Line Magnetic LP33 Tube Phono Preamp

  • auf Ali gibts die LP-33 aktuell für unter 990€ netto.

    Das deutsche Händler mittlerweile bis 2999€ aufrufen?! Was ist da los?

    Wirtschaftlich sinnvolle Kalkulation der deutschen Händler? Könnte sein.


    Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?


    Timing ist alles - it´s all about the timing.


    Just Listen!

  • Händler sind überbewertet.

    Es gibt zudem den prinzipiellen Interessenkonflikt zwischen eigenem kaufmännischem Kalkül und Kundennutzen. Daher werden dann gerne systematisch margenträchtige Geräte empfohlen/ verkauft, die suboptimal in die Kette passen.

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  • Hallo,


    man kann eine LP33 kaufen, allerdings sollte man bedenken, das diese Phonovorstufe kein optimales Schaltungsdesign hat. Die Gesamtverstärkung der Schaltung ist höher als benötigt, darunter leidet die "klangliche" Performance. Mann müsste eigentlich die Schaltung abändern und die Verstärkung etwas runterbringen.


    MfG

    Robert Graetke

  • Das Problem mit dem Zuviel an Gain hatte ich bei meiner Ampearl 2030 auch. Fragt mich jetzt nicht, wieviel dB sie macht, es gibt wohl auch Varianten bei gleicher Modellbezeichnung.

    Durch die an sich zu hohe Verstärkung vorne in der Kette besteht dann das Problem, an der folgenden (aktiven) Linestufe das Poti für Zimmerlautstärke nur wenig aufdrehen zu können. In diesem Regelbereich des Potis kann es dann zu Kanalungleichheiten kommen. Zudem wird durch eine suboptimale "gain structure" unnötig viel Rauschen mitverstärkt und letztlich über die LS wiedergegeben.

    Ich habe die "gain structure" bei mir angepasst (von "Problem gelöst" spreche ich hier bewusst noch nicht), indem ich einen DIY 2:1 Step Down Trafo von Jensen, also quasi einen umgedrehten, jedoch für höhere Pegel ausgelegten SUT, zwischen 2030 und Linepre gesetzt habe. Ich habe das seinerzeit im 2030er Faden beschrieben.

    Womit ich aber immernoch liebäugelt ist ein guter passiver Pre"amp". Es sollte zudem eine gute relaisgestützte Signalumschaltung haben und die Lautstärke nicht über ein Poti, sondern über diskrete Widerstände oder Autoformer regeln.

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  • Also ist die anfängliche Euphorie um den LM LP-33 wieder verflogen?? In vielen Redaktionen der Fachzeitschriften wurde er ja auch groß gelobt. Aber wenn das Gain zu hoch ist, werde ich wohl doch davon absehen ihn zu bestellen und zu testen. Ich höre ausschließlich Ortofon SPUs und das mit einem Übertrager. Von daher wäre nur die MM Line für mich interessant. Ich würde mich über noch ein paar Meinungen dazu sehr erfreuen.


    Gruß Christian

    - what it lies in our power to do, it lies in our power not to do -

  • Hallo,


    vom Konzept und von der Bauart ist der LP33 schon interessant. Aus meiner Sicht, müsste man die Schaltung analysieren und die Verstärkung im MM-Teil auf ungefähr 40db runterbringen. Dann klingt das Teil auch nicht mehr so, als wenn die Röhren am Rande der Übersteuerung sind. Ich hatte nur mal für ne kurze Zeit zum reinhören eine LP33 da, so ist mir das aufgefallen.


    MfG

    Robert

  • Weiß man denn bei Ali, ob das Gerät echt ist? Ich hätte da meine Zweifel :/

    Naja, ich denke Line Magnetic fertigt gut& günstig in China. Wenn jetzt Ali (ist ein Vertriebskonzern, kein Hersteller) das ganze noch als Plagiat von irgendwo bezieht, dann wird es spanned. Ich habe den LP-33 schon seit ein paar Jahren im Visier. Vor drei Jahren hat der aus China genauso viel gekostet wie heute aus China. Nur die europäischen Preise gehen durch die Decke.. vielleicht wird der LP-33 auch nicht mehr neu produziert... ich weiß es nicht.

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  • Nun ja, gab es denn die letzten 50 Jahre ‚neue‘ Röhrenschaltungen?

    Der Drops dürfte gelutscht sein.

    Aber den Versuch mit steilen Röhren passive RIAA Lösungen anzubieten, die praxisgerechte Ausgangswiderstände von alleine realisieren.


    Bei dem hohen, für Transistorverstärker unbrauchbaren, Ausgangswiderstand von 10K (bei 1 kHz?) kommt mir ein Verdacht.


