Neuer UKW-Tuner? Jetzt? Klar doch!

  • Ich habe mir vor einigen Wochen auch einen ,,neuen" Tuner für recht wenig Geld gekauft.

    Ein Saba MD292. Der ist klanglich schon richtig gut, und auch sehr empfangsstark.

    Was auch schön ist, die acht Senderspeicher lassen sich ganz einfach über kleine Drehpotis einstellen.

    Macht jetzt schon Lust "auf Mehr". Ich schau schon nach Accuphase..


    Viele Grüße,

    Thomas

  • Hallo Walter,

    nun können die ja nichts dafür wenn die Teile nicht nach Amerika exportiert wurden. Bei einigen Marken schreiben die ja explizit dazu das denen Infos fehlen und bitten darum, das falls jemand dazu weiterreichende Infos hat, er ihnen diese zukommen läßt. Es liegt also an uns ob deren Liste mit den alten deutschen Geräten länger wird oder nicht.


    Ich habe mal nach dem Grundig T-9009 gegoogelt. Ist ja kaum was zu finden. Ist der T-9000 etwa baugleich mit T-9009?


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo Matej,

    Ich habe mal nach dem Grundig T-9009 gegoogelt. Ist ja kaum was zu finden. Ist der T-9000 etwa baugleich mit T-9009?

    ja, die Beiden sind vom Empfangsteil her komplett Baugleich. Nur von der Bedienelektronik und der Speicherverwaltung her gibt es Unterschiede.


    Hier noch zwei Links dazu: https://www.fine-arts-only.de/die-ger%C3%A4te/tuner/

    oder hier noch ein Zeitgenössischer Vergleich: http://www.hifi-archiv.info/Grundig/T9000t/


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

  • Hier noch meine kleine Sammlung:

    IMG_2513.JPG

    Von unten nach oben:

    Der ET-82 ein Empfänger Marke Eigenbau aus Dresden zu Zeiten der ehemaligen DDR

    der Dual CT-441RC der letzte Dual-Tuner "Made in Germany"

    und zu guter letzt der Grundig T-9009 der beste Empfänger aus dem Hause Grundig


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

  • Einen interessanten "Stereoplay"-Artikel aus dem Jahr 2014 habe ich im Internet dazu gefunden: https://www.hifi-zeile.de/cms_…y_Klein+Hummel_FM2002.pdf

    Zwar durchaus interessant, aber nicht so sehr kompetent, ich zitiere mal ein paar Passagen:

    Quote


    Kennwood

    Finde den Fehler! :whistling:

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    wohl nie zuvor erreichten wir so hohe Werte für Sperrung und Kreis­modulationsdämpfung(...)“. Die Fachbegriffe gehen heu­te auch Profis nicht leicht von den Lippen.

    Wie Recht er doch hat, wohl eher dann doch Kreuzmodulationsdämpfung?

    Quote


    der kaum rauschte, Nachbarsender effek­tiv ausgrenzte und auch schwä­cheren Sendern zu audiophilem Wert verhalf. Ein Tuner, wie ihn UKW­ Fans in allen Regionen suchten: auf dem Land, wo klei­ne Sendersignale maximal aus­gebeutet werden mussten, und ebenso in Ballungsgebieten, wo die Senderdichte zu Artefakten führen konnte.

    Viel Bla & Blub und Allgemeinplätze, gut das liest sich wohl besser. Aber welche Artefakte sind gemeint und wieso wegen Senderdichte? ?(

    Quote


    Das Signal beispiels­weise kann über gleich drei An­schlüsse auf der Rückseite zu­gefüttert werden. Die klassische 60 ­Ohm ­DIN ­Buchse trifft auf eine symmetrische Buchse plus einen freien Klemmanschluss für Flachkabel (beide bei 240 Ohm).

    Mal abgesehen davon, dass auch andere Hersteller in den Jahren symmetrische und unsymmetrische Anschlussterminals boten, stellt sich natürlich die Frage, treffen die wirklich aufeinander? Wohl eher nicht, der Hersteller hat hier im Inneren gewiss einen Balun verbaut, damit die Antennenanpassung sauber erfolgt. Und eine 60 Ohm DIN Buchse hat der Tuner natürlich auch nicht. Es dürfte sich hier um einen 75 Ohm IEC-Anschluss handeln. Aber wenn man nur eine Antenne anschließen will, braucht man ohnehin nur einen Antennenanschluss. Also wird hier was gefeiert, was beileibe keine Besonderheit ist. Bei zwei umschaltbaren und voneinander unabhängigen Antenneneingängen sehe das anders aus. So etwas kann man meinetwegen gern hervorheben.

    Quote


    Kabellängen bis zu 100 Meter sollen „ohne Einfluss auf die Wiedergabequalität“ sein, heißt es in der Bedienungsan­leitung, und das verspricht Klein + Hummel vor allem mit Blick auf das Studioumfeld

    Das hängt ja dann doch wohl eher vom Kabel ab, als vom Tuner.

