Hobby zum Beruf machen?

  • Als ich vor über 12 Jahren begonnen habe, ahnte ich nicht,

    was da alles auf mich zukommt:


    Zwangsmitgliedschaft bei der EAR-Stiftung.

    Elektro-Entsorgungs-Gesetz.

    Verpackungsverordnung - Verpackungs-Gesetz.


    WEEE-Registrierung mit monatlicher Mengenmeldung.

    ...Darin heißt es wörtlich: wieviel Elektroschrott pro Monat

    produziert wurde. Dafür gibt es zwar Agenturen, die aber auch

    Ihren ordentlichen Jahresbeitrag verlangen.


    Weiter geht es mit div. Versicherungen, die man haben muss.

    Das Finanzamt hält eine Weile still, aber wenn keine Gewinne

    gemacht werden, wird alles wieder zum Hobby erklärt.


    Dann die laufenden Kosten für Werbung, Internet-Webseite,

    div. Messen und Ausstellungen, verschlingen viel Geld.

    Und die Wegelagerer der IHK liegen auch ständig auf der Lauer.


    Kosten für Reklamationen kann man sehr klein halten,

    aber nur, wenn man Qualität liefert.

    Beratung und Service nehmen dennoch viel Zeit in Anspruch.


    Das alles geht als Kleinunternehmer nur, wenn man es mit

    echter Passion und viel Freude macht. Diese Freude gilt es

    zu erhalten. Am Besten natürlich durch positives Feedback.

    Und damit sind wir wieder bei der Qualität der Produkte.


    Liebe Grüße,

    Rainer

  • Hallo Ingum,
    magst Du uns ein bisschen mehr von Dir und Deinem Projekt erzählen?
    Ist doch die Beantwortung der Frage etwas, was am besten im Kontext zu Deiner Person und den erworbenen Fähigkeiten gelingt und evtl das zu vermarktende Produkt mit einbezieht.

    Da dies Dein erster Beitrag ist, kann man im Forum leider noch nicht viel an audiophiler Historie finden.


    Gruss
    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter musikalischer Events
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel
    mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Habe noch etwas vergessen...


    Die unerläßlichen EMV-Messungen


    Allein für meine 3 Produktgruppen habe ich über 90 DIN-A4 Seiten

    Protokolle, Diagramme und Messwerte in Deutscher Sprache.


    Dasselbe dann noch einmal in Englischer Sprache.
    Über die Gesamtkosten, einschließlich Übersetzungskosten

    schreibe ich besser nicht.

    Nur so viel: 3 Tage in einem akkreditierten Messlabor kosten???


    LG Rainer

  • Moin,


    mich hat vor diesem Schritt immer die Angst abgehalten, daß mir dann mein

    bisheriges Hobby vielleicht keinen Spaß macht...so mache ich meine Projekte

    wann ich will und wie ich will (ohne Kosten-Vorgaben/Grenzen)...und manchmal

    auch ein halbes Jahr gar nichts - nur Musik hören...:)


    Gruß Björn

  • Die unerläßlichen EMV-Messungen


    Allein für meine 3 Produktgruppen habe ich über 90 DIN-A4 Seiten

    Protokolle, Diagramme und Messwerte in Deutscher Sprache.

    Muss man das eigentlich auch bei Animatoren, Zobelgliedern und Turmalinsteckern beachten? Ebenso Rohs etc.? Ansonsten wäre das vielleicht eine weniger aufwändige geschäftliche Baustelle. Bevor ich mir so einen Turmalinstecker nochmal selber baue (war echt eine Friemelarbeit, die sich aber klanglich gelohnt hat), würde ich mir so was lieber im Handel kaufen.

  • Hallo Rainer,


    ich habe den Eindruck, gerade auch wenn ich deine Beiträge lese, das die größten Probleme und Anforderungen mit Allem zusammen hängt was irgendwie mit Strom zu tun hat.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • ist doch relativ einfach, laut Marktanalysen ist der Hifi/ High End Bereich jährlich mit schwindenden Umsätzen verbunden.


    Im Heimkinobereich siehts noch übler aus.


    Die finanzkräftige Kundschaft für diese Produkte stirbt langsam aus ( 70 plus) und wir verbliebenen sind ein relativ kleiner Kreis.


    Nun kann sich jeder überlegen, wie groß das Risiko ist oder es quasi als " professionelles Hobby" ansehen.


