Kenwood KT-80 - wohin geht die Reise?

  • Nunja, viele Tuner ab Ende der 1980er Jahre bieten ja auch zwei Antenneneingänge, von denen einer dann mit externem, auch regelbarem, Dämpfungsglied versehen werden könnte. Mit Einführung des Kabelnetzes haben das immer mehr Hersteller so praktiziert, allerdings dann nur in den höherpreisigen Modellen. Manchmal eben auch mit dem von Dir erwähnten Attenuator.


    Was ich aber zum Ausdruck bringen wollte, ist das der (Gebraucht-)Tunermarkt für nahezu alle Empfangssituationen passende Geräte bietet und wer einen Tuner mit gutem Großsignalverhalten sucht, wird auch problemlos fündig. Und das, wie z.B. beim KT-1100, für überschauberes Geld.

    Die Stereoplay attestiert dem KT-1100 in Heft 4/1983 eine Großsignalfestigkeit von befriedigend in Stellung "normal" (4,2mV) und sehr gut bei "direct" (26mV).


    Aber, vielleicht kommt Matej ja auch anders ans Ziel und die Investition in den KT-80 war nicht vergebens. Würde mich freuen...


    Gruß,

    Marc

  • Die Umschaltungsmöglichkeiten DX/Local oder Distance/Direct sind in Wirklichkeit auch nichts anderes als Dämpfungsglieder, die zugeschaltet werden. Ist halt nur die Frage, wie man das Kind nannte. Von Grundig, Marantz und Philips gab es bauähnliche Tuner, die zwei verschiedene Antenneneingänge boten. Einer war für den Kabelanschluss bereits bedämpft, der andere für den direkten Antennenanschluss eben nicht. Insofern ist ein externer Dämpfungssteller unter Umständen sogar sinnvoller, da man diesen punktgenau auf die nötige Dämpfung einstellen kann. Da hast Du vollkommen Recht! Jedoch sind alle solchen Maßnahmen nicht zielführend, wenn man gleichzeitig auch Fernempfang realisieren möchte. Bei Matej kommt der Wunsch-Fernsender mit ca. 52dB (allerdings virtuell berechnet und nicht wirklich gemessen), was noch nicht ganz für ein astreines Stereovergnügen reicht. Wenn man nun noch wegen des Ortssenders eine Dämpfung zuschalten würde, wäre nichts gewonnen. Will sagen, dass man hier zu anderen Maßnahmen greifen muss und da Matej es zunächst noch mit dem KT-80 weiter probieren möchte, würde ich zunächst das Thema Antenne und Antennenstandort angehen, um mögliches Verbesserungspotential zu heben.

  • Was lernen wir daraus: Man kann entweder nur eine hohe Empfindlichkeit, oder eine hervorragendes Großsignalverhalten haben. Beides geht nicht so ganz zusammen.


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

  • Ich habe mir die Sache mal näher angesehen und festgestellt, dass Dein Wunschsender auch auf 88,4 MHz aktiv ist, allerdings nur mit 2 kW ERP. Das ist doch wie ein Sechser im Lotto! Versuche diese Frequenz möglichst optimal zu empfangen, dann dürftest Du sehr wahrscheinlich bezüglich der stärkeren Frequenzen auch den optimalen Standort gefunden zu haben. Und schau mal, ob es dann schon reicht.

    Hallo tomfritz,

    der Sender ist so schwach, den bekomme ich gar nicht rein. Die Sendeantenne liegt auf 15m Höhe, die anderen Frequenzen werden aus 60m Höhe abgestrahlt.


    Habe heute einfach mal mein Oszilloskop an das Antennenkabel gesteckt (100MHz-typ).

    Der zeigte mir bei der etwas weggedrehten Position der Antenne ca. 7,7mV S-S und 8,1mV S-S bei korrekter Ausrichtung auf den Sendemast, wobei die angezeigte Frequenz relativ genau der Frequenz des lokalen Störsenders entspricht (ca. 96MHz). Das Oszilloskop stellt sich automatisch auf die stärkste Frequenz ein.


