Thorens Jubilee vs. 126 Koshin vs. 125 SME 3012

  • Aus Übermut habe ich das Thema Plattenspieler aufgemacht und jetzt habe ich den Salat.

    Eigentlich habe ich seit vielen Jahren einen Thorens Jubilee mit einem Yamaha MC9 drauf. Das läuft wunderbar und verbreitet Wohlklang. Irgendein Teufelchen hat mich geritten und ich habe mir gedacht, da geht noch was...

    Also habe ich mir einen Thorens TD 126 III mit einem Koshin GST 801 Tonarm gekauft. Ohne Tonabnehmer.
    Deshalb wurde ein defektes DL 103 beschafft, Shibata retipped und mit Alugehäuse versehen.
    Und damit das alles nicht zu Metallwüste verkommt oder für den optischen Genuss ein Holz-Headshell von Ortofon besorgt, als Alternative zum Original Magnesium Headshell des Koshin. Soweit so gut.

    Das Denon war noch nicht vom Retipping zurück, da tauchte ein TD 125 LB mit SME 3012 II zu einem Preis auf, zu dem man nicht nein sagen sollte.

    Jetzt habe ich, der ich nie elektronisches Animalhording betreiben wollte, 3! Plattenspieler hier stehen. Zwei Thorense sollen wieder weg. Nur welche?

    Alle drei haben ihre Vor- und Nachteile. Klar, der große Thorens TD 125 LB sollte gesetzt sein. Aber, ist er das wirklich? Der Koshin scheint mir gegenüber dem SME der bessere Tonarm zu sein. Ist der Unterschied 12 Zoll zu 9 Zoll wirklich alles entscheidend? Ist der 125er besser als der 126er? Bei Beiden ist der konkrete Gleichlauf, Qualität der Tellerlager, Plattenteller, Motorachsen ähnlich. Bei Beiden könnte man mal über die Platine gehen in die Jahre gekommene Sorgenkinder auswechseln und neu abgleichen. Wenn das gesehen ist, sollte der Thorens 126 III nicht genauso ruhig und zuverlässig laufen wie sein Vorgänger? Und ist er dann nicht einfach das modernere und komfortablerer Laufwerk?

    Das Denon ist inzwischen zurück. Mit Alugehäuse ca 13 Gramm schwer. Es sollte also an beiden Tonarmen harmonieren. Nur am ultraleichten TP16 III wird es wohl nicht gehen.
    Damit sind wir beim Jubilee. Bewährt, seit 35 Jahren an meiner Seite. Und er läuft. TA perfekt justiert. Gleichlauf sehr gut. Nur neue Kabel könnten mal dran. Habe sogar einen Bausatz mit Van den Hul-Kabel und Neutrik-Phonosteckern in der Schublade.
    Da war sie also wieder. Meine drei Probleme. Und eigentlich wollte ich nur Musikhören. Und dafür reicht ganz sicher EIN Plattenspieler.

  • Ich denke die Entscheidung ist eher eine emotionale. Die Unterschiede der Dreher werden, wenn technisch gut in Schuss, eher minimal sein und die unterschiedlichen Tonabnehmer weit mehr Veränderungen im Klang bewirken.


    Wenn du das Geld nicht unbedingt brauchst und den Platz hast, behalte doch alle drei! Zinsen gibt's eh nicht auf der Bank. Kannst dein Geld also auch in Form von Plattenspielern daheim stehen haben. :)

  • Moin,

    Die Unterschiede der Dreher werden, wenn technisch gut in Schuss, eher minimal sein

    Sehe ich auch so und wenn es nur einer sein darf/soll würde ich aus optischen Gründen den 125er behalten.

    behalte doch alle drei!

    Das wäre natürlich am schönsten;)

    Besten Gruß

    Berthold


    "Ich bin froh, einer dieser Menschen zu sein, der problemlos Musik hören kann ohne dabei joggen zu müssen!"

  • Rein unter optischen Gesichtspunkten würde ich den Jubilee (Palisander?) behalten und rein unter praktischen Erwägungen den TD 125

    Gruß
    Rainer
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    Konkurrenz ist das Gesetz des Dschungels!
    Kooperation ist das Gesetz der Zivilisation!

  • Da war sie also wieder. Meine drei Probleme. Und eigentlich wollte ich nur Musikhören. Und dafür reicht ganz sicher EIN Plattenspieler.

    Ja, meistens macht man sich seine Probleme selber...;)

    Ich finde auch, dass du 3 hervorragende Laufwerke besitzt, wobei ich den TD126 bevorzuge. Behalte alle 3, weniger wert werden sie nicht mehr.

  • Ich fürchte, wenn der Plattenspielerstand auf drei bleibt, geht der Bestand der Frauen an meiner Seite vielleicht gegen Null. Das wäre doch ein zu großes Risiko, zumal die Meinige die Allerbeste ist.
    Ich hatte heute übrigens den 126er offen, um auch das letzte Lämpchen zum glimmen zu bringen. Dabei habe ich eine Entdeckung gemacht, auf die ich mir keinen rechten Reim machen kann. An der Stelle an der die Tonarmverkabelung aus dem Arm in das Plattenspielergehäuse tritt, klebt über alle Käbelchen ein Aufkleber mit der Aufschrift:

    Phonosophie

    Made in England

    Hat da der Vorbesitzer die Tonarmverkabelung austauschen lassen? Und wenn ja, wie wäre eine Verkabelung durch oder mit Phonosophie einzuordnen. Ich finde irgendwie nichts aussagekräftiges zu Phonosophie und Tonarmkabel. Eigentlich wollte ich dem Arm ggf. eine neue Verkabelung spendieren. Vielleicht kann ich mir das ja sparen.

    Grüße aus dem Soonwald

  • 3 Plattenspieler sind zu wenig :sorry:


    ...und wenn deine Frau die BESTE ist, dann sagt sie auch nichts wenn du 30 Plattenspieler hast ;)



    Gut, 30 Plattenspieler braucht man evtl. nicht. Aber 3 sind noch nicht soooo viele. Am besten alle 3 spielbereit hinstellen und anschließen. Es geht auch gar nicht darum, welcher der beste Plattenspieler ist ;)

    Den TD125LB mit dem langen SME auf keinen Fall weggeben! Allein optisch ist das Ding der Hammer schlechthin. Kriegst du auch nicht wieder zum guten Kurs.

    Der TD126 mit Koshin ist auch eine wunderbare Kombination, der 126 mit der komfortablen Bedienung mit Endabschaltung ist sowieso irre - sowas baut heute niemand mehr - also auch behalten.

    Deinen Jubilee hast du sowieso lieb, also auch behalten.


    Was dir noch fehlt ist ein DD und ein Reibrad-Dreher und eventuell noch einer mit Tangentialtonarm 8o


    Wenn da jemand Phonosophie-Zeugs in den 126 eingebaut hat, muss das kein Nachteil sein, ich würde es aber auch nicht als besonders "wertsteigernd" ansehen.


    :)

  • Mit einen Thorens Jubilee habe ich nach langer Abstinenz 2008 den Wiedereinstieg in die Phonowelt gemacht. Montiert war ein Grado Signature 10MR, das später durch ein Ortofon VM Silver ersetzt wurde.



    Der Jubilee/TD147 ist ein sehr schönes Laufwerk und spielt im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr gut. Durch den verbauten leichten Tonarm mit eff. Masse von 7,5g wird er leider in der Wahl der passenden Tonabnehmer stark eingeschränkt, durch die Verwendung eines schwereren Tonarmrohrs (Schopper) kann man hier zwar gegensteuern, da gibt es mMn. aber bessere Kombinationen.


    Kurze Zeit später erging es mir so ähnlich wie dir, ich bekam innerhalb kurzer Zeit einen TD-125 MKI und einen TD-126 MKIII. Der 126er ist entgegen deinem wie der Jubilee mit einem TP16 MKIII Tonarm ausgestattet und leider nicht mit einem Koskin.


    Der TD-125 in der kurzen Version ist mit einem SME 3009 Series II und einem Ortofon Sl15 MC System ausgestattet und befand sich im original Zustand, wie in der Vorbesitzer 1968 erworben hat.



    Im direkten Vergleich gefiel mir der TD-125 dann letztendlich besser und spielt nach Revision und kleinem Umbau auch heute noch hervorragen auf.



    Für mich waren dabei die folgenden Punkte ausschlaggebend:

    - der Tonarm (bei dir ja der Koskin)

    - ich wollte keine Automatik

    - trotz älterer Technik steht der 125er dem 126er vom Laufwerk in nichts nach

    - optische Gründe (Geschmacksache)


    Der 125 LB bietet mMn. auch Vorteile gegenüber dem 126er

    - auf dem Long Board lassen sich neben dem Verbauten SME 3012 fast alle anderen 12" Zoll montieren

    - selbst der SME 3012 ist in meinen Augen ein sehr guter Tonarm und kann wenn er komplett ist, sogar mit SPU Systemen hervorragend aufspielen

    - er ist schon fast eine Rarität und eine echte Wertanlage

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
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