Thorens TD 1600/1601

  • Das Aufschwingen ist typisch für ein Schwabbelchassis. Das könnte man mit einer Rutschkupplung beheben, aber ein direkt antreibendes Pully ist besser für das Klangbild. Also Optik oder Klang, bei mir wäre letzteres wichtiger. Desweiteren ist bei bei solchen Drehern üblich, wenn man den Teller vor dem Start ein wenig anschubst. Das entlastet den Riemen. Für alte Thorensbenutzer also nichts neues.

    Moin,

    bei meinen zwei Thorens (160/166) schubse ich gar nichts an. Da wackelt u. schwingt auch nichts beim Anlaufen. Die laufen seidenweich an, weil die Rutschkupplung richtig funktioniert.

    Und das erst nachdem ich mal den Pulley mit Strichen markiert habe und das Ganze beim Anlaufen unter dem Teller her mit der Taschenlampe genau beobachtet habe. Ich möchte fast wetten das bei denen wo es ruckelt der Riemen rutscht und nicht die Kupplung. Die setzt erst dann zum Schluss ein, wenn überhaubt. Erst nachdem ich eine neue Filzscheibe angepasst habe, und die Feder um die Hälfte gekürzt habe laufen sie seidenweich mit ca. zwei sec. rutschender Kupplung an. Das Ganze habe ich immer wieder mit versch. Lp-Stärken u. Gewicht probiert.

    was sich nicht umbauen lässt, ist kaputt :D
    Gruß
    Werner

  • Moin,

    Kannst du mir bitte erklären, warum eine Rutschkupplung schlechter für den Klang ist als ein direkt angetriebenes Pully. Ich sag schon mal Danke

    was nicht da ist, geht auch nicht kaputt.

    Wenn die Kupplung ihren Auftrag erfüllen soll ergibt sich immer ein gewisser Verschleiss und die Kupplung rutscht auch im Normalbetrieb.

    Für mich wäre das jetzt auch kein Problem mit dem schwabbeln beim anlaufen, andererseits kann eine kleine Platine mit nem FU jetzt auch nicht die Welt kosten und man könnte damit auch noch ein paar nette Gimmicks realisieren.



    Gruss,

    Christoph

    Gewerblicher Teilnehmer

    AAA Mitglied

  • :rolleyes:


    Ganz im Gegenteil: Ich erwarte, dass man solche Probleme löst, bei einem teuren Gerät von heute!


    ..man hat es dir doch versucht zu erklären.


    Mit deinen suggestiven Äußerungen stehst du dir nur selbst im Weg.

    ..welches Problem? ...was ist teuer?


    Was du nicht alles erwartest.

    Erst waren es die Messwerte, dann das Ruckeln - und das bei einem so teuren Gerät.<X


    Man könnte meinen, du befindest dich noch in der Zeit wo man 50.000 Plattenspieler pro Jahr rausgehauen hat.

    Evtl. schaust du mal Richtung Direktantrieb mit Plastik Gehäuse.

    1. kein Ruckeln

    2. preiswerter



    Gruß
    Hubert

    The post was edited 1 time, last by Hubert T ().

  • Bei meinem TD 126 MKIII schwabbelt da nix...


    Und irgendwie würde mich das bei einem Plattenspieler für 3000 Mücken stören, ma sogn...

    Viele Grüße
    Hans-Peter


    Musical Fidelity M5si

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    Thorens TD 126 MkIII mit Ortofon VinylMaster Blue
    Elac Discovery Server DS-S101-G
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  • Mich würde das nicht stören. Ich würde aber auch ehrlich gesagt nie auf die Idee kommen, so einen Riementriebler beim Start nicht anzustoßen. Rutschkupplung halte ich demzufolge für ein unnötiges und klanglich nicht relevantes potentielles Verschleißteil.

    Aber die Ansichten zum kurzen aufschwingen beim Start zeigen, dass es für den (Massen)Markt offenbar notwendig war.

  • Könnte eine bessere elektronische Regelung helfen?

    Jepp - hat Wilson Benesch schon in den 90er Jahren geschafft 8)

    Ich hab noch nie einen LP 12 anlaufen sehen, wie isses da?

    Zumindest bei den alten war das genauso wie bei Thorens. Keine Ahnung ob die neueren Netzteile das adressieren.


    Gruß,

    Jörg (der das auch nicht schlimm fände, sich aber trotzdem freut, dass der Hersteller seines Plattenspielers die extra Meile gegangen ist ;))

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    .. höre Musik mit Wilson Benesch Turntable - Act Two Arm - Van den Hul Colibri - X-Ono Clone - JRDG Capri/102 - Wilson Benesch Act Two - und Digital mit Micromega Trio LW & Musical Fidelity M1 DAC

  • Kannst du mir bitte erklären, warum eine Rutschkupplung schlechter für den Klang ist als ein direkt angetriebenes Pully. Ich sag schon mal Danke.

    Hallo Philip,

    eine Rutschkupplung hat immer etwas Spiel, daher läuft das Pulley weniger ruhig. Alles hat Vor- und Nachteile.


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    Die alten TDs hatten noch keine Rutschkupplung, da gab es nichts einzustellen. Von daher kommt der "Schubs" und sie laufen immer noch...

    ....und im übrigen, naja, vielleicht Corona-Heim-Koller, finde ich es jetzt übertrieben, sich am kurzen Chassiswackel derart hochzuziehen....:rolleyes:

  • dass der Hersteller seines Plattenspielers die extra Meile gegangen ist

    ....so sollte es m.E. sein. :)


    Oder man modernisiert das Konzept geringfügig. Letztlich geht es ja um eine wirksame Entkoppelung von Motor-Noise und Vibrationen der Stellfläche.


    Pro-Ject löst die Subchassis-Geschichte so, dass das 'Oberdeck' auf Polymerkugeln gelagert wird. Das funktioniert sehr gut - d.h. macht was es soll - und es wackelt auch nichts beim Anlaufen des Tellers.

  • Hallo André!


    Danke für deine einleuchtende Erklärung.

    Ich habe einen Thorens mit und einen ohne Rutschkupplung. Leider kann ich die klanglich schlecht miteinander vergleichen, da die effektiven Tonarmmassen doch sehr unterschiedlich sind und daher andere Systeme an den beiden laufen. Aber ein klanglicher Nachteil des Thorens mit der Rutschkupplung ist mir unter den schlecht vergleichbaren Voraussetzungen noch nicht aufgefallen. Aber ich werde da nochmal genau drauf achten und schauen, ob ich nicht doch irgendwie einen aussagekräftigen Vergleich durchführen kann.

    So, jetzt aber weiter im mit dem eigentlichen Thema. Sorry für´s Off-Topic.


    Viele Grüße

    Philip

  • Vielleicht auch am Gleichstrommotor?

    Es liegt nicht an der Motorart und es ist auch kein Rätsel.


    Es ist eine Art Gummiband-Effekt beim Start im Zusammenspiel mit der sehr weichen gefederten Aufhängung. Das ist leider alles sehr fragil. Schon ein neuer Riemen kann ein verändertes Startverhalten bewirken. (Alles langjährige Eigenerfahrung mit unzähligen Thorens)


    Mit welchen Mitteln man es verhindern könnte, (elektronisch oder mechanisch) wurde schon beschrieben.