Upgrade // Fehlerbehebung von Denon DP37F

  • Hallo Analogforensianer,


    ich überlege derzeit Änderungen an meiner Phono-Kette vorzunehmen.

    Folgendes habe ich:

    Denon DP37F + Ortofon MC1 Turbo -> Art DJ Pre II -> (NAD C316Bee -> Martin Logan Motion 40)

    Relevant ist hier eher der erste Teil der Kette, aber ich dachte mir viel Info hilft vielleicht auch viel.

    Der Plattenspieler selbst funktioniert einwandfrei. Servosteuerung des Arms, Gleichlauf, Automatik funktioniert alles ohne zicken.

    Den Denon habe ich von meinem Schwiegervater. Der hat Anfang der 2000er das MC1 Turbo einbauen lassen, da das Werksseitig eingebaute Dl110 einem neugierigen Kinder-Finger zum Opfer gefallen ist.


    Folgende Probleme stellen sich mit meinem System:


    1. Auch bei sehr guten Aufnahmen finde ich den Sound von meinem Plattenspieler etwas träge. Transienten sind eher so "meh", Sibilanten bzw. der Hochton generell sind gleichzeitig nicht besonders detailliert aber doch hervorgehoben - grobkörnig wäre jetzt meine laienhaft Beschreibung. Besonders letzteres ist in Kombination mit den AMT-Hochtönern meiner Boxen echt nicht sehr angenehm.

    Vielleicht besteht also ein generelles Sounding-Problem.


    2. Ich habe das Gefühl, dass die Kanaltrennung bzw. das Stereobild unsauber ist. Der rechte Kanal erscheint mir beim AB-Vergleich nicht unbedingt lauter, aber gerade Stimmen scheinen im Stereobild nach rechts gerückt. Da habe ich das Gefühl, dass das stärker wird, wenn man sich den inneren Rillen der Platte nähert.


    3. Verzerrung an den inneren Plattenrillen. Ich weiß, dass das häufig vorkommt, aber vielleicht kann man ja doch was machen?


    4. Richtig hübsch finde ich den Plattenspieler nicht.


    Die letzten Tage habe ich deshalb viel in diversen Foren und Ratgeberseiten im Netz verbracht. Folgende Schlüsse habe ich bisher selbst gezogen:
    Wahrscheinlich ist mein Tonabnehmer nicht ideal eingestellt. Wahrscheinlich ist der Tonabnehmer etwas abgenudelt. Wahrscheinlich ist der Tonabnehmer eh nicht der beste. Reviews dazu sind ja ziemlich gemischt.

    Mit einem Tonabnehmerwechsel und anschließender fachmännischer Justage würde ich also wohl eh schonmal recht weit voran kommen.

    Was für einen Tonabnehmer würdet ihr hier empfehlen, sollte ich beim Denon bleiben?



    Vielleicht ließe sich aber auch mit einem gesamten Systemwechsel was machen? Auf was für einen Plattenspieler müsste ich wechseln, um vom DP37F ein spürbares Upgrade zu haben? Ich bin sowohl für neu als auch für gebraucht offen, wobei ich (wahrscheinlich irrationale) Vorbehalte gegenüber Riemenantrieb habe. Neu hatte ich an sowas wie einen Technics SL1500C mit was besserem als dem 2M Red gedacht?

    Gebraucht finde ich meistens die Japaner am reizvollsten, sowas wie Kenwood KD990, Micro Seiki DD40, usw.


    Den Art DJ-Pre II plane ich eh beizeiten gegen einen Aikido zu tauschen, das bitte einfach ignorieren.


    Was würdet ihr machen?


    Im Voraus bereits schon einmal vielen Dank,

    Simon

  • Hallo Simon,


    deine klanglichen Beschreibungen lassen in der Tat auf eine schlechte Justage schließen. Das System ist so schlecht nicht aber das Alter kann ein Problem sein weil die Gummis verhärten können.

