Shakti macht Erfahrungen mit KECES und anderen DC Netzteilen.

  • In den letzten Wochen habe ich an verschiedenen Geräten unterschiedliche DC Netzteile ausprobiert,
    so dass ich meine Erfahrungen in diesem thread ein wenig bündeln mag.

    Vor einigen Wochen habe ich mir einen


    J SIKORA Reference


    Plattenspieler angeschafft, dieser hat einen 24v DC Motor, wie er in vielen anderen Motordosen auch verwendet wird, so zB bei Feickert, Dereneville, Gold Note usw usw.

    Das J Sikora Netzteil ist an sich recht gut, ich hatte es auch schon mal an einem Dereneville Motor ausprobiert. Aber wenn man die klanglichen Unterschiede an einem 24v DC Plattenspieler Motor mal gehört hat, möchte man natürlich noch andere Netzteile ausprobieren.

    So wundert es nicht, dass Feickert, Dereneville, Gold Note für ihre Plattenspieler auch "bessere" Netzteile anbieten, es aber auch im freien Nachmarkt 24v DC Netzteile zu kaufen gibt.

    Die folgenden Netzteile habe ich in den letzten Wochen am J Sikora und teilweise am

    GoldNote Mediterraneo

    ausprobiert:

    - Keces P8 (UVP 700,-eur)
    - Keces EPhono ( UVP 350,-eur)
    - Feickert Clean (UVP 2500,- eur, wird nicht mehr angeboten)
    - Feickert linear (UVP 750,-eur)
    - J Sikora PSU ( UVP ca 750,- eur)
    - Gold Note standard PSU (UVP unbekannt )


    Die klanglichen Unterscheide der Netzteile sind teilweise erstaunlich deutlich und liegen in einem Bereich, den ich von meinem Vergleich der unterschiedlichen Nadelschliffe an den neuen Audio Technica AT OC9 Systemen kenne.

    Alle Netzteile sind bei mir zum Vergleich hinter einem Netzfilter angeschlossen gewesen.

    Hier meine Erfahrungen:

    - Gold Note standard PSU
    bringt den Teller zum drehen, aber auch nicht mehr...., die Bühne wirkt im Vergleich deutlich kleiner, die Dynamik schrumpft, Stimmen verlieren die Kontur, die 3 Dimensionalität der Abbildung leidet.

    Kann & mag jedem Nutzer eines GoldNote Mediterraneo den Wechsel des Netzteiles dringend nahelegen, mit der Standard "WandWarze" verspielt der Dreher sein Potential.


    - Keces EPhono

    Für mich die Überraschung bei den verglichenen Netzteilen. zum vergleichsweise sehr günstigen Preis bringt das Netzteil eine sehr gute Performance, die mit einigen teils doppelt so teuren Netzteilen gut mithalten kann.

    Speziell der GoldNote Mediterraneo kam gut mit dem Keces EPhono klar und machte deutlich, dass der Dreher nicht nur ein italienischer Design Spieler ist, sondern auch richtig gut Musik machen kann.



    - J Sikora PSU

    Das J Sikora Netzteil spielt auf ähnlichem Level, wie das Keces E Phono mit einer tonal etwas anderen Ausrichtung. Mit dem Sikora Netzteil klingt es etwas voller und runder, was jeh nach Tonabnehmer gut passen kann.



    - Feickert linear

    Das kleine Feickert Netzteil liegt auf dem level von Sikora und Keces E Phono, spielt aber im Vergleich am "klarsten" so dass es speziell im Zusammenhang mit etwas helleren Systeme zu leicht scharfen Sybillanten tendierte. Insofern will es, zumindest am J Sikora Plattenspieler auch gut kombiniert werden.


    - Feickert Clean
    Das Akku betriebene Feickert Clean Netzteil kann sich von allen bislang gehörten Netzteilen deutlich absetzen. Auflösung und Raum nehmen zu, vor allen Dingen spielt es aber aus einer absoluten Stille / Schwärze. Sehr faszinierendes Netzteil, eigentlich schade, dass es nicht mehr angeboten wird. Preislich liegt es immer noch unter anderen Plattenspieler Netzteilen, das ebenfalls 24v DC ausgebende Brinkmann Rönt liegt zB bei 3800,-eur.