    Gibt natürlich auch wieder Bereiche, wie z.B. Burchardt Audio, die mit extrem cleveren und breit gestreuten Marketing sowie Produktion in China plus Ausschaltung der Händler durch Direktvertrieb , es scheinbar geschafft haben.

    So unbeleckt waren die aber auch nicht, kommen wohl ursprünglich von Dynaudio, wussten also was sie erwartet.


    Ich freue mich aber über jeden " Kleinen" der es schafft!

    Lautsprecher: Cabasse Murano, Spendor S25/1, KEF R200C, Subwoofer Heco Celan GT322A

    Denon AVR X6400hH, Sony UBP X1000ES, NAD T550, NAD T753, Pioneer N50, Synology NAS DS218+ , Kabel Cinch und Lautsprecher: Sommer und Oehlbach ohne Snake-oel

  • Gibt natürlich auch wieder Bereiche, wie z.B. Burchardt Audio, die mit extrem cleveren und breit gestreuten Marketing sowie Produktion in China plus Ausschaltung der Händler durch Direktvertrieb , es scheinbar geschafft haben.

    Das Interessante an Buchardt-Audio ist, wie der Kram viral im Netz gegangen ist. Was es da an Vorankündigungen und gefilmten Homestorys vor der Einführung der S-400 gab ist einfach perfektes Marketing. In wie weit das von der Firma initiiert worden ist, oder tatsächlich von Fanboys losgetreten wurde kann ich nicht beurteilen, aber es zeigt die Zukunft der Vermarktung in der Branche auf. Wobei ja auch heute schon Influencer in entsprechenden Foren unterwegs sind. Hier fällt so etwas idR relativ schnell auf, in unzähligen anderen Foren ist das technische Wissen so unausgeprägt, dass Lobeshymnen nicht nur nicht kritisch hinterfragt, sondern bejubelt werden.

  • Das Interessante an Buchardt-Audio ist, wie der Kram viral im Netz gegangen ist. Was es da an Vorankündigungen und gefilmten Homestorys vor der Einführung der S-400 gab ist einfach perfektes Marketing. In wie weit das von der Firma initiiert worden ist, oder tatsächlich von Fanboys losgetreten wurde kann ich nicht beurteilen, aber es zeigt die Zukunft der Vermarktung in der Branche auf. Wobei ja auch heute schon Influencer in entsprechenden Foren unterwegs sind. Hier fällt so etwas idR relativ schnell auf, in unzähligen anderen Foren ist das technische Wissen so unausgeprägt, dass Lobeshymnen nicht nur nicht kritisch hinterfragt, sondern bejubelt werden.

    für mich spannend ist, dass ich als gewöhnlich ganz gut informierter Mensch im Hifi Bereich erst durch diese beiden Beiträge hier auf die Marke Buchardt-Audio aufmerksam geworden bin. Offensichtlich gibt es viele virtuelle Kanäle, die von Buchardt Audio noch nicht bespielt werden.

    Gruss

    Juergen

    gewerblicher & privater Veranstalter musikalischer Events
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel
    mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Das ist von den beiden Gründern perfekt Marketingtechnisch umgesetzt worden!

    Da flossen bestimmt auch einige Beträge für die reviews.


    Es gibt eine finnische Firma, die einen SEHR ähnlichen Lautsprecher, wie den S400, bereits deutlich vor Burchardt auf den Markt gebracht hat.

    Diesen Lautsprecher kann man zum fast identischen Preis beim Händler erwerben.


    Soviel zu den ach so tollen günstigen Preis dank Direktvertrieb der Burchardt Produkte.

    Augenwischerei!

    Lautsprecher: Cabasse Murano, Spendor S25/1, KEF R200C, Subwoofer Heco Celan GT322A

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  • das wundert mich jetzt auch, es soll doch DIE Lautsprecherentdeckung z.B. auf den norddeutschen Hifi Tagen gewesen sein, so einige youtubler


    Leider kommt virtuell meine Ironie nicht rüber

    Lautsprecher: Cabasse Murano, Spendor S25/1, KEF R200C, Subwoofer Heco Celan GT322A

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  • Wobei, du gehörst ja auch nicht zur Zielgruppe, denn es sind Hifi und keine Highend LS.

    Danke für die links!
    Diese Tests habe ich dann wohl doch wahrgenommen, aber in der Tat als für mich nicht relevant eingestuft, sind halt Lautsprecher in einem Segment, welches mich überhaupt nicht interessiert.

    Insofern hast Du mit Deinem Kommentar zu 100% recht!

    Gruss
    Juergen

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    AAA- Mitglied