Gefederte Gerätefüsse

  • Da kommen wir der Sache doch schon recht nahe. "Nur Federn" ergibt ein System, was von sich aus zu schwingen in der Lage ist und somit für den vorgesehenen Zweck sogar kontraproduktiv sein kann: je nachdem, wie es angeregt wird, liegt dessen Resonanzfrequenz in einem auditiv ungünstigen Bereich (abhängig von Federkonstante und Masse). Genau das gilt es zu bedämpfen, das könnte mit Sylomer-Pfropfen schon ganz gut gelingen. (Meiner Ansicht nach würde auch ganz ordinärer Schaumstoff diesen Zweck schon ganz passabel erfüllen.)

    eine Resofrequenz ist mit Stahl/ Spiralfdedern ohne weiteres , tiefer (1,5 -7Hz ) als mit Elastomere ( im günstigsten Fall 6Hz ) zu erreichen. Sylomer benötigt schon den Typ 110 und der wiederum ist für gängige LW Gewichte zu steif.


    bei diesen oben gezeigte Federn ist die F-Konstante 10mm = 5Hz , bei etwas Überlast ist man schnell bei 4Hz und die meisten TA/ARM Reso liegt oft über 8Hz . Somit mit 6dB Abstand

  • eine Resofrequenz ist mit Stahl/ Spiralfdedern ohne weiteres , tiefer (1,5 -7Hz ) als mit Elastomere ( im günstigsten Fall 6Hz ) zu erreichen. Sylomer benötigt schon den Typ 110 und der wiederum ist für gängige LW Gewichte zu steif.


    bei diesen oben gezeigte Federn ist die F-Konstante 10mm = 5Hz , bei etwas Überlast ist man schnell bei 4Hz und die meisten TA/ARM Reso liegt oft über 8Hz . Somit mit 6dB Abstand

    Oh, Du kennst die Federkonstante? Und kannst daraus, in Unkenntnis der gefederten Masse, die Resonanzfrequenz ableiten? Im Übrigen ist die Einheit der Federkonstante nicht 1 Hz (nach SI: 1/s), sondern 1 N/m.


    Ganz unabhängig davon ist nicht unbedingt die Resonanzfrequenz selbst das Problem (wobei 1,5...7 Hz für ein Audiosystem höchst problematisch sind: wenn eine solche Frequenz das Audiosignal überlagert, hast Du ein astreines Vibrato), sondern viel mehr die Dämpfung der maximalen Amplitude, die bekanntermaßen bei f(Res) am höchsten ist. Ich erinnere an das Beispiel mit dem Automobil, das keine Stoßdämpfer hat...


    Ich drücke es noch drastischer aus: Das aufgeführte "Zubehör" ist für den gezeigten Zweck definitiv kontraproduktiv, daher also ungeeignet.

    Gruss,


    Hendrik
    ---
    Die Schallplatte ist das Tollste, auf das sich je eine Nadel gesenkt hat, seit Marilyn Monroe gegen Pocken geimpft wurde.
    ---
    Mitleid ist die subtilste Form der Verachtung, und Neid die plumpeste Form der Bewunderung.

  • Hi,

    in den Lignolabdämpfern kann man, je nach Last, mehrere kleine Federn haben und die Dämpfung wird über eine mit einer Gummimembran geschlossene Kammer, in der sich auch die Federn befinden und die eine kleine Bohrung als Ventil hat, realisiert.

    In etwa das anfänglich gezeigte Prinzip plus Luftkammerdämpfung.


    Nur so als zusätzliche Info.

    Tschau, Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Ich habe grundsätzlich kein Problem damit wenn jemand meinen Kram nicht gut findet oder auf Fehler hinweist. Bei euren technischen Beschreibungen bin ich leider raus - ich kann nur mit meinem Gehör beitragen.


    Mich interessiert es aber dennoch. Bitte für Nicht-Techniker: warum sollen die Federn unter dem Dreher nicht gut sein?

    Beste Grüße, Stephan

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  • Mich interessiert es aber dennoch. Bitte für Nicht-Techniker: warum sollen die Federn unter dem Dreher nicht gut sein?

    Ganz einfach: Sie fügen dem Gesamtsystem ein weiteres schwingungsfähiges System hinzu, das zudem (sehr wahrscheinlich) eine Resonanzfrequenz hat, die in einem für Audioanwendungen kritischen - weil mindestens durch Überlagerung wahrnehmbaren - Bereich liegt. Und zwar erst recht, solange das Schwing-System nicht bedämpft ist.


