Problem bei Wiedergabe

  • Hallo alle zusammen!


    Ich habe ein Problem beim Abspielen einer Schallplatte.

    Es handelt sich um die Platte "Extreme Power Metal" von Dragonforce.

    Das ist eine Platte mit 45 U/Min und dabei springt der Tonarm meines Thorens TD160 Super. Installiert ist ein Goldring Eroica LX mit 1,7gr Auflagegewicht.

    Erhöhen des Gewichts auf 1,8gr hat ein bisschen geholfen, aber es war nicht viel besser.

    Es sieht so aus, als ob der Tonabnehmer beim Abspielen hochgeworfen wird und dann etwas zur Mitte versetzt wieder auf der Platte landet.

    Das Phänomen hört im zweiten Lied auf und dann wird die Platte normal abgespielt.

    Auf meinem Rega RP10 mit Aphelion kann ich mir die Schallplatte verzerrungsfrei anhören.

    Allerdings sieht man dabei, dass der Tonabnehmer ganz schön zu kämpfen hat.

    Er zittert vertikal sehr stark.

    Ich habe ehrlich gesagt Angst, dass dabei der Tonabnehmer beschädigt wird.

    Was ist denn das Problem?

    Ist das ein Pressfehler?

    Oder gibt es so etwas bei 45er Platten hin und wieder einmal?

    Die Platte war ein Geschenk und ich kann sie leider nicht einfach umtauschen.

  • Wenn es nur bei der Platte auftritt, und auf beiden LW sichtbar ist, würde ich von einer fehlerhaften LP ausgehen. 45er LPs sind nicht anders als 33er beim abspielen.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Bei Amazon gibt es auch eine Bewertung, bei der das gleiche Problem beschrieben ist.

    Es scheint also tatsächlich eine mangelhafte Pressung zu sein... Schade.

  • Hat denn die Platte einen sichtbaren Höhenschlag? Dann könnte es vielleicht helfen, diese zu "bügeln". Rein von der Musik bzw. der Drehzahl her kann ich mir ein vertikales Zittern eigentlich kaum vorstellen. Es kann höchstens sein, daß eine leichte Welligkeit der Platte durch die höhere Drehzahl die Anregung in einen Bereich bringt, der beim Rega-Setup zufällig der vertikalen Resonanzfrequenz entspricht.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Moin,


    könnte es sein das der Arm vom TD etwas wenig Masse für das Eroica hat?

    Für einen Versuch mal 5-10g Knete auf's Headshell gelegt. Natürlich wieder austarieren auf 1,8g. Wenn die Nadel zu steif ist, schwingt das ganze auf und springt.


    Grüße Detlef


    PS: Fehlpressung? Glaube ich nicht. Der Rega tut's ja. Ist wohl ordentlich Dynamik in der Rille.

  • Es kann gut sein, dass das Eroica nicht so gut zum Arm passt.

    Aber der Rega hat ja auch arg zu kämpfen.

    Ich habe noch keine Platte gesehen, bei der der Tonabnehmer derart durchgeschüttelt wird und deshalb einfach Angst, dass ich mir bei dem Geholper die Nadel des Aphelion beschädige.

    Das ist ja kein billiger Tonabnehmer und es würde mich sehr ärgern, wenn das passiert.

  • Den Tipp mit der Knete kann ich ja mal ausprobieren.

    Vielen Dank dafür!

    Es ist mir deutlich lieber, wenn das Eroica den Geist aufgibt, als wenn ich mir das Aphelion schrotte...

  • Ich habe gerade einmal 2,8gr Knete aufgesetzt und es damit ausprobiert.

    5gr kann ich nicht nutzen, weil das Gegengewicht dafür zu leicht ist.

    Durch die 2,8gr wurde die Wiedergabe besser.

    Das Problem besteht aber leider weiterhin.

    Sehe ich das richtig, dass es somit ein nicht passender Tonabnehmer ist?

    Gibt es aktuelle Tonabnehmer, die besser passen würden?

  • Ich kann mich erinnern, das Stockfisch-Pauler beim Besuch was erzählte, dass eine gewisse Phasen- bzw. Transientenkonstellation eine Art Sprungschanze ergibt, die der erfahrene Cutter versucht zu umgehen.

  • Das würde bedeuten, dass doch die Platte das Problem ist?

    Wie gesagt, in meiner Sammlung ist das die einzige Platte, bei der das Problem auftritt.

  • Auf meinem Rega RP10 mit Aphelion kann ich mir die Schallplatte verzerrungsfrei anhören.

    Allerdings sieht man dabei, dass der Tonabnehmer ganz schön zu kämpfen hat.

    Er zittert vertikal sehr stark.

    Ich habe ehrlich gesagt Angst, dass dabei der Tonabnehmer beschädigt wird.

  • Bei Amazon gibt es auch eine Bewertung, bei der das gleiche Problem beschrieben ist.

    Es scheint also tatsächlich eine mangelhafte Pressung zu sein... Schade.

    Das Problem war doch eigentlich schon an dieser Stelle gelöst. Fehlpressung, Platte zurück und gut is. Oder hast du nur die eine... :/;)

    Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.

  • Ja, dachte ich eigentlich auch.

    Aber die Hinweise über die nicht passende Zusammenstellung von Arm und Tonabnehmer haben mich dazu verleitet, den Tipp doch mal auszuprobieren.

    Ich betreibe das Hobby noch nicht so lange und habe relativ wenig Erfahrung.

  • Der Rezensent hat das Problem doch sogar bei der Zweitlieferung gehabt, das spricht schon recht eindeutig für einen Pressfehler.

    Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.