    Die Werte sind in der Tat ziemlich hoch. Sind die überhaupt brauchbar? Laut Sendertabelle sollten das 69 dB sein. 69 dB von was?


    Ich habe die Antenne wieder etwas weiter Richtung Störsender gedreht - kein Säuseln!? Ist der Mist vielleicht auch noch Wetterabhängig? Heute war es den ganzen Tag recht klar, auch jetzt noch.


    Mal schauen wie es heute Abend rüberkommt.


    Und Morgen habe ich die kleine Yagi dran (die mit dem schrägem Dipol)


    Übrigens: der Sender auf der Störfrequenz klingt ziemlich sauber, das macht mir etwas Hoffnung


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Was lernen wir daraus: Man kann entweder nur eine hohe Empfindlichkeit, oder eine hervorragendes Großsignalverhalten haben. Beides geht nicht so ganz zusammen.

    Doch, Dein Dual beweist z.B. das Gegenteil!

    Von diesen Maßnahmen würde letztlich jedes Empfangsgerät profotieren

    Absolut. Ich kann nicht verstehen, dass man sich schweineteure Vintage-Tuner hinstellt und dann hinten nur ne Strippe dran hängt. Ist wie Perlen vor die Säue werfen.... :wacko:


    der Sender ist so schwach, den bekomme ich gar nicht rein. Die Sendeantenne liegt auf 15m Höhe, die anderen Frequenzen werden aus 60m Höhe abgestrahlt.

    Das habe ich gesehen. Trotzdem, mit dem musst Du es probieren. Er ist das Ziel. Stell die Frequenz mal im Autoradio ein und fahr ein wenig rum. Vielleicht mal die Serpentinenstrecke. Irgendwann wird er kommen. Wie ich gesehen habe, muss Dein Wunschsender auf dem Krvavec über einen Berg zu Dir rüber, dahinter ist der Weg bis zum Sender völlig frei! Du hast also genau den Bergrücken zwischen Dir und dem Sender, der zwischen den beiden nach rechts weg gehenden Straßen (wohl eher kleinere Wege?) vor Deinem Wohnort liegt. Ich hoffe, ich habe das für Dich einigermaßen verständlich beschrieben. Ich habe bei mir eine ähnliche Empfangssituation. Es handelt sich auch um einen Sender, der ebenso sehr hoch liegt und Sendeleistungen von 10 kW ERP bis 100kW ERP abstrahlt und dessen Signal auch über einen Bergrücken zu mir muss, der ungefähr 4 Kilometer entfernt ist. Allerdings ist der Sender über 100 Kilometer von mir entfernt, aber dennoch kann ich ihn bis auf die schwächere Frequenz in sauberem Stereo empfangen. Und genauso wie Du habe ich einen Ortssender um die Ecke, der aus 3 Kilometern mit dreimal 20 kW ERP reinbrät und mir den Tuner zum Übersteuern bringen kann, wenn ich die Antenne direkt auf ihn ausrichte. Also nicht verzweifeln, mit dem richtigen Antennenstandort und der passenden Antenne wird es schon gelingen.

    69 dB von was?

    Vermutlich Mikrovolt. Aber da das nur errechnete Werte sind, ist das nicht weiter von Belang. Solche Sender in unmittelbarer Nähe zu Dir, Du befindest Dich im Nahfeld des Senders, können Feldstärken erzeugen, die weit höher als dieser rechnerische Wert sind. Abgesehen sind diese Werte vermutlich auf einen Isotropstrahler berechnet, den es so in der Praxis gar nicht gibt.... https://de.wikipedia.org/wiki/Isotropstrahler

    Ist der Mist vielleicht auch noch Wetterabhängig?

