Berechnung Baßreflex

  • Hallo,

    ich möchte, bis meine LS gemessen und endgültig optimiert sind, mit dem Baß etwas rumspielen.

    Die Gehäuse geben das so her. Einfach ein Brett passend gemacht und drangeschraubt...

    Wer kann mir helfen die Größe der Baßreflexrohre zu berechnen?

    Die Gehäuse haben 388 Liter Innenvolumen und die Treiber sind Altec 604 8h mit Alnicos, keine GPA.

    Mich dünkt das wird auch nicht gerade klein aber egal.

    Grüße und danke Ronny

  • Hallo Ronny,

    auf der Seite vom Lautsprechershop gibt es auch die Möglichkeit geschlossene und Bassreflexgehäuse zu berechnen:

    https://www.lautsprechershop.de/tools/t_box_vented_hoges.htm

    Dafür braucht man natürlich die TSP, wie Arkadin schon schrieb.

    Ich meine mal gelesen zu haben, das die 604er immer auf einem der 15" Basstreiber basieren und auch dessen TSP. Also evtl. ähnlich den 515b, wenn das die Basis war.

    Viele Grüsse

    Jürgen

  • Hallo Jungs,

    ich bin hier fündig geworden: http://alteclansingunofficial.nlenet.net/Thiele-Small.html und habs schnell mal raukopiert.


    Model Number: 604-8H


    Xmax 0.15

    (inch)


    Re (ohms) 6.50


    Vd 19.20

    (cu. in.)


    Fs

    (Hz) 28.10


    Vas

    (cu. ft.) 19.73


    Ref

    (%) 4.00


    Qts 0.27


    Qms 7.10


    Qes 0.28


    Vid 0.33


    kann mir das mal bitte jemand berechnen, ich habe leider NULL Ahnung von der Materie.

    Am liebsten wäre mir dös mit 2 Baßreflexrohren. Das Innenvolumen der Gehäuse ist 388 Liter.

    lieben Dank und Hörgrüße

    Ronny

  • Bei einem Äquivalentvolumen von 558 Liter und einem Qts von 0,27

    wird das in einem so grossem Gehäuse nichts. Eine kurze Überschlagsrechnung

    gibt 142 Liter aus, dazu müssen Vd 0,3L und das Volumen der BR-Rohre addiert

    werden.

    "Sie werden eine grässliche Musik erstellen und sie werden es Techno nennen."

    Nostradamus (1503-1566)

  • Die Gehäuse geben das so her. Einfach ein Brett passend gemacht und drangeschraubt...

    So als Experimentieridee......


    In das Brett eine 20x30 cm große Öffnung und verschiedene Materialien als "Fließwiderstand" ausprobieren, Moltonstoff, dünner, dicker, einlagig, zweilagig, dreilagig...... gelochte Platte, große Löcher, kleine Löcher, viele, wenige.........gespannte Teichfolie als "Passivmembran" - mit der Masse experimentieren...... u s w.......

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  • In 388L ergibt sich eine Güte von 0,42 und ein -3dB-Punkt von 95Hz,

    da kommt man mit BR vielleicht bis 70Hz runter. Wenig sinnvoll und

    ohne Subsonicfilter nicht zu betreiben.

    "Sie werden eine grässliche Musik erstellen und sie werden es Techno nennen."

    Nostradamus (1503-1566)

  • Hallo Arkadin,

    ich habe die Nachfolgerchassis von GPA in ähnlich großen Kisten mit Baßreflex gehört und das waren keine 70Hz., das ging extrem tiefer!

    Mal sehen, ich werde mir heute erst mal ein paar Bretteln organisieren und dann probieren.

    Eigentlich meinte der Erbauer, daß er eine definierte Öffnung favorisiert.

    Hörgrüße Ronny

  • Moin Leute,


    ich habe mal für meine 604-8G (Alnico) auch mal diese "Spielchen" gemacht.

    Heraus kam das, was ich schon befürchtet habe - ein relativ kleines Gehäuse

    brachte das optimalste Ergebnis - es kam genau das heraus, was Altec beim

    Gehäuse für die Stonhenge III umgesetzt hat. Wenn man bedenkt, daß es zu

    dieser Zeit noch keine TS-Parameter gab...erstaunlich, was die Jungs damals

    auf die Reihe gebracht haben...8):thumbup:


    Gruß Björn

  • Tiefer geht es schon, aber halt mit deutlichem Pegelabfall, 43Hz mit -8dB

    in geschlossenem Gehäuse. Immer vorausgesetzt die angegeben Daten

    stimmen auch. Hilft man hier mit BR nach hat man unter 50Hz kaum noch

    mechanische Dämpfung.


    Der GPA hat ziemlich identische Daten, im Datenblatt ist der Frequenzgang

    in einem 254L-BR-Gehäuse abgebildet. Das erscheint mir deutlich realistischer.

    "Sie werden eine grässliche Musik erstellen und sie werden es Techno nennen."

    Nostradamus (1503-1566)

  • Moin,

    ich habe erst mal ein paar passende Bretteln aus meinem Fundus rausgesucht und werde nach der Hunderunde die Säge anschmeißen und dann erst mal mit Schlitz probieren, den ich ja auch mit kleineren Brettchen verändern kann. Ich weiß, daß das Spielerei ist. Aber mal hören, was dabei rauskommt. Letztendlich kommt demnächst noch ein Kollege von Klangmeister vorbei, dann wird vom Fachmann gemessen und alles andere incl. dem Weichendesign festgelgt.

    Hörgrüße Ronny

  • Die sicherste Methode ist, die TS-Parameter der vorhandenen Chassis selbst zu messen und dann Gehäuse etc.. zu berechnen.

    Ich meine mich zu erinnern, daß die beiden Impedanzmaxima gleich hoch sein sollten - das Minimum ist dann die Abstimmfrequenz.

    High End ist mein Broterwerb, also bin ich nach den Regeln des Forums gewerblicher Teilnehmer - aber auch mein Hobby. Nur darüber schreibe ich hier.


    Und natürlich bin ich AAA-Mitglied

  • Moin,

    der Schlitz im Brett hat mir das Hören schon viel angenehmer gemacht. Ein Paar Sitzkissen von Gartenstühlen wurden auch einer neuen Verwendung zugeführt. Liveplatten klingen jetzt nach großer Bühne und der Klang kommt richtig schön aus der Tiefe.

    Hörgrüße Ronny

  • die Füße müssten wohl auch nochmal neu berechnet werden? ;)

    Nö, die sind sauschwer und haben genau die richtige Höhe für den Wassiliy von Marcel Breuer. :)

    Fink live macht ebbe richtick Spass!

    Eigentlich sollte ich Wäsche abnehemen... Das gibt wieder Mecker!