Der allgemeine "Hi-End" Tuning Thread

  • Ich möchte diesen Thread eröffnen und doch sehr allgemein halten, da jetzt noch garnicht klar ist, was man alles tunen kann.

    Aus guten Geräten hiendiges zu machen, teilweise noch mnicht einmal mit hohem finanziellen Aufwand da träumt doch fast jeder, der ein bischen basteln kann und möchte. Ihr dürft natürlich auch Fehlschläge erzählen, dadurch lernt man ja nun auch.

    Ich z. B.: habe ja zuletzt meine Chario Lynx, da ja weisgott kein schlechter Lautsprecher ist, getunt:

    Der Chario TMT wurde im ersten Schritt durch einen ATD Hypergraph 130 K/GK getauscht.

    Dies war sehr leicht möglich, da die Körbe die identischen sind. Der Vorteil sind aber die Parameter, die in dem Gehäuse der Chario deutlich besser passen als die des Originalen TMT. Dadurch wird der doch sehr weiche überbetonte Bass deutlich trokener und konturierter.

    Die Grenzfrequenz geht rechnerisch sogar noch ein bischen tiefer. Ich habe diese Konstellationen vorher mit AJ Horn 5.0 verglichen und dort auch die Vorteile des ATD TMT in diesem Gehäuse simmuliert. Desweiteren habe ich die doch sehr dürftige Frequenzweiche verbessert. Ich habe auf die Originalfrequenzweiche neue Bauteile gelötet. Der Tonfrequenzelko parallel zum TMT wurde in ein spannungsfesten MKT getauscht. Die wirklich dünndrahtige Ferittkernspule vorm TMT wurde durch eine Backlackspule mit 1,4 mm Daht als Luftspule getauscht. Ein audiofiler MKP 630 V von Mundorf kam vor den Hochtöner und MOX Widerstände zum dämpfen. Zu guter letzt habe ich den 3,3 Ohm MOX Widerstand vor dem Hochtöner noch mit einem 1 µF Silberfolien MKP von Mundorf überbrückt.

    Das hat in der Auflösung des 38 mm!! Hochtöners von Chario soviel mehr Auflösung gebracht, daß diese Änderung alleine sich schon gelohnt hätte.

    So genug erzählt, jetzt seid Ihr dran ;) :merci:

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Hallo,

    hatte mal einen Phillips CD104 auf NOS umgebaut. Wurde mir als High End Tuning mal schmackhaft gemacht.

    Das empfand Ich als eine nicht gelungene Tuningmaßnahme für dieses im Orginalzustand sehr gut klingenden CD Spieler.

    Gruß

    Olaf

  • Das empfand Ich als eine nicht gelungene Tuningmaßnahme für dieses im Orginalzustand sehr gut klingenden CD Spieler.

    Ja Olaf, da hast du dir einen ganz besonderen Klirrgenerator gebaut. ;)


    Mir ist das auch unverständlich, warum manche Leute diesen Sound nun so toll finden. Für NOS-DACs wird zum Teil sehr viel Geld bezahlt.


    Hier mal ein paar Messungen, wie dein Umbau auf die Signalform wirkt. Bei modernen DACs kann man ja den Digitalfilter im Chip abschalten, um mal zu hören wie es ohne Oversampling klingt.


    http://archimago.blogspot.com/…ering-dacs-exploring.html



    @ Jörg


    NOS = Non Oversampling


    Also kein Digitalfilter vor dem Wandler und daher die Treppenstufen im Ausgangssignal.


    Gruß

    Michael

  • Hallo

    @ Jörg

    ein Glück war ich so langsam mit meiner Antwort.

    Michael hat das viel besser erklärt, als ich das gekonnt hätte.


    Da werden wirklich Summen aufgerufen für so ein Gerät, welche ich heute (mit dem Wissen) nicht nachvollziehen kann.


    Gruß Olaf


    War glücklicherweise mein Einziger echter Reinfall.

  • Der Gipfel der Frechheit ist dann erreicht, wenn die Hersteller dieser Geräte über den "analogen Klang" dieses Digitalmülls schwadronieren. :cursing:


    Als wenn solche Verzerrungen für analoge Geräte charakteristisch wären.

    Nicht mal ein analoges Küchenradio aus den 50er Jahren hätte sich solche Signalformen am Ausgang erlauben dürfen.


    Gruß

    Michael

  • Zurück zum Thema!

    Tuning---Strom-- Wandsteckdose , welche die Steckerleiste gespeist hat einfach mal

    ""Wegrationalisiert""--Durch Herdanschluss-Dose ersetzt und Kabel von der Steckerleiste

    direkt mit dieser verbunden!

    Spart zwei mal Übergangswiderstände und die Anlage--läuft mit ""drei PS mehr""

    Kosten--??--keine Zehn Euros!!