    Ganz klares Ja! Du hast ja keine Sichtverbindung. Das Signal vom Krvavec trifft auf Deinen Bergrücken vor Deinem Wohnort. Dort wird das Signal gestreut und auch ein Teil nach unten ins Tal gebeugt... https://slideplayer.org/slide/…raktion+%28Beugung%29.jpg

    ...Diesen Teil willst Du empfangen. Wie und wo das Empfangsmaximum an Deinem Empfangsort liegt, musst Du durch Messungen herausfinden. Das ist unbedingt wichtig! Nun zu Deiner Frage...ich habe bei mir festgestellt, dass die Signalstärke sich signifikant erhöht, wenn der Bergrücken bei mir vereist ist. Bei Tauwetter ist das Signal am schlechtesten. Und ja, auch die Vegetation spielt eine Rolle. Im Frühling, wenn die Bäume austreiben, sind die Signale etwas schwächer als im Herbst, wenn das Laub runter ist.

  • Hallo zusammen,

    Eiserner Walti : die Sat-Anlage habe ich gerade abgebaut...

    Wie kann ich rausbekommen mit welcher Qualität die senden?


    Bevor ich die neue Antenne baue - und somit die alte zerstöre - habe ich zuvor noch das Antennenkabel anders verlegt, womit ich mir jetzt 7m einspare. Vorher 16+2 m, jetzt 11m und durch die Wand durch und direkt auf den Tuner. Habe mir die Dose so zurecht gemacht, das ich einfach nur das Kabel durchschiebe. Und jetzt bin ich etwas verwirrt....


    Den Sender auf 88,4 MHz bekomme ich sehr wohl rein, sogar in Stereo (aber verrauscht, trotz 80% Vollausschlag). Kann doch jetzt nicht an den paar Metern liegen!? Das einzige was vorher vielleicht noch zusätzlichen Ärger gemacht haben könnte, ist der Umstand das das Kabel sehr ungünstig unterm Dach verlief - für den lokalen Störsender quasi auf dem Serviertablett, auf eine Länge von ca. 1,8m. Jetzt geht es von der Antenne gleich nach hinten weg - und nicht nach vorn wie zuvor.


    Ich habe den Verdacht das die Antennenposition schon ganz gut ist, aber der lokale Sender hier doch massiv stört. Morgen baue ich mir die neue Antenne, dann wird noch eine andere Position gesucht, und wenn das alles nichts bringt, dann kommt so ein Sperrfilter zum Zug. Habe schon ein Angebot bekommen - incl. MwSt. und Versand knapp 93,- €, 35 dB Absenkung bei 96,3 MHz und 1 dB Durchgangsdämpfung, außer dem Preis hört sich das alles sehr gut an.


    Ansonsten habe ich natürlich auch schon überlegt wohin mit der Antenne wenn nicht auf dem Dachboden. Wenn das alles nichts wird, dann werde ich mich wohl mit einer externen Lösung anfreunden. Ideen habe ich schon....


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Wie kann ich rausbekommen mit welcher Qualität die senden?

    Anhören und mit anderen Quellen vergleichen.

    Bevor ich die neue Antenne baue - und somit die alte zerstöre - habe ich zuvor noch das Antennenkabel anders verlegt

    Brotlos. Erst den besten Standort finden und dann Kabel verlegen.


    Den Sender auf 88,4 MHz bekomme ich sehr wohl rein, sogar in Stereo

    Na also, geht doch!


    Das einzige was vorher vielleicht noch zusätzlichen Ärger gemacht haben könnte, ist der Umstand das das Kabel sehr ungünstig unterm Dach verlief - für den lokalen Störsender quasi auf dem Serviertablett, auf eine Länge von ca. 1,8m. Jetzt geht es von der Antenne gleich nach hinten weg - und nicht nach vorn wie zuvor.

    Sicherlich nicht. Das Einzige, was bei Dir absoluter Mist zu sein scheint, ist dieses olle Gerippe von Antenne. Wahrscheinlich ist innen der Balun im Anschlusskasten komplett hinüber oder alles ist verrottet, anders kann ich mir das nicht erklären. Ein doppelt geschirmtes Koaxkabel nimmt nämlich so gut wie nichts auf. Aus dieser Sicht ist erstmal herzlich egal, wie es verlegt ist. Trotzdem sollte im Idealfall das Anschlusskabel vom Dipol einer Yagi zunächst etwas nach unten und dann nach hinten weg gehen, damit es das Antennendiagramm möglichst wenig beeinflusst.

