The coolest phonostage ever ;-)

  • Fazit für mich: Ich werde diese Schaltung nicht verwenden

    Interessant, die Sim. Ich mach mir demnächst mal den Spaß, brauche nur die Anodenwiderstände (z.Z. 180K, 47K) ändern, fahre jetzt schon mit 120V und die RC-Geschichte, sind dann sogar weniger Bauteile als jetzt. Der 100K ist der Pfiff der Schaltung, habe so etwas schon geahnt. Wieso der frequenzlich so wirkt, wird wohl erst mit dem "Spitzen Bleistift" aus den Gleichungen ersichtlich, lohnt die Mühe aber nicht.


    Höre dann mal mono, zum Testen, gegen die passive und den 834 Klon.


    Danke,

    Holger

  • Die Shure Schaltung ist nichts für Simulanten, sondern für Röhrenklassik Freunde. ;)

    Insofern freue ich mich schon auf die Hör-Ergebnisse von alten Praktikern. Ich hoffe jemand außer mir probiert die Unterschiede 470p und 680p gehörmäßig aus.


    Pencil Röhren finde ich optisch nicht gerade schön anzusehen.


    Alexander hat ja damit einiges gemacht. Und die Pencil Tube RIAA von Steve Bench (heute Steffie Bench) in der winzigen Pillenbox, die anno dunnemals beim ETF beinahe den Phonostufen Shootout gewonnen hätte, das ist natürlich respektabel.


    Am besten gefallen mir optisch in Vorstufen die Oktal Röhren.

  • Geht schon, wie sich gerade wieder bei meinem neuesten DIY-Exemplar gezeigt hat, wenn man Eisenblech strategisch zur Schirmung einsetzt.

    Geht alles, dann aber keinen Trafo aus der Grabbelkiste, dann ist engineering gefragt, Eisenblech immer erste Wahl, hast ja ein schönes Gehäuse und..... das Emblem auf die andere Seite, Kabel nach hinten stellen, fertig. Nur zu dem Thema, der "Meckerer".

  • Meckerer können dazu beitragen, dass man nochmal das Gehirn einschaltet - insofern nützlich :)


    Jetzt ist mir doch glatt noch eine unkonventionelle Lösung eingefallen, wie ich das mit der Kabelage Netzschalter usw. bei meinem nächsten Gehäuse regeln kann. Und sogar noch konsequenter hinsichtlich Schirmung. Das muss ich aber erst noch alles basteln. Es fehlen dazu wieder mal einige Teile, d.h. erst voraussichtlich im Herbst wird alles perfekt durchkomponiert sein mit der M65-Arie.


    Aber die erste Version habe ich ja schon im Einsatz und kann ich damit hören, Röhren und Kondensatoren tauschen usw.

  • Hi Leute,


    es gibt Neuigkeiten aus Hamburg. :S Ich habe die M 65-Replica fertig gestellt. Wie immer, habe ich "case-recycling" betrieben - also ein altes Gehäuse vom Dachboden geholt und benutzt. Den Trafo hatte ich gestern schon vorgestellt :). Wie ich es erwartet hatte - es brummt und zischt nichts - lediglich ein leises Röhrenrauschen kann man wahrnehmen.

    Seit der Vorstellung des Amplitudengangs meinerseits gab es hier einige Diskussionen hierzu,

    also habe ich beschlossen "die Schlange ein wenig gerade zu ziehen" 8o. Dafür habe ich alle Rückkoplungsrelevanten Bauteile - statt sie festzulöten - in Präzisionsbuchsen eingesetzt. So konnte ich schnell die Werte ändern, ohne jedesmal rumbrutzeln zu müssen...

    Danke hier an Reiner - er hat wichtige Vorarbeit geleistet - ich habe nur ein wenig rumoptimiert...

    Das Ergebnis könnt Ihr auf dem letzten Foto sehen - ich bin zufrieden. 8)

    Jetzt seid Ihr aber bestimmt neugierig auf die neuen Bauteile-Werte...:D ich könnte Euch schmoren lassen - will ich aber nicht - hier sind sie:

    R11/R12 - 47kOhm

    C9/C10 - 720pF

    R21/R22 - 110kOhm

    R17/R18 entfällt ganz

    C7/C8 - 2n2F


    Das ganze Gerät zieht sagenhafte 10 Watt aus der Dose - ich habe schon lange kein so strom-sparendes Gerät gebaut. :wacko:


    Und hier die Bilder:


    Gruß Björn

  • Toller Aufbau übrigens, Björn. In Deinem typischen Stil, den erkenne ich gleich. :)


    Habe jetzt erst gecheckt, dass Du eine ganze Bildergalerie verlinkt hast - ich war so vom Bild des Frequenzgangs fasziniert.

