Photooptischer Tonabnehmer DS Audio E1 - welcher Tonarm

  • also jetzt mal ernst:

    Ich kenne mich nicht so in der Technik aus, aber ist das nicht tatsächlich ein ähnliches Prinzip wie der Laser-Plattenspieler?

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    Dr. Feickert Woodpecker 2

    Jelco TK 850L 12"
    Ortofon SPU Synergy GM

  • Bei weitem nicht!


    Die DS Audio Tonabnehmer haben einen recht normalen Nadelträger und

    einen normalen Diamanten. Nur ist da kein Magnet, Eisen oder eine Spule

    dran befestigt, sonden nur ein kleines Segel.


    Der Tonabnehmer wird durch das Speiseteil mit Strom versorgt. Damit wird

    eine kleine LED beleuchtet. Das Segel nun beeinflusst ganz analog den Lichteinfall

    von der LED zu einer photosensitiven Fläche und an dieser entsteht durch das

    Licht eine Spannung.


    Der "Equalizer" muss kaum entzerren und nur um wenige dB verstärken.


    Nach meinen Erfahrungen ein um den Faktor 2-4 preiswerteres System als

    die herkömmlichen Bauarten (bei gleicher Qualität) und man bekommt noch

    eine tolle Phonostufe dazugeschenkt. 8)

  • Ich kenne mich nicht so in der Technik aus, aber ist das nicht tatsächlich ein ähnliches Prinzip wie der Laser-Plattenspieler?

    Nein, Costa. Das Prinzip gab es schon in den 70ern (Toshiba), scheiterte damals aber an der Wärmeentwicklung der Leuchtquelle. Mit modernen LEDs ist es offensichtlich unkompliziert. Die Abtastung erfolgt konventionell, die Wandlung optoelektronisch. Hier wird das Prinzip detailliert erklärt: https://www.ds-audio-w.biz/optical-cartridge-basicprinciple/


    sascha

    Ich habe mich noch nicht entschieden. Der 12" Forumstonarm (Carbon) passt technisch sehr gut (Abtastwerte liegen mit leichtem Antiskating und 1.7g Auflagekraft bei 70µ, Reso eher unter 10Hz). Den TW 10.5 habe ich noch nicht gemessen. Das DS Audio zeigt die klanglichen Unterschiede deutlich auf.


    Viele Grüße

    Christian

    »Danke, ich bleibe bei der analogen Tonwiedergabe«, hatte er einmal zu mir gesagt. »Die digitale Aufzeichnung entstellt das Gefüge der diatonischen Tonleiter. Den meisten Menschen fällt es nicht auf, aber mein Gehör ist hypersensibel. Ich erkenne diese minimalen intradigitalen Auslassungen. Das ist eine meiner Anlagen.«

  • Nach meinen Erfahrungen ein um den Faktor 2-4 preiswerteres System als

    die herkömmlichen Bauarten (bei gleicher Qualität) und man bekommt noch

    eine tolle Phonostufe dazugeschenkt.

    So kann man es auch formulieren. 8):thumbup:


    Viele Grüße

    Christian

    »Danke, ich bleibe bei der analogen Tonwiedergabe«, hatte er einmal zu mir gesagt. »Die digitale Aufzeichnung entstellt das Gefüge der diatonischen Tonleiter. Den meisten Menschen fällt es nicht auf, aber mein Gehör ist hypersensibel. Ich erkenne diese minimalen intradigitalen Auslassungen. Das ist eine meiner Anlagen.«

  • Weil du jetzt das Marketing übernimmst?

    Nachdem er nach eigenen Angaben 40 Ampearl-RIAASs unter die Leute gebracht hat ist es doch nur logisch und konsequent jetzt einen TA zu „empfehlen“ der keine RIAA braucht!


    Grüße von Doc No

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • also jetzt mal ernst:

    Ich kenne mich nicht so in der Technik aus, aber ist das nicht tatsächlich ein ähnliches Prinzip wie der Laser-Plattenspieler?

    ganz und gar nicht! mechanische Abtastung und optoelektronische Wandlung hat mit Laser gar nichts gemeinsam !

