Wie verhält sich ein in Auto-Bias-Verstärker bei ungematchten Endröhren?

  • Besten Dank.


    Ich habe das Set komplett getauscht. Es handelt sich übrigesn um eine autobias Schaltung im Verstärker.

    Die Klangbeschreibung von hoersen tritt es übrigens punktgenau.

    Ich hab deshalb auf einer EH Röhrre bestanden, weil ich mich klanglich nicht umgewöhnen wollte, obwohl ich über die relativ kurze Lebensdauer der Röhre informiert war....

    Eine teure Entscheidung - mit Röhren zu hören - aber die richtige....


    Beste Grüße

    Edison


    *Der nicKname ist übrigens rein willkürlich

  • Was mit "Auto-Bias gemeint ist, weiß man leider erst nach Sichtung der Schaltung.

    Umgangssprachlich wird bereits von Auto-Bias gesprochen, wenn keine neg. Vorspannungserzeugung und Trimmer zur Ruhestromeinstellung vorgesehen sind (stattdessen Widerstände oder Konstantstromquellen in der Kathodenleitung wie beim BEARD P35 siehe

    https://www.audiovintage.fr/le…opic.php?t=25462&start=10

    "Auto-Bias" könnte aber auch auf eine Servo-Schaltung hindeuten, die prinzipiell arbeitet wie z. B. die von Pioneer (PA0016) für Transistorverstärker - siehe

    https://www.diyaudio.com/forum…erview-3.html#post6443242

    d. h., der optimal vorgesehene Wert wird automatisch gehalten und permanent überwacht mit Hilfe einer entspr. Sensor- bzw. Detektorschaltung.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Ich habe den Verstärker nicht genannt, weil ich nicht wusste ob das hier erlaubt ist

    Es handelt sich um "Titania" Signature von FEZZ Audio, einen Polnischer Verstärker. mit 2 mal 45 Watt. Im GEgensatz zu meiner Jugen werden heute technische Daten von Seiten der Hersteller eher sehr allgemein formuliert - um es euphemistisch zu sagen:


    Quote

    "Diese kraftvolle KT 88 Ausgangsstufe mit dem FEZZ Audio eigenen EJ Ausgangsübertrager wird hier in der Signature Ausführung mit einigen Besonderheiten ausgeführt. So verwenden wir auch hier die hochwertigen WIMA Kondensatoren aus Berlin sowei eine spezielle AutoBias Schaltung für den unkomplizierten Röhrenwechsel."LG

    Edison

  • hab ich mir gleich gedacht - DEN habe ich auch! ein irre aufspielendes teil!

    hatte schon etliche amps, aber den FEZZ kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen.

    liefert eine performance auf dem niveau meiner geliebten endstufe mit doppelter leistung!


    die vorröhren solltest du aber wechseln, falls nicht schon geschehen...


    ps: was das "signature" zu bedeuten hat, erschließt sich mir allerdings nicht. ist das ein nachfolger des titania?


    pps: ich glaube, die autobias-version heißt so. der vorgänger war wohl manuell einzustellen.


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  • Ja das ist vermutlich so,

    er hat auch Ferbbedienbare Lautstärke (war das bei der "normalen" Titania auch vorhanden ?

    denn meine Gebrauchsanleitung hat noch Hinweise wie man das einstellt, ist aber nun nicht mehr möglich. Die Vorstufenröhren hab ich nicht gewechsel, ich hatte gedacht, die halten ewig.

    In meiner Jugend hab ich bei einer Buchgemeinschaft gearbietet, da waren in der Schallplattenabteilung die Röhrenverstürker 8 Stunden am Tag eingeschaltet - über Jahre hinaus. Ich glaub man hat dort gar nicht gewusst wie man Röhren tauscht...

    Muß mal schaun was da für Vorstufenröhren drinnen sind..

    FEZZ hat übrigens einen neuen Single Ende Verstärker rausgebracht (ca 3800 Euro) mit 2 Parallel geschalteten B300 pro kanal, ergo 2mal16 Watt "FEZZ LYBRA"

    Ich weiss was das bewirken soll: keine Übernahmeverzerrungen

    Aber ist das wirklich hörbar ?

    Ich funde, dass die Titania ganz wunderbar klingt. die spielt jeden mir bekannten Transi glatt an die Wand.Ausser vielleicht meinen 43 Jahre alten Technicd SU 8600, aber der musste zuletzt alle 2 Jahre ins Service, weil die Potis aussetzten , dann wurden sie zerlegt und mit KontaktÖL versehen. Aber die Werkstätte gibts nicht mehr. Ich versuchte dann 2 Nachfolger und als ich immer noch nicht zufrieden war stieg ich auf Röhre um - und das war dann die Lösung.

    Als ich jetzt auf die ERsatz KT88 warten musste ist mir erst bewusst geworden wie groß der Unterschied WIRKLICH ist.

    Hast DU noch die Originalröhren - und wenn nicht - Hast Du eina andere oder die selbe Marke gewählt ?

    Beste Grüße aus Wien

    Edison

  • servus ed,

    die treiberröhren sind auch bei dir vermutlich auch von EH. da geht mehr! zumal nur eine einzige/kanal zu stecken ist. eine ideale spielwiese fürs tube rolling!

    zu modernen 12AX7/ECC83 kann ich dir keine tipps geben, da ich sie nicht kenne. müsstes dich mal durchs forum oder web durcharbeiten. bei vintage röhren machst du mit philips, telfunken oder rft nix verkehrt, je nach geschmack.

  • wo findet man darin etwas zur fragestellung des themas?

    vielleicht nirgends - ich habe den Artikel nicht minutiös durchgearbeitet. Generell ist bei abweichenden Kennlinien immer mit einer Veränderung des Klirrspektrums zu rechnen, und zwar dahingehend, das die Verzerrungen hoher Ordnung zunehmen.

    Interessant wäre es mal zu wissen, wie sich vom gleichen Hersteller exakt gepaarte Röhren (also deckungsgleiche Kennlinien) gegen ungepaarte Röhren - einmal so gematcht, das der Ruhestrom gleich ist und einmal ungematcht mit unterschiedlichen Ruhestrom (etwa 20% Abweichung) bei einem Hörvergleich auswirken in einer Ultralinear-Schaltung mit Kathodenwiderständen/Bypass-Kondensatoren).

    Diese Untersuchung habe ich noch nie vorgenommen.

    Hier noch Links, der in diesem Zusammenhang interessant ist bzw. im Zusammenhang damit weniger streng selektierte Röhren einsetzen zu können:

    http://www.tubecad.com/2011/08/blog0210.htm

    https://www.tubecad.com/2009/04/blog0163.htm

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

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  • dass hersteller nach gleichen kennlinien suchen/matchen, halte ich für wunschdenken. man bräuchte sehr viele röhren um daraus auswählen zu können und noch viel mehr zeit - m. e. unbezahlbar! (die meisten röhren müsste man dann wohl wegschmeißen).


    mein verdacht ist, dass man mit parametern eines einzelnen arbeitspunktes - etwa den betriebsbedingungen eisne durchscnittlichen amps - die röhren in prüfsockel steckt, und dann jeweils diejenigen mit gleicher/ähnlicher emission an diesem arbeistpunkt zu paaren/quartetten zusammenwürfelt.