Die neue Schöne: Rike Audio Natalija Phono III :)

  • Zum Thema Blindtest: meines Wissens wurde an der RWTH Aachen vor längerere Zeit einmal ein solcher durchgeführt und zwar mit tatsächlich blinden Personen. Die Ergebnisse waren, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, eindeutig. Wohingegen das, was gemeinhin als Blindtest bezeichnet wird, zu keinen eindeutigen Ergebnissen führt. Zumindest nicht immer.

    AAA - Mitglied ... und das ist auch gut so. :)

  • Genau Rainer. Wir sind zu sehr optische, haptische und markengeprägte Menschen. Das lässt sich mal einfach so in einem Blindtest nicht einfach abwerfen. Zudem ist das Drumherum, also die Testanordnung unnatürlich und schon das verändert die Wahrnehmung. Die Sache ist komplex, auch keine Überraschung, und lässt sich auch nicht einfach mal so (durch die Verordnung von Blindtests) entscheiden. Stereophile hat da interessanten Stoff...so fing alles an: https://www.stereophile.com/features/141/index.html

    Grüße
    Chris

  • schleichende Prozesse über 1000 Stunden, die aber dennoch zu hören und vergleichbar sind. Das Hörgedächtnis des Menschen reicht gut 8 Sekunden. Was für ein Nonsens hier verbreitet wird. Das tut dem Gerät kein Gefallen, wenn hier so ein Schmarrn verbreitet wird.

    Was leider auch völliger Nonsens ist.

    Es gibt Leute die ich auch nach Jahren noch alleine an der Stimme wiedererkenne.

    Und damit bin ich sicher nicht alleine. Zudem kann man das auch trainieren, wie fast alle Fähigkeiten.


    Grüße

    Frank

  • Hallo Michel,

    möchtest Du uns denn mal was von deinem SET Up erzählen. Wäre das dann eventuell das potentielle Umfeld für einen Blindtest? Alles DIY auch auch was von der Stange?

    Gerne auch mit Fotos.


    :meld: Mein Weltbild bricht bestimmt nicht zusammen. Schon gar nicht wegen einer Phono, ein paar Röhren oder einem Blindtest...:D



    schönes WE

  • Einfach mal machen, doppelt blind. Es geht ums Relative und nicht das Absolute. Das muss man nur verstanden haben.

    Der Ausschluss des optischen Reizes, das ist das Ziel - in diesem Thema zumindest.

    Was das Hören anbelangt, ist der Mensch exemplarisch vergleichend. Hat dazu geführt, dass die Evolution „hierher“ gebracht.

    War aber nicht alles gut ;-)


    Vielleicht ist die Vorhersehbarkeit der Ergebnisse ein Nachweis dafür, dass die Theorie dahinter richtig ist? Kann man aber ignorieren.


    Genug off topic. Frohes Hören und Sehen! Auf das es nicht vergeht!


    Gruß,

    Michel

  • Hallo Michel,

    möchtest Du uns denn mal was von deinem SET Up erzählen. Wäre das dann eventuell das potentielle Umfeld für einen Blindtest? Alles DIY auch auch was von der Stange?

    Nö. Könnte man machen, was aber mit fast x-beliebigen Equipment auch geht - sogar deinem. Nö, ja.

    Wenn du deinen Bruder besuchen fährst, darfst du aber gerne vorbei kommen.


    Gruß,

    Michel

  • Das ist wissenschaftliche Methodik. Die Zeiten in denen der Glaube die Wissenschaft regiert hat, sind zum Glück vorbei.

    Hah! Confirmation Bias und Sozialen Druck gibt es auch in der Wissenschaft. Geforscht wird gerne nur entlang gesellschaftlich "konformer" Richtungen und abweichende Ergebnisse haben es oft auch heute noch seehr schwer sich durchzusetzen, selbst wenn sich rausstellt die Ergebnisse sind korrekt.


    Peer Reviews: die können zu sehr unwissenschaftlichen Ergebnissen führen z.b. obwohl der Prozess als solcher ja genau das gegenteil erreichen soll (und meist auch tut).


    Und zur wissenschaftlichen Methodik der Blindtests und der Validität der Ergebnisse gibt es durchaus auch in der Medizin "abweichler" deren Meinung (vielleicht zu recht) unterdrückt wird. Sooo einfach ist das alles nicht :-)...


    Und auch in der Wissenschaft müssen immer mal wieder sicher geglaubte Dinge über den Haufen geschmissen werden.


    Wir können hier ja um die Wissenschaftsfraktion zu beruhigen "Peer Reviews" aller Posts einführen.


    Naja..


    Ich frag mich schon warum sich immer im Natalja Thread so viel gekloppe ansammelt ?!


    Langsam interessiert mich das Teil ernsthaft...