    Ich habe den Verdacht das die Antennenposition schon ganz gut ist, aber der lokale Sender hier doch massiv stört.

    Schätzungen und Mutmaßungen nutzen Dir überhaupt nichts. Messen schon!


    Morgen baue ich mir die neue Antenne

    Du wolltest ja einen offenen Dipol bauen, richtig? Wie gesagt, dann kannst Du das Koaxkabel direkt anschließen. Die Mittelseele an den einen Dipolstab, die Abschirmung an den anderen oder umgekehrt, das ist hierbei egal. Aber auf gute Kontakte musst Du achten und der Anschluss muss direkt am Ende des Dipolstabes gemacht werden. Am besten, Du verwendest Kabelschuhe unter den Schrauben. Die Alustäbe vorher im Bereich der Anschlüsse ruhig nochmal säubern. Vielleicht kannst Du die Dipolstäbe drehend gestalten, dann kannst Du verschiedene Winkelstellungen probieren.

    wenn das alles nichts bringt, dann kommt so ein Sperrfilter zum Zug

    Aber bitte nur dann, zuvor würde ich eine größere Yagi probieren, die bringt in Zielrichtung mehr Gewinn und ist richtempfindlicher, blendet unter Umständen den Störsender besser aus.

    Wenn das alles nichts wird, dann werde ich mich wohl mit einer externen Lösung anfreunden. Ideen habe ich schon....

    Und die sehen wie aus?

  • Hallo tomfritz,

    der Reihe nach. Wenn ich auf dem Dachboden bleiben will und dies voll ausreizen möchte, dann will auch das das Kabel nicht unnötige Wege geht. Natürlich habe ich noch einiges an Spielraum gelassen. Der Dachboden ist eh sehr klein (niedrig), aber besser als der vorherige.


    Der Witz ist der, das jetzt scheinbar alles ok ist. Warum genau weis ich noch nicht. Möglicherweise war das Kabel an einer Stelle zu stark geknickt. An der Stelle war schon das alte Kabel defekt (aufgerieben). Jetzt sind überall schöne Bögen realisiert. Unter 100 MHz sind die Sender total sauber, sofern sie mit voller Stärke reinkommen. Der Sender auf 88,4 MHz rauscht natürlich weil er doch recht schwach ist. Über 100 MHz wird es zunehmend schlechter - 102,0 MHz ist noch 4- (nach Schulnote) und 104,5 MHz ist 5. Die Antenne ist zwar die neue 4-Elemente, aber ich habe einfach den alten Dipol samt Balun weiter verwendet. Und dem alten Balun vertraue ich auch nicht. Und somit ist es jetzt an der Zeit endlich die kleine Yagi anzugehen - und das werde ich morgen machen. Danke für die Tipps, werde das beherzigen.


    Und du meinst wirklich ich brauche keinen Balun? Ich hatte sonst vor sowas hier zu realisieren - http://ham-radio.com/k6sti/balun.htm


    Was die Position einer Außenantenne angeht - entweder wieder zurück auf das hintere Dach (ca. 2 m höher) und ganz hinten auf dem Dach montieren, etwa 2-3 über den Schornsteinen. Oder ich gehe im Garten weiter hoch. Da gewinne ich an Höhe etwa 32 m, wofür ich ca. 60 m Erdkabel benötige. Dort oben wird es etwas flacher, so das auch weniger Reflexionen zu erwarten sind. Diese Lösung wird nicht billig - aber sie gefällt mir.


    Bin gestern durch den Ort Jamnik gefahren. Die haben dort freie Sicht auf das Tal und liegen quasi vis-a-vis zum Sendemast, Sichtkontakt etwa 25km - was die alles empfangen ist ein Traum. Da braucht es dann aber wirklich eine Richtantenne mit Rotor, auch einen anderen Tuner. https://fmscan.org/main.php?l=…&b=46.270526&csave=2&qth=

    Von daher die Idee mit der Antenne im Garten.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hey Matej,

    ich lese hier nur quer mit...dennoch stimme ich der Aussage zu: erstmal eine vernünftige Antenne und dann weitersehen.

