Externe Aussteuerungsanzeige für A77

  • Bei der Aufnahme meines Beitrages für das Kettenpaket beobachte ich interessiert die VU-Meter der A77. Da stellt sich die Frage: hat Revox das ernst gemeint 😉🤫


    Welche genauere & bezahlbare Alternative gibt es denn da (EBay)?


    Grüße von Doc No

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • Ja, die sind noch ein wenig unglücklich. Ich habe einen Umbau in Planung, wo die VUs wenigstens auf Hinterband gehen. Ansonsten waren bei Heimgeräten solche VUs üblich, das hatte man erst bei der B77 etwas verbessert. Eine externe Alternative wären die Peakmeter von RTW.

    Gruß André


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  • Hallo Doc,


    ein RTW ist natürlich etwas feines, aber darauf Achten das Es ein analoges RTW ist.

    Aber für ein halbwegs brauchbares RTW mit Netzteil sind mindestens 1oo € fällig, eher mehr.


    analog-forum.de/wbboard/cms/index.php?attachment/66696/

    RTW back.JPG


    Aber fürs erste Reichen doch die Anzeigen der A77, wenn die Peak LEDs ab und an Aufleuchten bist Du auf den richtigen Weg ;)

    Generationen von A77 Besitzern haben damit ziemlich anständige Aufnahmen hinbekommen 8o


    Liebe Grüße aus der Nordsee


    Jürgen

    "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen"


    Theresia von Avila

  • Dem Bild nach wird das Ding also aus dem Output des TB gesteuert? Im professionellen Umfeld mglw. auch dem des Mixers. Da das keine Ausgänge hat, noch mal die Frage: wie bindet man das sinnvoll ein?


    Ich habe hier was Neues stehen, das lt. BDA bei +6dB Vollaussteuerung hat (514 nW/m), aber die VU-Meter gehen nur bis +3 dB. Da wäre so ein objektives Anzeigedings schon schön...

  • Aber fürs erste Reichen doch die Anzeigen der A77, wenn die Peak LEDs ab und an Aufleuchten bist Du auf den richtigen Weg ;)

    Das haben die A77 leider nicht und bekam erst die B77. Bei den silbernen A77-VUs ist der rote Punkt nur die Aufnahmelampe pro Kanal, die bei Aufnahme dauerhaft leuchtet


    Bei korrekter Einmessung kann man einfach Hinterbandpegel gleich Quellenpegel ausssteuern, das paßt ohne Verluste, ein LPR35 z.B hat da mehr als genug Reserven, zumindest wenn von üblichen Tonträgern (LP/CD) aufgenommen wird.

    Abgleichen tut man ein RTW wohl am besten mit einem 1000Hz-Sinus, VU auf 0dB und RTW dann auf 0dB. Ich kenne mich mit den RTW aber nicht aus, da ich noch nie eines hatte.

    Eine LED-Peak wie bei der B77 möchte ich mir in meine A77 auch einbauen.

    Gruß André


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  • @ Jürgen: das hat mein Sohn vorhin beim abhören auch gesagt! „Wenn die Aufnahmen so gut klingen, wozu brauchst Du dann andere VU-Meter?!“


    Grüße von Doc No


    P.S. Die LEDs hat die B77, die A77 nicht!

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • P.S. Die LEDs hat die B77, die A77 nicht!

    Hallo Doc,


    auf 0 db Aussteuern, kleine Ausruscher darüber schaden nichts. Bei 0 dB hast Du 6 dB Vorlauf, bei 6 dB würde wenn vorhanden die Overload LED Aufleuchten.


    pasted-from-clipboard.png


    Liebe Grüße aus der Nordsee


    Jürgen

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    Theresia von Avila

  • Da das keine Ausgänge hat, noch mal die Frage: wie bindet man das sinnvoll ein?

    Hallo Rainer,


    bei mir so:


    Y-Adapter AAA.JPG

    Ich habe hier was Neues stehen, das lt. BDA bei +6dB Vollaussteuerung hat (514 nW/m), aber die VU-Meter gehen nur bis +3 dB. Da wäre so ein objektives Anzeigedings schon schön...

    Bei VUs ist bei 0 + 6 dB 1,55 V, also Vollaussteuerung, bei den symmetrischen RTWs ist bei 0 dB 1,55 V, alles über 0 dB beim RTW und + 6 dB beim VU ist Bandsättigung 8o



    Mit freundlichem Gruß aus der friesischen Karibik


    Jürgen


    jÜRGEN

    "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen"


    Theresia von Avila

  • Vielen Dank, Jürgen! Du hast mich angeregt mir die komplette BDA herunterzuladen. Da kann ich mich weiter einlesen, denn ich habe die Maschine ja erst 1/2 Tag.


    Die A77 ist gegenüber der B77 tatsächlich recht "archaisch" - aber es macht dennoch großen Spaß damit zu arbeiten. Nur die Regler sind gegenüber der B77 doch sehr wackelig und ungenau.


    Ich bin gespannt wie Euch im Kettenpaket das Ergebnis gefällt. Daher auch die Frage nach besseren VU-Metern, denn im Kettenpaket wird ja durchaus mal "ums letzte dB gerungen" ;-)


    Also werde ich langfristig nach einem RTW Ausschau halten.


    Grüße von Doc No

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • Hallo,


    ob man ein RTW benötigt ist Geschmacksache aber auch reizvoll. Ich habe bei meiner ORF ein simples aber gutes Behringer Mischpult. Nicht nur wegen der Pegelanzeige, sondern auch wegen des Aussteuerns des Aufnahmepegels was bei der ORF so nicht möglich ist (diese Version wurde ja für Rundfunkstudios gebaut). ´Das Behringer selbst ist aus meiner Sicht ausreichend und ein reines Peakmeter.


    Behringer Mischpult


    LG

    Rudi

    Vertrauen ist gut....Kontrolle ist besser

  • Diese Idee hatte ich zwischenzeitlich auch. Aber statt einem USB-Behringer war ich dann ganz schnell bei anlogen Studer-Pulten - und das ist eindeutig overkill für meinen Zweck.


    Danke für Deinen Vorschlag, der ein wenig "erdend" wirkt.


    Grüße von Doc No

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • "erzeugt interessante Lichtshow in Ihrem Verstärker-Rack" ... ^^

    Wenn es dich nicht stört, dass die roten LED's bereits bei -12 dB anfangen, ist das Gerät vielleicht gar nicht so übel!


    Grüße

    Erhard

  • Ich könnte es meist einfach abschalten. Den ersten Kommentar auf der Produktseite habe ich auch gelesen, aber der weiß ja auch nicht, wofür er es wirklich benutzen soll, außer für die Lightshow.


    Wenn ich die 0 dB einmal für „Vollaussteuerung“ geeicht bekäme, könnte ich‘s so belassen und gut is'. Ob‘s dann rot leuchtet oder anders, ist auch egal.

  • Hallo Rainer,


    also zunächst einmal sollte klar sein, dass jedes (konventionelle) "Aussteuerungsmeter" ein gewisse "Trägheit" in der Anzeige hat.


    Und genau deshalb hat man (bei Revox) der A 77 (z.B.) in der Anzeige einen gewissen Vorlauf zugewiesen.


    Du must Dir bei Deinem aufzunehmenden Programm im klaren darüber sein, wie viele "Spitzen im Pegel" es hat.

    Nimm mal (z.B.) einen Wellensittich auf und stell die Aussteuerung dafür richtig ein ..... Probier das auch mal mit einem Casettenrecorder und Dolby Systemen....


    Wenn Du die "Spitzen" sehen willst, kannst Du am besten einen 2 Kanal Oszilligraphen mitlaufen lassen.


    Weiterhin musst Du auch noch wissen, ab wann Dein Tonband/ Tonbandgerät die für die (Voll-) Aussteuerung nach entsprechender Norm (Studio- oder HiFi Norm) akzeptable Verzerrung hat (K3 Klirr). Damit hättest Du dann Aussteuerung auf "Volldampf". Und dieser Klirr ist auch wieder von der Frequenz abhängig haha ....


    Wenn Du die modernsten Bänder benutzt, wirst Du deutlich weiter aussteuern können, als Dir das ein Messband im Wiedergabeteil (z.B. 514 nWb) als "Vollaussteuerung" vorgibt.


    Du kannst zwar auf Volldampf aussteuern, aber dann hast Du genau den Effekt, dass z. B. Leute beim Kettentonband eine Übersteuerung "beklagen", die mit dem Wiedergabeteil eines Messbandes ihre Maschine eingestellt haben.


    Zu diesem Thema hat mal der (inzwischen recht alte) Herr Bluthart eine schöne (gut allgemeinverständliche) Schrift verfasst.


    Guckst Du mal hier: (-> IF 21)


    https://www.bluthard.de/index.php?literatur


    Die Inhalte dieser kleinen Schrift solltest Du beherzigen, wenn Du mehr als eine schöne "Lichtorgel" haben willst.....


    Das "Ding" von Thomann hört bei 0 dB auf, prinzipiell willst Du aber auch Anzeigen bis (mindestens) + 6 dB haben wollen und das möglichst noch mit einem "Peak Hold".


    Auch eine RTW Anzeige hat hinten drin ein Potentiometer (pro Kanal) , das Du zunächst mal auf den richtigen Pegel kalibrieren musst. (Nicht Eichen, das macht nur ein Eichamt...) Dazu wiederum brauchst Du auch einen vernünftigen Tongenerator und ein NF Millivoltmeter.


    "Wer viel misst, misst Mist" ist ein schon recht alter Spruch und da ist noch immer was dran.


    Zunächst einmal musst Du wissen was Du misst, was die verwendete Anzeige überhaupt anzeigen kann und mit welchem Fehler diese Anzeige behaftet ist.


    Die "richtige" Aussteuerung ist durchaus ein kleine Wissenschft für sich.


    Gruss, Udo

  • Danke, Udo,


    das Meiste ist mir klar, auf Lichtorgeln kann ich seit geraumer Zeit verzichten😜.


    Meine Tascam 32 habe ich mit Jürgens (Garuda) Bändern „geeicht“ und komme da, mit etwa 0 - +3 dB hervorragend hin.


    Die Revox zickt noch etwas, aber ich glaube nach einigen Tests, diese auch ohne externe Beleuchtung hinreichend genau auszusteuern. Muss noch auf neues Bandmaterial eingemessen werden. Immerhin will ich die demnächst für Liveaufnahmen mitnehmen...

  • Bluthard ist ein sehr guter Tips, vor allem seine verfassten Handbüchlein.

    Bei mir läuft das so, dass alle Bandmaschinen auf einen Referenzpegel im Wiedergabeteil mit Pegelmessband eingestellt werden. Bezugspegel sind dabei 0,775V entsprechend -6dBu.


    Wenn das Gedönst um dB zu unübersichtlich ist, einfach Sengpiel googlen, das ist es m.E. gut erklärt.

    Wenn der Wiedergabeteil stimmt, dann wird der Aufnahmeteil auf Bandmaterial nach SM eingemessen.

    Und nun der springende Punkt:
    in den Wiedergabeteil der Maschine habe ich mit einer Y-Peitsche ein RTW Meter eingeschleift, dass zuvor mit einem Signalgenerator auf die obigen O,775V /-6dBu eingemessen wurde, und zwar sowohl XLR als auch SE !! Dazu muss man das gerät für die XLR Abstimmung öffnen, SE geht von aussen.


    Da im RTW 1206 die "Nachschwingzeit" eingestellt werden kann, das Gerät aber sehr sehr flink anzeigt, kann man die Aufnahmepegel m.E. sehr schön fahren und das Optimum herausholen.


    Gestetet das Ganze an: A77, B77, ASC6000 (alles eher mickrige Anzeigeinstrumente), B67, A810 OHNE VU-Meter.