    - Keces P8
    Das Keces P8 ist für mich die Überraschung des Testfeldes. Am J Sikora übertrifft es hinsichtlich Dynamik und Auflösung nochmals das Feickert Clean, welches aber in der Tiefe des Raumes und der "schwärze" der Abbildung vorne liegt.


    Schaut man sich den Preis des Keces P 8 an, dann kann man diesen als im Vergleich eher günstig ansehen. Insofern steht nun ein Keces P8 bei meinem J Sikora Reference.

    Aber das letzte Wort ist bei mir sicherlich noch nicht gesprochen, die Kombination aus Keces P8 und Feickert Clean wäre mein Ideal. Insofern werde ich mich auf jeden Fall mal weiter umschauen.

    Sollte jemand mal ein Keces Netzteil an seinem 24v DC Plattenspieler ausprobieren / kaufen wollen, einfach ne mail / Konversation schreiben. Ich habe aktuell noch ein weiteres Keces P8 da.


    Gruss
    Juergen

    ps
    in einem nächsten Beitrag werde ich von meinen Erfahrungen mit einem Keces P3 Netzteil an Router und Switch berichten.

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  • Hallo

    Keces E Phono ist die kleine Phonovorstufe von denen. Bei mir spielt die Keces S Phono. Gefällt mir gut.....

    Die Keces E Phono besteht aus dem Netzteil und Phonoteil.
    Auf Grund der grossen Nachfrage kann man das 24v DC Netzteil des Keces E Phono nun auch einzeln kaufen (die EPhono kostet 700,- eur, das Netzteil separat 350,-eur), das gängige Keces P3 Netzteil gibt es nicht mit 24v DC

    Die Keces SPhono liegt mit 2500,-eur preislich und klanglich in einer anderen Liga. Das Netzteil der S Phono stellt aber leider keine 24v DC zur Verfügung, sonst waere dieses sicherlich auch eine Option..

    Gruss
    Juergen

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  • ich habe neulich meine „Wandwarze“ gegen eine 12V Akkustromversorgung

    am Scheu getauscht und kann Juergens Beschreibung nur unterstützen!

    Meine PV läuft seit fast 30 Jahren mit Akku, keine Welten aber doch eindeutig nachvollziehbar.

    Niemand kann Rock´n´roll erklären ... na ja vielleicht Pete Townshend.

  • Und wieder ein Test, den so in diesem Forum wohl nur Jürgen durchführen und bieten kann.


    Vielen Dank für das Teilen der Erkenntnisse und Ergebnisse!


    VG

    Michael

    Plattenspieler: Clearaudio Solution, Tonarm: Clearaudio Unify 9, Tonabnehmer: Benz Micro ACE L, CD/SACD-Player: Accuphase DP-78, Vorverstärker: Accuphase C280L, Endverstärker: Accuphase A-46, Lautsprecher: Ecouton Audiolabor LQL200, selbst revidiert


  • Keces DC 116 Sonderserie mit 20 V und 24 Volt +/- 3 Volt und 6 Ampere Leistung!

    Variante 3: DC 116 – Sonderserie – UVP 398,– €

    Das Keces DC 116 ist meines Wissens das Vorgängermodell von P3 und P8.
    Die Umschaltung der VoltZahlen geschieht wohl im Inneren des Gerätes.
    Insofern habe ich mir nur die drei aktuellen Keces Typen gekauft.

    Die 6A Leistung braucht mein Plattenspieler nicht (zieht o,3A beim hochfahren, 0,2A im Dauerbetrieb)

    Das DC116 ist auf Grund der hohen möglichen Amperezahl aber noch beim Vertrieb bestellbar.
    Sollte das Gerät jemand haben, kann er ja gerne mal davon berichten.
    Mich würde speziell ein Vergleich zum P8 interessieren.

    Gruss

    Juergen

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  • Guten Morgen,

    Ich benutze das Keces P8 und mag die Variabilität des Netzteils.

    Zeitweise hingen 3 Geräte daran.

    Ein Digital Analog Wandler, am zweiten Ausgang eine Phonovorstufe und am USB Ausgang ein Raspberry der als Streamer läuft.

    Den deutlichsten Unterschied bemerkte ich an einem NAD DAC, dieser spielte am Keces deutlich souveräner und räumlicher.

    Gruß Hans

  • Interessieren würde mich, was den Unterschied zwischen dem Feickert Analogue Clean und dem Keces P8 herbei führt. Eigentlich sollte doch eine Akkustromversorgung den mit Abstand saubersten DC liefern, wobei ich eine ausreichende Dimensionierung voraussetze.

  • Interessieren würde mich, was den Unterschied zwischen dem Feickert Analogue Clean und dem Keces P8 herbei führt. Eigentlich sollte doch eine Akkustromversorgung den mit Abstand saubersten DC liefern, wobei ich eine ausreichende Dimensionierung voraussetze.

    Da bin ich leider nicht genug Techniker.
    ich erinnere mich an Gespräche mit Jeff Rowland zu dem Thema,
    da ging es um die Konstanz der Impedanz seines Akku Netzteiles über die Entladung / Aufladung, da ging es um die Geschwindigkeit, mit der auf Laständerungen reagiert werden kann.

    Jeff Rowland hat sich aktuell von Akkus verabschiedet und arbeitet nun mit einem neuen Kondensator Typ.


    Jürgen Ultee, der für vdh den "The Grail" phonopre entwickelt hat, hatte sich letztendlich auch gegen das Akku Netzteil entschieden. Sprach aber dann davon, dass dieser Schritt schwierig sein, da sich bei den meisten Konsumenten die Überlegenheit eines Akku Netzteils festgesetzt hat und deshalb immer wieder nach einem solchen gefragt wird.



    Brinkmann argumentiert bei seinem "Rönt" Netzteil damit, dass durch die Röhre eine bessere "Entkopplung" von Störungen stattfindet.

    Wie gesagt, bin da nicht so der Techniker.

    Ich schliesse ein Netzteil an, höre es und bilde mir ein Urteil.

    Letztendlich ist es für mich eine zumeist schwarze Kiste, die irgendwo unbeachtet seinen job macht, was drin ist, ist für die Performance (aus meiner Sicht) ja erst einmal egal.

    Bei meiner Jeff Rowland Critererion Vorstufe ist ja ein sehr von mir geschätztes Akku Netzteil verbaut, welches zur vollen Performance auch immer brav neue Akkus benötigt.

    Die beim Feickert Clean vernommene "Schwärze" schätze ich auch an der Criterion. Der bauähnlichen Corus Vorstufe fehlt dieses.Dafür soll diese mit dem neuen Rowland Netzteil (mit den "besonderen" Kondensatoren , 233Farad)
    https://www.jeffrowlandgroup.com/pasu/
    eine höhere Auflösung haben, was ich wiederum auch mit dem Keces P8 wahrnehme.

    Gruss
    Juergen

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    AAA- Mitglied

  • Nun habe ich mich auch mit dem Anschluss der Keces Netzteile an switch und Router beschäftigt.

    An meinem

    Silent Angel Bonn N8 switch (5v DC) (UVP 400,- eur )

    kann ich im Moment nur das


    Keces P3 (5v, 12v DC) (UVP 400,-eur)


    anschliessen , da das


    Keces P8 (5v USB, 12v, 24vDC) (UVP 700,-eur)

    die 5v DC nur an einer USB Buchse bereit stellt,
    da fehlt mir im Moment das Kabel zu.


    An meiner


    Fritz Box 7490 (12v DC)


    kann ich aber das P3 und das P8 nutzen.


    Aktuell ist die Fritzbox mit einem


    IFI SteckerNetzteil 12v DC (UVP 50,-eur)


    angeschlossen.


    Da ich aktuell 2 der Bonn N8 Switche in Verwendung habe, habe ich auch die Möglichkeit genutzt 2x Keces P3 anzuschliessen.

    In meinem Set up ist eine Sun Audio StromLeiste hinter einem PS Audio Ultimate Outlet Trenntrafo angeschlossen, so dass Router und Switch vor der LAN Wandverteilung galvanisch von der Wandsteckdose getrennt sind. Der PS Audio Ultimate Outlet Trenntrafo wirkt in beide Richtungen.