    Quote


    Mehr-Elemente-Stereo-Antenne

    Jede geeignete Antenne kann Stereo empfangen, dass ist genauso Unfug wie die sogenannten "Color-Antennen" zur Einführung des Farbfernsehens oder die mittlerweile erhältlichen "HD"-Zimmerantennen.

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    Wer wirklich audio-phile Kost hören will, muss sich bereits politisch engagieren.

    Na, das ist ja mal eine Ansage. :/

  • Gut analysiert Tomfritz!:thumbup:Bei lesen dieses Artikels war mir auch so einiges merkwürdig vorgekommen.


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

  • Wäre das Rundfunkprogramm noch wie früher, würde ich wieder öfter Radio hören. Zeitweilig höre ich SWR 2, besonders wenn sie mal Klassik senden. Ich hatte lange Zeit keinen Empfänger, dann einen alten Kenwood-Kurbel-Tuner KT-3300, der aber durch seine "Kneipenzeit" schon ziemlich verlebt war und eher ein Rauschgenerator war. Später ersetzte ich ihn dann durch einen modernen Yamaha TX-492 mit RDS. Der hat alles, was man braucht, gute Trennschärfe wie auch Rauschunterdrückung, RDS-Anzeige (sogar mit Laufschrift, wenn man will...), 24 Speicherplätze usw. Als Antenne habe ich einen einfachen Ringdipol unter dem Dach, welcher für ausreichend Signal sorgt. Einziger Wermuthstropfen ist, das ich kein Bayern 4 bekomme, der nächste Sendemast liegt geografisch genau hinter einem vorgelagerten UKW-Sendemast.

    Neben Kenwood war der Revox Preceiver lange Jahre die Empfängerreferenz bei Stereoplay.

  • .....


    Mal abgesehen davon, dass auch andere Hersteller in den Jahren symmetrische und unsymmetrische Anschlussterminals boten, stellt sich natürlich die Frage, treffen die wirklich aufeinander? Wohl eher nicht, der Hersteller hat hier im Inneren gewiss einen Balun verbaut, damit die Antennenanpassung sauber erfolgt. Und eine 60 Ohm DIN Buchse hat der Tuner natürlich auch nicht. Es dürfte sich hier um einen 75 Ohm IEC-Anschluss handeln. Aber wenn man nur eine Antenne anschließen will, braucht man ohnehin nur einen Antennenanschluss. Also wird hier was gefeiert, was beileibe keine Besonderheit ist. Bei zwei umschaltbaren und voneinander unabhängigen Antenneneingängen sehe das anders aus.

    Hallo Tomfritz,


    der von Walter zitierte Artikel ist halt die typische "Hifi-Zeitschrift-Schreibe" und alle Informationen dort sind zusammengeklaut und auch nicht ganz korrekt wiedergegeben. Das von mir bereits verlinkte Manual des FM2002 enthält am Ende ein Schaltbild auf dem man auch die Antennenanschlüsse verfolgen kann (ja, die 3 Anschlüsse führen zu einem internen Balun). Und das Interview mit dem Entwickler des FM2002 (hatte ich auch schon verlinkt) erklärt einige Hintergründe zum Aufbau des Tuners. Hier nochmal beide Links:


    http://www.neumann-kh-line.com…/%24File/fm2002_bda_g.pdf


    http://www.platte11.de/article…nhard-wieschhoff-van-rijn


    Viele Grüße


    Joachim


    PS (Ergänzung): in der Bedienungsanleitung des FM2002 steht in Kap. 4 auch etwas von einer "UKW-Stereoantenne" und einer "Mehrelemente-Stereo-Antenne", das hat der Schreiber des Artikels in der Stereoplay wohl dort übernommen. Hoffentlich haben nicht einige Besitzer des FM2002 für die Mono-Wiedergabe einige Elemente ihrer Yagi abgesägt, das wäre bedauerlich :-)

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  • Später ersetzte ich ihn dann durch einen modernen Yamaha TX-492 mit RDS. Der hat alles, was man braucht, gute Trennschärfe wie auch Rauschunterdrückung, RDS-Anzeige (sogar mit Laufschrift, wenn man will...), 24 Speicherplätze usw.

    Welche Rauschunterdrückung hat der Tuner?


    Einziger Wermuthstropfen ist, das ich kein Bayern 4 bekomme, der nächste Sendemast liegt geografisch genau hinter einem vorgelagerten UKW-Sendemast.

    Aber das ist doch ideal, da kannst Du eine Richtantenne genau in diese Richtung schauen lassen und brauchst keinen Rotor!