    Mike

  • Das wird sehr gerne von gewissen Fraktionen kolportiert die meistens auch Doppelblindtests propagieren und Hörerfahrung wenn sie nicht in ihr Weltbild passt negieren.

    In Highend-Kreisen hat bereits der Vorschlag, einen (Doppel-) Blindtest durchzuführen, meistens geradezu etwas Anrüchiges oder Unstatthaftes bzw. wird als das ignorante Bestreben von (nervigen) Objektivitätsfanatikern abgetan.

    Im audiophilen Freundeskreis oder im heimischen Umfeld habe ich in der Vergangenheit bereits mehrfach solche Blindtests besonders im Bereich von Audio-Zubehör durchgeführt.

    Streng genommen müsste man u.a. beim Vergleichen eine jedes Mal identische, gleichsam fixierte Hörposition einnehmen, da schon geringe Abstands- oder Höhenänderungen zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung führen.

    Eine Alternative bestünde darin, hochwertige Kopfhörer zu verwenden.


    Nur meine Erfahrung:

    - Es spielt grundsätzlich für das Ergebnis eine Rolle, wenn die Hörer genau wissen, was gerade spielt oder verwendet wird.

    - Die Verwendung unterschiedlicher Komponenten (Verstärker, Tonabnehmer etc.) kann natürlich herausgehört werden - dazu braucht es keinen Blindtest.

    - Bei Zubehör (Kabel, Absorber etc.) sieht die Sache bezüglich reproduzierbarer Ergebnisse ganz anders bzw. ernüchternd aus.

    - Die persönliche Tagesform, aber auch andere variable Gegebenheiten (z.B. Netzstrombelastung) wirken sich deutlich aus.


    Zum Thema Blindtest: meines Wissens wurde an der RWTH Aachen vor längerere Zeit einmal ein solcher durchgeführt und zwar mit tatsächlich blinden Personen. Die Ergebnisse waren, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, eindeutig.

    Etwas in aller Kürze über diese "eindeutigen" Ergebnisse zu erfahren, wäre nicht nur für mich interessant.


    Gruß Nescio

    οἶδα οὐδὲν εἰδώς.

  • Ich frag mich schon warum sich immer im Natalja Thread so viel gekloppe ansammelt ?!


    Langsam interessiert mich das Teil ernsthaft...


    Mike

    Du hast die Quintessenz erfasst. ;)


    Wenn ich nicht ohnehin schon wüsste, wie gut das Ding ist, würde ich schon allein aufgrund der Aussagen, die hier von den einschlägig Bekannten kommen, sofort blind zuschlagen :) Ich wüsste, ich kann damit nicht falsch liegen. :) Dazu muss ich kein Techniker sein. Musik hat was mit Menschen zu tun.


    Im Prinzip der gleiche Mechanismus wie bei Donald Trump. Wenn der mir sagt, oben ist es sicher, weiß ich instinktiv: Jetzt aber nichts wie nach unten.


    P.S. Damit wollte ich natürlich nicht Deine Meinung subsumieren. Das ist einzig und allein meine Auslegung und Lesart. Aber wenn Du mal im Ingolstädter Raum bist und Dich die Natalija immer noch interessiert, komm gern vorbei. Vielleicht gefällt Dir ja, was Du hörst. Wenn nicht, bist Du auch klüger :). Also eine klassische Win-Win-Situation.


    Ich erlaube mir übrigens ab und an auch mal wieder was für die am eigentlichen Thema Interessierten einzuwerfen.


    Ich habe gerade aus den USA schnuckelige Amperex NOS Rohren (wohl von 1971) für die Natalija bekommen. Die Natalija ist ja im Gegensatz zu den Phonos, die ich bisher hatte (u.a. EAR 834p Deluxe) nicht so auf Tuberolling „ausgelegt“ bzw. es besteht keine wirkliche Notwendigkeit. Aber tja, ich liebe Röhren :).

    Die Besten waren bisher die Original von Rike Audio gesteckten NOS Röhren. Höre gerade meine Pinnacle NOS. Bald dann mal die Ameprex. Keine Ahnung, ob sich klanglich was tut und wenn ja, in welche Richtung.


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    Wer sagt, dass man nur blind die Wahrheit erkennen kann, ist leicht monodimensional. (Mein) Genuss mit allen Sinnen. :)


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  • Hallo Stefan, die Amperex orange globe als ECC88 kommen schon mal in meiner LS7 zum Einsatz. Ich mag sie.

    Liebe Grüße Achim

    Rega p3 TS, Audiomods S5, Benz Glider SL, DV20X2L, Heed Quasar, Audio Research LS7, McCormack DNA, Dynaudio Contour II, Sennheiser HD600, Isoda, hms, Hannl


    Washburn Dreadnought


    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen

  • Da ich meine EAR ja heiss und innig liebe, kannst du sagen in welchen Bereichen die Natalija eigentlich am stärksten abweicht / zulegt?


