Der Klassiker DL-103

  • Nun streitet euch mal nicht weiter!

    Nicht umsonst werden gerade für das "103 mit oder ohne R" andere Gehäuse angeboten.

    Ich benutze selber zu meiner Zufriedenheit einen Body aus afrikanischem Ebenholz * und "die Mühle" ist eine völlig andere!!


    *Afr. Ebenholz ist nicht gleich zu setzten mit asiatischem !

    Aus Afr. Ebenholz werden meines Wissens ,Klarinetten und Dudelsackpfeifen hergestellt.


    Ahoi



    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Guten Morgen Robert und Jürgen...


    Jürgen.. Du hast recht, das geht hier in die falsche Richtung, was ich absolut nicht beabsichtigt habe...

    Wie Robert ja ganz richtig ausführt, ist doch beinahe alles an einem Tonabnehmer klangbeeinflussend... ähnlich einem Musikinstrument.


    Seit Jahren wird hier betreffs des Gehäuses des 103 von Resonanzen im negativen Kontext geschrieben... und zwar dergestalt, dass dieses zwingend getauscht gehört... ich habe hier stets den Eindruck, das vor lauter Resonanzen das System schnarrend und klappernd im Headshell hinge.

    Ich schrieb doch selbst, dass z.B. Mein Decca ein „metallisches Plopp“ beim Ablassen des Tonarms macht und dass der spezielle Sound dieses Systems auch an seiner Blechschachtel liegen dürfte. Genau deshalb fasziniert es mich so....

    Ebenso interessiere ich mich für einige Gehäuseumbauten für das Denon... auch das hatte ich geschrieben. Ich bin sicher, wie ich auch bemerkte, dass es mit anderem Gehäusematerial anders klingt.


    Ich möchte hier einfach nur mal eine Lanze für das sehr preiswerte 103 brechen:

    Dessen Gehäuse resoniert eben nicht in dem negativen Kontext, wie es so oft dargestellt wird... es macht, ganz im Gegenteil, als „Klangkörper“ einen sehr ordentlichen Job, nicht umsonst ist es seit Jahrzehnten so beliebt.

    Und ja, Robert, bestimmt eine feine Spielwiese, wenn man neues ausprobieren möchte... nur ist da der individuelle Hörgeschmack entscheidend und nicht schon beinahe die „Pflicht“, sich nur schnell dieses furchtbaren Originalgehäuses zu entledigen...


    Ich hoffe, dass ich mich verständlich machen konnte und, Robert, wenn Du Dich angegriffen fühltest, dann möchte ich Dir sagen, dass das nicht meine Absicht war.. ich hätte mich in meinen vorherigen Beiträgen wohl noch deutlicher ausdrücken müssen...


    Mit versöhnlichen Grüßen...


    Michael

  • Na prima😊

    Ich gehöre zu denen, die das 103 als gut und preiswert empfehlen für schwere Arme.

    Einfach so wie es ist.

    Gruss

    Robert

    Gewerblicher Teilnehmer (Nebenbei)

    Mein Stereo ist zweikanalig! Echt!
    Und bitte deute mit deinem Zeigefinger doch mal auf die Stelle, an welcher dir die Aliens das Metallteil reingesteckt haben, welches nicht rauszukriegen ist!

  • Was für ein Body empfehlen denn die Fachleute????? Gibt ja doch einige Varianten um das 103 zu optimieren. Habe das R an einem WTB 213 und würde gerne mal ein anderes Gehäuse ausprobieren.

    Gruß Frank

  • Günstig erscheinen mir die Gehäuse von Stanislav zu sein, die er unter Stanley Engineering bei igitt anbietet. Ich habe ein Ebenholzgehäuse von ihm, das ich prima finde. Ich habe allerdings auch nur mit diesem einen Upgrade-Gehäuse Erfahrungen.

    Da das gestripte 103 nur eingeschoben und nicht verklebt wird, sind diese Bodys bei Nichtgefallen aber auch rückbaubar. Man kann also mit einem mal auf Verdacht anfangen (bei mir eben der Holz-Klassiker Ebenholz) und bei Bedarf mit anderen Materialien und Bauarten (s.o.) experimentieren. Oder einfach nur Musik hören, das geht auch.


    Kurz: Meine Empfehlung ist das genannte Ebenholzgehäuse.


    VG

    Steffen

    And if you tolerate this

    then your children will be next

  • wie sind denn die shibui Gehäuse einzuschätzen? Sie wurden ja mit 103ern zusammen verkauft. Sind diese verklebt?

    Aluminium mit Blei Legierung sind da die Bestandteile..

    -Gruß Peter-


    `Im Jazzrock steckt die Chance zur Versöhnung von Körper und Geist.` - DIE ZEIT, 27/2003, S. 37.

  • Die Lignolab sind schon ne Ansage, optisch wie auch preislich ;-)))))))))

    Die Ebenholzgehäuse hab ich auf dem Radar.

    Was ist denn hiervon zu halten

    hxxps://www.ebay.de/itm/SOUND-IMPROVEMENTS-ALUMINIUM-BODY-FOR-DENON-103-103R/223400319008?epid=1450039827&hash=item3403b25820:g:GRUAAOxyxpxQ6w7L


    Gruß Frank

  • Was für ein Body empfehlen denn die Fachleute????? Gibt ja doch einige Varianten um das 103 zu optimieren. Habe das R an einem WTB 213 und würde gerne mal ein anderes Gehäuse ausprobieren.

    Gruß Frank

    Das kommt auf den Tonarm an. Wenn Du ausreichend eff. Masse, also idealerweise 25 - 30g hast, kann man einen leichteren Body z.B. aus Holz nehmen. Musst Du Masse machen musst Du zu Alu, Bronze, Blei et. al. greifen aber darauf achten, dass der Tonarm das Gewicht ausbalancieren kann.

    Viele Grüße

    Thomas


    He sticks to his guns
    He take the road as it comes
    It take the shine off his shoes

  • Steffen!

    Das Gehäuse von Stanislav habe ich auch am Start!

    Das macht einen super Job für nen fuffy!

    Ich habe es allerdings vorher noch in

    Leinölfirniss gebadet und dann schön gemacht!

    Bei mir war vorher die Holzoberfläche nicht so berauschend, Tischler halt!

    Auch mit dem AT 95 habe ich mich bei Stanislav bedient. Und beide Systeme tragen einen Shibata Stein.

    Über Luhndahl Übertrager an meinem EARsinn, ist das Denon derzeit mein Liebling!


    Ahoi


    JÜRGEN

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    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Hallo Jürgen,


    sehe ich genau so. Preis/Leistung ist sehr gut. Mein 103 hat auch einen Shibata-Schliff, mit passendem SUT (bei mir ist es der A23) klingt es famos.


    VG

    Steffen

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    then your children will be next

  • Steffen!

    Der Pre. Ist bei mir sehr schlecht vergleichbar!

    Ich habe im Grunde einen EAR 834 - Clone, der aber in so mancher Stunde sonntäglichen Arbeit überarbeitet wurde.

    Ich habe 16 Kondensatoren ersetzt durch bessere Qualitäten und zusätzlich sieben ergänzt.

    Als SUT benutze ich (intern) Beyerdynamik Mikrofon - Kapselübertrager und Extern Luhndahl 1681

    Das ist derzeit meine erste Wahl


    Ahoi

    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Moin Kollegen,


    habe auch so meine Erfahrungen mit dem DL-103 gemacht. Hatte es schon mit Holz- und Alugehäusen betrieben, aber eigentlich keinen Unterschied festgestellt, was natürlich meinem 'Holzohren' geschuldet sein kann.


    Vor kurzem dann wieder rückgebaut, weil es mir im original Body einfach am besten gefällt. Weil ich es aber aus lauter Bastelwut nicht lassen konnte, habe ich den Body innen mit dünnen Bleiplatten ausgekleidet, die ich mir selber aus Angel Bleikugeln gegossen und dann im Schraubstock zu Platten gepresst habe. Schneiden kann man mit einer Schere. Das alles in erster Linie, um Gewicht zu machen.


    Das Ganze dann an ein AT Magnesium Headshell mit einer aus einem alten Prozessor Kühler gefertigten 2mm dicken massiven Kupferplatte, mit ca. 8 Gr. Eigengewicht, gepaart. Wiegt jetzt knapp 28 Gr. und erhöht rein rechnerisch die eff. Masse meines 3009-2 auf ca. 23 Gr. VTF auf 3 Gr. und ab geht die Luzi, auch ohne 12" Arm.


    MVIMG_20200118_125508.jpg

    Servus Christoph

  • Moin,

    ist grade eine gute Gelegenheit sich mal wieder einen Überblick zu verschaffen

    was sich zum 103er im Laufe der Jahre so angesammelt hat bzw. was eventuell

    ab diesem Sommer aktuell werden könnte...


    103.JPG


    links oben : FR-Headshell mit A23 Bleibody

    mitte oben : naked auf einer Alu-sonstwas Montageplatte

    rechts oben : Original

    links : Alugehäuse & Kupfer & Bronze Montageplatten

    mittig : Onyxstein... könnte ein Body werden

    rechts: drei schwere Headshells

    2 Betriebsunfälle

    das ganze kombiniert mit einem 300er Rega oder 300er Rega "gepimpt" oder

    ATP12 oder FR64S... ggf. kombiniert mit A23 Trany oder Phono-MC-Stufe...

    eine Spielwiese mit durchaus unterschiedlichen Ergebnissen !

    cu LG Horst

    Miles trinkt einen Schluck Wasser. "Wasser", sagt sein Trainer, "das wird man einfach nicht los. Es gibt mehr Wasser auf der Welt als sonst irgendetwas" "Stimmt nicht" sagt Miles, "es gibt mehr Bullshit als Wasser. Die Welt ist voll von Bullshit."

  • Hi Chris,


    hört sich interessant an. So einen Stabilisator zwischen Headshell und dem R hatte ich auch bereits als einfache Methode im Auge.

    Gibt es auch in Messing.


    Gruß Frank

  • Hallo Frank,


    ich bastle am liebsten mit 'Bordmitteln'. Kaufen kann doch jeder...;)

    Servus Christoph

  • Hallo Horst,


    magst Du mal was zum Klang des 103 mit dem Bleibody schreiben? Also im Vergleich zum originalgehäuse... Das interessiert mich sehr...


    viele Grüße,


    Michael

  • Einfach wild Gehäuse zu empfehlen greift mMn zu kurz. Die Frage ist doch erst einmal wie es um die eff. Masse steht, und was der WTB 213 ausbalancieren kann. Der Hersteller gibt 5 - 20g an. Schonmal ganz gut, damit lässt sich doch ganz gut Masse machen.

    Der Hersteller gibt leider keine eff. Masse an, die auch davon abhängt welches Tonarmrohr (Carbon, Holz oder Alu) gewählt wurde. Ich würde den Arm mit Alu-Tonarmrohr als mittelschwer, also um die 13g, einstufen. Mit Carbon wird es wohl unter 10 g gehen. Holz? Keine Ahnung.

    Ich würde idas Potential von zusätzlich 10 g unbedingt ausschöpfen. D.h. man würde idealerweise ein Gehäuse mit einem Gewicht von 14 g - das Originalgehäuse wiegt 2 g - wählen.

    Oder man macht es von Chris vorgeschlagen mit Platte zwischen Headshell und TA. Beim Headshell des WTB 213 sieht das vermutlich aber nicht so schick aus.

    Viele Grüße

    Thomas


    He sticks to his guns
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