Brummproblem

  • Jetzt hat es mich auch erwischt. Nach Umzug und Neuaufbau der kleinen Anlage

    habe ich ein Brummproblem im Phonozweig.


    Die beteiligten Gerätschaften sieht man in meinem Profil. Derzeit gehe ich mit

    Phonokabel und Erdung in den SUT (Übertrager). Von dort geht dann eine Erdung

    zum PhonoPre und von da wiederum ein Erdungskabel zum Verstärker.


    Der Brumm ist jedenfalls störend und wird noch deutlich lauter, wenn ich den Motor

    des Scheu Cello berühre. <X


    Habt Ihr Ideen, wie ich das Brummen eliminieren kann?


    Besten Dank vorab für Eure Lösungsansätze!

  • Ich würde einmal mit der Kabelführung experimentieren, da kann man sich schnell eine Einstreuung einhandeln. Ich trenne streng NF-Kabel von Stromkabeln.


    Viel Erfolg,

    Andreas

  • Hallo Peer


    Hast schon mal versucht einfach nur vom Laufwerk über den Übertrager zum Phonopre die Masse zu führen? War bei mir immer Brumm frei.

    Führst du zu den Komponenten noch eine extra Leitung (Schutzleiter), oder was meinst du mit Erdung?


    Beste Grüße

    Oliver

  • Hallo


    Das kenne ich.

    Würde die Erdung von der Phonostufe entfernen und von dem Dreher nur an den SUT und von da aus an die Chinchmasse der Verstärkers gehen. Damit war bei mir Ruhe wobei es ohne Übertrager wieder anders ist.

    Und am Übertragerausgang unbedingt ein kurzes und perfekt geschirmtes Kabel verwenden. Kein Kimper PBJ oder ähnliches ohne Schirm.

  • Schon mal meinen Dank an Euch für die Erdungsideen.


    Ich werde die Vorschläge mal zeitnah ausprobieren und hier berichten.


    In dieser Woche sollten eigentlich ein paar Erdungskabel geliefert werden

    mit denen ich dann auch noch rumspielen kann.

  • Wie immer sind Ferndiagnosen schwer. Zu unterscheiden ist zwischen magnetischer und elektrischer Brummeinstreuung. Hat man es mit einer Mischform von beidem zu tun, wird es noch schwieriger.

    Ein magnetischer Brumm entsteht sehr ausgeprägt, wenn man das Phonoteil oder auch den MC-Übertrager in die Nähe eines Netztrafos (z. B. von dem Vollverstärker) heranführt. Dieser Brumm ist nur durch Aufstellung in ausreichender Entfernung zu magnetischen Störquellen zu beseitigen, nicht aber durch Abschirm-Maßnahmen und auch nicht durch Änderung der Massekabelführung.

    Ein elektrischer Brumm würde entstehen, wenn Signalkabel oder das Phono-Vorverstärkerteil nicht abgeschirmt sind. Man kann diesen Brumm hervorrufen, indem man die elektrische Masse-Verbindung vom Gehäuse des Phonoteils unterbricht, so daß dieses wie eine Antenne wirkt. Dieser Brumm hört sich vollkommen anders an als ein Brumm, der durch magnetische Brummeinstreuung entsteht.

    Wenn das Berühren des Motorgehäuses den Brumm verstärkt, könnte das auf eine fehlende Masseverbindung zum Motorgehäuse hindeuten. Zu Prüfen ist aber, ob der Brumm bei abgeschaltetem Motor auch vorliegt. Falls ja, könnte dies die Ursache sein. Falls nein, befindet sich vielleicht in der Nähe vom Motor das Phonoteil oder der Übertrager.


    Ich würde wie folgt vorgehen:

    1) Phonoteil alleine ohne MC-Übertrager testen, mit Kurzschluss-Stecker anstatt Tonarmkabel am Eingang und ohne (offener Eingang)

    2) wie vor, jedoch mit MC-Übertrager (auch mit Kurzschluss-Stecker am Eingang und ohne)

    3) wie vor, jedoch nun mit eingesteckten Tonarmkabeln und abgeschaltetem Motor

    4) wie vor, jedoch das MC-System direkt auf den MM-Eingang, also ohne Übertrager

    5) Nr. 3 und 4 mit eingeschaltetem Motor und unterschiedlichen Positionen des Tonarms in nicht abgesenktem Zustand

    Entsprechend den herausgefundenen Resultaten ist eine Ferndiagnose möglicherweise zu stellen.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Hier meine versprochene Rückmeldung zu dem Brummproblem.


    Ich habe diverse Tipps ausprobiert. Nachdem ich den Brumm sehr

    weitgehend durch den Einsatz eines SPUs minimieren konnte,

    glaubte ich schon an eine Brummschleife meiner MM-Systeme.

    Aber auch eine Tesa-Isolation und der Einsatz von Kunststoffschrauben

    an den Tonabnehmern brachte nicht den erhofften Durchbruch.


    Dann habe ich noch einmal wilde Kombinationen mit diversen

    Erdungskabeln probiert und landete einen Matchwinner mit einer

    Erdung einer Motorgehäuseschraube des Cello-Motors.


    Jetzt habe ich dem Cello noch (s. Thread) ein Akkunetzteil selbst

    gebaut und bin mit der Gesamtperformance der “kleinen” Anlage

    hochzufrieden.


    Nochmals Danke für Eure Tipps und Anregungen. :)