Warum sollten Dale CMF55 Widerstände besser klingen?

  • Davon abgesehen, dass ich noch nicht so ganz davon überzeugt bin, dass Widerstände überhaupt klangliche Unterschiede ausmachen, würde ich einer Sache mal gern auf den Grund gehen.

    Immer wieder in den Untiefen des Internets bin ich auf die Aussage getroffen, dass die Dale CMF55 die absolute Krönung am Musikhimmel sein sollen...

    (Gern werden auch tie TKD von Thel Audio genannt.)

    Aber was machen die jetzt anders als z.B. die MFR Serie von Welwyn?
    Sind die nur in der Toleranz besser?

  • Hi,


    m.A.n sind das Mythen.

    Die CMF sind gute ThinFilm NiCr-Alloy Typen mit helical groove.

    Warum sie aber besser sein sollten als z.B ein MFR von Yageo erschließt sich nicht.

    Ich vermute mal, daß das etwas andere, bauchige Aussehen, sowie gelegentlich auftauchende Sonderausführungen mit vergoldeten Anschlußpins haben einen Hype begründet.


    jauu

    Calvin

  • Ich stehe gerad son Bisschen vor der Überlegung, ob ich (fürs Gewissen) Welwyn MFR aus meinem Black Cat 2 Satz wieder raus pule und durch Dale ersetze...

    Auf der anderen Seite, die Welwyn MFR waren explizit in der BOM von Henry Westphal genannt.


    Wenn dann eh nur die in der Signalkette.

  • Hallo,

    ich habe diesen Verstärker auch vor ein paar Jahren gebaut. Die technischen Daten sind sehr gut, auch ohne cmf Widerstände. Eine tolle Idee, die Technik auf Basis grundlegender Zusammenhänge im Rahmen eines Praktikums zu ergründen.

    Den Einstieg in die Welt der Glühkolben hatte ich mit einem Eintakter nach einer Idee von Reinhard S. aus Hamburg gemacht. Ich war begeistert!synola_c.jpgbc_ma3.JPG

  • "Besser" ist für mich eher eine Geschmacksfrage.

    Im Grunde weisen doch alle Bauteile gewisse Eigenschaften auf. Die machen sich, abhängig von der Schaltung, mal mehr, mal weniger bemerkbar. Das muß man dann wohl für sich selbst entscheiden wohin die Reise gehen soll. In meinen überarbeiteten Kenwood Geräten, die immerhin fast 40 Jahre auf dem Buckel haben, machen sich u.a. die Dale ausgezeichnet. Dazu muß ich hinzufügen, das es dabei um eine komplette Revision ging. Das ist nicht jedermanns Sache, von wegen muß ja alles schön Original bleiben und so ... ;) Aber im direkten Vergleich von zwei Pärchen L-07M II, wo nur ein Paar komplett überarbeitet wurden, konnte man sehr gut die Veränderung z.B an Auflösungsvermögen nachvollziehen. Ob jetzt nur die Dale für das Ergebnis verantwortlich waren, wage ich aber zu bezweifeln. Die Summer der Teile macht da den Unterschied.


    Leider ergibt sich die Möglichkeit, zwei gleiche Geräte mit unterschiedlicher Bauteilebestückung gegen einander zu hören so gut wie nie. Für mich war es zu mindestens sehr spannend, aber auch etwas erhellend gewesen.


    Gruß

    Max

  • Hallo,


    da die Trafokerne M102 sind, reicht die Leistung nicht (s.a. Bericht H. Westphal).

    Deshalb habe ich die Hochspannung und die Niedervoltspannung getrennt ausgeführt und somit gibt es keine Probleme.

    Vordere Reihe im Bild Ausgangsübertrager und NT-Drossel, hintere Reihe NT-Trafos.


    Gruß

    Peter

  • Hallo,


    den hat Reinhöfer aber nicht im Programm.


    Zumal ich dieser Trennung nicht abgeneigt bin. Dadurch lassen sich die Netztrafos sehr gering aussteuern und man erhält ein ziemlich totes Stück Eisen was Brummen angeht. Akustisch als auch ausstreuungsmäßig.


    Viele Grüße

    Martin

  • Hallo Martin,

    so ähnlich waren meine Gedanken auch.

    Das Trafokonzept hatte ich damals mit Gerd Reinhöfer besprochen, ich wollte auf jeden Fall welche aus Meuselwitz.


    Viele Grüße

    Peter