MCINTOSH MC225vs KEBSCHULL 35/70

  • Ich könnte eine MC 225 für 1500 € kaufen guter Zustand und vor 2 Jahren überholt, mit Tausch einiger Teile.

    die Frage ist ob meine Kebschull's 35/70 nicht eventuell besser sind und ich einfach nur Zeit verschwende.

    Was meint ihr? wer kennt beide?

    Testen kann ich die MC225 leider nicht mit meinem Material, also bringt der Test nix ausser funktionsgarantie. Was ja schon "etwas" ist ;-) .

  • Hallo,


    bei der MC 225 sind die Endröhren eher selten und wahrscheinlich kaum noch in vernünftiger NOS-Qualität zu einem akzeptablen Preis in Europa aufzutreiben.


    Gruß

    Erhard

  • Mir hat die 225'er klanglich zumindest immer besser gefallen als die größeren Modelle (240+275).

    Das ist aber auch schon 30 Jahre her ...

    Die Kebschull habe ich damals zwar auch gehört, aber nicht im direkten Vergleich.


    Schon damals gab es allerdings zwischen den 225'ern größere Klangunterschiede; je nach dem wer darin schon rumgelötet hat.


    Nur ein Funktionstest reicht da m.M.n. nicht aus, Überholung und Austausch einiger Teile ist leider ziemlich relativ.

    Kann gut gemacht worden sein, muß aber nicht.


    Meine Empfehlung: unbedingt anhören.


    Gruß

    Arne

  • Muss es denn unbedingt NOS sein?

  • Die Ausgangsübertrager sind sicher sehr ordentlich, und ein Pfund, mit dem diese Endstufe auch gegenüber der Kebschull Wuchern kann... Aber ich würde auch mal einen Blick ins Gehäuse werfen, der nachträglich reingebastelte Ein-Aus-Schalter verheißt in meinen Augen nicht unbedingt Gutes...


    Wenn es auch um Werterhalt und Wertentwicklung geht, würde ich diese Endstufe schon nicht mehr kaufen... Mutmaßlich ist es auch eine USA Version für 110 Volt Netzspannung... Ist darüber etwas bekannt?


    Grundsätzlich ist ein MC225 ein toller, gutklingender Verstärker, wenn die Ausgangsleistung genügt, er sollte aber sehr ordentlich revidiert und nicht verbastelt sein...


    Wenn ich eine MC225 haben wollte, würde ich auf ein sehr gut erhaltenes Exportmodell, dass hier in Europa verkauft wurde, warten, das dauert und das wird sicher teurer, perspektivisch würde es sich aber in mehrerer Hinsicht lohnen...


    Freundlich


    Michael

    „Doubt everything...“

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    Hier mal ein paar Fotos von dem guten Stück ich hab es erst einmal auseinander gebaut um zu gucken was da überhaupt los ist. Leider war schon mal jemand mit Akkupats dran, ich hab jetzt keine Lust die Poliermaschine rauszuholen aber so schlimm ist es auch nicht.

    es wurden von "LEASAMETRIC" France 2 condensatoren getauscht und alles durchgemessen, das war 2018.

    Da kam auch der An/Aus Schalter ins Gehäuse. Ich denke nicht verbastelt, sondern in recht gutem Zustand. Als Zugabe gab nen fetten Trafo.

    Was meint ihr zu den Röhren?

    Morgen wird verglichen, MC-225 / Kebschull / und EL34 DIY Amp.

    Der aber eh schon aus dem rennen ist weil etwas zu "scharf", da dreh ich immer leiser beim hören.


    Guts Nächtle Sven

  • Alles ist relativ, auch die Idee von einem recht guten Zustand oder verbastelt / nicht verbastelt...


    So ein Ein-Ausschalter ist meiner Meinung nach mit das schlimmste, was man diesem Gerät ohne Not und Bedarf antun kann -absolut irreversibel - und das 2018, da könnte man es besser wissen... Allzumal diese 110 Volt Variante eh den Vorschalttrafo braucht, den man idealerweise auch bei Nichtbenutzung vom Netz trennt, da hat man ja quasi einen Ein-Ausschalter...


    Und Vorsicht mit der Poliermaschine, die macht die ganzen Beschriftungen weg, wenn noch welche da sein sollten...


    Du hattest in Deinem zweiten Post gefragt, ob irgendetwas an der Fragestellung stört... Im Nachhinein würde ich sagen ja, wenn jemand, der einige alte MC’s besitzt dann antwortet und Input gibt und Du in keinster Weise darauf eingehst und scheinbar nur einen Bestätigungsthread für einen augenscheinlich schon beschlossen Kauf wünschst, kann derjenige sich die Zeit für Antworten und die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema sparen...


    Leider erklären Deine Bilder, warum der MC225 so ungewöhnlich günstig war...


    Ich will kein Oberlehrer sein und hatte damals in Deinem Kebschull Thread auch nichts geäußert, ich denke aber, es könnte wiedergabetechnisch sinnvoll sein, statt mehrerer verbastelter oder unrestaurierter oder notdürftig reparierter Amps einen richtig gut und seriös restaurierten zu betreiben...


    Ich wünsche trotzdem viel Freude mit dem MC und interessante Hörvergleiche...


    Freundlich


    Michael

    „Doubt everything...“

  • Hallo Ocean,

    ich denke dass die Kebschulls recht ordentlich sind und auch flexibel in der Röhrenwahl - kann man ja schön wechseln wenn man will. Was wird der Mehrwert sein wenn du die gegen die MC tauscht, klanglich, optisch und von der Wartung/Pflege später dann? Mach dir da mal Gedanken, dann kommst du auch auf ein für dich selbst zufriedenes Ergebnis. Ich denke, da ist nicht so viel was du mehr rausholst!

    Design: Eine Mc seht schon schön aus, finde aber das die Keb‘s auch ihren Reiz haben und durch den Mono Aufbau optisch schöner rüber kommen. Auch von der Aufstellung kannste mit den Monos besser spielen. Geschmackssache aber ich würd die Kebs bevorzugen.

    Technik: Die 110V würden mich stören, speziell an der Endstufe. Das ewige gefrickle mit dem Extra Trafo, das würd ich mir nicht antun. Wie die „revediert“ worden sind, naja das siehst du besser live und auch im Hörvergleich. Auch hier sind die Röhren bei den Kebs sicherlich einfacher zu handhaben als bei der Mc.

    Aber wie immer hören macht den Meister. Wenn die Mc‘s dich gleich vom Hocker reissen dann los, aber wenn der Unterschied marginal ist, dann würden mich die o.g. Dinge von einer Neuanschaffung fern halten.

    Bin gespannt was heute/am Wochenende rauskommt.

    Richi

    I hob koa Signatur, aber wenn i oane häd, nachad dad i's ah ned hischreim.

    AAA Mitglied seit 02.11.2019, unterstützt die AAA

  • Hallo


    die MC 225 sieht nicht sehr vermurkst aus, klar das mit den Netzschalter mußte bestimmt nicht sein,

    Der Druck auf der verchromten Platte, iss bestimmt nicht mehr richtig lesbar, das ist aber normal, das ganze Teil gehört komplett überholt , wobei auch die Verchromung und der Druck wiederhergestellt werden können , einge Bauteile sollten erneuert werden , etwas Geld muß dabei in die Hand genommen werden , denke aber es lohnt sich


    Gruß

    Klaussxx

  • @ all danke für's Feetback ! und die Fernberatung.

    Bin erstaunt was ihr alles so schreibt.

    Ich bin erstaunt darüber dass ich so viel über den Schalter beschweren, die sind wieder auszubauen ist mit Sicherheit kein großes Ding aber so ist es doch recht praktisch.

    Gaggistangerl Ja ich weiß wir haben uns unterhalten über die Geb's und du fährst sie glaube ich auch mit KT 120 , bei mir werden sie halt so beängstigend HEISSS !!!

    du hast Lüfter drunter gelegt, Lüfter habe ich mir auch im Internet bestellt so Unterlegteile für das Laptop diese sind aber noch nicht angekommen

    Dafür war aber eine Mega Endstufe von Macintosh gleich um die Ecke für relativ dünnes Geld zu verkaufen ja und da habe ich zugeschlagen ich denke wenn Sie mir klanglich nicht gefällt werde ich sie immer mit Gewinn wieder verkaufen können trotz des "vermasselten" and Zustandes ;-)

  • ps die MC225 ist komplett durchgecheckt worden in 2018 und " l'amplificateur est dans les specifications du constructeur." schreibt " leasametric ",

    na dann ist ja alles wie es sein soll .

  • Zitat ocean:"bei mir werden sie halt so beängstigend HEISSS !!!

    du hast Lüfter drunter gelegt, Lüfter habe ich mir auch im Internet bestellt so Unterlegteile für das Laptop diese sind aber noch nicht angekommen"


    Dann stimmt was Grundlegendes nicht...


    Egal ob Mcintosh oder Kebschull: Ein guter!!! Röhrenverstärker, der original ohne Lüfter konzipiert wurde, sollte keinen Lüfter zum dauerhaften Betrieb brauchen, sonst stimmen an Dimensionierung, Konzeption oder gegenwärtigem Betriebszustand etwas nicht...


    Freundlich


    Michael

    „Doubt everything...“

  • Moin Leute,


    die Netzfrequenz in den USA beträgt 60Hz!

    Und mit unseren 50Hz ist es logisch, dass die Dinger sich mehr erwärmen wenn sie nicht gerade recht großzügig ausgelegt sind.


    Gruß,

    Frank

  • Naja, der Netztrafo meines MA-230 wird auch nach 2 Stunden Betrieb ziemlich warm/heiß. Ist ein deutsches 220 Volt Gerät und hat komplett neue Siebelkos und Voltage Dublifier im Netzteil bekommen (Authenticaps von Jan Wüsten). Läuft aber seit einigen Jahren einwandfrei. Nach 2 Stunden Betrieb fühle ich am Netztrafo und wenn er mir zu heiß vorkommt, schalte ich das Teil halt zum Abkühlen ab. Ich führe das mal auf die höhere Netzspannung in D zurück, die eben nicht nur 220 Volt beträgt. Insofern haben 110 Volt Geräte auch ihre Vorteile, da man sie mit einem Vorschalttrafo betreiben muss, der meist auf 240 Volt einstellbar ist.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Handwarm !!


    Sehr detailreiches hören!

    Die Grillen aus Erikah Balou's "orange moon" scheinen in meiner Pflanze zu zirpen :-)

    Jetzt höre ich noch ne Weile und stöpsele die Kebs dann mal an und entscheide mich.


    Danke für eure mehr oder weniger hilfereichen Tipps

    Happy Sven