Phonopre für AT PTG

  • Bitte nicht falsch verstehen, ich sehe einfach nicht den Sinn darin, etwas deutlich schlechteres mit (manchmal) viel Aufwand beizubehalten, wenn schon jeder wirklich günstige Halbleiterverstärker da ohne Probleme mithalten kann.

    das ist natürlich wirklich die Frage, warum das tut. Es geht ja um den Klirr des Röhrenverstärkers(K2,K4)usw. Es geht dabei um den Klirr, den der Mensch als angenehm empfindet. Der ist also tatsächlich vielleicht sogar vom Erbauer erwünscht. Ob das sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden. Es führt dennoch dazu, dass Menschen stundenlang ohne Ermüdung einen Röhrenstärker hören können, einen Transistor hingegen irgendwann abstellen, da er harsch klingt oder man sich nicht einmal erklären kann , warum man den Transistor abstellt. Klirr von schlecht konstruierten Transistorverstärkern besteht eben zu einem hohen Anteil aus ungeradzahligen Harmonischen (K3, K5, K7, usw.). Das führt zu einer Disharmonie. Der Klang ist dann irgendwie unterkühlt oder harsch, man stellt halt ab.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • ...Es führt dennoch dazu, dass Menschen stundenlang ohne Ermüdung einen Röhrenstärker hören können, einen Transistor hingegen irgendwann abstellen, da er harsch klingt oder man sich nicht einmal erklären kann , warum man den Transistor abstellt....

    Hallo Knut, das ist aber für mich eher ein Historienspektakel. ;) Ich höre seit ca. 1975 ernsthaft Musik, immer nur mit Transistorverstärkern und hatte davon einige, auch mit vielleicht zweifelhaften STK-Endstufen. Als harsch klingend habe ich da noch keinen empfunden. Vielleicht ist das anders, wenn man immer nur mit Röhren-Amps gehört hat.

  • Moinsen, höre auch seit fast 50 Jahren Transistor Verstärker. Phono Pre die eingebauten, Lehmann, Graham Slee, Thorens PPA und jetzt mal Opera Consonance Röhre. Sehr schön - öfter mal was anderes :).

    Mein Vincent CD Spieler hat ne Röhre im Ausgang und klingt sehr gut.

    Bei den Leistungsverstärkern sind mir die RöhrenVerstärker schlicht zu teuer ( habe Boxen mit geringem Wirkungsgrad).

    Vielleicht gibts im Leben ja verschiedene Hörphasen. Geregelt aktiv hatte ich vor 40 Jahren und bin wieder bei Passivboxen. Alles zu seiner Zeit.

  • aber eins ist Fakt, eine komplette Röhrenkette muss man nicht unbedingt betreiben und wäre dann wirklich zuviel.

    Aber in jedem Zweig wenigstens ein Röhrengerät macht schon Sinn damit es eben nicht so steril und technisch klingt.

    Und viele Hörer haben sich an diesen Klang der letzten Jahre gewöhnt und bemerken nicht immer, daß die Instrumente oder Stimmen in der Realität dann doch ganz anders klingen wie über die geliebte reine Transistor-Anlage. Ohne Härte, Kühle oder spitze Höhen. Gerade bei günstigen AVR Verstärkern.

    es lebt einfach mehr und oft ist die Bühne mit etwas Klirr auch größer. Und gerade so ein wenig Klirr ist wie das Salz in der Suppe, ohne schmeckt es nicht. Mit zuviel Gewürz aber auch nicht :-)

  • Ich betreibe sowohl Röhren als auch Transistorverstärker. In allen Stufen, also phono, pre oder Endverstärker. Vom Klang höre ich mal dies oder das (je nach Aufnahme) lieber. Da ich meist die Geräte auch vom Aufbau kenne oder konstruiert habe, würde ich es grundsätzlich so sehen, dass ich mit Röhren lineare Verstärkungen aufbauen kann und natürlich auch mit Transistor. Interessant finde ich es aber auch, die Verstärker eben nicht ganz linear zu sehen. Und da kann ich auch wieder mit beiden Konzepten etwas probieren. Das letzte Projekt war bei mir z.B. einen Transistor Vorverstärker mit einem leichten Charakter einer Wärme zu bauen - hab mich da an einer alten naim Schaltung orientiert. Das war dann mit wenig Transistoren und sehr geringer Rückkopplung z.B.. Daher verstehe ich auch Eure unterschiedlichen Meinungen. Eine komplette Kette mit stark verändernden Verstärkern (egal Röhre oder Transistor) in nur eine Richtung würde ich mir aber auch nicht anhören wollen, da dass dann zu viel des Guten ist.

    Freundliche Grüße


    Peter

  • Geräte sind meist minimal(st) gesoundet. Sonst würden sie sich ja nicht unterscheiden. Es gibt zahlreiche Parameter an denen der Entwickler schrauben kann und ein paar wenige - hier schon genannte - an denen wir drehen dürfen.


    Ich habe auch eine TubeBox DS2 und würde nicht erkennen können, dass es sich um ein Röhrengerät handelt. Sie hat nur ~50 Stunden gebraucht, bis sich nichts mehr verändert hat, seither ist sie mit dem SP10 und seinen beiden Armen eine Symbiose eingegangen:)

    Das OC9MLII läuft auf ~200 Ohm u. 65dB ausgezeichnet. Das PTG ist halt etwas "leiser" und "lauter" geht bei der DS2 nicht mehr, das Hana SL läuft übrigens am 2. Eingang auf ca. 550 Ohm und 60dB am besten, bei 65dB verliert es seinen Charme und wirkt wie ein Nightclub-E, rockig aber nicht mehr so fein dynamisch. Unter all dem, was ProJect da auf den Markt geworfen hat in den letzten ~20 Jahren, empfinde ich die TubeBox DS2 und ihre "kleine Schwester" PhonoBox S2 als wirklich tollen Wurf unter (zu) vielen, eher mittelmäßigen, Geräten.

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Bei mir läuft das AT33PTG I an der RIAA von Volpe , seinerzeit mal ein Selbstbauprojekt hier im Forum. Abgeschlossen mit 1 kOhm, wie von Walter Fuchs empfohlen.

    Das Gerät weist viele Parallelen/ Gemeinsamkeiten mit den kommerziellen SAC Phonovorstufen auf, ist aber nicht baugleich. Hier läuft es mit einem Babymonsternetzteil von Mario Grözinger.


    Ist dieses Gefühl von nichts "besseres" zu brauchen und angekommen sein, was natürlich auch nicht jeder so goutieren mag.