    Viele Grüße Tobias.

    Dies ist alles nur mein Senf, ohne Anspruch auf universelle Richtigkeit...

  • Hey Matej,

    ich lese hier nur quer mit...dennoch stimme ich der Aussage zu: erstmal eine vernünftige Antenne und dann weitersehen.

    Viele Grüße Tobias.

    Hallo Tobias,

    stimme dem voll und ganz zu. Nur beim ersten mal war die Zuleitung gestückelt und dazu noch defekt, beim zweiten mal war offensichtlich etwas faul. Jetzt stimmt die Leitung und jetzt kann ich auch endlich eine gescheite Antenne probieren.


    Und an den Rest: Martens ist ein Schatz! Liest die ganze mit und hat mir jetzt diesen Text geschickt:

    "Statt einen knapp hundert Euro teuren Filters zu kaufen, können Sie so ein Sperrfilter auch leicht selbst anfertigen: Mit einer lambda/viertel- Stichleitung aus Koaxkabel nämlich! Diese kann beim KT-80 recht einfach an den parallel zur Koaxbuchse vorhandenen Schraubklemmen für 75 Ohm angeschlossen werden. Dazu ein lambda/viertel langes 75 Ohm Koaxkabel (kann ein dünnes sein) 2...3 cm abisolieren, so dass man den Innen- und den Aussenleiter anklemmen kann.

    Die Länge muss, wie der Name der Stichleitung sagt, 1/4 der Wellenlänge sein. Diese beträgt bei 96,3 MHz 3,15m. 1/4 davon sind 78cm. Bei einem Koaxkabel muss man den Wert noch mit

    dem sog. Verkürzungsfaktor multiplizieren. Dieser beträgt bei PE-Vollisolation 0,66 und bei

    Schaumisolation ca. 0.8 (bei Luftisolation wäre es 1,0) Die elektrische Länge würde also bei PE-Kabel ca. 0,5m und bei Schaumkabel ca. 0,62 m betragen.

    Allerdings muss man auch die Länge des internen Kabels von den Klemmen zum Zusammenführungspunkt mit dem Kabel von der Koaxbuchse berücksichtigen.

    Das sind auch noch ein paar cm, um die man das Koaxkabel kürzen muss.

    Das heisst in der Praxis kommt man um einen Versuch nicht herum. Dazu den Tuner auf die 96,3 MHz stellen und das Kabel so lange abschneiden, bis das Signalminimum erreicht ist.

    In der Praxis läuft das auf ein zweites Kabel hinaus, da man beim 1. Versuch das Kabel zu weit kürzt. Kostet aber praktisch nichts, ausser etwas Zeit und ist sicher sehr lehrreich.

    Noch etwas: Das Ende der lambda/viertel-Leitung muss offen sein. Haben Innen-und Aussenleiter Verbindung, wirkt dieser "stub" (engl. Bezeichnung) als Isolator für diese Frequenz, also keine Änderung. Die Sperrdämpfung dieses stubs liegt bei 30 dB, dürfte ausreichend sein."


    Grandios!:thumbup:

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo Matej,


    Der Dachboden ist eh sehr klein (niedrig), aber besser als der vorherige.

    Was meinst Du damit? Habe ich was versäumt? Hast Du schon Messungen gemacht, wo es am besten geht oder wie kommst Du zu dieser Aussage?

    Der Witz ist der, das jetzt scheinbar alles ok ist.

    Na, dann kannst Du ja jetzt aufhören, oder?

    Unter 100 MHz sind die Sender total sauber, sofern sie mit voller Stärke reinkommen. Der Sender auf 88,4 MHz rauscht natürlich weil er doch recht schwach ist. Über 100 MHz wird es zunehmend schlechter - 102,0 MHz ist noch 4- (nach Schulnote) und 104,5 MHz ist 5.

    Das hatten wir schon besprochen. Altes Antennendesign....

