Klangverlust durch Netzleiste

  • Hi,

    die Steckdosen sind elektrisch immer parallel angeschlossen. Die angeschlossenen Geräte müssen ja alle - bis auf Spannungsabfälle in den Leitungen - mit der gleichen Spannung versorgt werden.


    Man kann aber wenn man jetzt z.B. die Phase betrachtet, die Steckdosen unterschiedlich verkabeln.

    Und da kann man die Phase von einer Dose zur nächsten durchschleifen. Das sieht dann so aus wie eine Reihenschaltung der Kabelstücke. Das ist vermutlich oben gemeint. Schließt man dann z.B. den größten Verbraucher an die letzte Dose an, fließt ein größerer Strom durch alle in Reihe geschalteten Kabelstücke, die ja auch kleine Widerstände darstellen. Damit hat man von der ersten bis zur letzten Steckdose immer kleiner werdende Spanungen. Schließt man den größten Verbraucher an die erste Dose, dann sind die Ausgangsspannungen an allen Dosen weniger unterschiedlich.

    Wenn man, betrachten wir wieder nur die Phase, sternförmig von einer zentralen Klemme verbindet, hat man den Effekt unterschiedlicher Spannungen nicht.

    Das sollte jetzt erst mal die Zusammenhänge etwas genauer beschreiben, die bei Noise Kopfschütteln hervorgerufen haben.


    Ob und wie sich das klanglich auswirkt, ist eine andere Frage.


    Bezüglich des Schutzleiters ist das Ganze etwas anders. Da fließen ja im Normalfall keine größeren Ströme. Aber bei unterschiedlichen Potentialen der Geräte fließen dort Ausgleichsströme, die, je nachdem wie der Schutzleiter mit der Signalmasse verbunden ist, z.B. zu Brummproblemen führen können. Im Idealfall - bzgl. Brummen - wäre bei der gesamten Anlage an nur einem Punkt die Signalmasse mit dem Schutzleiter verbunden. Ist das nicht der Fall, ist ein möglichst geringer Leiterwiderstand der Schutzleiterverkabelung anzustreben.


    Ein weites Feld, und es brummt bei mir auch leider ein wenig aus dem Subwoofer. Da muss ich nochmal hinterher.


    Ich hoffe, das macht die Sache ein wenig klarer. Eine Mischung der beiden Formen ist natürlich auch möglich, und man könnte den Schutzleiter anders verkabeln als Phase und Nullleiter.


    Ich weiß bezüglich der ganzen Überlegungen auch nur die allgemeine Theorie und habe bei mir alle 18 Steckdosen meiner Anlage sternförmig verkabelt. Vielleicht habe ich auch Mischverkabelung. Ist schon 15 Jahre her.


    Tschau,

    Frank

    Tschau, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Tja, hättest du mal die Brennenstuhl genommen und die 1788 Differenz in die Raumakustik gesteckt...:P

    Ich bin ja höchst selten Deiner Meinung aber das hätte man nicht treffender ausdrücken können!

    Niemand kann Rock´n´roll erklären ... na ja vielleicht Pete Townshend.

  • :meld:Ein wenig Physik Grundschule.


    Reihenschaltung: Alle Elemente werden von demselben elektrischen Strom „durchflossen“.

    Der Gesamtwiderstand einer Reihenschaltung nimmt mit jedem weiteren ohmsche „Verbraucher“ zu; der Gesamtwiderstand ist also stets größer als der größte Einzelwiderstand


    [Blocked Image: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/ca/Schaltung_m-o_Stromzweig.svg/220px-Schaltung_m-o_Stromzweig.svg.png]


    Parallelschaltung: An allen Elementen einer Parallelschaltung liegt dieselbe elektrische Spannung, auch wenn deren Stromaufnahme unterschiedlich ist.

    Der Gesamtwiderstand einer Parallelschaltung nimmt mit jedem weiteren ohmschen „Verbraucher“ ab. Der Gesamtwiderstand ist also stets kleiner als der kleinste Einzelwiderstand.


    Mit freundlichem Gruß aus der friesischen Karibik


    Jürgen


    P.S.: Ich wünsche allen einen schönen 2. Advent

    "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen"


    Theresia von Avila

  • Moin Franz,

    @ Mario,


    muß mich wohl nochmal zitieren. Habe versucht deutlich zu machen

    das hab ich schon verstanden, das ist aber der Punkt wo ich sage muss: bitte Lesen (und Verstehen) was geschrieben steht.

    Dazu hatte ich zu dem Zeitpunkt keine gegenteilige Aussage getroffen, dazu hatte ich gar keine Aussage getroffen. Du stellt dagegen eine Aussage von mir zuerst als sachlich falsch dar, die du dann wiederum bestätigst. Du bist aber offenbar nicht der Einzige, dem das nicht auffällt. Und du hast recht, wir sollten das beenden. Ich bitte nur darum zukünftig meine Beiträge richtig zu lesen bevor man einen Kommentar dazu abgibt.

  • Gibts eigentlich einen grund warum solche "unsinnigen" Threads die user hier in stetiger regelmässigkeit fast schon in rudeln wie das Käsepapier die Fliegen anlocken..:| sogar Jürgen welcher eigentlich völlig affin ob solcher fragen schaltet sich ein..


    ..ich mein jetzt nur weil die meisten das ganze pohei um möglichen Kabelklang eh für Quatsch halten.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied


    Röhren Endstufen- Röhren Vorvorstärker - Röhren Kopfhörerverstärker- Röhren Phonovorstufen -Laufwerke Thorens TD-2001 RDC + DIY- Masterbandmaschine Teac X-2000M- Systeme Audio Technica AT-160ML + AT-ML180


  • Auf beiden "Seiten" sind Leute mit "wirklichem technischen Sachverstand".

    Der Altersstarsinn ist ebenfalls auf beiden Seiten zu suchen, Denke sogar das der Starrsinn bei den "Abstreitern" deutlich ausgeprägter ist. War selber mal einer und kenne diese "Seite" sehr gut..


    Volkmar wrote:

    ..ich mein jetzt nur weil die meisten das ganze pohei um möglichen Kabelklang eh für Quatsch halten


    Wie kommst du darauf das es die meisten wären, die alles für Quatsch halten? Denke eher das sind immer dieselben, die sich Lautstark melden und in jeden Thread reingrätschen. Wobei das hier ja kein Kabelklangthema im eigentlichen Sinne ist. Nur wenn man einen aufmacht, tauchen die sofort auf und zerstören alles.

    Viele die wissen das es sowas wie Kabelklang gibt, haben keinen Bock auf solche Diskussionen und halten sich zurück. Oder haben aus solchen Gründen auch das Forum verlassen.


    Grüße

    Frank

  • Gut beschrieben!, Da fehlen mir manchmal die passenden Worte zu.

    Die an einer Verteilerleiste angeschlossenen Geräte besitzen zumeist ein anderes Potential, welches sich untereinander ausgleichen will.

    Dies ist kein statischer Vorgang, sonder ein dynamischer , da sich das Potential der Einzelgeräte, bzw der Erde durchaus über die Zeit ändert.


    Der Potentialausgleichsstrom kann sich nun folgende Wege aussuchen:

    - Die Geräte sind über die Signalkabel untereinander verbunden, somit wäre dies eine Möglichkeit. Bei den meisten Cinchverbindungen würde dieser Ausgleichsstrom das eigentliche Musiksignal überlagern.


    - Die Geräte sind über die Stromkabel und der Verteilerleiste miteinander verbunden.

    Strom sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes, hat nun also die Verbindung der Geraete über die Stromkabel und die Verteilerleiste einen sehr geringen Widerstand, so fliesst proportional der grössere Ausgleichsstrom über diesen Weg und nicht über die Signalkabel.


    Bei GrabbeltischSteckerleisten und manchem BilligNetzkabel ist aber häufig dieser Widerstand proportional grösser, so dass der Ausgleichsstrom primär über die Signalkabel fliesst.

    Diese Unterschiede kann man durchaus hören und sind ein Baustein, der Verteilerleisten unterschiedlich klingen lassen kann.


    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter musikalischer Events
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel
    mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Die an einer Verteilerleiste angeschlossenen Geräte besitzen zumeist ein anderes Potential, welches sich untereinander ausgleichen will.

    Dies ist kein statischer Vorgang, sonder ein dynamischer , da sich das Potential der Einzelgeräte, bzw der Erde durchaus über die Zeit ändert.

    Das hätte ich gerne mal genauer erklärt!

    Wie sollen innerhalb einer Steckerleiste unterschiedliche Potentiale herrschen?


    Du schmeißt da elektrotechnische Phänomene in den Raum das einen Graust.......

    Music is magick, a religious phenomena, that short circuits control through human response. Let's go out of control. Experience without dogma... A morality of anti-cult. The ritus of youth. Our alchemical human heritage...(Genesis P-Orridge)

  • Potentialunterschiede kann es meines Erachtens nur geben, wenn eines der Geräte noch über einen anderen Weg „geerdet“ wird, z.B. der Tuner über den Antenneneingang.

  • Wie sollen innerhalb einer Steckerleiste unterschiedliche Potentiale herrschen?

    wo habe ich geschrieben, dass es "innerhalb einer Steckerleiste" unterschiedliche Potentiale gibt?

    Manchmal habe ich das Gefühl, man wird hier auch gerne absichtlich missverstanden.


    Potentialunterschiede kann es meines Erachtens nur geben, wenn eines der Geräte noch über einen anderen Weg „geerdet“ wird, z.B. der Tuner über den Antenneneingang.



    Das stimmt so nicht.

    Jeder , der schon mal die "richtige" Position seines Netzsteckers in der Verteilerleiste mit einem Messgerät versucht hat zu identifizieren, hat das Gehäuse Potential des Gerätes gegen den Erdleiter gemessen.

    Der gemessene Voltwert ist bei den jeweiligen in einer Netzleiste steckenden Geraeten unterschiedlich und wird über Signal- und Stromkabel ausgeglichen.

    Gemessen werden sollten die Geraete natuerlich einzeln und ohne verbindende Kabel.

    https://www.audiophil-online.d…g-audiophil-strom-03.html


    Gruss

    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Ein sehr guter Beitrag wie ich finde. Was hat bei DIR denn dazu geführt, heute solche Dinge nicht mehr abzustreiten, sondern als Fakt zu sehen?


    Lag es an deiner Herangehensweise zur Beurteilung ?

    Achtest du jetzt auf andere Dinge ?


    Denke ich an meine diesbezügliche Entwicklung zurück kann ich heute auch nur darüber schmunzeln, wie ich meine erste Anlage als Jungspund kaufte ( und woran ich Geräteentscheidungen festmachte... hilflos... war ich im Grunde.)


    Heute achte ich hier in meinem Wohnzimmer nur noch darauf, wie livehaftig es für mich klingt und wie lange Hörzeit noch nötig ist, mich gefühlt an Ort und Zeit der Aufnahme zu befinden.


    Qualität oder keine mache ich ausschließlich an der Raumgröße in Tiefe und Breite fest und an den Sekunden, bis ich mich dort in diesem Raum gefühlt befinde, wo ich den besten Platz inne habe.


    (das setzt natürliche Klangfarben voraus, sonst könnte man sich nicht an Authenzität erinnern.)


    musikalische Grüße


    Josef


    Darüber hinaus bin ich sehr gespannt, ob der Threatopener tatsächlich den Stromleistenfehler festmachen kann !

  • wo habe ich geschrieben, dass es "innerhalb einer Steckerleiste" unterschiedliche Potentiale gibt?

    Manchmal habe ich das Gefühl, man wird hier auch gerne absichtlich missverstanden.

    Hier:

    Quote

    Die an einer Verteilerleiste angeschlossenen Geräte besitzen zumeist ein anderes Potential, welches sich untereinander ausgleichen will.

    Meine Fresse.....jetzt wird es aber mal richtig Bizarr :wacko:

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  • Diese Erklärung ist aus technischer Sicht wahrlich bestürzend, entlarvend und keinesfalls "missverständlich" - da muss man einem Vorredner uneingeschränkt zustimmen! X(



    Da fehlen mir manchmal die passenden Worte zu.

    Sic!


    Gruß Klaus

    Linn LP 12 / Keel / Radikal / Trampolin 2 / Ekos SE/1 / Linn Krystal
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    LAB12 Gordian

  • zum zweiten mal:
    Ich habe nicht! geschrieben, dass es unterschiedliche Potentiale in! einer Verteilerleiste gibt.

    egal,


    werde es nun wie viele andere halten und hier nur noch mitlesen.

    "Ihr" habt gewonnen und ich gebe euch recht :-)

    Gruss
    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • werde es nun wie viele andere halten und hier nur noch mitlesen.

    Eine äußerst erwartbare und überfällige Reaktion!

    Übrigens: Dein Dislike ist ein sprachloser Offenbarungseid, da du offensichtlich nicht in der Lage bist, die hier berechtigten Einwände (wahrlich nicht nur von mir) sachlich zu entkräften.


    Gruß Klaus

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    LAB12 Gordian