    Der Player an sich ist gut, würde ich behalten. Du bräuchtest Jemanden aus deiner Nähe der sich das mal genauer anschaut und in der Justage von TAs eine gewisse Erfahrung hat.

    Leider hast Du keinen Wohnort angegeben.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Hallo Dieter,

    vielen Dank schonmal für deine Antwort!

    Ich wohne in Göttingen - habe das jetzt auch mal im Profil ausgewiesen.

    Vielleicht sollte ich tatsächlich erst einmal schauen, wie das System klingt, wenn es besser eingestellt ist.

    Aber um nochmal auf die Upgrade-Thematik zurückzukommen:
    Wie hoch müsste ich denn greifen, um eine spürbare Verbesserung zu erreichen?

    LG, Simon

  • Hallo Simon,


    bei den Vintage Playern bin ich nicht so bewandert, aber der Kenwood oder auch Micro-Seiki sind wohl einen Blick wert.

    Wenn Dein Player technisch und optisch i.O. ist spricht erstmal nichts dagegen diesen weiter zu nutzen und sich durch ein besseres/neueres System und einen guten Phonopre klanglich nach oben zu bewegen.

    Beim Phonopre würde ich nach einer gebrauchten MuFi MX-Vnyl mit besserem Netzteil oder einer ASR Mini Basis Ausschau halten. Bei den Abtastsystemen kommen im MM-Bereich 2M-Black, VM 760slc und Oyster Amethyst in Frage.

    Im MC-Bereich etwas von Hana, Excalibur, Audio-Technica und Sumiko im Bereich 600€ bis 1.000€. Bei der Systemwahl wäre noch abzuklären ob der Tonarm in allen relevanten Parametern einstellbar ist.

    Günstiger geht immer, aber mit Abstrichen wie ich festgestellt habe.

    Bei allem genannten bist Du klanglich in einem Bereich wo dann lange Zeit nicht gewechselt werden muß und man sich eventl. auf einen besseren Player konzentrieren kann.

    Andere Wege führen aber auch zum Ziel und andere User haben andere Ideen.



    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Meiner Meinung nach, ist der Match der Übeltäter!

    Will damit sagen, wenn der Plattenspieler/System klingt wie ein"Frührentner der nicht ausgeschlafen hat, ist oft der Pre nicht "passig" zum System (eingestellt?)

    Ich hatte dieses mal mit dem AT33 EV! Der klang am Trigon Vanguard III wie eingeschlafen.

    Wenn ich aber einen Übertrager dazu gestellt habe, ging die Post ab! und den Trigon kann man ja nun, weiß Gott, in allen Parametern einstellen, was ich ausprobiert hatte.


    Ich würde mal ein anderes System in Erwägung ziehen.??


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Hmmm, elektrisch hab ich das MC1 turbo eigentlich als recht gutmütig in Erinnerung. Es ist allerdings ein High-Output-MC - vielleicht wurde aufgrund der Namensgebung der Phonopre auf MC gestellt? Der gehört auf MM gestellt... Würde dann möglicherweise auch die Verzerrungen erklären (Übersteuerungseffekte).


    Ich hatte im Laufe meiner Analogkarriere zwei von diesen Tonabnehmern. Der erste klang furchtbar, wie wenn eine Kassette ohne Dolby aufgenommen wurde aber mit Dolby B abgespielt wurde. Dumpf und mit gewissen "Pumpeffekten". Das zweite Exemplar, was ich deutlich später hatte, klang ganz okay. Nicht mitreißend aber okay. Woran das lag? Ich hatte seinerzeit das erste Exemplar sogar an den damaligen Vertrieb geschickt, die es als gut befunden haben. Vielleicht war es ein Mismatch mit dem Tonarm? Das war damals ein mittelschwerer Tonarm, vielleicht sogar am leichteren Ende von "mittelschwer". Der Tonarm des Denon ist ja auch eher leicht, vielleicht liegt es daran? Angeblich soll ja beim Denon die elektronische Bedämpfung alles ausregeln. Angeblich...