    Keine Federn wären in dem Fall besser, weil die Resonanzfrequenz der Grundlage sehr viel tiefer (= praktisch nicht wahrnehmbar) liegt, wenngleich die Dämpfung auch nicht so besonders ist... Hier wären reine Dämpfungsmaßnahmen - ohne zusätzliches Schwingsysytem - sicher zielführender.


    Das einzig Gute an den Federn: Sie sehen ganz nett aus.

    Gruss,


    Hendrik
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    Die Schallplatte ist das Tollste, auf das sich je eine Nadel gesenkt hat, seit Marilyn Monroe gegen Pocken geimpft wurde.
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    Mitleid ist die subtilste Form der Verachtung, und Neid die plumpeste Form der Bewunderung.

  • Oh, Du kennst die Federkonstante? Und kannst daraus, in Unkenntnis der gefederten Masse, die Resonanzfrequenz ableiten? Im Übrigen ist die Einheit der Federkonstante nicht 1 Hz (nach SI: 1/s), sondern 1 N/m.


    Ganz unabhängig davon ist nicht unbedingt die Resonanzfrequenz selbst das Problem (wobei 1,5...7 Hz für ein Audiosystem höchst problematisch sind: wenn eine solche Frequenz das Audiosignal überlagert, hast Du ein astreines Vibrato), sondern viel mehr die Dämpfung der maximalen Amplitude, die bekanntermaßen bei f(Res) am höchsten ist. Ich erinnere an das Beispiel mit dem Automobil, das keine Stoßdämpfer hat...


    Ich drücke es noch drastischer aus: Das aufgeführte "Zubehör" ist für den gezeigten Zweck definitiv kontraproduktiv, daher also ungeeignet.

    selbstverständlich kenne ich die TA/Arm Resonanz nicht wirklich . Ich schrieb auch meistens ist sie ab 8Hz und richtig wird bei Federn nicht in Herz gemessen , dennoch ist der Sinn bei Federung von analogen LW unterhalb einer vorhandener TA/Arm zu bleiben und zwar mit 6dB Abstand .

    Bei Sylomer gibt es ganz klar einen Masse/Fläche/ Volumen Bezug .


    Und selbstverständlich ist eine Tiefe Entkopplung von Laufwerken sinnvoll( <3Hz ) die in der Regel auch etwas kosten , bei höherer Gewicht/Masse des LW .


    Hier noch einmal,Elastomere



    Und das ist schon tief bei Sylomer , die Typen

    SR 11

    SR18

    SR 28

    SR42

    SR55


    sind mit ihrer erreichbaren Reso , sind sie nicht wirklich für analoge LW geeignet . In der Kombination mit Spiralfedern kommt durch Elastomer die Materialdämpfung hinzu , könnte auch ein Öl mit niederer Viskosität verwendet werden , wie ich es beim Basis Debut Gold getan hatte , war nicht sichtbar , aber effektiv .


    und ja kommt man mit Spiralfedern einfacher < 3Hz wie mit Sylomer

  • Mich interessiert es aber dennoch. Bitte für Nicht-Techniker: warum sollen die Federn unter dem Dreher nicht gut sein?

    Theorie vs Praxis:

    In der Theorie wissen alle wie es funktioniert, in der Praxis weiss niemand wieso es jetzt doch funktioniert.

    Ergo: Wenn es funktioniert so sein lassen, ausser man schreibt eine Masterarbeit darüber.

  • Ich habe grundsätzlich kein Problem damit wenn jemand meinen Kram nicht gut findet oder auf Fehler hinweist. Bei euren technischen Beschreibungen bin ich leider raus - ich kann nur mit meinem Gehör beitragen.


    Mich interessiert es aber dennoch. Bitte für Nicht-Techniker: warum sollen die Federn unter dem Dreher nicht gut sein?

    Du hast mit den Federn unter dem Plattenspieler neben dem Tonabnehmer ein weiteres Masse-Feder-System, was in ungünstigen Fällen zu Interferenzen, also zum „Aufschaukeln“ von Resonanzen führen kann. Wobei die Betonung auf „kann“ liegt.

    Subchasis-Spieler haben ja auch Federn, die allerdings so ausgelegt sind, dass dies eben nicht geschieht.

    Viele Grüße

    Thomas


    „Quod gratis asseritur, gratis negatur.“