    Mike

    Hi Mike,


    Hm, könnte ich, aber wie seriös das dann ist, ist sehr fraglich. Die EAR 834p deluxe war quasi meine erste Phonovorstufe. Meine Hörerfahrung ist zwar jetzt auch noch nicht der Hit, aber damals war sie quasi nicht existent. Wer weiß, wie ich sie heute einstufen würde.

    Andererseits bereue ich es, sie verkauft zu haben. Egal ob die Natalija nun besser ist (was sie meiner Meinung nach schon recht deutlich ist) oder nicht, die EAR 834p deluxe in diesem Silber Gold war ein Schmuckstück.


    Was mir bei der EAR ungemein gefallen hat, war die Stimmwiedergabe. Für mich ein sehr wesentlicher Faktor! Darum habe ich nach dem Verkauf auch lange gebraucht, bis ich dahingehend wieder zufrieden war. Außerdem habe ich zwischenzeitlich die LS gewechselt, von Max 1 auf Max 2.


    Ich würde sagen, die EAR 834 steht für genußvolles Musikhören mit Freude. Eigentlich so gut wie immer. Die Natalija ist deutlich „erwachsener“. Jetzt wissen wir aber auch, dass erwachsen sein nicht immer zwangsläufig lustigere Stunden verheißen muss ;).

    Sie spiel viel sauberer, differenzierter. Sie kann meiner Meinung nach auch alles, also alle Genres. Ich hatte bei der EAR 834p schon auch Platten, wo ich gemerkt habe, dass das sicher nicht die bestmögliche Darbietung ist. Aber Spaß hat sie dennoch gemacht ;)


    Kannst Deine EAR 834 auch gerne mitbringen, wenn sich so was mal ergeben sollte, dann können wir sie beide im Vergleich hören.


    Ach ja, ich habe für die EAR wirklich gute (und vergleichsweise teure NOS röhren gekauft) und das Klangbild schon noch ein Stück weit in die Richtung gedrückt, die mir zugesagt hat. Habe die NOS 4004 Mullards usw. immer noch hier.

  • Nö. Könnte man machen, was aber mit fast x-beliebigen Equipment auch geht - sogar deinem. Nö, ja.

    Wenn du deinen Bruder besuchen fährst, darfst du aber gerne vorbei kommen.


    Gruß,

    Michel


    ..sogar mit meinem x beliebigen Equipment. Puh, da habe ich ja richtig Glück, dass mein Geraffel

    eine Aussage zum Blindtest schaffen würde.


    Ich sehe schon, alles sehr geheim bei Dir..;).... aber vielleicht komme ich wirklich mal vorbei.:)


    PS: Ich schreibe hier erst wieder was, wenn es Neues zum Thema gibt.


    schönes WE

  • Sehr interessant.


    Die Original „Rike Röhren“ bieten das ausgeglichenste Klangbild. Stimme und Leadinstrumente sehr präsent, Schlagzeug gut. Ich stehe auf Stimme im Vordergrund.


    Pinnacles: Stimme und Leadinstrument schon spürbar zurückgenommen. Dafür hat das Schlagzeug richtig Punch. Mehr Bass.


    Amperex: Etwas mehr Stimmenpräsenz als die Pinnacles, deutlich weniger Punch beim Schlagzeug. Alles etwas milder.


    Aber gut, sowohl die Amperex als auch die Pinnacle spielen gerade mal einen Tag/ein paar Stunden. Eventuell schälen sich bestimmte Charakteristika mit der Zeit noch etwas deutlicher heraus. Denke aber, dass die Grundtendenz klar ist und so bleiben wird.

  • Legst Du 'ne andere Platte auf, kehrt sich alles wieder um, oder?

    Kann ich nicht sagen, muss ich erst noch ausprobieren. Habe der Vergleichbarkeit halber erst mal eine ausgiebig mit allen Röhren gespielt. Aber tendenziell würde ich eher sagen: nein. Denn wenn eine Röhre z.B. mehr Bass produziert, warum sollte sie dann bei einer anderen weniger Bass haben als die andere, die zuvor klar weniger hatte? Ich glaube nicht, dass das von einer Platte abhängt. Bei LS ist es ja auch so, dass solche Grubdmerkmale bleiben.


    Aber klar, je mehr man hört, desto ein differenzierteres und valideres Ergebnis hat man.


    Ich werde berichten. Aber ich denke, viel tut sich da nicht mehr. War bei den Röhren, die ich in der EAR hatte, eigentlich auch so. Wenn eine Röhre z.B. weniger Bass hatte, blieb das konsistent so. Abhängig von der Platte, die gerade gespielt hat. Hat eine die Mitten betont ebenso. Auflösung dito.


    War das denn bei deinen Röhren/Geräten so? Also wie du schreibst, dass sie das je nach Platte komplett gedreht hat?