    BG


    B.

    2 Mal editiert, zuletzt von Blasios ()

  • Womit ich aber immernoch liebäugelt ist ein guter passiver Pre"amp". Es sollte zudem eine gute relaisgestützte Signalumschaltung haben und die Lautstärke nicht über ein Poti, sondern über diskrete Widerstände oder Autoformer regeln.

    genau so so nutze ich die LP 33 am liebsten, zusammen mit der passiven Phasemation CM -2200 Vorstufe klappt das ideal.


    Ich nutze bei der LP-33 am liebsten den MM Eingang, da ich den MC Übertrager nicht so mag.


    Gerne den LP-33 aber auch zusammen mit dem T-550 Übertrager von Phasemation. Das ist eine toll funktionierende Kombination.


    Bei sehr lauten Tonabnehmern freue ich mich, dass man die LP-33 fein im Ausgangspegel über einen extern zugänglichen Poti einstellen kann. Dieser liegt immer im Signalweg. insofern verstehe ich die genannten Gain Probleme nicht wirklich. Ein Dreh am Poti und gut ist.

    und natürlich sollte der TA zum Verstärkungsfaktor des internen ÜT passen

    gruss

    juergen

    HEIMSTATT DER MUSIK

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    AAA- Mitglied

  • shakti Danke für den Hinweis, Jürgen. Phasemation hatte ich bzgl. passivem Pre bislang nicht auf dem Zettel.

    Der CM-2200 passt allerdings definitiv nicht ins Budget. Aber ein CM-1000 würde mich interessieren. Hast du da Möglichkeiten, etwas zu organisieren?

    Grüße

    Steffen

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  • Passiver preamp ?


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    MfG , A .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • ...insofern verstehe ich die genannten Gain Probleme nicht wirklich. Ein Dreh am Poti und gut ist...

    Hallo Jürgen,


    vielleicht fehlt der technische Backround? Das Gain Problem bleibt, weil der MM-Zweig eine höhere Verstärkung hat als für eine MM-Stufe in dieser Machart nötig ist. Die Verstärkung ist knapp vor der Übersteuerung der einzelnen Verstärkerstufen und das hört man leider. Das Poti im Ausgang hat keinen Einfluss auf den Verstärkungsfaktor der MM-Stufe und egalisiert das Problem leider nicht. Im Gegenteil, erst wird das Signal zu hoch verstärkt um dann mit einem Poti dahinter wieder abgeschwächt zu werden, auch das ist aus klanglichen Gründen nachteilig. Um das Problem zu lösen, muss man den Schaltplan ermitteln und eventuell nur 4 bis 6 Widerstände tauschen, damit die MM-Stufe einen Gesamt-Gain von 40-42dB bekommt.


    MfG

    Robert

  • Wäre es nicht besser, statt mittels Widerständen Spannung in Wärme zu transformieren, step-down Trafos zu verwenden, um die an sich ungewünscht hohe Verstärkung des Phono Pre zu reduzieren?

    Hinter meiner RE2030 hängt ein Pärchen dieser Jensen Trafos im 2:1 Modus.


    Ich bin allerdings auch nicht wirklich sattelfest in den technischen Zusammenhängen. Dennoch habe ich verstanden, dass durch die Trafos (in umgekehrter Funktionsweise ggü. einem SUT vor der Phonostufe) die Ausgangsimpedanz der Phonostufe um den Faktor 4 reduziert wird, sodass die Kapazität des Kabels zwischen ihr und der folgenden Verstärkerstufe (aktiver Line Pre oder direkt die Endsufe oder passiver Pre?) keine so große Rolle mehr spielt.

  • Hallo Jürgen,


    vielleicht fehlt der technische Backround? …

    auf jeden Fall, als Dipl Ing Maschbau bin ich sicherlich nicht in der Lage eine Röhrenphono Vorstufe zu konzipieren, bzw die Schaltung zu beurteilen.


    In diesem hatte ich aber wohl offensichtlich das Problem falsch verstanden. Ich hatte den Eindruck, dass der Gesamt Phonopegel zu hoch ist und der nachfolgende Verstärker mit dem hohen Pegel nicht klar kommt.


    Dafür gäbe es dann eben den Vol Regler an der LP-33


    nun denn, ich kenne viele Nutzer der LP-33, die mit diesem Phonopre sehr zufrieden Musik hören, auch mir ist an dem Gerät noch nichts negatives aufgefallen, die von Dir beschrieben Verzerrungen konnte ich noch nicht wahrnehmen, aber vielleicht reagiere ich auf diese Art Verzerrungen auch eher unempfindlich oder meine Anlage ist in diesem Bereich nicht transparent genug.


    Gruss

    Juergen

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