Gegenkopplung in einer Line Stufe Richtig realisieren

  • Hallo Zusammen,


    ich möchte einen Riaa (mit einfacher ECC83) noch mit einer zusätzlichen Line Stufe versehen.


    Die Verstärkung sollte < 4 Sein aber mit einem geringen Ausgangswiderstand. Um das zu realisieren bin ich gezwungen etwas stark gegen zu koppeln. Hierzu gibt es natürlich zahlreiche Ansätze aber ich möchte mich nur auf eine lokale Gegenkopplung beschränken.


    Ich habe dazu zwei Schaltpläne gezeichnet und wollte einfach mal Fragen welches Vorgehen zu bevorzugen ist und warum.




    Als Röhre würde ich eventuell eine ECC88 oder eine 6n6p nehmen.


    mfg Christian

  • Hallo,


    wenn du die Verstärkung WIRKLICH brauchst ??? ! >> Op-Amp nehmen ...


    Oder so geringe Verstärkung an anderer Stelle ERST aufholen ...


    Wenn du WIRKLICH niederohmigen Ausgang willst Kathodenfolger oder besser gleich WHITE -Kathodenfolger nehmen ...


    Wenn du noch mehr Ressourcen verschwenden möchtest dicke Klein - Leistungsröhre mit Ausgangsübertrager ... dann hätte man auch noch gleich symmetrischen Ausgang ...


    ;) Wellenfront

    Auch Gewerblich tätig

  • Hallo Christian,

    vielleicht solltest Du mal nach dem MTA-Prinzip von Frank Blöhbaum schauen.

    Das funzt sehr gut und statt der ECL113 kannst Du die super günstige ECL81 nehmen.

    Sie hat das gleiche System wie die ECL113, iat aber leichter erhältlich und hat den Noval-Sockel.

    Oder aber, Du kannst viele andere Röhren nehmen, wenn Du Dich an die Anpassung der Arbeits-

    punkte traust.

    Gruß Björn

  • ...Ich habe dazu zwei Schaltpläne gezeichnet und wollte einfach mal Fragen welches Vorgehen zu bevorzugen ist und warum.



    Hallo Christian,


    oberer Schaltplan hat zwei Gegenkopplungen: ein Spannungsgegegnkopplung von der Anode auf den Eingang (senkt auch den Ausgangswwiderstand) und Stromgegenkopplungen über den Kathodenwiderstand (erhöht den Ausgangswiderstand).

    Der untere Schaltplan hat allein diese Stromgegenkopplung.


    Gruß Andreas

  • Hallo,

    Wenn du noch mehr Ressourcen verschwenden möchtest dicke Klein - Leistungsröhre mit Ausgangsübertrager ... dann hätte man auch noch gleich symmetrischen Ausgang ...

    Warum Klein- wenn es auch Groß- geht ;)


    Richtig verschwenderisch ist es mit der F2a und Ausgangsübertrager. Funktioniert als Vorstufe hervorragend.


    Viele Grüße

    Martin

  • Oder so geringe Verstärkung an anderer Stelle ERST aufholen ...

    Wellenfront , So gering ist das nicht, wenn ich die 3 te Stufe weglasse muss ich die Verstärkung in einer anderen Stufe verdoppeln. Um dies zu erreichen müsste ich eine Pentode nehmen.


    papa_bjoern , das MTA-Prinzip verstehe ich leider nicht, aber wenn Frank Blöhbaum einmal eine Phono zum selbst aufbauen raus bringt, werde ich sie mir kaufen.


    Hallo Andreas, vielen dank für deinen Hinweis, folglich werde ich mich erstmal auf den oberen Schaltungsentwurf beschränken.

  • Hallo Martin vielen Dank für den Hinweis,

    ich habe allerdings noch eine Frage, was macht diese Schaltung besser als jene die ich vorgestellt habe ?

    Bzw. warum soll ich solch eine Gegenkopplung verwenden ?

  • Die Gegenkopplung in Deiner ersten Schaltung und in der verlinkten arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Allerdings brauchst Du vor einem Eingang eines consumer-Gerätes keine zwei parallelgeschalteten Systeme einer 6SN7 oder 12AU7..., ein System reicht aus. Und mit zwei kaskadierten Systemen einer ECC83 in einer RIAA-Vorstufe erreicht man eigentlich auch schon ausreichend Pegel für solche Geräte - gebraucht wird aber eine Ausgangsimpedanz weit unter 10 kΩ.

    Das kann ein Kathodenfolger (Nachteil:Verstärkung unter eins und hohe Spannung zwischen Heizer und Kathode). Eine Kathodenbasisstufe kann dagegen Verstärkung liefern, ihre Millerkapazität begrenzt aber den Übertragungsbereich in den Höhen. Hier hilft Spannungsgegenkopplung von der Anode auf das Gitter dieser Röhre: in dem Maße, wie diese die Verstärkung vermindert, vermindert sie die Ausgangsimpedanz und die Millerkapazität. Bei einer 12AU7 bliebe dann immer noch 4-fache Verstärkung übrig.


    Gruß Andreas

  • Hallo Zusammen,


    wobei ein Kathodenfolger immer im schlechten Ruf steht, ein Klangverhinderer zu sein. Daher mal mit parallel geschalteten Systemen.


    Und übrigens, Thorsten ist der Kopf hinter AMR Audio.


    Schlecht ist sie daher nicht. Einfach mal ausprobieren. Ist ja eine einfache Schaltung.


    Viele Grüße

    Martin