Der allgemeine "Hi-End" Tuning Thread

  • Sicherlich verändert ein Lauti durch neue, hochwertige Bauteile seinen Klang. Ist das berechenbar wenn ich statt Zement-, MOX-Widerstände einsetze ...?

    - alle Widerstände gegen MOX getauscht

    - beim HT im Signalweg ein 0R6 MOX eingesetzt

    ....und ich habe alle MOX im Signalweg durch Mundorf Supreme ausgetauscht.

    http://www.mundorf.com/de/?cat…s&content=mresist_supreme

    Hört man‘s?

    Ich weiß nicht, aber es beruhigt das audiophile Gewissen.

  • Ich denke schon, u.a. meine uralten Elkos zbs hab ich mal gegen Bipolare getauscht, mit durchschlagendem Erfolg, von den einst ursprünglichen Boxen ansich ist nebenbei auch nichts mehr erkennbar^^



    Ich habe heute neue xxxKabel bekommen, dazu schreib' ich erstmal nix.;)

    Kenn ich, schwierig darüber zu berichten da es zwar unterschiede gibt, man kann sie aber im ersten moment nicht wirklich zuordnen.
    Die am wenigsten Audiophil klingenden Kabel sind übrigens Beipackstrippen, Ausnahmslos erlebt. Mit denen klingts zu dünn, ausgemerkelt, oft zu spitz in den höhen, muffig, mit aufgeblähten Bässen.

    Das einzig Positive: man kann sie gut als Standartkabel ohne wirklich herausragenden tugenden einsetzen, ist übigens meine ganz Persöhnliche Einschätzung.


    Selbst setze ich aus überzeugung Kohlfaserkabel ein (ausser bei meiner Bandmaschine und Phono natürlich) sie spielen für mich mit kleinstmöglichem Kompromiss auf hohem nivou an allen Bausteinen, sind allerdings auch etwas brummanfällig.

    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Selbst setze ich aus überzeugung Kohlfaserkabel ein (ausser bei meiner Bandmaschine und Phono natürlich) sie spielen für mich mit kleinstmöglichem Kompromiss auf hohem nivou an allen Bausteinen, sind allerdings auch etwas brummanfällig.

    gruß

    volkmar

    Welche? VdH?

  • Aus welchem Kohl? Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkohl? Rotkohl?:D


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Kenn ich, schwierig darüber zu berichten da es zwar unterschiede gibt, man kann sie aber im ersten moment nicht wirklich zuordnen.

    Also Kabel und hören ist wirklich ganz dünnes Eis, ich hätte da gestern Abend/Nacht ein Erlebnis welches ich selber eigentlich nicht glauben kann.

    Ich habe Lorca/Newcomer gehört über den CD Player und bei irgendeinem Lied in der Mitte fand ich den Bass ziemlich muffig. Jetzt hatte ich auch letzte Woche bei eBay Kleinanzeigen 2&3m Mogami Blue Rocket erstanden(der Preis war einfach zu günstig und ich dachte mir gutes Lautsprecherkabel brauchst du immer mal), genau das gleiche Kabel welches ich in 2&3.5m sowieso benutze. Ich habe dann den Player auf Pause gestellt, den Verstärker kurz ausgeschaltet und die Kabel gewechselt. Dann Verstärker an, Song wieder auf Anfang und nochmal gehört und es war eindeutig straffer, nicht mehr so mulmig. Lautstärkeregler habe ich nicht angefasst, lediglich die Klemmen am Biwiring Terminal nochmal nachgezogen.

    Eigentlich völlig unmöglich, war aber so.

  • Kohlfaserkabel

    Fürs grüne Gewissen?:)

    Ja klar Thomas, bin ja Vegetarier und obendrein Biomensch;)



    Nein, wenn schon dann Grünkohl.

    :merci: Grünkohl soll der gesündeste sein, hat sehr wertvolle Inhaltsstoffe.

    gruß
    volkmar



    ps..peter es sind VDH.

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen von Burkhardt Schwäbe- Röhren Kopfhörerverstärker von Werner Zühlke - Röhren Phonovorstufe Puresound P10- Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme: Audio Technica AT-160ML + AT-ML180



  • Die Kaltgeräte Stecker Kombi werde ich natürlich an den Geräten original belassen!!

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Meine Tuningmaßnahmen:

    Geräte phasenrichtig einstecken (kann Gehäuse gegen Schutzleiter gemessen werden). Bei Verstärkern gut hörbar, bei CD ist es evtl. auch nur Einbildung.

    Nachbaunadeln aus der SAS-Serie von Jico brachten bisher bei allen Systemen ein deutliches Upgrade. Aber das hat weng mit Tuning zu tun.

    Bitte evtl. nicht nachmachen: Sicherungen in Bändchenhochtöner brücken. Heieiei....

  • Hallo zusammen,

    "richtiges" Gerätetuning kann sehr reizvoll sein. Es gibt eine ganze von Geräten im bezahlbaren Bereich, bei welchem man mit wenig Einsatz sehr viel erreichen kann. Da wird oftmals an vielen Stellen gespart, obwohl das Schaltungskonzept deutlich mehr hergeben kann. Manchmal sind es Kleinigkeiten. So werden manche Geräte aus reinen Sicherheitsgründen Frequenzgangmäßig zu sehr begrenzt, in der Regel mit einem Kondensator in der Gegenkopplung, welches einen Frequenzabfall von 6 dB/Oktave ergibt. Leider verursachen solche Filter ganz erhebliche Phasendrehungen bis zur fünften Oktave nach oben oder nach unten, je nachdem ob es als Tiefpass- oder als Hochpassfilter gemacht ist. Begrenzt man einen Verstärker bei z. B 70 kHz, so machen sich die Phasendrehungen bis 2 kHz bemerkbar - mitten hinnein in den empfindlichen Hörbereich. Setzt man hier einen kleineren (und höherwertigen) Kondensator ein (MKP, Styroflex oder gar Mika) und setzt den Einsatzpunkt des Tiefpassfilters auf max. 500 kHz (sofern Schaltung und Bauteile das hergeben), klingt das Gerät deutlich räumlicher, klangfarbenreicher und frischer.

    Viele einfache Verstärker sind im Bass oftmals auf 4- 6 Hz begrenzt. 6 dB Filter 1. Ordnung ab 6 Hz wirken Phasendrehend bis zu 180 Hz. Der Einsatz eines hochwertigen Bipolar-Elkos mit einem Wert womit man auf eine Einsatzfrequenz von unter 1 Hz kommt bewirken hier Wunder. Noch einen 0,22 uF - 0,47 uF MKP parallel dazu, und das Tunning ist perfekt.

    Und dann wäre da noch Teac oder Rotel, welche geradezu einen manischen Hang dazu haben, bei Geräten mit viel Aufwand gerade an entscheidenden Stellen einen "Bock" zu schießen. Macht man diesen Ausfindig, kann man für sehr wenig Geld sehr viel erreichen.


    Beim Ausgangswiderstand werden oft zu hohe Werte eingesetzt, oftmals bis zu 470 Ohm. Hier kann man auch getrost niedriger gehen, je nach Schaltungskonzept. Gute OPs kommen Problemlos auch mit 22 - 47 Ohm klar. Und bei reinen Transistorschaltungen am Ausgangtun es auch 150- 220 Ohm bei hochohmigen Schaltungen, bei niederohmigen oftmals 10 bis 22 Ohm.


    Kabel-"tuning) sehe ich eher als Feinabstimmung und weniger als tuning an.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Tuning beschränkt sich bei mir eher auf Raumtuning, Gerätetunig halte ich für nicht nötig wenn die Geräte von entsprechender Qualität sind. Und das mit dem Kabeltuning ist ja so eine Sache. Das grösste Potential sehe ich beim Plattenspieler, diese analoge Quelle lässt einiges an modifikationen zu.

    Grüsse, Markus

  • Ich habe meinen Plattenspieler mit für mich sehr gutem Ergebnis getuned. Ich betreibe seit dreißig Jahren ein Systemdek IIS. Das ist ein schottischer Schwabbler aus den 80ern, dem ein oder anderen vielleicht auch als "Keksdose" bekannt. Das gute bei dem Laufwerk ist, dass man es einfach demontieren kann und danach überall gut dran kommt.


    Am Laufwerk habe ich die folgenden Modifikationen vorgenommen:

    - Die 'Motorsteuerung', bestehend aus Kondensator und Widerstand zur Ansteuerung des AC-Synchronmotors (Premotec) wurde entfernt und durch eine 'Dr-Fuß-Motorsteuerung' ersetzt.

    - Der Motor wurde mit Sorbothan-Streifen von der Zarge entkoppelt und mit Gummiringen versehen, um dessen mechanisch Vibrationen bzw. deren Übertragung auf die Zarge zu dämpfen.

    - Das Tellerlager wurde mit zwei Gummiringen bedämpft. Die Stahlkugel wurde durch eine Si3N4-Kugel gleicher Größe getauscht, unter der ein Lagerspiegel aus Teflon sitzt. Als Lageröl verwende ich altes Getriebeöl vom Hinterachssperrdifferential meines Autos.

    - Der Plattenteller (aus Aluguss?) wurde mit Hilfe von drei Gummiplättchen vom Subteller entkoppelt und bekam einen 'outer platter ring', um dessen Klingeln zu reduzieren. Hier könnte mit Tellern aus anderen Materialien und diversen Tellermatten weiter experimentiert werden (Audio Note, die die Rechte an den alten Systemdek-Plattenspielern erworben haben, bieten Plattenteller aus Kunststoff an), hab ich nicht gemacht.

    - Der Tonarmausleger hat eine Platte zur Aufnahme des Tonarms aus Pertinax (Hartpapier, Empfehlung von R. Grätke) bekommen.

    - Die drei (recht weichen) Federn, die das Subchassis entkoppeln, wollte ich immer mal gegen drei härtere Federn vom LP12 tauschen, hab ich aber auch nicht gemacht, da der Plattenspieler auch so schon weitaus besser spielt als jemals zuvor.

    - Das LW steht nicht mehr auf seinen Originalfüßen, sondern ist mit großen Spikes mit direktem Kontakt zum Zargenboden an eine MPX-Platte angekoppelt, die wiederum mit Sylomer-Pads von der Schieferplatte darunter entkoppelt ist.


    Als Tonarm verwende ich einen gebraucht in der amerikanischen Bucht erworbenen SME 3009R. Dieser wurde bei ATA

    - gereinigt,

    - mit einem Messerlager aus Bronze

    - und einer neuen Innenverkabelung versehen.

    - Zudem wurde die originale Langlochplatte, auf der der Tonarmturm zur Einstellung der Distanz zwischen Tellerspindel und Drehpunkt des Tonarms verstellt werden kann, durch eine massive Aluplatte (Sonderanfertigung ATA), ähnlich wie die Bronzeplatte bei der PV, getauscht. Eine schwere Bronzeplatte hätte zu einer zu starken Gewichtsverlagerung und einseitig höheren Vorspannung der Subchassisfedern geführt.

    - Um die eff. Masse des Tonarms zu erhöhen, verwende ich das schwere (18g?) Magnesium-HS von Ortofon.


    Als TA verwende ich ein DL103, an dem

    - eine Chiabatta-Nadel angebracht wurde und

    - das ich mit meinen eigenen zittrigen Fingern aus seinem Kunststoffkorpus befreit und in einen Ebenholzkorpus eingesetzt habe.


    Als Tonarmkabel (ab jetzt ist es kein Tuning mehr) verwende ich ein Cuprum 29 von Mario Grötzinger, das an einen A23 SUT berichtet.


    VG

    Steffen

    And if you tolerate this

    then your children will be next

  • Finde ich alles richtig gut, nicht nur des Ergebnisses wegen(das ich ja nicht kenne)sondern weil hier aus einem primär konsumierendem Hobby ein aktives Hobby wird. Dabei tritt das hoffentlich zufriedenstellende Endresultat in den Hintergrund, „der Weg ist das Ziel“ Hilfsausdruck.

    Mir persönlich gefällt eine derartige Herangehensweise auch deutlich besser als das Installieren einer „perfekten“ digital/aktiv Kette bei der ich K2 mal eben digital dazugebe wenn ich das möchte und Raumprobleme einfach per DSP eliminiere. Alleine die Gedanken die man sich dabei macht bringen einen weiter und geben Sinn.

    Bei alledem muß man sich natürlich immer fragen ob der Aufwand den man treibt noch im Verhältnis steht. Beim Auto sagt man gerne: „wer im Nachhinein tunen muß hat von Vornherein falsch gekauft“.🤣

  • Auch an meinem Auto habe ich sehr viel modifiziert, von Tuning so mit Spoiler und Felgen würde ich hier nicht reden. Aber auch hier trifft das, was du schreibst genau zu: Nicht bloss doof zusammenkaufen, sondern selbst machen und so ein eigenes 'Produkt' fabrizieren. Sehe ich ganz genau so.


    VG

    Steffen

    And if you tolerate this

    then your children will be next

  • ... Nicht bloss doof zusammenkaufen, sondern selbst machen und so ein eigenes 'Produkt' fabrizieren.

    Das erfasst das Wesen des Aftermarket ganz gut!


    Der Hang zu individualisieren ist uns zueigen, bzw. wird schön suggeriert. Begehrlichkeiten werden geweckt.


    Dazu kommt der Hang die Technik zu beherrschen, was in der Hi-Fi-Branche ganz schön funktioniert! Jeder kann „Fachmann“ sein.


    Kaum einer weiß, dass ein Porsche Cayenne, um mal ein Beispiel zu nennen, auf Serienbereifung die schnellste Rundenzeit auf der Nordschleife fährt. Kein noch so glänzendes Porno-Rad macht das besser.


    So ähnlich ist das bei Hi-Fi, nur sind die Porno-Räder viel größer und selbstleuchtend!


    Wenn es um Performance geht, sind eine Menge anderer Dinge wichtig! ;-)

  • Bei Porno-Rädern geht es ja nur um "Sehen" aber hier ums "Höhren" und da kann das Ergebnis auch mal nicht so "sexy" aussehen....:D

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Bei Porno-Rädern geht es ja nur um "Sehen" aber hier ums "Höhren" und da kann das Ergebnis auch mal nicht so "sexy" aussehen....:D

    Wenn ich meine Eindrücke von den großen Messen so Revue passieren lasse, dann glaube ich schon lange nicht mehr das es ums Hören geht.

  • Ronny, das ist das genaue Gegenteil einer Tuningmaßnahme. Damit schiebst Du denn ganzen Schmodder vors Trommelfell. Gut, dies kann bei manchen Anlagen eine Wohltat sein.