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • yupp, dafür sind wir hier. Leider habs ichs zu weit geführt mit meinem komischen Humor. Daher ist der Ampearlfaden zu. Na gut, hier ist es auch lustig. Nur mit Tuberolling habe ich wenig Erfolge bislang. Die 6X4 will nirgendwo rein. Klingt aber auch ohne Tubes saugut.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • gerade fertig.

    Spielzeit nun 30 Stunden, Fazit bislang:

    An die Optik des E1 am eher altbacken wirkenden Garrard 401 habe ich mich bislang nicht gewöhnt. Nun denn, ein modernes Laufwerk kriege ich jetzt so schnell nicht hergezaubert. Der Schickarm macht sich gut mit dem E1. Dass der Schick da jetzt der limitierende Faktor sein könnte, kann ich mir nur schwer vorstellen.


    Was wirklich wichtig ist für mich, das E1 Phonoteil rauscht im Normalbetrieb nicht. Das ist absolut kein Thema. Es waren schon reichlich Besuche hier in den wenigen Tagen seit das E1 da ist. Keiner hat dies auch nur irgendwie erwähnt, dass da ein Rauschen wäre. Im Gegenteil. Es herrscht eher insgesamt Stille. Das E1 ist auch voll aufgerissen absolut brummfrei - im Gegensatz zu manchen Übertragerlösungen. Auch in der Abtastung ist es wunderbar ruhig, was z.B. Beeinflussung durch Schmutz angeht. Ich bin ja der Wenigwäscher, nutze die Carbonbürste und wasche nur, wenn es nötig erscheint. Staubpartikel, statische Aufladung von neuen Platten, Schlieren und weiss der Geier was, das E1 mäht da problemlos durch. In den 30 Stunden habe ich 5 mal die Nadelbürste genutzt. Da ist ein normaler Wert. Die Nadel ist kein Staubfänger. Ich gucke nach jeder Platte, ob da die gefürchtete Staub-Maus hängt. Nö. Nix. Dr Pflegeaufwand ist beim E1 absolut normal.


    Zum Klang nur wenig Worte:

    Zwei Beispiele: Shelly Manne and his Men "At the Blackhawk Vol.1". Ich habe mich bei der Club Aufnahme aus 1959 nur mal auf Beckenarbeit und Klavier konzentriert. Das fiel nicht schwer, da alles sehr differenziert dargestellt wird. Das ist extrem gut, was da an Details von Mannes Variationen zu Tage kommt. Er hält sich ja meist zum Vorteil der anderen Musiker zurück, blitzt nur selten in der Band auf, dann aber brilliant. Tipp hier: Die Becken einfach mal mit E1 anhören. Das ist wie Magie. Das Ohr kriegt eine wunderbare Klangmassage. Das "zingelt" traumhaft. Auch das Piano klingt grandios. Dazu taucht man tief in die Clubatmosphäre ein. Frei von Nebengeräuschen in der Wiedergabe. Dazu ein sehr plastische Wiedergabe. Das SPU ist schon gut in der Raumtiefe, was das E1 da leisten kann ist simpel ausgedrückt ein ganz andere Liga. Gerade Liveaufnahmen mit E1 sind grandios.


    Danach rotiert Rory Gallagher auf dem Teller. Anderes Kaliber. Zu einem Zeitpunkt, als er kaum noch aus den Augen schauen konnten bei seinem aufgedunsenen Gesicht, nahm er 1990 das Album "Fresh Evidence" auf. Das Lied "Kid Gloves" allein reicht aus um eines festzustellen: das E1 kann rocken. Bei den vielen Details, daß es trotz elliptischen Schliffs wiedergeben kann, verliert es nicht das Rhythmusgefühl und das Tempo. Es nagelt den Song mit einer Wucht hin. Wahnsinn. Da sitzt keiner mehr still, garantiert nicht. Die Aufnahme ist eh grandios. Gallagher wollte ja bewusst einen Vintagesound erzogen, nutzte Röhrenmikros und ähnliches. Das ist ein wunderbares Schlusswerk von Rory. Etwas Wehmut kommt in mir auf, gerade wenn ich zu der Musikwiedergabe die Bilder vom lieben Rory auf der LP Rückseite sehe. Ja, das E1 kann trotz der modernen -nein eher einzigartigen- Technik Platten-Wiedergabe eines besonders gut: tiefste Emotionen vermitteln.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

    The post was edited 1 time, last by Indie Röhre ().

  • aus dem Stand raus gibt es nur zwei Möglichkeiten. Tonarmhöhe, da reagiert es relativ stark. Da habe ich ein paar mal nachjustiert. Am E1 Versorger ist noch ein Hebel für Subsonicfilter.

    As a matter of design, bass output is also boosted, reaching +4.5dB/20Hz via Output 1 (1st order 30Hz roll-off) and +1.1dB/20Hz via Output 2 (combined 50Hz and 30Hz roll-offs). The latter option is strongly recommended for use in systems with large, reflex-loaded loudspeakers.

    Quelle: review by Ken Kessler

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • hier und da höre ich von Lieferengpässen zum E1, kann das aber nicht verifizieren:


    neues Review mit guten Bildern und Messungen zum DS Audio DS E1 , bitte google translate nutzen, wer nicht fliessend chinesisch kann oder nur Bilder gucken:

    https://www.audionet.com.tw/thread-12312-1-1.html


    Einen Teil daraus habe ich mal kopiert:

    Conclusion: I said in the review of Master 1 that it belongs to the commentator's phono. It may not be suitable for the average person.Because it requires careful settings, and the level of the entire system must keep up, in order to achieve the best performance with both analytical power and pleasant sound.The E1 is obviously more suitable for ordinary consumers, and it can easily exert infectious sound quality.Compared with most electromagnetic cartridges, its tone color is very little modified. It can be said that it is a beautiful beauty, but it is easy to get along with.The more the user adjusts it in place, the more advanced the equipment and wire, the more beautiful the beauty will be, and the content of the record will be faithfully expressed.If you give it an environment that is not disturbed by vibration (such as high-tech shock absorption such as active shock-absorbing platforms), plus a stable low-noise turntable to supply energy, the optical pickup will show a very low distortion quietness, From time to time, the illusion of a disc master can be created.I said before that the pricing of its more advanced model DS 002, which is more than $ 5,000 (including cartridge amplification), is very competitive compared to the traditional cartridge at this price.A set of E1 is about half the price, and it is undoubtedly one of the most valuable analog front-end combinations on the market.Such a low threshold for entry has allowed people to experience new possibilities for the sound quality of vinyl records, and in many respects their strengths cannot be countered by other cartridges. For those who are not clinging to the inherent sound of traditional electromagnetic cartridges, it is important to look for opportunities to carefully audition and consider using DS-E1 as one of the new benchmarks for the sound quality of vinyl playback. For those who are not clinging to the inherent sound of traditional electromagnetic cartridges, it is important to look for opportunities to carefully audition and consider using DS-E1 as one of the new benchmarks for the sound quality of vinyl playback.

    Summary:

    DS Audio's latest optical cartridge / phono-stage combo, the DS-E1, while priced at the low end in the lineup, achieves a performance level well beyond expectation. It retains most of the key sonic signatures of the top-end model with just slightly lower resolution and dynamic punch. In terms of background noise level, transient speed, and tonal accuracy, the DS-E1 is obviously ahead of conventional transducers at the similar or much higher price bracket. The clean, accurate and harmonic-rich reproduction of well-recorded piano music will quickly dispel any doubt the DS-E1 being one of the best buys in the analog-gear market today. Strongly recommended.


    Mein eigener Senf: das Ding ist irre gut und besser als das 002, da lege ich mich fest, auch falls ich dafür ans Kreuz gehängt werde.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • Der Tonabnehmer wird durch das Speiseteil mit Strom versorgt. Damit wird

    eine kleine LED beleuchtet. Das Segel nun beeinflusst ganz analog den Lichteinfall

    von der LED zu einer photosensitiven Fläche und an dieser entsteht durch das

    Licht eine Spannung.


    Der "Equalizer" muss kaum entzerren und nur um wenige dB verstärken.

    Ist ja ein tolles Ding, müßte doch billicher gehen als konventionelle Abtaster?


    Denke aber, auch bei diesem Prinzip ist eine RIAA-Entzerrung wie gehabt notwendig, denn in der Plattenrille ist die Musik vorverzerrt.