    Zum Hören habe ich das folgende Stück verwendet:




    Der einsetzende Vocal Teil besteht aus 2 Tonspuren. Die eine ist klar dominant, die andere fällt nicht sofort auf und jeh nach Anlage und Auflösung muss man genau hinhören, die zweite Stimme von Anfang an wahrzunehmen.

    Die klanglichen Unterschiede der Netzteil an Fritzbox und Router gehen in die selbe Richtung, insofern differenziere ich diese nicht.

    Das

    IFI SteckerNetzteil 12v DC
    bringt die Fritzbox 7490 ein gutes Stück weiter und ich war erstaunt, was man preiswerten 50,-eur am Router klanglich erreichen kann. Allerdings hat das IFA Netzteil nicht genügend Leistung um eine Festplatte am USB Anschluss der Fritzbox zu betreiben . Die Festplatte sollte also eine eigene Spannungsversorgung haben.

    Schließt man nun das

    Keces P3
    an die Fritzbox, wird der klangliche Effekt des IFI Netzteiles nochmals erhöht.


    Nun klingt der Bass zu Beginn des Stückes etwas voller und konturierter, die Abbildung im Raum ist besser. Vor allen Dingen kann man mit dem Keces P3 die beiden Gesangspuren besser auseinanderhalten.


    Schliesse ich nun den Bonn N8 switch auch noch an den Keces P3 wird dieser Effekt nochmals verstärkt. Die Verbesserung liegt auf dem Level , wie zuvor zwischen IFI Netzteil und Keces P3. Das Original Netzteil des Bonn N8 scheint also auf dem Level des IFI zu liegen, was ja schon mal nicht ganz so schlecht ist.


    Wechsel ich nun an der Fritzbox vom Keces P3 auf das
    Keces P8
    so ist auch hier ein Unterschied wahrzunehmen. In meiner Kette ist dieser aber kleiner, als an meinem Sikora Laufwerk zwischen dem Keces Phono (basiert auf dem P3) und dem Keces P8. Dennoch ist der Unterschied nochmal in der Qualität, wie er vormals zwischen IFI und P3 war.

    An dieser Stelle lohnt sich offensichtlich der Aufwand.

    Vielleicht sollte ich mir mal ein passendes Kabel für den USB Ausgang auf einen DC Stecker kaufen, denn dann könnte ich Switch und Fritzbox gemeinsam mit dem Keces P8 betreiben.

    So bleibt vorerst das Keces P3 an dieser Stelle angeschlossen.
    Mir gefällt auch, dass der Preis beim Anschluss von 2 Geräten an einem Netzteil im Rahmen bleibt :-)

    Gruss

    Juergen

    Ps

    Zwei Beci Netzteile mit jeweils 5v und 12v sind eingetroffen. Diese haben direkt bessere DC Kabel mit dabei. Ich bin neugierig, in den nächsten Tagen werde ich diese mal ausprobieren.








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  • Hallo Jürgen,


    interessant, kannst Du etwas über Deine Netzwerktopologie berichten. Hängt bspw. der Musikserver (Innuos) direkt an der FritzBox oder hängen alle Audiokomponenten (Musikserver, DAC/Streamer) hinter einem Bonn N8?


    Viele Grüße,

    Andreas

  • Bei der Aussage von Brinkmann war ein Smiley dahinter, praktisch erhöht man mit einer

    Röhre den Ri des Netzteils, das reduziert das Drehmoment des Motors. Mit dem 6A-Netzteil

    macht man das Gegenteil, das Drehmonent steigt.


    Bei Verstärkern ist es wichtig den Ri über den gesamten Frequenzbereich konstant zu halten,

    bei einem Motor spielt das keine Rolle.


    Das "Festsetzen" ist übrigens ein interessanter Punkt, beispielhaft auch hier im Forum ständig

    mit symetrisch = gut und Schaltnetzteil = schlecht zu beobachten.

    Niemand kann Rock´n´roll erklären ... na ja vielleicht Pete Townshend.