David Gray - White ladder

  • David Gray – White ladder


    In 2020 ist dieses Pop-Meisterwerk aus dem Jahr 1988 des Briten David Gray nun erstmals auf Vinyl erschienen. Es ist das erfolgreichste Album von David Gray mit einer Vielzahl von Singleauskopplungen wie Babylon, Please forgive me, Sail away, etc.


    Musikalisch möchte ich mich zu dem o.g. Album nicht weiter äußern (ich finde es :thumbup:), denn nach ausgiebigem Hören ärgert mich eins ganz immens und das ist ein aus meiner Sicht ordentlich verpfuschtes Remastering der Vinylausgabe. Ich hatte, zugegeben, hohe Erwartungen. Da hätte man m.E. für eine Vinylausgabe ordentlich was draus machen können. Zeit genug war ja. Die CD-Ausgaben zeichneten sich m.E. durch ein gutes Mastering aus, klar, differenziert, die Instrumente, Stimme, alles passt. Da wartet man dann so lange auf die Vinylausgabe und dann sowas.


    Der Klang ist breiig, undifferenziert, die Stimme häufig übersteuert und immer nah an der Verzerrung, es klingt komprimiert und aufgeblasen. Ich hatte noch gedacht, dass ich einen Ausreißer erhalten habe. Aber ich habe nun schon einige Hinweise dazu gelesen, dass es wohl kein Ausreißer ist. Aus meiner Sicht eine echte Enttäuschung und leider klanglich überhaupt keine Kaufempfehlung. Das hat auch nichts mehr damit zu tun, dass es Geschmacksache wäre. Das ist einfach danebengegangen. Schade - dieses Album hätte so viel mehr verdient.


    Mein Hinweis bezieht sich auf diese Ausgabe:

    https://www.discogs.com/de/Dav…e-Ladder/release/14791554


    VG

    Claus

  • Hallo Claus,


    White Ladder höre ich seit dem Erscheinen 1998. Es gehört zu den Alben bei denen ich mir immer wieder gedacht habe was wohl ein anderes Produktionsteam aus diesen phantastischen Songs gemacht hätte.

    Deine Einschätzung zum den white Vinyls kann trotzdem nicht so recht nachvollziehen.

    Im Vergleich zur CD höre ich jetzt nicht wirklichen einen Unterschied. Was im Umkehrschluss aber auch heißt, dass der klangliche Vorteil den oft bei Vinyl hat hier nicht wirklich zum tragen kommt. Und ist, da gebe ich Dir wiederum recht, sehr schade.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“

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  • Danke für Deine Einschätzung. Beim ersten Durchlauf habe ich noch gedacht, ok, nicht so dolle, aber auch nicht so schlecht. Nach mehrmaligem Hören muss ich aber sagen, dass ich, wie schon geschrieben, das Mastering für schwach halte. Es ist meine persönliche, subjektive Einschätzung. Ich habe vorhin nochmal in die Kommentare zur Ausgabe bei discogs geschaut. Das geht mehrheitlich in dieselbe Richtung. Ich scheine da mit meinem Hörempfinden nicht alleine zu sein.


    Die CD gefällt mir deutlich besser.


    Ich finde es sehr schade, weil dieses Album ein viel, viel besseres Mastering verdient gehabt hätte.