beste, was ich bisweilen hören durfte. Teilweise mir dann aber schon wieder zu direkt und zu gut auflösend.

    Zurück zur Linton;

    Sind jetzt meine neuen Rocker. Für reine Klassik und für Filmmusik, orchestral, sowie für Singer/Songwriter klingen mir die Lintons zu entspannt und zurückhaltend und teilweise auch nicht feinauflösend genug. Den Lintons fehlt insbesondere für opulente Klassik und Filmmusik Detailauflösung und Lebendigkeit.

    Einen schönen Kompromiss zwischen Ausgewogenheit/Neutralität und Wärme aber trotzdem ausreichend Feinauflösung/Detailreichtum und Lebendigkeit bietet für mich die Phonar Veritas Next sowie die Dynaudio Evoke Reihe.

    Die Lintons sind am Ende (subjektiv für mich) leider keine Allrounder bzw. eierlegende Vollmilchsäue, da ich sie nur eingeschränkt empfehlen kann und insbesondere guten Aufnahmen etwas unter leiden.

  • Eine Neumann KH 120, die ich mal hatte, waren über jeden Zweifel erhaben und waren das beste, was ich bisweilen hören durfte. Teilweise mir dann aber schon wieder zu direkt und zu gut auflösend.

    Häng einen Subwoofer drunter, der die Neumann bei 80 Hz trennt. Sind dann nicht mehr so direkt, spielen locker und können wesentlich lauter.

  • Ja, so verschieden sind Geschmäcker...


    Die Neumann KH120 hat mich sehr enttäuscht. Eine 310 dagegeben ist mMn hervorragend.

    Ich würde jederzeit (sogar) einer kleinen Wharfedale Denton 80th den Vorzug vor einer KH120 geben. Die 310 ist eine ganz andere Liga, verstehe eh die diesbezüglich die Meinungen nicht (KH120 vs KH310 - da liegen Welten zwischen für mein scheinbar unbrauchbares Ohr).


    Und nicht zuletzt muss das ganze Setting passen. Ein Cyrus One an einer Wharfedale passt sicher, aber mich würde interessieren, was bzw. wie deine Linton an einem größeren Transistor spielt. Ich habe hier an anderer Stelle schon die Kombination meiner Denton mit einem Yamaha A-S701 erwähnt. Das ist richtig gut - und das kann ich nach gefühlt 25 Paar LS in den letzten 10 Jahren (von KH310, Dynaudio Crafft, Rehdeko, StSt Probus, Zu Audio Omen, etc....) guten Gewissens sagen.


    Ich habe die Linton noch nicht gehört, bin aber - nach wie vor - von der Denton 80th begeistert. Was diese Box bei passender Anspielung und korrekter Aufstellung liefer, ist phänomenal.


    Gerade bei guten Aufnahmen liefern die Denton etwas, das nicht viele LS und leider mMn Studio-Konzepte weniger gut können: Sie belassen die Musik als Ganzes, es ist ein großes, zusammenhängendes Ganzes. Patricia Barber bspw...



    Insofern würde mich interessieren, wie schon geschrieben, ob vielleicht ein anderer Verstärker da klanglich noch mehr aus der Linton rausholen kann.

  • Gerade bei guten Aufnahmen liefern die Denton etwas, das nicht viele LS und leider mMn Studio-Konzepte weniger gut können: Sie belassen die Musik als Ganzes, es ist ein großes, zusammenhängendes Ganzes. Patricia Barber bspw...

    Wenn ich über Lautsprecherklangstatements schaue, dann gibt es hier unterschiedliche Ansichten. Manche finden die klangliche Ausrichtung von Studiomonitoren total ihr Ding und untermauern das oft mit "das ist High Fidelity im Sinne des Wortes". Dann gibt es die Ansicht, wie du sie vertrittst. Die Musik als Ganzes ist da wichtiger als maximale Hervorhebung bestimmter Aspekte. Beides hat m.E. seine Berechtigung für zu Hause hören.


    Ich finde du hast das sehr schön beschrieben. Das lässt die Leser hier die Lautsprecher gut einordnen.


    Eine ähnliche Erfahrung habe ich mal mit dem Nagaoka MP100 (Rundnadel) und MP110(elliptische Nadel) gemacht. Das vermeintlich bessere 110 gefiel mir nicht so gut, weil beim 100er die Musik eher als Ganzes dargestellt wurde. Dass auch hier jemand Präferenzen für das 110er haben kann, war mir gar nicht so bewusst.

    Interessant wird jetzt, wenn man eine Anlage zusammen stellt. Nimmt man dann alle Komponenten aus einer Kategorie (Wharfedale + MP100 + ...) oder mischt womöglich man besser. Interessanter Gedanke.

    Tschau, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • ja, stimmt ("Ich habe die Linton noch nicht gehört, bin aber - nach wie vor - von der Denton 80th begeistert. Was diese Box bei passender Anspielung und korrekter Aufstellung liefer, ist phänomenal.") - kann ich (als ebenfalls 'Denton-80th-Besitzer') bestätigen.