    Ab Werk war da ja ein Denon DL 110 montiert, zumindest am deutschen Markt. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß das kein ideales Match ist. Das DL110 hat da ein bischen verzerrt, was es sonst nicht tut. Die Nadelnachgiebigkeit des Tonabnehmers sollte meiner Erfahrung nach so hoch wie möglich sein für guten Klang, was die Auswahl de facto auf MMs begrenzt.


    Aber wenn Dir der Denon eh nicht so zusagt, kann man den gebraucht für gutes Geld verkaufen (wenn er denn wirklich funktioniert und auch optisch in gutem Zustand ist). Beachte unbedingt, daß auf der Unterseite des Teller ein schwarzer Magnetstreifen ist - wird der beschädigt, kannste den ganzen Dreher wegschmeißen... Also Vorsicht beim Abnehmen des Tellers und beim Einpacken desselben...


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • ...

    Aber um nochmal auf die Upgrade-Thematik zurückzukommen:
    Wie hoch müsste ich denn greifen, um eine spürbare Verbesserung zu erreichen?

    LG, Simon


    Tja: Wenn Du € 20.000,- in die Hand nimmst und dann der neue, wie der alte Dreher nicht ordentlich justiert sind, hast Du noch immer keine spürbare Verbesserung.


    Also: Versuche bitte erstmal das MC1 soweit ordentlich zu justieren (Geometrie und Auflagekraft) und abzustauben und überlege Dir dann einen anderen Vorverstärker. Aufgrund der vielen Verstärkungsfaktoren würde ich die Phonobox S2 von ProJect empfehlen. Ist sicher ein brauchbarer Schritt nach vorne, der auch schon genug kostet.


    Der nächste Schritt ist dann zu überlegen, ob Du den DP37f einfach nur nicht mehr sehen/haben willst, denn ansich ist er ein solides Laufwerk mit nicht so schlechtem Arm, nur ist der Arm halt keine Schönheit. Ordentliche Systeme, die dann auch sehr gut zum Dreher und der Phonobox passen, gibt es haufenweise. Es ist eine Preis-/ Geschmacksfrage, die nicht leicht zu beantworten ist.


    Wohl gut passend wären:

    MM: AT VM540ML oder Ortofon Vinylmaster Blue

    MC High: Ortofon MC3 Turbo oder Sumiko Bluepoint No.2, da wirds langsam teuer...

    MC Low: Hier wird dann die Auswahl an feinsten Facetten reich: vom "einfachen" AT-OC9 über Grado Statements, Ortofon Quintet, AT33,... bis in die zig tausende.


    Kann man alle an den DP37f hängen, genauso wie alles andere, was Dir hier empfohlen wird:)


    Also bitte erstmal prüfen, ob Du was neues willst und ob das, was da ist, nicht wieder gut gemacht werden kann.


    Das MC1 Turbo ist so schlecht nicht, mir hats besser gefallen als das DL110. Das MC3 Turbo ist das Upgrade dazu, aber imho zu teuer. Da würde ich mich wo anders umschauen.

    Der DP37f ist so schlecht nicht. Nur ist er, je nach Furnier nicht unbedingt eine Augenweide

    Ob der Art DJ II (speziell beim HO-MC) besser ist, als der eingebaute Phonozweig im NAD?


    Viel Erfolg bei der Selbst- und Lösungsfindung

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Vielen Dank für all eure informativen Antworten!

    Ich habe mir mal eine Überhangschablone besorgt, damit kann ich die Tage mal schauen ob das Ortofon falsch montiert ist.


    Gleichzeitig leiht mir ein Freund ein Goldring 2500 aus, um zu schauen, ob das da gut dran passt, und ob ich damit glücklich werde.


    Mein NAD ist einer aus der ersten Generation, erst der V2 hat einen eigenen Phono-Eingang - deshalb auch der ART DJ Pre II. Der ist eigentlich von den Messergebnissen gar nicht schlecht, aber wie gesagt: Austauschen wollte ich ihn bei Zeiten eh.

    Ist aber schon in der richtigen Einstellung, also daran liegts hier nicht.


    Beste Grüße, und Danke an alle,

    Simon

  • Wir hatten mal ähnliches mit einem Technics EPC270 hier im Forum. Da stellte sich dann auch heraus, dass die "Ursache" tatsächlich die Feinhörigkeit des Besitzers war und das System einfach eine Nummer zu wenig hochwertig. Das MC1 ist auch "nichts besonderes", es hat einen geklebten Diamant wie das OM10. Das kann natürlich einfach sein. Da wird Dir das Probieren des 2500 (bitte auch möglichst präzise justieren und sicherstellen, dass der Pre entsprechend eingestellt wird, es hat doppelt so hohe Ausgangsspannung) sicher Klarheit schaffen, da es - auch preislich - in einer anderen Liga spielt.

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Das MC1 turbo hatte sicherlich einen nackten Diamanten. Es hatte laut Datenblatt die gleiche bewegte Nadelmasse wie das MC3 turbo und letzteres hatte definitiv einen nackten Fine-Line-Diamanten.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Also, ich benutze (u.a.) auch einen Denon DP-F37 und finden eigentlich, dass das ein ordentlicher Plattenspieler ist, der von Hause aus natürlich nicht zu Verzerrungen o.ä. neigt. die aktive Bedämpfung des Armes macht ihn eigentlich gegen vieles recht unempfindlich. Dein Tonabnehmer ist nach 20 Jahren evtl. nicht einfach nur falsch justiert, sondern vielleicht auch einfach abgenudelt.

    Ich habe allerdings auch schon selbst er lebt, dass es manchmal schlichte elektrische Kontaktprobleme zwischen Tonabnehmer und der Headshell-Verkabelung sind, die solche Effekte hervorrufen können. Da hilft es schon, die Käbelchen mal abzuziehen und die Kontake am TA und die Kontakthülsen an den kleinen Käbelchen zu reinigen. Die sind häufig einfach oxidiert.

    Falls der TA einfach durch ist, würde ich mir mal überlegen, welche Musik Du bevorzugt hörst und welche Art von Klang Du bevorzugts (lieber voller und entspannt, lieber agil, mit Riesenbühne oder lieber fokussiert etc.) und mal ein bisschen im Forum fragen, welche Empfehlungen es da so gibt.

    Ganz exzellent und noch dazu sehr bezahlbar ist z.B. das AT-540VML - aber Systeme gibt es viele gute. Wichtig ist, dass es von der Abschlusskapazität zur Verkabelung und zum Phono-Pre passt.

    Gruß,

    Ben

  • Eine Frage, woher kommt die Erkenntnis, dass die Anlage selber besser sein kann - hast Di die mit CD gegengeprüft?


    Sollte das gegeben sein, dann. Würde ich erst einmal bei dem Tonabnehmer und dem Phono-Pre anfangen. Klasse wäre wenn ein anderer Plattenspieler zu Verfügung steht um den PhonoPre zu testen.


    Sofern Du bei MC High Output bleiben möchtest, das Goldring Eroica gibt es in einer Low und High Version. Die Low funktioniert zumindest bei mir passabel. Als Lösung würde ich vermutlich gleich direkt den Tonabnehmer und den PhonoPre austauschen. Wenn folgendes wirklich gegeben ist:

    Bei diesen alten Denon habe ich ja immer ob der Funktion der Tonarmregelung so meine Bedenken - es ist sicher, dass der noch gut und richtig funktioniert?

  • Also ich habe mit der Schablone mal geschaut, leider ist der Tonabnehmer absolut perfekt eingestellt. Ich hatte eigentlich gehofft, dass der TA einfach falsch montiert ist, so wäre es am günstigsten gewesen.

    Damit ist jetzt der Tonabnehmerwechsel wohl unvermeidbar. Das Goldring müsste auch morgen ankommen.


    Eine Frage, woher kommt die Erkenntnis, dass die Anlage selber besser sein kann - hast Di die mit CD gegengeprüft?

    Ja klar. Das wäre ja sonst ziemlich dämlich oder? :D

    Nicht nur habe ich die Anlage mit anderen Quellen getestet, sondern auch das Signal des Plattenspielers mal über meine Kopfhörer, oder meine Studiomonitore gegengehört.

    Sofern Du bei MC High Output bleiben möchtest, das Goldring Eroica gibt es in einer Low und High Version. Die Low funktioniert zumindest bei mir passabel. Als Lösung würde ich vermutlich gleich direkt den Tonabnehmer und den PhonoPre austauschen. Wenn folgendes wirklich gegeben ist:

    Bei diesen alten Denon habe ich ja immer ob der Funktion der Tonarmregelung so meine Bedenken - es ist sicher, dass der noch gut und richtig funktioniert?

    Ein Eroica HX hatte ich an meinem ersten Plattenspieler, einem Dual CS 704. Hat glaube ich gar nicht so gut gepasst, aber der Hifi-Händler hatte mir ein so günstiges Angebot dafür gemacht, dass ich nicht nein sagen konnte. Ich glaube ich würde aber dieses Mal ein MM haben wollen.


    LG, Simon

  • Alles gute und viel Spaß mit dem Goldring MM.


    Zum CS 704 hat der schon einem ULM Tonarm gehabt? Am 5000 funktioniert das „echte“ Eroica für meine Ohren schon sehr, sehr gut.


    Berichte einmal, was dann ab morgen bei Dir funktioniert.

  • Da es beim MC3 turbo explizit ausgewiesen ist, und beim 1 nicht, war ich von geklebt ausgegangen. Auf jeden Fall der klassische 8x18 Stein, wie auch am Vivo oder 2M Red. Beim Blue wird auch wieder nackt explizit ausgewiesen...


    Naja - seis drum, es kann auch sein, dass - wie bei mir heute am OM20 - ein Staubhaar längs am Diamant liegt oder eine ähnliche Verschmutzung zu den Problemen führt. Fast eine Stunde habe ich verzweifelt gesucht, geputzt, umgesteckt, umgeschaltet, wieder geputzt,... bis wieder alles passte. Die Verschmutzung war nicht und nicht zu erkennen aber es klang wie das OM5e für Flomarktplatten. Blechbläser schrill überbetont, Schlagzeug krachend, innen zerrend. Erst bei der Gegenprobe mit der 40 war dann klar, dass es weder am DP21f, noch an der Phonobox, noch an der Justage lag. Da war alles wieder perfekt.

    Also weiter "geschrubbt" an der 20 und dann gings auch wieder.


    Auf jeden Fall denke ich, wirst Du einen Unterschied merken beim Goldring ;) Viel Spass!

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • So, sorry dass meine Antwort so lang auf sich hat warten lassen. Corona-bedingt hatte ich ziemlich viel zu tun, da fallen solche (wundervollen) Nebensächlichkeiten leider manchmal unter den Tisch.

    Das Goldring klang sehr gut. Ich habe eine Ewigkeit gebraucht, bis ich es präzise justiert hatte, bin dann aber doch zum Ziel gekommen.

    Ich denke, den Plattenspieler werde ich dann erst austauschen, wenn er kaputt geht. Mit dem besseren System waren alle meine Probleme weg, gerade auch die Verzerrung in den inneren Rillen wurde weniger. Kann natürlich auch sein, dass das Autosuggestion ist, aber egal. Für mich klang es wesentlich besser.

    Damit mache ich mich jetzt auf die Suche nach einem Tonabnehmer. Ebenfalls Corona-bedingt ist mein Budget leider etwas geschrumpft, das Goldring wird es wohl nicht werden.


    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Beste Grüße, Simon

  • Hallo Simon,


    das Goldring G1042 ist auch ein sehr gutes Systemwas sehr lebendig und mitreißend spielt. Es ist allerdings ein MM-System, würde aber bei einem Preis von aktuell ca 340€ vielleicht ins Budget passen. Ansonsten das G2400 was aktuell auch zu guten Preisen angeboten wird.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy