Raumakustik - bräuchte Hilfe

  • Ich werde die nächsten Tage mit Messmikro, Room EQ Wizard und dem par. EQ vom RME Adi-2 Pro meinen Studioraum akustisch optimieren. Ohne eine gewisse Anzahl von Absorbern an der Wand, wird das auch bei dir schwierig Matthias.


    So Teile sind doch recht einfach selbst gebaut. Sihe Bild

    Files

    • 100_0114.JPG

      (759.49 kB, downloaded 24 times, last: )

    Grüße, TOM (AAA-Mitglied)

  • Ich werde die nächsten Tage mit Messmikro, Room EQ Wizard und dem par. EQ vom RME Adi-2 Pro meinen Studioraum akustisch optimieren. Ohne eine gewisse Anzahl von Absorbern an der Wand, wird das auch bei dir schwierig Matthias.


    So Teile sind doch recht einfach selbst gebaut. Sihe Bild

    Hi Tom,


    Du möchtest deinen Studioraum aber wahrscheinlich mit äußerst geringer Nachhallzeit, oder? Ich möchte auch erheblich runter, aber nicht zu weit überdämpfen. Ich warte mal die Messung ab, dann weiss ich genaueres, auch wo ich jetzt stehe...


    Beste Grüße

    Matthias

    Viele Grüße
    Matthias


    AAA Mitglied

  • Das ist Geschmacksache. Ich mag Räume mit wenig Nachhallzeit grundsätzlich. Ich fühle mich da sofort wohl. Ich weiss auch nicht warum ein HiFi-Raum längere Nachhallzeiten wie ein Regieraum braucht, in der die Musik gemischt wird. Ich finde es ist wichtig, dass gleichmässig kurze Hallzeiten vorhanden sind.


    Klingt es beim Open Air nicht immer am besten? Warum wohl?


    Diese Wandabsober hängen auch bei mir im Wohnzimmer. Ich lebe ja mit dem Sohn alleine und der hat selbst welche im Zimmer:) Vorteil, du hängst soviele auf, bis es dir gefällt. Ich habe auch zwei verschiedene Typen, die unterschiedlich befüllt sind.


    Mir ist schon klar, dass jetzt einige sagen, gerade E-Musik lebt von einer guten Raumakustik mit auch langen Nachhallzeiten, nur ist diese Raumakustik ja auf dem Tonträger und ich will die nicht durch meinen Raum aufdicken.

    Grüße, TOM (AAA-Mitglied)

    The post was edited 1 time, last by FOH ().

  • Hi,

    so eine akustische Optimierung kann auch zu viel des Guten sein.

    Mir hat mal ein ausgebildeter Akustiker und Lautsprecherbauer geraten, Absorber eher punktuell und knausrig einzusetzen. So viele Diffusoren wie Absorber zu benutzen. Ich glaube, er hat an der Reflexionspunkten eher Diffusoren eingesetzt. Was ich sagen möchte, ist, dass die Fokussierung auf die Nachhallzeit nicht unbedingt der richtige Weg ist. Das ist jetzt alles wenig konkret, ich weiß. Besser weiß ich es nicht.


    Tschau,

    Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Hallo Matthias


    ich habe auch ein paar Module von Hofa im Einsatz, bekam ich damals als Aussteller.

    Die machen ihren Job sehr gut und sind optisch In real um weiten gefälliger als ich mir das vorstellen konnte.


    Akustikvorhang hatte ich auch der Einsatz dessen war zwar hörbar, aber an der Messung tat sich nicht so viel wie mit Diffusoren am richtigen Platz. Gut, du hast aber mehr Fenster könnte bei dir schon was bringen.


    Ich und auch mein Hund ;) fühlen sich in dem Raum sehr wohl da er durch die Elemente viel angenehmer wirkt. Alles ruhiger und entspannter, ich kann da FOH nur zustimmen ich fühle mich in solchen Räumen ebenfalls viel wohler.