  • Hallo André,

    Wäre das Rundfunkprogramm noch wie früher, würde ich wieder öfter Radio hören.

    meinst Du vom Inhalt der Programme, oder vom Soundprocessing her. Bei dem zweiten habe ich das Glück, dass mein Lieblingssender "Rock Max" ein Radiosender aus Tschechien sein Programm recht "clear" sendet. Schalte ich z.B. auf meine Ortssender wie Radio886 oder Radio Wien um, so habe ich beinahe das Gefühl vom Klang, und zwar im negativen Sinne, fast erschlagen zu werden. :/

    Das von mir bereits verlinkte Manual des FM2002 enthält am Ende ein Schaltbild

    danke für den Tipp! Die Anleitung hatte ich mir nur bis zu den technischen Daten durchgeschaut. Dachte nicht, dass es danach noch so interessant weitergeht. :)


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

  • Da ich einen K+H FM2002 besitze...

    Darf ich mal fragen, wie hoch die Skalengenauigkeit eines FM2002 ist? Da ich persönlich keine Schätzeisen mag, habe ich mich irgendwann auf PLL-Tuner konzentriert, obwohl ich die Reihenfolge, der bei mir empfangbaren Sender auswendig weiß.

  • @Tomriftz

    Keine Extrarauschunterrückung wie einst Dolby für FM. Die gute Schaltung vermeidet Empfängerrauschen.


    @Walti

    Sowohl als auch. Grausig komprimierter Klang und ein Programm, wo man die Leute mit Geld zum hören locken muß. Beides war in der guten, alten Zeit nicht nötig.

  • Höre seit Jahren zufrieden mit einem Naim Nat 01. Da kann man nichts einstellen außer der Frequenz. Mehr braucht kein Mensch

    Wie heißt es in der Werbung so schön: "Kann man machen, muss man aber nicht" Warum also nicht Komfort mit gutem Klang verbinden!?


    Die Möglichkeit Sender abzuspeichern ist nicht zu verachten. Und es ist der Oberhit wenn der Empfänger noch dazu fernbedienbar ist. Alleine aus diesem Grund bin ich vom Grundig T-9000 auf den T-9009 umgestiegen.


    Ein nicht zu verachtenden "Fun-faktor" ist, wenn der Empfänger zudem über RDS verfügt. Beim ersten Grundig T-9000-Tuner, den ich zum modifizieren eingeschickt hatte, habe einen zudem einen MPX und einen RDS-Data und RDS-Clock-Ausgang legen lassen, (bei den Anderen habe ich dann das selber nachgebaut).


    Die MPX Signale habe ich auf einen externen RDS-Decoder geleitet und die den Data/Clock-Ausgang direkt in den AUX-Eingang eines Notebooks. Mit beiden Geräten kann ich nun unter anderem den RDS-Text auslesen :)


    2018-10-02 15.46.38.JPG

    Ein älteres Foto mit einer anderen Tuner-Konfiguration. Auf der Unterseite der Vitrine sieht man das Lenco RDS-Modul. Die Lautsprechersikken :sorry: habe ich im übrigen inzwischen reparieren lassen!


    2018-09-27 08.38.46.JPG

    Die zwei Zeilen unter dem oberen Bildschirmrand habe ich mittels Bildschirmlupe so quasi projiziert.


    Jetzt kann ich für meinen Teil folgende Aussage:

    Mehr braucht kein Mensch

    ...unterschreiben! :meld:


    :24:

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

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  • Die gute Schaltung vermeidet Empfängerrauschen.

    Mir war bisher nicht bekannt, dass der Yamaha TX-492 eine ausgefeilte Schaltungstechnik besitzt. Auf mich macht dieser Tuner keinen besonders hochwertigen Eindruck. Was meinst Du genau?


    Was ist das rechts auf dem Lautsprecher, Walter?

    Ein ausgeklügeltes Meßgerät für "man-made-noise", optimiert für Störungen durch LED und Schaltnetzteile :D8o

  • Lutz, Deine oT-Frage:

    Was ist das rechts auf dem Lautsprecher, Walter?

    will ich gerne beantworten: Mit dem DAB+ Radio bekomme ich Antená Rock aus der Slowakei sogar mit der Teleskopantenne (!) herein. Die Klangqualität ist zudem sogar um einiges besser, als die über UKW ausgestrahlte und mittels dem den Grundig T-9009 wiedergegebene.


    Ich kann jedem nur empfehlen sich zusätzlich ein DAB+-Empfänger zuzulegen. Andé, das könnte auch Dein Problem beheben. Erstens hast Du mehr Programme zur Auswahl, und zweitens kannst Du, bei Sender die sowohl analog, als auch digital ausgestrahlt werden, durch hin- und her schalten ausprobieren was besser klingt. So kannst Du dem "grauslichen" Soundprozessing übers analoge UKW trefflich aus dem Weg gehen.


    Bei Antená Rock habe ich mich deswegen eindeutig für die Wiedergabe über DAB+ entschieden! :)


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein