Musikkassette digitalisieren

  • Erkennt da mein PC die Hifi-Analoggeräte wirklich?

    Nein, das kann er nicht und das ist auch nicht nötig.

    Dein Betriebssystem kennt aber die interne Soundkarte, die ja heute auf jedem Mainboard integriert ist und das reicht.


    Du brauchst jetzt nur eine Audiosoftware wie Audacity zum Aufnehmen und dann spielst du einfach die Cassetten / Platten ab und nimmst mit Audacity die Ausgabe des internen Soundchips auf.

    Wie ich oben schon schrieb, ein Adapter von RCA auf Stereo-Klinke 3,5mm ist alles was du brauchst. Den steckst du dann in Line-in, nicht in Mic-in und los gehts.



    Die Fotos des externen Wandlers zeigen was los ist. Er hat gar keinen USB-Anschluß, ist also wenig geeignet um am PC angeschlossen zu werden.

    Du bräuchtest eine spezielle Audiokarte im PC, die einen sogenannten S/PDIF Eingang - entweder Koaxial oder Optisch - bereitstellt. Hast du bestimmt nicht, also vergiß das Ding.


    Gruß

    Michael

  • Das Steinberg UR22 hat einen Analog-Digital-Wandler.

    Das Ding hat er ja als erstes gezeigt.

    Wieso dann nochmal ein zusätzlicher externer Wandler eingesetzt wird, weiß ich beim besten Willen nicht.

  • Ich habe ein schmales Budget und habe deshalb nur so ein kleines Teil gekauft: Goobay AVW 8, (Art.nr. 58966)

    Hallo Klaus,


    Dein GooBay hat zwar digitale Ausgänge (koax und Toslink), aber keinen PC Anschluss, denn der müsste USB sein, hat der GooBay aber nicht! Kurz: Du hast schlicht das falsche Gerät gekauft!


    Es gibt billige USB Sound Sticks, aber deren ADC und DAC Qualität ist nicht besser als die interner Soundlösungen...


    Wie schon angedeutet wurde ist die billigste Lösung für Dich den PC und seine Soundlösung zu verstehen (manche haben z.B. nur einen Headseteingang und nicht Stereo) und wenn das klar ist entsprechende Systemeinstellungen zu machen, damit der Ton vom Phono analog in den PC und dort digital gewandelt per z.B. Audacity aufgenommenwerden kann.


    Grüße,

    Winfried

    Einer Behauptung ohne Beleg darf man auch mit einem Widerspruch ohne Beleg entgegnen. (Volksweisheit)

    Ich habe zwei Monoendstufen Vincent SP-996 zu verkaufen

  • Wenn man die PC-Soundkarte nutzen will, sollte man auf der analogen Seite gegebenfalls anstatt dem LineOut den Kopfhörerausgang des Verstärkers, an dem das Deck oder der Dreher angeschlossen ist, verwenden. Das hat den Vorteil Höhen oder Bässe zu verstellen und auch die Lautstärke anzupassen. Man sollte eine paar Probeaufnahmen machen, um eine zufriedenstellende Aufnahme zu bekommen. Man muss nach jedem Song stoppen und neu digitalisieren, wenn man am Ende wie bei einer CD zwischen den Titeln springen will. Alles sehr aufwendig und zeitintensiv.

  • Man muss nach jedem Song stoppen und neu digitalisieren, wenn man am Ende wie bei einer CD zwischen den Titeln springen will.

    Nicht unbedingt. Ich nehme immer eine Seite einer Schallplatte als eine Datei auf und teile die dann hinterher in die einzelnen Stücke auf.


    Bei einem Album, bei dem die Stücke direkt ineinander übergehen, kannst du es sogar nur so machen, sonst hast du später immer einen kleinen Aussetzer oder eine Wiederholung von einigen Millisekunden drin. Sehr unschön.


    Also lieber in einem Rutsch aufnehmen und hinterher auf digitaler Seite editieren. Da kann man auch immer wieder von vorn anfangen, wenn man sich angewöhnt, nur mit Kopien der Aufnahme zu arbeiten.


    Gruß

    Michael

  • Da hast Du natürlich vollkommen Recht, allerdings setzt das auch den Einsatz einer entsprechenden Software voraus, in die man sich auch erst einfuchsen muss. Wenn man, wie beschrieben, über den Kopfhörerausgang geht, kann man beim digitalisieren auch ein- und ausblenden. Vielleicht auch eine Option, über die man nachdenken kann.

  • Also den Wandler per Usb an den Rechner. Linux und Windows erkennen ihn sofort .


    Bei mir läuft das so :


    Schallplattenspieler -- ext. RIAA Vorstufe -- Yamahamixer -- Wandler -- Rechner.


    Als Aufnahmesoftware benutze ich Audacity .


    Hier kann auch das Format gewählt werden . Z. B. 24 Bit / 96 Khz / Flac

    Meine Empfehlung ....


    https://de.wikipedia.org/wiki/Free_Lossless_Audio_Codec

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  • Hallo zusammen


    Erstmal herzlichen Dank an Michael für die kompetenten Beiträge! Und an alle anderen!


    Ich habe deinen Ratschlag befolgt. Nur hat es zwischendurch mal kurz funktioniert (ich weiss nicht warum), aber ansonsten habe ich viel Rauschen und nur ganz leise Musik. Ich habe die Aufnahmelautstärke bei Audacity in verschiedenen Einstellungen ausprobiert. Aber selbst die lauteste, also 1,00, bringt die Musik viel zu leise, aber viel Rauschen.


    Dass niemand sagen kann, es liegt an den Einstellungen bei Audacity (und dass mich dieses Progi überfordert): Ich habe noch ein ganz einfaches Progi ausprobiert, und da gab es die gleichen Probleme.


    Zum Checken der Verbindung: Ich habe das Kabel am einen Ausgang der Vorstufe (ich habe separate Vor- und Endstufe) angehängt und bin wie besprochen auf den Line In des PC's. Das sollte doch korrekt sein, oder?


    An was könnte es also liegen??
    Gruss, Klaus


  • Bei manchen Soundkarten ist ein Booster für Micro dabei!

    2) in Audacity ist ein Reiter für den Eingang!

    Der Regelt die Art des Eingangs!

    Bin leider nicht zu Hause, sonst könnte ich nachsehen wo! So nur aus der Erinnerung


    Ahoi


    JÜRGEN

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Moin Klaus


    Steffen hat Recht, das analoge Signal von der Vorstufe muß natürlich mit ausreichend hohem Pegel am Eingang des A/D-Wandlers anliegen.

    Deiner Beschreibung nach ist es aber viel zu leise, sodaß der Wandler nur das viel zu kleine Signal und eben das normale Rauschen umsetzen kann.


    Geh mal direkt aus deinem Tape-Deck in den Rechner, laß die Vorstufe versuchsweise mal weg.

    Dann sehen wir weiter.


    Gruß

    Michael

  • Der Lautstärkeregler der Vorstufe ist komplett aufgedreht?

    Lieben Dank an Steffen und an Michael!

    Es lag tatsächlich daran, dass die Vorstufe zu leise eingestellt war. Ich habe sie relativ laut gestellt und siehe da - alles bingo! :thumbup::thumbup: Ich gebe eine Runde aus! ;)


    Gruss
    Klaus

  • Nur noch die letzte Frage ;): Wie machst du das genau mit der kurzen Pause zwischen den einzelnen Stücken in Audacity? Wie fügst du die in der Nachbearbeitung ein und wie lange muss die Pause mind. sein, damit später die Skip-Funktion funktioniert?


    Schönen Abend noch!
    Klaus

  • Gut, es geht also voran. :thumbup:


    Du mußt jetzt nur darauf achten, daß du den Eingangspegel auch nicht zu hoch einstellst, so daß der A/D-Wandler übersteuert wird. Besonders bei Schallplatten mit heftigen Knacksern ist das sehr wichtig.


    Wenn du bei einem analogen Aufnahmegerät übersteuerst, entstehen ja auch Verzerrungen, wenn auch nicht ganz so schlimm.

    Übersteuerst du aber ein digitales Aufnahmegerät wie deinen PC, dann klingt das ganz furchtbar und diese Verzerrungen wirken für einige Millisekunden nach.


    Also acht immer darauf, daß du ein gutes Stück unterhalb von 0dB bleibst.


    Deshalb nimmt man auch immer mit möglichst hoher Auflösung auf. Also besser mit 24 Bit als nur mit 16 Bit. Dann kann man oben genügend Headroom für laute Störgeräusche lassen und ist ganz unten immer noch weit genug vom Rauschen weg.


    Auch während der Bearbeitung beläßt man die Datei am besten in 24 Bit Auflösung und rechnet erst ganz zum Schluß als letzten Arbeitsgang in 16 Bit um.


    Gruß

    Michael

  • Wie machst du das genau mit der kurzen Pause zwischen den einzelnen Stücken in Audacity?

    Sorry, das weiß ich nicht. Mit Audacity habe ich noch nicht großartig gearbeitet, weil ich dazu das Programm Wavelab von Steinberg nehme.


    Da mache ich es wie folgt. Eine Seite Schallplatte ist nach der Aufnahme eine große Datei. Man sieht ja rein optisch sehr gut, wo die Pausen zwischen den Stücken liegen. Ich setze also am Anfang des Stückes einen Marker und am Ende. Alles dazwischen kopiere ich und füge es als neue Datei im Programmfenster ein. Namen vergeben, fertig.


    Vermutlich geht das in Audacity genauso, oder zumindest sehr ähnlich.


    Gruß

    Michael

  • Ich verfahre so,das ich jedes Stück einzeln im Flac Format in einem zweiten Ordner abspeichern!

    Dadurch kann die Pause zu Null gehen, denn es sind ja unterschiedliche Dateien!

    Somit erkennt der Player dieses!


    Du kannst in Audacity auch vorher die gesamte Datei "normalisieren" nie ein Einzelstück!

    Damit erreichst du, daß das lautesten Ereignis deiner Aufnahme - 1 dB laut ist, und die anderen Stücke in Differenz dazu stehen!


    Viel Spaß


    Ahoi


    JÜRGEN

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • So ganz am Rande die Info: Es gibt von Nero das kostenlose Tool "Wave Editor", das in der Bedienung wesentlich einfacher ist als Audacity. Insofern für Digitalisierungs-Anfänger vielleicht mal ein guter Einstieg, zumal Filter wie Knackser- und Rauschentferner ebenfalls enthalten sind und sogar sehr brauchbar sind.


    Audacity ist aber das wesentlich vielseitigere und mächtigere (und damit leider nicht so einfach bedienbare) Tool. Das bleibt also die Top-Empfehlung, auch von mir.

    Gruss,


    Hendrik
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    Die Schallplatte ist das Tollste, auf das sich je eine Nadel gesenkt hat, seit Marilyn Monroe gegen Pocken geimpft wurde.
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    Mitleid ist die subtilste Form der Verachtung, und Neid die plumpeste Form der Bewunderung.