    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Ja super...auf sowas habe ich gewartet! Da habe ich noch garnicht dran gedacht. Mein Musikzimmer ist nämlich eigentlich eine Einliegerwohnung, die für eine Küchenzeile vorbereitet ist. Dort kann ich direkt 3 Phasen abnehmen. Welche Klemmarten würdest Du denn bevorzugen? WAGO an Rohkabel oder eine Klemmleiste mit Schraubanschluß?

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Bastelthreads


    Micha, du übertreibst wieder, du kannst doch einen Tuningthread im Highendbereich nicht mit einer "Bastelthread" bezeichnung gleichschalten.


    Ich finde die vom Fach sollten hier nicht wieder die liebhaber guter töne verschrecken, sobald jemand im Weißen Kittel mit Messwerten erscheint will sich doch keiner mehr blamieren weil er plakativ gesagt die ohmschen Gesetze nicht kennt.

    Das wissen um die geheimnisse der Elektronik, das Entwickeln von Schaltungen mit Messgeräten ect. ist die eine seite, feintuning zunächst mit vielleicht ohne verifizierbaren messungen das andere.


    Wenn ich genau wüsste warum manch Kabel, Stecker oder Rack anderes klingt als andere könnte man es sicherlich irgendwie auch messen, nur ist das halt immer noch nicht möglich, Klangunterschiede gibts trotzdem.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Herbert,


    ma zurück zu Deinen umgebauten Boxen: Ja, das ist bereits mehr als "tuning" sondern tiefgreifender Umbau und bedingt eigentlich eine neue, angepasste Frequenzweiche, weil z.B. der Impedanzverlauf der TMTs an der Übergangsfrequenz sicher nicht identisch ist, die Wirkungsrade der Chassis wahrscheinlich nicht zusammenpassen, usw...


    Auch wenn's in Dein Tunerherz jetzt stechen sollte: Bei solch tiefen Eingriffen in einen Lautsprecher ist akustische Messtechnik angesagt um was Funktionierendes zu kreieren, auch wenn Du Dich für ein Gold- oder Silberohr halten solltest. Falls die Box jetzt im TMT/HT Übergangsbereich noch linear arbeitet hast Du einfach riesiges Glück gehabt, aber ich glaube vorsichtshalber mal nicht dran. Auch die Überbrückung des HT Widerstandes kann sich durchaus als Verschlimmbesserung in Form von einer Höhen-Überhöhung herausstellen.


    Eigentlich will ich Dein Projekt gar nicht schlechtreden, also falls Du mit Messtechnik usw. an den Umbau herangegangn warst und entsprechende Ergenisdokumente hast wäre ich interessiert sie zu sehen.


    Trotz alledem viel Spaß mit Deinen neuen Lautsprechern!


    Grüße,

    Winfried

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)
    Ich habe im Biete-Bereich eine wenig gelaufene, revidierte A-77 im Angebot

  • Wenn ich genau wüsste warum manch Kabel, Stecker oder Rack anderes klingt als andere könnte man es sicherlich irgendwie auch messen, nur ist das halt immer noch nicht möglich, Klangunterschiede gibts trotzdem.

    Ich habe heute neue xxxKabel bekommen, dazu schreib' ich erstmal nix.;)

    Viele Grüße


    Jørg


    Bin AAA-Mitglied und höre damit. Meine kleine Plattensammlung seht ihr im Musiksammler.




  • Bleiben wie mal auf dem Teppich.


    Für die meisten meint "high end tuning" mehr oder weiniger teure Netz- oder Audiokabel zu kaufen und die Ohren dumm hören beim Vergleichen. Bei Röhrentausch ist schon der Gipfel der meisten erreicht. Ich will ja keine Spaßbremse sein, aber bei ein wenig Sachverstand ist durch "tuning" der Elektronik reichlich Verbesserungspotential möglich, weil die industriell hergestellten Geräte meistens/eher bescheiden daherkommen.

  • Ich finde die vom Fach sollten hier nicht wieder die liebhaber guter töne verschrecken ...

    Du meinst also es wäre besser, wenn die Bastler erst dadurch verschreckt werden, wenn sie eines Tages vor dem ausgebrannten Wohnhaus stehen und mit ansehen müssen, wie die verkohlten Leichen ihrer Mitbewohner abtransportiert werden?


    Na gut, das kann man so sehen. Ich warne die Leute aber trotzdem lieber vorher davor, auch nur an solchen Unsinn zu denken.


    Gruß

    Michael

  • Bleiben wie mal auf dem Teppich.


    Für die meisten meint "high end tuning" mehr oder weiniger teure Netz- oder Audiokabel zu kaufen und die Ohren dumm hören beim Vergleichen. Bei Röhrentausch ist schon der Gipfel der meisten erreicht. Ich will ja keine Spaßbremse sein, aber bei ein wenig Sachverstand ist durch "tuning" der Elektronik reichlich Verbesserungspotential möglich, weil die industriell hergestellten Geräte meistens/eher bescheiden daherkommen.

    Genau das meine ich auch, es wird oft in Seriengeräten billiger Schrott verbaut und alleine da kann man anpacken. Außerdem, wer meint ich würde im Versorgungsbereich unfachmännisch Handeln....

    Ich bin E-Techniker im Energie Bereich und weiß gerade dort was ich tue....^^

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Außerdem, wer meint ich würde im Versorgungsbereich unfachmännisch Handeln....

    Moin Herbert


    Von deinen Umbauten an den Lautsprechern war doch gar keine Rede. Es ging um den Anschluß Ortsveränderlicher Geräte mit fester Verdrahtung in einer Dose, was schlicht gefährlich und deshalb verboten ist.


    Von dir als Elektrotechniker würde ich mir dazu auch einen entsprechenden Kommentar wünschen.


    Wenn in einem solchen Haushalt ein Unglück passiert, wird keine Versicherung dafür aufkommen, selbst wenn die Unglücksursache der defekte Toaster in der Küche war und nicht die verantwortungslose Bastelei an der Hifi-Anlage.


    Gruß

    Michael

  • Ich habe mir gestern erstmal ein paar Lagen Akustikschaumstoff bestellt fürs Raumtuning und werde damit nach der Spiegelmethode die Decke, die Seiten(leider habe ich da im Spiegelungsbereich vor 20 Jahren als Diffusoren Regale relativ fest verbaut, muß mal gucken wie genau ich da noch die Absorberplatten unterbringe)und mit den 5cm Platten 2 Türen verkleiden. Bei den Türen geht es mir auch um Schallminimierung nach außen, damit ich Restfamilie und Nachbarschaft weniger nerve.

    Am meisten verspreche ich mir von den hellen Deckenplatten, da die Decke eigentlich die einzige große glatte Fläche im Raum ist. Ab einer bestimmten Lautstärke wird die Abbildung einfach diffus und das Klangbild legt an Härte zu, hoffe das damit in den Griff zu kriegen.

    AEEC7C0D-1844-4FD4-A67A-73FD25D38CA1.jpeg

    625B3F66-69FD-4E91-A2FA-C0228AF7DE10.jpeg

    Dann lauern noch 2 Clarity Caps auf ihren Einsatz vorm Mitteltöner, denke aber nicht, daß ich das hören werde, auch wenn Axel Oberhage den empfiehlt. Ist eher Spielerei und die Dinger sehen scharf aus.

    In naher Zukunft werde ich dann noch meinen Elektriker darum bitten mir eine eigene Stromleitung vom Sicherungskasten zur Anlage zu verlegen über die nichts anderes verläuft und dann ist erstmal genug getuned.

    Einen genialen Tuning Tip hab ich noch. Wie bei der Motorleistung von Autos gewöhnt man sich auch an HiFi Qualität. Einfach mal zwischendurch downgraden und eine Woche über eine Bluetooth Box hören, danach gefällt einem die eigene HighEnd Anlage sofort wieder super, falls man vorher Zweifel hatte. Hab ich bei meinen Karren auch gemacht, wenn die 200PS anfingen fad zu werden mal eine Zeitlang mit 100PS rumfahren und dann ist es wieder da, das WOW Gefühl.😜

  • Moin,


    ich würde nicht immer Tuning, eher von Optimierung sprechen. Gerade bei Lautsprechern. Und ja, die sind berechnet worden, doch zu früheren Zeiten gab es noch nicht so hochwertige Bauteile wie heute.

    Sicherlich verändert ein Lauti durch neue, hochwertige Bauteile seinen Klang. Ist das berechenbar wenn ich statt Zement-, MOX-Widerstände einsetze ...?


    Geithain BR25

    - Dämmmaterial, original Lumpen raus, 40 mm Polsterfließ rein

    - alle Kondensatoren gegen Folien getauscht

    - alle Widerstände gegen MOX getauscht

    - beim HT im Signalweg ein 0R6 MOX eingesetzt

    - Weichen - Direktverdrahtung

    - 2,5q Innenverkabelung

    Die BR ist klanglich zum Original nicht wieder zu erkennen.

    Steigerungsform:

    - die BRs im Bi-Amping spielen


    Dreher: RFT HK-PA 1203

    - Die Blechzarge gegen eine sehr aufwändige Eigenbauholzzarge ersetzt.

    - Tausch des Alutonarmrohres gegen Carbon

    - Tellerdämmung von innen, mit einer 300g Thorensgummimatte

    - Der Induktionsmotor ist nicht mit der Zarge verschraubt, entkoppelt

    Klanglich spielt der 1203 dadurch in den Oberklasse


    Dreher: Lenco L78SE Tonarmlager

    - Tonarmlager auf Ölbad, mit der Tonarmbassis des L75, umgebaut.

    Klanglich spielt jedes System dadurch eine Klasse besser.


    Tonarm: Decca International

    - Alutonarmrohr gegen Carbon getauscht

    Durch das Carbonrohr wird der Klang weiter, offener & klarer.


    Sonnigst Nadja