Azimuth - Wie messen?

  • Und nochmal die Frage weil es mir immer noch nicht ganz klar ist:

    Was muss bei der Azimut(h) Justage optimiert werden. Die Pegelgleichheit der Kanäle oder ein gleichmäßiges Übersprechen L-R/R-L?


    Gruß Jan

  • Und nochmal die Frage weil es mir immer noch nicht ganz klar ist:

    Was muss bei der Azimut(h) Justage optimiert werden. Die Pegelgleichheit der Kanäle oder ein gleichmäßiges Übersprechen L-R/R-L?


    Gruß Jan

    Das ist der Winkel der Nadel in der Rille ..sollte 92grad betragen und wird meist mit der verstellbaren Arm Höhe geregelt


    Gruß maik

  • Hallo Maik,


    was du meinst ist der SRA, der Eintauchwinkel der Nadel von der Seite betrachtet. Der Azimut ist der Winkel der Nadel von VORNE betrachtet und der sollte idealerweise, wenn das System mechanisch und elektrisch optimal gebaut ist, 90 Grad betragen.


    Gruß Jan

  • Hierzu hab ich auch eine Frage.

    Ist mir gerade in den Sinn gekommen...


    Wenn ich mit einem 1 kHz Sinus von der Testplatte, einer Mono-LP etc. mit dem entzerrten Signal in die Soundkarte des Rechners gehe und dann mit einem geeigneten Programm (REW etc.) die Pegel bzw. deren Differenzen anzeigen lasse, hab ich doch im Grunde die identische Funktion eines Fozgometers, oder ist das ein Denkfehler?

  • Nemesis

    Laut den Messungen von Moggs , die er im Video beschreibt, kam er mit beiden Methoden zum gleichen Ergebnis.


    Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Methode, bei der das Übersprechen gemessen wird, die "bessere" ist, weil aufwändiger und nur mit so einem Messaufbau wie dem von Chris sinnvoll messbar.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Da das Übersprechen häufig nicht gleich groß ist kann es bei den Messungen schnell zu Fehlinterpretationen kommen.


    VG

    Dieter

    Lyngdorf, Neumann

    Diy: Plattenspieler, Outer Ring, Kabel

  • Das ist der Winkel der Nadel in der Rille ..sollte 92grad betragen und wird meist mit der verstellbaren Arm Höhe geregelt


    Gruß maik

    Hallo,


    wenn man mit der „Azimut-Messerei“ anfängt, wird man feststellen, wie „schief“ viele Systeme gefertigt sind. Das ist auch bei vielen hochpreisigen Systemen der Fall.


    MfG

    Robert

    Fachwerkstatt für analoges Hifi
    www.analogtubeaudio.de
    (Gewerblicher Teilnehmer und AAA-Mitglied)


    Suche: Nadelschutz für Yamaha MC11 oder kompatibel (MC9/MC5)

  • Da das Übersprechen häufig nicht gleich groß ist kann es bei den Messungen schnell zu Fehlinterpretationen kommen.

    Was passiert wenn im Generator die Pegelungleichheit erzeugt wird? Wird dann die Nadel bewusst schiefgestellt um dies auszugleichen? Könnte bei scharfen Schliffen erhebliche Auswirkungen auf Verzerrungen haben?! :/

  • Hallo,


    das kann ich leider bestätigen: mein erstes Cadenza Bronze hatte mehrere Grad Schief-Lage, mit bloßem Auge erkennbar. Der offizielle Vertrieb in D hat mir dann ein "besseres" herausgesucht. Dies ist aber lt. Sperling-Messgerät/Testplatte nur ein bisschen besser...

    Ein EMT HSD 006 sah wirklich gut aus, dann wollte ich mehr: Zwei JSD6 aus aktueller Produktion waren so schief, dass ich die ungeschliffenen Sperrholzkästlein gleich wieder zugeklappt habe... Einen dritten Versuch habe ich dann unterlassen.

    Achso: Bei meinem alten MC30SuperII gibts diesbezüglich nichts zu meckern.


    Beste Grüße,

    Peter

    "Die Technologie wächst schneller als der Charakter der Menschen." - Egon Bahr

  • Gibt es wirklich keine Fachleute hier die mal zweifelsfrei die grundlegenden Zusammenhänge von Nadelposition und Generator in Bezug auf Abtastverhalten, Verzerrungen, Pegel und Übersprechen erklären können? Das kann doch nicht soo schwer sein, das Prinzip der Schallplattenabtastung ist ja nun nicht mehr wirklich neu und sollte eigentlich ausreichend erforscht sein.


    Ich bin immer wieder erstaunt darüber, daß seitenweise Diskussionen ausgefochten werden können über solch nebensächlichen Dinge wie z.B. die möglichen und unmöglichen Auswirkungen von Feinsicherungen um mal bei einem aktuellen Beispiel zu bleiben, aber wenn es um grundlegende Fragen der Analogwiedergabe geht ist die Resonanz erstaunlich dünn und die Antworten schwanken oft zwischen Vermutungen und Unwissenheit. Eigentlich schade für ein Forum, das „Analog“ in seinem Titel trägt.

    Ich nehme mich hiervon ausdrücklich NICHT aus!


    Gruß Jan

  • Nemesis

    Hallo Jan,


    wenn Du ab dem Eingangsbeitrag liest dürfte Einiges klarer werden. In gewisser Weise dreht sich dieser Thread mMn bereits etwas im Kreis ;) . Mein Beitrag zum Thema inkl. Erfahrung steht in Post #7.


    Grüße,

    Winfried

    Die schlimmsten Geiseln der Menschheit sind nicht Krankheiten und Katastrophen, sondern menschliche Dummheit, Angst und Gier!

  • Hallo Winfried,


    ja, ich habe den Thread von Anfang an verfolgt und es wird im Prinzip auch alles erwähnt was in Zusammenhang mit Azimut von Relevanz sein könnte und auch du hast anschaulich deine Vorgehensweise erklärt.

    Warum aber scheint dann beim Sperling nur ein einfacher Pegelabgleich zu genügen ohne Berücksichtigung der Phase oder des Übersprechens?

    Und weiter die Frage ob ich die Nadel oder die Generatorposition relativ zur Rille optimiere.

  • Hallo Winfried,


    ich hab mir nochmal deinen Beitrag angeschaut der ja im wesentlichen auf der, ich nenn sie mal so, Feickert Methode basiert.

    Warum macht dann das Sperling nur einen einfachen Pegelabgleich ohne Phase und Übersprechen und was wird eigentlich optimiert -die Nadelposition, der Generator oder das Gesamtsystem? Bei letzteren beiden könnte die Nadel trotzdem schief in der Rille stehen mit allen möglichen Konsequenzen.

    Mir fehlt die Erklärung der Wirkmechanismen, ich möchte verstehen welche Parameter (Nadelposition, Generatorposition welchen Einfluß auf die Messwerte (Pegel, Phase (welche Phase?), Übersprechen, Verzerrungen) haben.

    Im Korf Blog wurde ein Versuch gemacht mit dem Ergebnis das eigentlich auf gleichmäßige Verzerrungen optimiert werden müsste!?

    Ich kann mir nicht vorstellen daß alle Verfahren gleichwertig sind.


    Gruß Jan

  • Jan,


    ich empfinde die Feickert Methode als schlüssigste (nicht als einfachste!), verwende sie deshalb und habe meine Bedenken gegenüber anderen Verfahren auch im Verlauf beschrieben. Welcher Teil des Abtastsystems da jetzt im Einzelnen optimal eingestellt wird weis ich nicht, für mich zählt das Ergebnis ;) :)


    Grüße,

    Winfried

    Die schlimmsten Geiseln der Menschheit sind nicht Krankheiten und Katastrophen, sondern menschliche Dummheit, Angst und Gier!

  • Hallo zusammen,


    ein paar Anmerkungen zur Diskussion von meiner Seite:
    - Dass die Messungen bei diesem TA zu den gleichen Grad-Einstellungen bei allen Lösungen geführt haben, ist kein Beweis, dass es immer so ist.

    - Ich hatte auch schon mit Adjust+ bei unterschiedlichen Messungen/Messzeitpunkten unterschiedliche Ergebnisse (warum, weiß ich beim besten Willen nicht).

    - Die Kanalbalance ist OFT auch dann am besten, wenn das Übersprechen am ausgeglichendsten ist. Aber auch nicht immer.
    - Die Phasenauswertung bei Feickert ist tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal beim Vergleich der Lösungen. Ist aber primär bei TA, die locker über 30 dB Kanaltrennung aufweisen, wirklich relevant. Denn dann kann/sollte man den Winkel anhand der Phase optimieren. Aber leider gibt es ja Adjust+ ohnehin nicht mehr ...

    Für mich war es wichtig, das Fozgometer V2 grundlegend einzuordnen, da ich von der V1 gehört hab, dass Ergebnisse eben nicht mit Feickert übereinstimmen. Ob das generell so war, keine Ahnung. Allerdings ist aus meiner Sicht wichtig, dass man auch das Fozgometer V2 zur Sicherheit kalibriert (Messsignale über die Website).

    Dann sollte es definitiv passen und man erhält denke ich verlässliche Ergebnisse!

    Best of both worlds: Analog + Digital

    Gewerblicher Teilnehmer: Trinnov, Reed, Groovemaster, My Sonic Lab, Hana, Audiospecials, Linnenberg Audio, MK Analogue, Apollon Audio, Acousence, Thorens, Musical Surroundings, Musical Fidelity