    Aber spannend wär's nun doch, mal herauszukriegen (vlt. kauf' ich mir ja kommenden Monat doch mal ein Paar - kosten ja mit 700,--€ Paarpreis nun auch nicht die Welt), wie die neuen/aktuellen Denton's, also die 85er, wohl klingen mögen(??)


    Und - äh...ja: Ich weis ja, daß entsprechende Youtube-Video's - gaarrr nix über den realen Klang aussagen mögen -.....aber trotzdem:

    Wenn ich mir die Linton's hier so 'anhöre':

    (warm, voll, satt, voluminös, etwas dunkel)

    und 'höre' mir dann danach die aktuellen Denton's (und dann auch noch mit unterschiedlichen Musikstücken, ich weis, ich weis ;-) ) an (ab1:05):


    dann 'deucht' es mich zumindest, daß diese neuen Kleinen in Sachen Hochtonauflösung, Details und Brillianz, gegenüber den Lintons, ABER SOWAS VON 'NER SCHIPPE DRAUFLEGEN(!), daß man sie sich einfach mal hören MUSS(!)

    Und daß Sozi's Wünsche ("Den Lintons fehlt insbesondere für opulente Klassik und Filmmusik Detailauflösung und Lebendigkeit.") mit den neuen Kleinen möglicherweise eher erfüllt/zufriedengestellt werden könnten, als mit den Lintons.


    Beste Grüße

    Bernhard


    PS: Was hier ebenfalls nochmal unterstützt wird:


    The post was edited 1 time, last by Berndt ().

  • Ich möchte die Lintons definitiv allein schon der Optik wegen behalten. Habe mir die Tage jetzt noch ein Paar ATC SCM 20 Pro PSL bestellt, müssten nächste Woche ankommen und diese werden dann so oder so meine Lautsprecher für hochwertige Aufnahme aus der Klassik- und Filmmusikecke werden. Die Lintons bleiben meine Rocker und Metaler, weil ich liebe diese Genres einfach schön warm und erdig klingend.


    Zur Neumann KH 120 nochmal. Diese hatte ich hauptsächlich wieder abgegeben, weil ich zurück zu passiv wollte. Mir fehlte einfach eine schöne Anlage zum angucken. Zudem halten passive Lautsprecher länger.

    Aktive sind anfälliger für Defekte.

    Klanglich waren die Neumann KH 120 erste Sahne, das Beste, was ich hören konnte bis Dato. Meine ATCs nächste Woche gehen in eine ähnliche Richtung, wenn auch nicht ganz so tief spielend wie die Neumanns.

    Die Neumann KH 120 klangen ultra präzise. Sehr direkte Stimmwiedergabe. Der gesamte Klang war schnell, hochauflösend und detailreich, mit breiter Bühne und perfekter Stereomitte und Rechts-Links Ortung.

    Auch war das gesamte Klangbild irgendwie total ruhig und dermaßen sauber und total feingezeichnet. Was die Feinzeichnung, Ruhe und Sauberkeit anging, mussten sogar meine Phonar Veritas und Dynaudios vor der Neumann den Hut nehmen.

  • Aso, ich habe mich bei der ATC bewusst für die passiven Pro Studiomonitore entschieden, weil ich erstens auch einen optischen, nicht nur klanglichen Ersatz für meine Neumanns wollte, dafür aber auch langlebiger sind, weil passiv und weil die Hifi Serien von ATC überteuert und auch nicht so neutral wie die Pro Serien abgestimmt sind. Die Hifi Serien von ATC kommen mit leichtem Bassbuckel und abfallenden Höhen, ähnlich dunkel klingend wie Lintons. Die Pros von ATC sind fast wie die Neumanns, sehr gerade vom Frequenzgang her. Weder nennenswerte Absenkungen noch Überhöhungen.



    Ich brauche einfach den Gegenpol zu den Lintons. Warm und zurückhaltend bekomme ich bei den Lintons genug. Auf anderer Seite möchte ich es wieder neutral und hochauflösend haben. Insbesondere Klassik und orchestrale Filmmusik profitiert davon.


    Ps.

    Ich liebe einerseits das Retro-Design der Lintons, auf anderer Seite liebe ich diese nüchterne schwarze Studiooptik.

  • Da muß ich jetzt aber doch mal reingrätschen.😄

    Meines Wissens nach sind die Pro und die HiFi Serien bei ATC exakt gleich abgestimmt, der Unterschied betrifft lediglich das Gehäuse und bei der Pro Serie läßt sich Gain und Basspegel anpassen(Bass allerdings nur in Richtung Plus). Dies habe ich mehrfach gehört und gelesen, auch in der BDA sind genau die gleichen Werte und Einstellungen angegeben. Zumindest kann ich aus eigener Erfahrung berichten, daß die ATC das Klangbild eher nach vorne projizieren und ich habe die HiFi Version. Es stimmt aber, daß ATC deutlich anders als Neumanns(ich kenne nur die 420)klingen. Die Neumann 420 empfand ich für meinen Geschmack als leicht steril und unrhythmisch.

    Wieso Aktive eher zu Defekten neigen sollen kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Grade bei hohen Lautstärken und Fehlbedienungen schützen die eingebauten Sicherungen die Chassis besser als bei passiven Versionen.