Frequenzgang am Hörplatz: Zielkurve

  • Also ich bin nicht gewillt, wegen jedem Aufnahmeunterschied sich gleich ein neues Setup anzuschaffen und noch weniger, die in jahrelanger "Handarbeit" erarbeitete Zielkurve wegen einer Aufnahme, die nach 45 Minuten eh schon wieder fertig gespielt hat, aufzugeben.


    Aber nichts zu tun gegen den Klangkollaps, der der Anlage widerfährt, weil eine andere Aufnahme plötzlich auffällig schlechter klingt, ist auch nicht im Sinne bestmöglicher Wiedergabequalität. Da das Verbessern technisch problemlos machbar ist, zweitens in einem Blindtest wohl diese verbesserte Aufnahme dann punkten würde, drittens jeder Purist sowieso nichts gegen eine klangverbesserte Neuauflage einer Aufnahme einzuwenden hat, und viertens ohne Linearisierung der Aufnahme ansonsten nur Klangpotential verschenkt würde, findet sich also an meiner Anlage einen analogen parametrischen EQ von Avalon.



    Zu den Einstellungen kann ich nichts sagen, weil die jeweils zu korrigierenden Frequenzbereiche immer wieder verschieden sind - technisch wie historisch bedingt - und das Zuviel oder Zuwenig an Bass, Mitten, Höhen, deshalb variiert ... Aber die Kombination aus Kuhschwanz und Glockenfilter erscheint mir geeignet, um der Aufnahme auf die Sprünge zu helfen.


    Gruss Urs

  • Servus,


    das sehe ich sehr ähnlich. Mit grafischen EQ´s und Analyzern jede Aufnahme neu einzustellen, ist natürlich nicht praxisgerecht. Deshalb halte ich es auch für völlig legal, mit parametrischen EQ´s schnelle Klangveränderungen zu erzeugen- durch die Bypass- Schalter hat man ja die wunderbare Möglichkeit des schnellen Vergleichs. Und wenn es jemand mit EQ besser gefällt, ist das doch in Ordnung. Geräte wie der Avalon oder andere hochwertige Teile sind klanglich übrigens völlig in Ordnung, Brummen oder Rauschen sind jedenfalls kein Thema.


    Danke für konstruktive Beiträge,


    Rafael

  • Ein Traum. Aber wie ist die db-Skalierung ?

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Hallo Peter,


    danke für den Hinweis auf die Skala ;)


    Bis auf die -5dB Senke bei 100...200Hz sieht das sehr schön aus, auch wenn der (Zielkurven-)Abfall zu den Höhen (raumbedingt??) etwas stärker ausfällt. Aus Erfahrung mit meinem Wohnraum kann ich mir vorstellen, dass diese Abstimmung angenehm klingt. off-topic: Woher kommt die 100-200Hz Senke? Sowas sehe ich irgend wie öfter und oft hat das mit Auslöschungen durch den rückwärtigen Wandabstand zu tun... Dieses off-topic übrigens nur interessehalber :)


    Grüße,

    Winfried

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)

    Ich habe zwei Monoendstufen Vincent SP-996 zu verkaufen

  • Hallo Winfried,


    hatte das Ganze auch schon etwas flacher. Hat mir auf Dauer aber nicht gefallen. Der Abfall zu den Höhen ist ohne Acourate ähnlich stark wie jetzt mit....


    Die Senke wird eine Auslöschung durch irgendwelche Reflexionen sein. Die Anlage steht im Wohnzimmer, und ich sitze ziemlich direkt an der Wand. Die Aufstellung ist sicherlich nicht optimal. Aber der WAF ist nahezu bei 100% 8o


    LG

    Peter

  • Eine kleine Senke um 300 Hz hat den Vorteil, daß die Resonanz weniger Gesichtsknochen (kein Witz) minimiert werden.


    Wo die Ursache im gezeigten Beispiel liegt, weiß ich nicht.

  • so ist es. Hatte vergessen, den Vollbildmodus anzuwählen. So eine geringe Rest-Welligkeit besonders unter 100 Hz hatte ich noch bei keinem am Hörplatz gemessen, sondern nur im Nahfeld. Bei meinen Messungen hatte ich am Hörplatz immer Ergebnisse in der Art wie unter post #53

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • so ist es. Hatte vergessen, den Vollbildmodus anzuwählen. So eine geringe Rest-Welligkeit besonders unter 100 Hz hatte ich noch bei keinem am Hörplatz gemessen, sondern nur im Nahfeld. Bei meinen Messungen hatte ich am Hörplatz immer Ergebnisse in der Art wie unter post #53

    Acourate macht's möglich :)


    LG

    Peter