    Ein Deckensegel könntest du dir auch überlegen, das wird gerne unterschätzt.



    Beste Grüße

    Oliver

  • Diese Warnungen bezüglich Überdämmen sind aus meiner Sicht häufig unnötige Panikmache und nicht selten ein willkommener Grund um die Probleme nicht richtig anzugehen. Die meisten Leute und Händler die ich besucht habe täten gut daran, den Hörraum deutlich mehr zu dämmen. Ich reagiere mittlerweile total allergisch auf diesen Badezimmerklang und bekomme selbst bei Gesprächen schnell Kopfschmerzen, wenn es sich um einen Raum mit wenig Einrichtung und Dämmung handelt.

  • Moin Matthias,

    ich hatte auch Probleme mit Nachhall und Direktschall. Habe nun mit Basotect Abhilfe geschaffen.

    In den oberen Ecken hinter den Lautsprechern habe ich Dreiecke angebracht mit 10cm Stärke. Dahinter ist noch ein Hohlraum. Links vom Lautsprecher habe ich ein Blech stehen das die Strahlungswärme des Ofens vom Lautsprecher fern hält. Das Teil hat heftig reflektiert und bei höherem Pegel geschallert wie ne Glocke. Da habe ich nun eine 3cm Basotectplatte draufgeklebt. Sehr viel besser jetzt! Das Blech schwingt nicht mehr. Neben dem rechten Lautsprecher habe ich ebenfalls eine 3cm Platte angebracht.

    Alles rein experimentell ohne Messung. Für mich aber ein riesiger Fortschritt! Das hat ne Menge gebracht.

    Das Basotect sieht jetzt nicht bombastisch aus aber es könnte schlimmer sein. Fällt aber auch nicht so negativ im Wohnraum auf. Und da du ja einen Hörraum hast kannste da bestimmt noch rausholen.

    Meine Fotos sind leider zu groß und auf dem Handy kriege ich sie gerade nicht kleiner.


    Gruß Nils

  • Sind die oft empfohlenen 0,5s schon genug für dich, Tom? Oder gehst du noch weiter runter?

    Ich habe meine Räume nach Gehör bearbeitet. Im Bassbereich ist das immer ein großes Problem. Im Wohnzimmer habe ich einen E-Trap, mit dem ich die Mode sehr genau dämpfen kann. Problem am E-Trap, er verwendet ein Mikrofon und so gibt es irgendwann ein Feedback. Bei 5dB Reduzierung im Peak ist bei mir Ende, aber die Abklingzeit wird massiv verkürzt. Im "Studio" habe ich ja die JBL 4425, die für den Raum zu groß sind und unter einer Dachschräge stehen. Momentan ziehe ich die Frequenz noch am EQ vom ADI-2 raus. Besser wäre hier ein Sub mit DSP, den ich gegenphasig genau auf die Frequenz laufen lasse. Die Lösungen sind mir aber noch zu teuer.


    Ich kann dir meine 2 Räume gerne mal per Wasserfalldiagramm messen. Habe nur eine alte Messung vom Wohnzimmer gefunden, aber noch ohne Absorber und E-Trap. Das sind schon um die 200ms, wobei ich die 43Hz ganz gut in den Griff bekommen habe. Ich sitze dummerweise direkt mit dem Rücken zur Wand und hier habe ich auch gemessen. Geht eben nicht anders.

    REW ohne E-Trap.jpg


    Ich hänge einfach mal ein paar Bilder noch an. Hören, messen, verschieben....

    Jeder will es anders. Es muss dir gefallen.

  • Diese Einmesserei hat der Teufel gesehen. Hier ein paar Bilder. Schmalbandige Bereiche bearbeiten zu wollen, macht wenig Sinn, da man einige Zentimeter weiter wieder andere Ergebnisse hat. Im Bereich 65-180Hz werde ich noch etwas EQ´en müssen. Im Hochmitteltonbereich habe ich die JBL gezügelt, da ich recht nahe an diesen sitze. Evtl. probiere ich die zusätzlichen Einstellpoti´s für Mittel- und Hochton an den LS selbst noch aus.


    Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich nach Gehör meißt immer etwas mit dem EQ´ing zurückgehe.

  • Nein, aber normalerweise ist der LS für größere Hördistanzen ausgelegt und deshalb muss ich die etwas zügeln. Meine Abmischungen sollen ja nicht zu dumpf klingen. Ich lag aber mit meiner EQ-Einstellung nach Gehör nicht weit weg.


    JBL hat ja nicht umsonst eine Anpassung im Mitten/Hochton per Poti am LS bewerkstelligt.


    Die Zielhörkurve ist eben die Frage. HiFi Lautsprecher fallen ja eher deutlich vom Bass- zum Hochtonbereich ab. Studiomonitore, besonders ältere, eher nicht.

    Grüße, TOM (AAA-Mitglied)

  • Ich finde es ganz wichtig, dass man sich manche Sachen im Leben schönredet:) Recht hast natürlich schon. Dass das keine aktiv entzerrte Neumann wird, ist auch klar, dafür klingt sie aber besser:P

    Grüße, TOM (AAA-Mitglied)

  • So, heute nochmal ne Stunde Rosa Rauschen angehört und in Zusammenspiel mit den Potis an den JBL´s bin ich mit dem Klang super zufrieden. Impulsantwort ergab eine sehr indentische Kurve.

  • So, jetzt endlich Rückmeldung zur Messung, hier nochmal der Raum:

    analog-forum.de/wbboard/gallery/index.php?image/133984/


    - Nachhallzeit: bei 60Hz bei 1,1s, dann abfallend. Bei 125Hz bis 4kHz liegt sie bei 0,6 - 0,5s, oberhalb 4kHz unter 0,5s

    - Schröderfrequenz: ca 185Hz

    - Raummoden: 32Hz und 43Hz, beide werden deutlich angeregt.

    - Extrem viele Raumreflektionen...


    Was ich mir denke (bitte korrigiert mich, wenn ich als Laie daneben liege):

    - da die Nachhallzeit ja hauptsächlich im Bass erheblich zu hoch liegt, würde ich eine deckenhohe Bassfalle in eine Ecke stellen. Diese Bassfalle würde die Nachhallzeit beim Bass reduzieren, die Mitten und Höhen nur sehr wenig. Ich würde Vorhänge anbringen, allerdings nur dünne, da dicke Vorhänge die Nachhallzeit in den Höhen zu sehr reduzieren würden. Ebenfalls würde ich an den Seiten und an der Decke keine Absorber platzieren, sondern Diffusoren. 1 größeren Diffusor zwischen re. Lsp und Tonbandmaschine. Die linke Seite ist schwieriger. Bringt es etwas 1 oder mehrere Diffusoren oberhalb der Plattenspieler anzubringen? An der Decke würde ich links und rechts der Lampe jeweils 2 oder sogar 4 Diffusoren anbringen.


    Viele Grüße

    Matthias

    Viele Grüße
    Matthias


    AAA Mitglied

  • Hallo Matthias,


    für uns Leser sind die Dimensionen Deines Zimmers nicht bekannt -- allerdings bestimmt das Verhältnis von Länge / Breite / Höhe des Raumes ob etwa Raummoden dicht nebeneinander liegen (ich gehe einmal von einem schuhschachtelförmigen Zimmer aus). Du kannst ja Deine Dimensionen in den folgenden Raummodenrechner eingeben (also die Dimensionen 849 / 522 / 369 durch die in Deinem Fall zutreffenden ersetzen):


    https://amcoustics.com/tools/amroc?l=849&w=522&h=369&r60=0.6


    Viele Grüße


    Joachim