  • Hallo ,


    tja hätten wir das vorher gewusst ... Björn das nächste mal ein bisschen schneller bitte :)


    470p, 680p und 1n5 sind unterwegs Jo.


    Wobei die 680er mit meinem Schätzeisen gemessen alle um 704p leigen , passt ja fast. 2n2 kannst Du ja testweise durch Parallelschaltung eines 680p (704p) und eines 1n5 erreichen.

    Berichte einfach wenn die Cs angekommen und getestet sind , evtl schicke ich noch was nach.


    gruss

    juergen

  • Ja, Jürgen, das ist jetzt ein bisschen ungeschickt, dass Björn auch noch auf andere Werte gekommen ist.


    Ich werde Deine 680p diesertage einsetzen und mir die Sache mal anhören. Die größte Abweichung die von einigen moniert wurde war ja die + 3dB Höhen-Anhebung. Praktisch bin ich mit der Originalschaltung klanglich recht zufrieden.


    Die weitere Geschichte mit Optimierungen wird jetzt zäh, denn bis ich die Veränderungen am Frequenzgang und auch die Rolle verschiedener Röhren klanglich einschätzen und benennen kann brauche ich vielleicht Wochen und Monate...


    Röhrenwechsel macht im Charakter viel aus, das zumindest habe ich inzwischen schon deutlich bemerkt.

  • Hallo Johannes,


    der von Dir angesprochene "Röhrencharakter" muß aber nur von der Klirr-Zusamensetzung kommen.

    Der Frequenzgang blieb bei allen von mir eingesetzten Röhren gleich - von Mullard 8137 bis TFK-ribbed/smoth-plate...es gab lediglich kleine Verstärkungunterschiede innerhalb von 0,5dB.


    Gruß Björn

  • es gibt Neuigkeiten aus Hamburg.

    Hallo Björn,


    schön, da ist man doch schon auf dem richtigen Weg und fast am Ziel.

    Ich gehe mal davon aus, das Du mit einer inversen RIAA-Schaltung arbeitest. Kannst Du den Schaltplan dazu mal zeigen. Ich würde auch den gerne mal simulieren.


    Solange man nicht einen Frq. Gang von ±0,1 dB erreicht hat, braucht man mMn. über einen Hörtest nicht nachdenken. Aber das darf ja zum Glück jeder für sich selbst entscheiden.

    Die Schaltung des M65 ist aus meiner Sicht jedenfalls technisch (ich formuliere das jetzt mal sehr vorsichtig) nicht mehr up to date. Das zeigen nicht nur die bereits simulierten Frequenzgänge, sondern auch die simulierten Werte der Oberschwingungen. Und ich werde sie daher für mich auch nicht mehr weiter verfolgen.


    Für weitere Simulationen bin ich natürlich gerne weiter bereit --> Neugier :).


    Ich verfolge derzeit ein ganz anderes Ziel in der RIAA Verstärkung. Pro Kanal zwei Verstärkerzüge mit Rückkopplung innerhalb des einen Zuges, wobei das Rückkopplungssignal dem anderen Zug als Korrektursignal aufaddiert wird; der zweite Zug also ohne Rückkopplung arbeitet, und dennoch ein Rückkopplungssignal erhält. Und das ganze mit Röhren, sicher nicht einfach. Da muss ich erst noch etwas simulieren. Rechnerisch funktioniert (spitzer Bleistift 8o) das schon.



    Gruß

    Reiner

  • Hi Dago


    Kann ich nicht genau sagen. Hör dir mal eine variable RIAA an und drehe ein bisschen an den Filtern während du hörst, dann merkst du, dass man das Teil schon ganz schön verstimmen muss, damit es 'falsch' klingt. Manchmal ist es sogar angenehm, je nach Aufnahme, wenn man ein bisschen am Entzerrer drehen kann.


    Will ich glatte Perfektion, dann versuche ich es gar nicht erst mit Röhre. Dafür steht diese antiquierte Technik m.E. genauso wenig wie die Schallplatte.