Graham Slee Accession MC

  • Hallo zusammen,


    ich bin ja immer auf der Suche nach Geräten, die ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten. Da ich ja mit meiner "Graham Slee Accession MM" äußerst zufrieden bin, habe ich jetzt mal dem neusten Spross von Graham, der "Accession MC" (mit "Enigma PSU") eine Chance gegeben.


    Ich habe diesen die letzten Tage mit divesen MC-Tonabnehmern ausprobiert, die ich noch in der Schublade habe, wie z. B. "Denon DL103", "Lyra Dorian", "Benz ACE L" und "Benz Wood L". Ich kann nur sagen, eine wirklich prima MC Phonovorstufe hat hier Graham entwickelt, die wie alle Geräte von Ihm, in diesem kompakten Kästchen äußerst unspektakulär daherkommt. Die "Accession MC" schlägt bei mir bzw. ist ebenbürtig einigen mehrfach so teuren Geräten. Dies könnt Ihr Euch bei mir sehr gerne anhören.


    Die "Accession MC" löst generell sehr gut auf, klingt natürlich ohne steril zu wirken, hat einen schönen Bass, unangestrengte Höhen und bietet an meinen "Geithain 901K" eine tolle sehr räumliche Darstellung der Musik.



    Bild 1: "SL1200G", "Audio Technica AT-OC9XEN" und "Accession MC"


    Sehr schön stimmig spielt das neue "AT-OC9XEN" mit der "Accession MC" auf dem "SL1200G". Der Klang ist dem prima Setup mit "Firebird", "Groovemaster II", "SPU GM E", "Hashimoto HM7" und "Accession MM" ähnlich, unterscheidet sich jedoch auch in ein paar Dingen. So ist der Bass beim "SPU GM E" vielleicht noch ein Quentchen präsenter und die Höhen etwas seidiger. Dafür ist der Klang mit dem "AT-OC9XEN" am "Accession MC" insgesamt räumlicher und ruht mehr in sich. Beiden gemein ist diese schon teils unheimliche Livehaftigkeit der Musik.


    Bild 2: Im Hintergrund „Think!“ (Lonnie Smith), aus der „Blue Note 80th Series“


    Mit dem "AT-OC9XEN" Setup habe ich die Platte„Think!“ vom Lonnie Smith gehört, einer im August veröffentlichten Scheibe aus der „Blue Note 80th Series“, die ich jetzt schon mehrfach mit großer Begeisterung gehört habe. Was ich beim Absenken des Tonabnehmers zu hören bekam, hat mich doch mehr als überrascht. Diese dynamische, sehr räumliche Klang mit schönem tiefen Bass habe ich so nicht erwartet. Schon der erste Titel auf der Schallplatte "Son Of Ice Bag" machte es unmöglich für mich, still sitzen zu bleiben. Um ehrlich zu sein, hatte ich ja die Befürchtung, dass die "Accession MC", aufgrund ihrer hohen Auflösung, in diesem Setup ein bißchen langweilig klingt. Aber dies war absolut nicht der Fall, zumindest nicht mit dem preiswerten "AT-OC9XEN", den ich verwende.


    Für mich persönlich, ist die "Accession MC" (mit "Enigma PSU") ein tolle MC Phonovorstufe, mit einem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis. Diese repräsentiert für mich das klassische britische Understatement. Für Hörer, die nicht auf ein stylisches, teures Äußeres wert legen, möchte ich diese sehr empfehlen.


    Zu der Accession MC gitb es seit kurzem auch einen Test:
    http://v2.stereotimes.com/post…-coil-phono-preamplifier/


    Gruß Stephan

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    Nemu

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  • Glückwunsch!


    ein schönes kompaktes Gerät, wertiger Eindruck.

    Der Preis ist mit ca. 1.600€ ja auch schon ganz ordentlich, das ist längst nicht jeder bereit oder in der Lage zu investieren. Von der Performance her darf man da auch schon weit überdurchschnittliches erwarten.

    Ich selbst habe auch die Erfahrung gemacht das es erst jenseits von 1.000€ richtig gut wird. Aktuell mit ASR Mini Basis Exclusive. Was mich noch reizt ist eine Goldnote PH10 mit PSU wegen der Bedienungsfreundlichkeit und der Ausstattung, das fehlt mir, hatte leider noch keine Gelegenheit eine zu hören, sie müsste um zu bestehen aber mind. auf ASR Niveau spielen.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Hallo Jörg und Dieter,


    danke nochmal für die Preisangabe bzw. Anmerkung dazu.


    Natürlich sind Euro 1589,- kein Pappenstiel. Diese muss man erstmal aufbringen können und wollen. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass teils mehrfach so teure Phonovorstufen nicht besser klingen, teilweise sogar schlechter, bin ich persönlich schon der Meinung, dass die "Accession MC" preiswert ist.


    Gruß Stephan

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    Nemu

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  • Hallo Stephan,

    du nutzt für das SPU eine "Accession MM" plus Hashimoto HM7 Übertrager.

    Wie macht sich denn das Bence Ace L und das Lyra Dorian im Vergleich an dieser Kombination mit HM7 (7-40 Ohm Stellung)?

    Gruß

    Horst

  • Hallo Horst,


    Hallo Stephan,

    du nutzt für das SPU eine "Accession MM" plus Hashimoto HM7 Übertrager.

    Wie macht sich denn das Bence Ace L und das Lyra Dorian im Vergleich an dieser Kombination mit HM7 (7-40 Ohm Stellung)?

    Gruß

    Horst

    Keine Ahnung! Die Benz-Systeme habe ich noch nie mit dem Hashimoto HM7 Übertrager ausprobiert. Den müsste ich dann auch erstmal umlöten von Gain 30x auf Gain 15x. Dazu fehlt mit die Muße. Den Hashimnoto HM7 benutze ich einzig und allein für meine niederohmigen SPUs.


    Die Benz-Systeme klingen auch ohne Übertrager, direkt an einer MC Phonovorstufe ganz ausgezeichnet, wie ich finde.

    Gruß Stephan

  • Hallo Horst,


    je nach Gain, also 15x oder 30x muss der HM7 unterschiedlich verdrahtet werden. Dies kann man auch mittels eines Schalters im Gehäuse realisieren, was ich auch ausprobiert habe.


    Bild 1: Plan für die Verdrahtung des HM7, so dass der Gain zwischen 15x und 30x umgeschaltet werden kann


    Der Versuch hat jedoch gezeigt, dass das schwache Signal eines SPU 0,2 mV der mehrfach durch den Schalter läuft den Klang verschlechtert. So bin ich wieder dazu übergegangen die Hashimoto HM7 Übertrager fest zu verdrahten, also keinen Schalter mehr zu verwenden.


    Gruß Stephan

    __
    Nemu

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  • Bitte an die Administratoren!


    Eigentlich ist dies ja ein Thread über den "Accession MC". Vielleicht wäre es sinnvoll die Punkte ab #6 bzgl. des Hashimoto HM7 Übertrager in einen separten Thread auszulagern. Dann könnte man sich hier wieder mit dem eigentlichen Thema beschäftigen.


    Gruß Stephan

  • In Anbetracht der hochwertigen Stromversorgung in Form eines externen Netzteils - siehe

    https://www.fidelityaudio.co.u…-low-noise-psu-4004-p.asp

    ist der Preis wirklich als sehr günstig anzusehen.

    Das Innenleben der Signalstufen kann man hier sehen:

    https://www.hifisystemcomponen…ion_topic2268_page40.html

    Ich vermute, das auf der Lötseite noch einige SMD-OPAs sitzen - ev. AD817 wie bei der "nur MM" Variante "ERA GOLD" - siehe

    Graham Slee Era Gold

    und

    https://www.audioasylum.com/cgi/vt.mpl?f=vinyl&m=863876

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Für €500,-- kann man auch ein ausgewachsenes Netzteil erwarten.

    bei solider Kalkulation eigentlich nur, wenn nur eine Gewinnspanne vorhanden ist. Bei der meist üblichen Konstellation "Hersteller-Vertrieb-Einzelhandel-Endkunde" meiner Meinung nach nicht realisierbar.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Hallo zusammen!

    In Anbetracht der hochwertigen Stromversorgung in Form eines externen Netzteils - siehe

    https://www.fidelityaudio.co.u…-low-noise-psu-4004-p.asp

    ist der Preis wirklich als sehr günstig anzusehen.

    Bei dem hier angegebenen Link auf das Netzteil, handelt es sich um ein Netzteil eines Fremdherstellers, dass für die Phonovorstufen von Graham Slee verwendet werden kann. Ob die besser sind weiß ich nicht. Die Linear-Netzteile von Graham Slee, also das "PSU1" und das "PSU1-Enigma" sehen anders aus und sind auch kleiner. Hier der Link:
    https://www.hifisystemcomponents.com/power-supplies/


    Bilder wie die innen aufgebaut sind habe ich bisher noch nicht gefunden.


    Gruß Stephan

  • Hallo zusammen,


    am Mittwochabend war Stephan bei mir zu Gast und hatte den Accession MC dabei.

    Bisher habe ich keine Erfahrung mit externen Phono-Pre, da ich bisher die Phono-Eingänge des Devialets verwende.

    Nach einer Warmlaufzeit hörten wir zunächst den Graham mit dem Colibri - und der Devialet hatte eindeutig das Nachsehen. Deutlich mehr Details und ein „stimmigeres“ Klangbild produzierte der Accession mit 200 Ohm Einstellung. Dagegen wirkte der Devialet-Phono regelrecht dumpf, leblos und „ohne“ Räumlichkeit.

    Hätte ich so deutlich nicht erwartet und macht nun eine bisher nicht geahnte „Baustelle“ auf...


    Zeitgleich war auch noch der Celio MK3 von Grandinote zugegen. Dieser präsentierte die Musik „anders“ als der Graham - „wärmer“ und mit etwas mehr Räumlichkeit. Stephan und ich gefiel die Wiedergabe mit dem Accession besser, Juergen und Kay hingegen die des Celio - wie vieles also Geschmacksache. Einig waren wir uns zu viert hingegen, dass der Devialet gegen beide deutlich abfiel.


    Auch mit dem AT33 EV sowie dem ART9 von audio Technica machte der Graham auf dem DDX1500 eine gute Figur - auch wenn wir hier mehrheitlich mit dem Grandinote gehört haben.


    „Leider“ hat Stephan den Graham wieder mitgenommen - schade, hätte den „Kleinen“ gerne noch etwas ausführlicher gehört.


    Musikalische Grüße

    Tom

    support the artists - by Vinyl or CD...

    DPS3 iT + Colibri XGP / DDX-1500 + FR64s + Jico Seto Hori

  • Hallo Tom,


    war mal wieder ein sehr schöner Abend bei Dir. Vielen Dank dafür.


    Ja fand ich auch, dass die "Celio MK3" von Grandinote im Vergleich zur "Accession MC" etwas räumlicher war. Dafür fand ich bei der Accession jeodch in Bezug auf die Raumdarstellung die Ortung der einzlenen Instrumente bzw. Stimmen im Raum sehr präzise. Dies fällt mir auch bei mir zu Hause auf, wenn ich die Accession mit meinen anderen Phonovorstufen vergleiche. Bei der Celio war dies Ortung difuser oder besser ausgedrückt unpräziser.


    Lieben Gruß

    Stephan

    __
    Nemu

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