    Und du meinst wirklich ich brauche keinen Balun?

    Ja, beim offenen Dipol nicht unbedingt nötig. Nur der Faltdipol braucht einen Balun, um auf die richtige Impedanz zu kommen... https://www.osz-havelland.de/.…1-10-Dateien/image010.jpg


    Diese Lösung wird nicht billig - aber sie gefällt mir.

    Gewagt! Und wenn an der Stelle kein guter Empfang sein sollte? Bedenke, dass Signal, welches Du von Deinem Wunschsender empfangen willst, wird an dem vor Dir liegenden Bergrücken nach unten gebeugt. Wo nun bei Dir Stellen mit gutem Empfang sind, muss man daher messen. Die Faustregel "möglichst hoch hinaus", muss hier nicht zwingend zutreffen, denn sie passt nur auf vollständige homogene Empfangssituationen, wo die Fresnelzone nicht beeinträchtigt ist... https://de.wikipedia.org/wiki/Fresnelzone

    Bei Dir kann das durch Streuungeffekte und Beugungseffekte völlig anders ausschauen.

    Da braucht es dann aber wirklich eine Richtantenne mit Rotor, auch einen anderen Tuner.

    Das heißt, Du hast Lunte gerochen und willst nun auch die Italiener und Österreicher empfangen?

    Mit sowas wird es bestimmt klappen... http://dl7apv.darc.de/UKW-3m-D…m-DX-Dateien/image002.jpg :thumbup:

  • Hallo tomfritz

    Ich habe hier die Adresse eines Funkexperten bekommen, welchen ich bei so einem Projekt zu Rate ziehen würde. Der verfügt wohl auch über entsprechendes Messequipment. Außerdem ist das nur eine Option für die Zukunft.


    Zum Dachboden: zuerst habe ich den hinteren (liegt höher) genutzt. Da waren drei Schornsteine im Weg und dazu eine gemauerte Wand bis zur Dachspitze. Und das Kabel war sch.... Dann bin ich auf den vorderen Dachboden gegangen gleich mit neuen Kabel und war endlich ausgeglichen. Dann neues Antennendesign mit altem Dipol, später noch die Position geändert. Und heute das Kabel neu gelegt und dabei 7 m gespart.

    Musste gerade nachdenken, verliere schon selbst den Überblick 🤔


    Und morgen gibt es endlich die kleine Yagi. In Erwartung das die Frequenzen über 100 MHz auch sauber abgedeckt werden.


    Dann bin ich (vielleicht) fertig


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • was die alles empfangen ist ein Traum

    Ich habe eben erst gesehen, dass es in Slowenien ja auch Radio Bob gibt... https://www.radiobob.si/

    :thumbup:

    Und dann ist mir noch ein wichtiges Detail aufgefallen. Dein Störsender sendet vertikal polarisiert und hat zudem keine besonderes hohe Sendeleistung, die er auch noch gerichtet abstrahlt, so dass Du an Deinem Wohnort nur einen Teil davon ab bekommst. Da aber Dein Wunschsender horizontal polarisiert abstrahlt und Du die Antenne sicher auch so aufbauen wirst, müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn der KT-80 sich tatsächlich davon noch übersteuern lässt. Daran glaube ich nun nicht mehr so wirklich, nachdem ich dies gesehen habe. Allerdings ganz ausschließen kann ich es von der Ferne aus nicht, aber ich denke dass Thema Sperrung der 96,3 MHz können wir auf der Prioritätenliste erstmal ganz nach hinten schieben.:)

  • Hallo Matej,

    Oder Du probierst es mit einer Schmalbandantenne, die nicht über das gesamte UKW-Band reicht, sondern nur ein paar MHz abdecken: http://www.ham-radio.com/k6sti/88-92.htm

    Noch einmal zurück zu meinem Vorschlag aus Beitrag #172, da nun die, bei Dir schwach zu empfangende Frequenz von 88,4 MHz dazugekommen ist... So eine Antenne hat den Vorteil, dass sie einen bestimmten Frequenzbereich (+/- 4 MHz) megamäßig verstärkt und andere Frequenzen dämpft, oder gar ausblendet.


