Der letzte 300b oder 211 Verstärker

  • Röhre und Fernbedienung werden selten zusammen angeboten.

    Sehe ich nicht so.

    Viele Hersteller bieten Röhrenverstärker mit Fernbedienung an.

    Wenn dann aber noch weitere Kriterien wie Vollverstärker mit 300B oder 211 dazu kommen, wird es enger. Oft sind es bei diesen Endröhren auch reine Endverstärker, dann braucht man eine Vorstufe mit Fernbedienung. Wäre eigentlich meine Wahl. Einige Hersteller bieten bei der Fernbedienung auch "nur" eine Lautstärkeregelung an, das würde ich auch vorziehen.

    Bei einigen Tipps wäre es auch interessant wieviel Geld denn investiert werden soll. Für manche der hier genannten Verstärker kann man ja auch ein Auto kaufen.


    Grüße

    Frank

  • Danke für die vielen und hilfreichem Info‘s


    Zum Budget: Nachdem es der „letzte“ sein soll werfe ich mal 10000€ in den Raum +/-

    Günstiger natürlich gerne und jetzt bitte keine Diskussion ob es das Wert ist usw. Mir wäre es das halt Wert


    Hab am Wochenende gesehen das Viva Audio jetzt auch einen VV mit 300b und Fernbedienung hat. Jemand Erfahrung mit dieser Firma?

    Allnic hat wohl seinen 300b auch überarbeitet. Ebenfalls mit Fernbedienung

    Die Romy finde ich sehr interessant. Ob da wohl geg. Aufpreis eine Fernbedienung machbar wäre? Mal fragen....

    Octave V16. Finde ich optisch witzig und ebenfalls mit FB. Jemand schon mal gehört?

    Line Magnetic finde ich optisch sehr gelungen. Aber ich konnte leider nichts zu einem deutschen Vertrieb finden. Hat da jemand mehr Info‘s?


    Hab‘s ja zum Glück nicht eilig. Mal schauen was da noch kommt:merci:


    Schönen Tag und Danke

    Damien

    "Hier muss ich nicht sein, hier möcht`ich nicht mal fehlen"


    Bauer dps3, Bauer Tonarm, Dynavector TeKaitora Rua, Mastersound Compact 300b, Whest Three, Trenner & Friedl Osiris, Innuos Zen MKIII

  • Wenns der letzte Amp sein soll, würde ich die Finger von ner 300b lassen. Wobei du sie ja ausprobieren kannst und selbst merken kannst, ob die Leistung reicht. Ich habe für mich festgelegt: lieber die doppelte Leistung als die, die ansich ausreichen müsste. Die Watt und Wirkungsgrad Angeben im HiFi sind meist so geschönt, dass man hier ordentlich Reserven einbauen muss. Ich höre aber auch gerne mal Sinfonische Musik.


    Line Magnetic hat keinen Deutschland Vertrieb mehr. Die waren denen zu Service intensive munkelt man.


    MFE fand ich ja ja auch sehr gut.


    LG


    Mario

  • Line Magnetic hat in Deutschland leider keinen Vertrieb mehr. Ich habe mal nach einem Direktimport gefragt. Bei Interesse suche ich den Mailverkehr und leite ihn dir gerne weiter, wenn du mir deine Mailadresse zusendest. War finanziell sehr interessant.

  • Serviceintensive waren nur die CD-Spieler. Die Verstärker sollen gut sein. Den 211A kenne ich. Der spielt weit über der 800 Euro EUR Marke die er kostet und super verarbeitet ist er dazu auch noch. Feine Röhren rein. Fertig! Point to Point, kann bei Bedarf jeder Radio und Fernsehtechniker revidieren.

  • aber hier mal einen kräftigen 300b vom AVM Chefentwickler mit seiner neuen eigenen Marke Westend Audio

    https://www.lowbeats.de/westen…-leo-der-300b-kraftprotz/


    Immerhin schafft dieser fast 20 Watt aus einer 300b Röhre. Dank Koppelkondensator vor dem Ringkern-Ausgangsübertrager

    Nichts für ungut, aber die verlinkte Seite enthält nur inhaltsleeres Marketing-Geblubber. 20 Watt dank Koppelkondensator vor dem AÜ ist Unsinn. Einen AÜ über einen Kondensator zu betreiben ist auch ein uralter Hut. In diesen Fällen betreibt man die Röhre dann mit einer Drossel als Last, die dann aber selber mit dem Ruhestrom belastet wird. Da hat die 'verstaubte Röhrenszene' auf keinen AVM-Chefentwickler gewartet. Wenn man 20 Watt aus einer gewöhnlichen 300B (keine High-Power Variante) haben möchte, dann muss man erstmal eine Lastgerade ins Kennlinien-Diagramm einer 300B definieren, die 20 Watt hergibt. Das ist ohne Betrieb im Gitterstrom nicht möglich. Auch wenn man anstatt einer Drossel hier evtl. eine Konstantstrom-Quelle verwendet ändert sich da nicht viel dran.

    Aber vielleicht liegt die Kernkompetenz hier auch eher im Verchromen ^^

    Viele Grüsse

    Jürgen

  • Die Schaltung mit C vor dem AÜ nennt sich parafeed Schaltung, dadurch spart man sich den Luftspalt im AÜ und kann mit der Induktivität höher gehen, hatt aber auch andere Nachteile,

    max. Leistung bis ca. 5% THD bei 300B ist 10-11 Watt, ohne die Röhre zu verheizen,

    ausserdem wird öfters nicht beachtet, dass diese Leistungsangabe nur bei optimalen Lastwiderstand gilt, die keine Box aufgrund der schwankenden Impedanz hat .



    Der beste Weg ist, guten Vorverstärker verwenden mit FB und bei der Endröhre würde ich direkt auf 300B pse gehen .

  • Hi,


    ein Stereoplay Artikel beschreibt eigentlich recht klar um was es sich handelt ... eine SEPP-, oder SRPP-Schaltung (SingleEnddPushPull) mit einer gesteuerten Transistor-Stromquelle im Anodenkreis. Nur wird das im Text derart verschwurbelt und verklausuliert und als eine Art Wunderding beschrieben, daß die Schwarte kracht.

    Die gesteuerte Stromquelle hat wie die Drossel den Vorteil, daß sie nicht nur Andodenspannungen größer der Anodengleichspannung (wie beim simplen Anodenwiderstand) erlaubt, sondern auch höhere Ströme als den Ruhestrom, eben einen PushPull-Betrieb.

    Hierin liegt der Grund der höheren Leistungsausbeute

    Der Begriff SEPP ist dabei schon irreführend, da die Signalbehandlung eindeutig auf PushPull basiert.

    Allein die Tatsache, daß gleichstrommäßig die Röhre und die Stromquelle in Serie geschaltet sind erlaubt noch von SingleEnded zu sprechen.

    Kurz es handelt sich um ein Hybrid-PushPull Stufe.

    Die DC-freie Ansteurung des Übertragers über Kondensator (Parafeed) ist ebenfalls nichts neues, wenn auch eher selten angewandt.

    M.W.n. ist allein die Kombination aus SEPP und Parafeed in einem Consumergerät neu. Vielleicht sollte man sie dann SEPPFeed nennen? ;)

    Fürs Marketing macht es dann auch keinen Unterschied ob es ein Patent gibt, oder ein ´kleines Patent` (Gebrauchsmusterschutz).


    Um möglicher Wadenbeißerei vorzubeugen ... das ist keine Kritik an dem Produkt oder dessen Entwickler. Der von mir sehr geschätzte G.Mania braucht niemandem mehr zu beweisen, daß er vernünftige solide Geräte entwickeln kann.

    Aber was Marketing und leider auch die schreibende Zunft daraus machen ist m.A.n. schon hart an der Grenze zur Verar*****.

    Wäre die Frage ob die Schreiberlinge tatsächlich soo planlos sind oder sich absichtlich dumm stellen. Egal .... in beiden Fällen liefert ihr Geschreibse genügend Grund bei ihrer Eigendarstellung als ´Fachpresse´ heftigstes Glucksen auszulösen.


    jauu

    Calvin

  • Das wird wohl am Ende eine reine Definitionssache sein, über die man lange Diskutieren kann.

    Gegentakt-A mit Röhre und Transistor könnte man das wohl auch einfach nennen. Und wenn der Transistor-Part nicht direkt vom Treiber angesteuert wird, dann eben über den Spannungsabfall über diesen Part. Persönlich möchte ich dem H. Mania ja auch nichts, aber eben diese Art von 'Testberichten', wo angeblich einer die Welt neu erfunden hat und alle anderen waren ja zu doof dazu, empfinde ich schon als sehr unangenehm und kontraproduktiv.

  • Hi,


    Link: Pressreader - Stereoplay

    Für das Audio-Signal herrschen eindeutig PushPull-Bedingungen.

    Röhre und Transistorstromquelle teilen sich den Signalstromauf, wobei die Stromquelle invertiert angesteuert wird und es egal ist wie das invertierte Ansteuersignal erzeugt wird (sei es aus der Endstufe selbst wie beim SRPP, oder über eine eigene Treiberstufe wie beim klassischen PushPuller).

    Im Idealfall ist die Aufteilung der Ströme 50/50 .... bei SEPP ist es aber eher die Ausnahme und Aufteilungen abseits 50/50 wahrscheinlicher.

    Unter DC-Konditionen (also Ruhebetrieb) liegen Röhre und Stromquelle in Reihe .... es fließt also der exakt gleiche Strom durch beide.

    Der SEPP funzt nur in Class-A Einstellung ... während der klassische PushPuller auch in AB und B verzerrungsarm arbeitet.


    Also in Kürze: Aus Signalsicht SingleEnded ? Nein!


    jauu

    Calvin

  • Update:


    Wie mir Hr. Arsin heute sehr freundlich mitgeteilt hat ist die/der ROMY auch mit Lautstärkefernbedienung lieferbar.

    Auch ohne 300b oder 211 rutscht er ganz nach oben da ich die Natalja auch sehr zu schätzen weiss und ich denke, er wird in eine ähnliche Richtung gehen

    Mein Händler hat schon signalisiert das ich ihn ausgiebig testen könne


    Gruss

    Damien

    "Hier muss ich nicht sein, hier möcht`ich nicht mal fehlen"


    Bauer dps3, Bauer Tonarm, Dynavector TeKaitora Rua, Mastersound Compact 300b, Whest Three, Trenner & Friedl Osiris, Innuos Zen MKIII

  • Du doch immer gerne....


    Gruss

    "Hier muss ich nicht sein, hier möcht`ich nicht mal fehlen"


    Bauer dps3, Bauer Tonarm, Dynavector TeKaitora Rua, Mastersound Compact 300b, Whest Three, Trenner & Friedl Osiris, Innuos Zen MKIII

  • Hallo Damien


    Die Frage nach dem letzten AMP hab ich mir auch schon gestellt, ist hm sagen wir mal schwierig.


    West End Audio Leo hat mehr Leistung wie ne „normale 300B“ gefällt mir klanglich aber nicht so recht.


    Rieke Audio Romy hat ebenfalls mehr Leistung wie ne 300B gefällt mir klanglich aber auch nicht so recht.


    Air Tight ATM 300R Das wär meine erste Wahl, wenn......das Ding mehr Leistung hätt.


    Fazit, solange ich gelegentlich gerne mal so richtig die Sau fliegen lassen möcht gibt’s bei mir keine Röhre, wobei es gibt schon welche die hätten den gewünschten Output, klingen schon recht ordentlich........aber das hab ich jetzt auch schon.


    Grüße Michael

    DIY TD 126, Dr.Fuß, Schick 12" + Graphit Headshell, Lyra Kleos SL, Denon 103R, Ortofon Quintet Mono, Blue Amp Model 42 Mk lll, Jeff Rowland Concerto, Digam LD 1404, LS DIY, Loricraft PRC3.


    " Merke: Voodoo-HiFi erkennt man am symmetrischen Eingang "

    The post was edited 2 times, last by Michael D. ().

  • Hallo Michael,


    ich verstehe was Du meinst. Im Laufe der Jahre hatte ich sehr, sehr leistungsfähige Transen und war bis auf einen McIntosh nie so richtig zufrieden.

    Da sich allerdings im Laufe der Jahre auch die Musikvorlieben geändert haben und inzwischen der Schwerpunkt bei der Stimm- und Holzinstrumentenwiedergabe liegt habe ich irgendwann gemerkt, daß ich mit Röhren dzbgl. am weitesten komme und Leistung alleine hier nicht glücklich macht


    Mal schauen....


    Gruß

    Damien

    "Hier muss ich nicht sein, hier möcht`ich nicht mal fehlen"


    Bauer dps3, Bauer Tonarm, Dynavector TeKaitora Rua, Mastersound Compact 300b, Whest Three, Trenner & Friedl Osiris, Innuos Zen MKIII

  • Hi,


    dann nutz mal die Gelegenheit eine KR 340 oder 350 anzuhören.

    Kommen ebenfalls auf gut 20W, sind 'echte' SE Trioden und können den Bass, den so viele 300B schmerzlich vermissen lassen ;) Rauschen zudem nicht und sind daher auch herborragend für LS mit guter Effizienz geeignet. Für mich wären's die Röhren bis zum Ende :)


    jauu

    Calvin

  • Hallo Calvin,


    KR finde ich sehr interessant. Leider, leider gibt es noch nicht mal ansatzweise in meiner Nähe einen Händler was ein testen halt schwierig und umständlich machen würde. Sonst aber bin ich bei Dir:thumbup:


    Den Nagra kenn ich. Hat bei mir vor Jahren irgendwie ein „komisches“ Klangbild hinterlassen. Wird auch schon lange nicht mehr gebaut und gebraucht so gut wie nie angeboten.


    Gruss

    Damien

    "Hier muss ich nicht sein, hier möcht`ich nicht mal fehlen"


    Bauer dps3, Bauer Tonarm, Dynavector TeKaitora Rua, Mastersound Compact 300b, Whest Three, Trenner & Friedl Osiris, Innuos Zen MKIII