    Folgender Vorschlag z.B.: anhand ein 90MHz-Kanalantenne:

    Suche Dir Deine mal Deinen Lieblings-Wunschsender im Bereich von 87,5 - ungefähr 94 MHz (falls er stärker ist, kann er auch darüber hinaus gehen) heraus.

    Beispiel der auf 88,4 MHz, oder der von Dir erwähnte Piratensender auf 87,7 oder neu hinzu gekommen Radio Bob :) auf 87,6 MHz.


    Vielleicht bekommst Du dabei genug Sender für ein erfülltes Hörerlebnis zusammen! So ersparst Du Dir alle weiteren, recht mühsam und gewagt klingenden Turnübungen. Die einzige Krux an der Geschichte ist halt, dass die Sender alle aus ungefähr der gleichen Richtung, sagen in einem Winkel von ~30° senden sollten.


    Bei mir hat es jedenfalls gut geklappt:

    88,6 MHz - Radio 88.6

    89,6 MHz - Rock Max (Wunschsender)

    89,9 MHz - Radio Wien

    92,0 MHz - Ö1


    Viele Grüße,

    Walter

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher Albert Einstein

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  • Hallo zusammen,

    die kleine Yagi ist fertig - und funktioniert soweit. Die Unterschiede sind da, zum besserem hin, jedoch scheinen die Einflüsse der Wetterlage größer zu sein. Deshalb spare ich mir die Details.


    Habe die Antenne zuerst mit einem Balun versehen, so wie hier beschrieben - http://ham-radio.com/k6sti/balun.htm . Nach dem einer Weile habe ich den entfernt und das Kabel direkt angeschlossen - ich habe den Eindruck mit Balun war es besser. Allerdings hatte ich nicht genau das erwähnte Kabel da.


    Den Übersteuerungseffekt kann man wohl abhaken, werde aber noch den ein oder anderen Test dahingehend angehen.


    Eigentlich ist die Sache jetzt durch. Mit dem Tuner bin ich zufrieden, bringt mehr als ich erwartet habe. Die Empfangsmöglichkeiten sind deutlich größer als erwartet, was diese kleine Kiste in dieser Lage rein bekommt, ist unglaublich. Es folgen noch ein oder zwei Versuche die Antennenposition auf dem Dachboden zu optimieren. Natürlich habe ich Blut geleckt - mal wieder, werde mich wohl nie bessern. Ich werde mich im Frühjahr mal mit einem Experten unterhalten und dann eventuell doch eine Antennen-Position auf dem Dach testen. Entweder mit der Iskra-Antenne oder gleich einer Kathrein. Eine Drehbare Lösung scheidet aus, sind eh nur die Sender interessant, welche über die Senke rüberkommen. Und das sind schon genug. Radio Bob bekomme ich in Mono rein (mit Balun, ohne Balun deutlich schwächer) Der Sender auf 88,4 kommt in Stereo rein (mit Balun sehr sauber, ohne Verrauscht) - und eine Vielzahl anderer Sender, von denen ich bisher keine Ahnung hatte. Auf 104,5 MHz gibt es ein Problem - da spielen nämlich zwei Sender. Eventuell bekomme ich den mir wichtigen Sender auf einer anderen Frequenz.


    Ab jetzt geht es eher gemächlich weiter. Natürlich schiele ich schon auf den ein oder anderen Tuner - aber eher aus Neugier. Muss auch noch arbeiten und hin und wieder möchte ich auch noch Musik hören.


    Apropos Musik: am Samstag, während der Übertragung einer Oper aus Maribor, kam meine Frau hochgestürmt - sie hatte den Sänger an der Stimme erkannt :) - also klanglich gibt es am KT-80 wirklich nichts auszusetzen - sofern das Wetter mitspielt.


    Nochmals Dank an alle die mich hier mit ihren Fachwissen und Ideen unterstützt haben. Selten so einen großartigen und nützlichen Thread erlebt.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer